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ÄrzteTag Archiv

801 Episoden
19 Minuten
Schwangerschaft ist ein effektiver Rauchstopper: 75 Prozent der rauchenden Frauen legen die Zigaretten ab dem zweiten Trimenon beiseite. Wie Ärzte das in der Beratung nutzen können, darüber sprechen wir mit der Ökonomin Professor Katja Görlitz, auch mit Blick auf rauchende Väter.
26 Minuten
Fast bei jedem zweiten Kind und Jugendlichen mit einem neu manifestierten Typ-1-Diabetes mellitus kam es während des Lockdowns zu einer Ketoazidose. Über die Gründe haben wir mit dem Gießener Kinder-Diabetologen Privatdozent Clemens Kamrath gesprochen. Und über die Lehren, die er zieht.
32 Minuten
Die erste große Studie mit über 10.000 stationären COVID-19-Patienten in Deutschland zeigt die Auswirkungen von Corona. Den Letztautor der Studie, Professor Reinhard Busse, haben wir gefragt, wie unser Gesundheitssystem mit der Pandemie umgegangen ist.
17 Minuten
In dieser Sommerausgabe reden Chefredakteur Wolfgang van den Bergh und Nachrichtenchef Denis Nößler über sechs Corona-Monate und den Ausblick ins gesundheitspolitische Geschehen der kommenden Wochen und Monate.
9 Minuten
Es ist keine angenehme Vorstellung für Ärzte, aber in Zeiten der Coronavirus-Pandemie durchaus denkbar: Es gibt nur noch einen Beatmungsplatz, aber zwei COVID-19-Patienten, die diesen benötigen. Wie sollen Ärzte nun entscheiden? In dieser Episode des "ÄrzteTag"-Podcasts erläutert Elisa Hoven, Professorin für Strafrecht an der Universität Leipzig, die strafrechtliche Situation rund um die Triage. Außerdem spricht sie über den Tatbestand Tötung durch Unterlassen, und wie sich aus rechtlicher Perspektive die Situation verändert, wenn bereits der Beatmungsplatz belegt ist, aber ein neuer Patient behandelt werden soll.
23 Minuten
In der Corona-Krise hat nicht nur die Digitalisierung einen Boom erlebt, auch aufs Homeoffice gab es – aus Gründen – einen regelrechten Run. Die DAK hat mit zwei repräsentativen Umfragen untersuchen lassen, wie sich die Einstellung der Bürger während Corona geändert hat. Fazit: Die Menschen lieben Homeoffice und sehen mehr Vor- als Nachteile. Sie fühlen sich weniger gestresst, produktiver, und sie loben die bessere Work-Life-Balance. Was bedeutet das für die Gesundheitsprävention, die Betriebsmedizin und das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM), wenn Homeoffice künftig einen größeren Stellenwert einnehmen wird? Darüber sprechen wir in dieser „ÄrzteTag“-Episode mit DAK-Chef Andreas Storm. Und wir reden darüber, wie auch Ärzte und Pflegeberufe von den Vorteilen von Homeoffice und der Digitalisierung profitieren können.
16 Minuten
Schmerz ist eines der häufigsten geriatrischen Syndrome und dennoch wird es bei Patienten ab etwa 60 Jahren zunehmend schwierig mit der richtigen Diagnose. Daher steht dieses Thema neben dem Aspekt der individualisierte Therapie in diesem Jahr prominent auf der Agenda des Deutschen Schmerz- und Palliativtags. Dieser findet zwar in diesem Jahr komplett online statt – so wie viele andere Kongresse aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie auch. Das hat aber durchaus auch seine Vorteile, wie Dr. Johannes Horlemann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) und Leiter des Regionalen Schmerzzentrums Kevelaer im Gespräch erläutert. Dabei erzählt er außerdem, worauf es ihm bei der Therapie von älteren Patienten ankommt und wann bestimmte Analgetika trotz einer möglichen Erhöhung des Sturzrisikos durchaus Sinn machen können.
10 Minuten
Der Ingolstädter Hausarzt Dr. Anton Böhm warnt vor einer zweiten Corona-Welle durch Urlaubsheimkehrer. Er bezeichnet das Testen direkt nach der Ankunft im Heimatland als "Augenauswischerei". Denn ein Infizierter kann noch asymptomatisch sein. Der PCR-Test auf SARS-CoV-2 würde dann falsch-negativ ausfallen. In einem offenen Brief an Bayern Ministerpräsidenten Markus Söder verlangt der Allgemeinmediziner, der auch Stadtrat ist, "dass alle Rückkehrer aus dem Urlaub oder arbeitsbedingtem Auslandsaufenthalt" mindestens fünf Tage in Quarantäne gehen. Erst danach sollte auf das Coronavirus getestet werden. Böhm sagt: "Wir in unserem Hausarztzentren in Ingolstadt werden uns ab sofort weigern, bei Irgendjemandem vor dem fünften Tag nach Verlassen des Risikogebiets eine solche nahezu sinnlose Untersuchung durchzuführen, geschweige denn zu bestätigen."
14 Minuten
Über 100 Fortbildungen für Ärzte und Medizinische Fachangestellte (MFA) veranstaltet das IHF, das Institut für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband, jedes Jahr. Doch im März kam der Lockdown und zig Präsenztermine mussten ausfallen. In dieser Episode sprechen wir mit dem IHF-Vorsitzenden und Bremer Hausarzt Dr. Hans-Michael Mühlenfeld über die Stornokosten der Tagungshotels, über den schnellen Umstieg auf virtuelle, digitale Fortbildungsformate und darüber, wie sich die Akzeptanz gewandelt hat. Wir reden auch über die practica, den großen Fortbildungskongress, der Ende Oktober in Bad Orb stattfinden soll. Wie werden die Teilnehmer dort geschützt? Und wird es das traditionelle berufspolitische Oktoberfest und die lauschigen Abende an der Bar geben können?
26 Minuten
Heute werfen wir mit DEGAM-Vizepräsidentin Prof. Eva Hummers einen Blick in die Corona-Glaskugel: Wie wird wohl eine mögliche zweite Corona-Welle im Herbst aussehen, gibt es den befürchteten perfekten Sturm aus COVID-19 und Influenza? Ein Gespräch über kreative Praxislösungen, warum ein „one fits all“-Satz nicht funktioniert – und warum Keime gerne Straßenbahn fahre.
27 Minuten
Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sagt: „Der alleinige Blick durch die virologisch-epidemiologische Brille war falsch.“ Im „ÄrzteTag“ kritisiert er Falschaussagen eines SPD-Politikers, den Streit auf „Kindergartenniveau“ und die Rolle der Leopoldina. Aber er sieht auch viel Gutes – und hat eine Liebeserklärung.
14 Minuten
In der Corona-Pandemie war auch für die Medizinstudierenden in Deutschland vieles anders. In manchen Unikliniken war Lehre am Krankenbett tabu, in anderen Regionen hingegen wurden die angehenden Mediziner dankend als helfende Hände eingebunden. In der „ÄrzteTag“-Episode reden wir mit Christian Wolfram über das „Corona-Sommersemester“. Der Student der Humanmedizin an der Uni Leipzig ist Vorsitzender des Ausschusses Medizinstudierende im Hartmannbund. Je nach Fakultät haben seine Kommilitonen ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht, sagt er. Für ihn ist aber klar: Nach Corona muss sich das Medizinstudium ändern. Nicht nur digitaler muss es werden. Was sich aus seiner und der Sicht seiner Kommilitonen ändern muss, das erzählt im „ÄrzteTag“.
18 Minuten
Etwa 60 Prozent aller Smartphone-Nutzer müssten die Corona-Warn-App einsetzen, dann bekämen wir die Pandemie in den Griff. Diese Zahl wird oft kolportiert, nur stimmt dieser Grenzwert auch? Darüber reden wir in dieser "ÄrzteTag"-Episode mit der Münchner Statistikerin Katharina Schüller. Sie ist Mitautorin der "Unstatistik des Monats" und hat sich jüngst auch mit der Entstehung dieses Grenzwertes auseinandergesetzt. Und welche Aussagekraft haben Modellierungen überhaupt? Katharina Schüller hat im Gespräch eine Checkliste zum kritischen Lesen von Studien. Und sie hat vier Fragen formuliert, die jeder Datenforscher sich vor einer Studie stellen sollte. Bei der Interpretation aber, bei den maßgeblichen Entscheidungskriterien, "da kann mir keine Statistik der Welt helfen", sagt sie.
11 Minuten
Die Barmer, Deutschlands zweitgrößte gesetzliche Krankenkasse, hat die komplette Werbung auf Facebook und Instagram gestoppt. Der Marketingchef der Kasse, Christian Bock, erklärt in dieser Episode vom "ÄrzteTag", warum die BARMER sich dazu entschieden hat. Und was das mit Rassismus, "Fake News", Mobbing und Hassbotschaften zu tun hat. Er redet darüber, warum Solidarität als Grundfeste einer Krankenkasse diesen Schritt geradezu geboten hat. Und an welcher Stelle die Kasse wiederum politisch neutral bleiben muss.
31 Minuten
Die Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland leidet: Viele Krankenhäuser sind baufällig, die Abteilungen halten sich oft nur mit Spenden über Wasser. Wegen der komplexen Fälle ist das Fach für die Kliniken ein Defizitgeschäft, die DRG-Erlöse sind nicht kostendeckend. Und immer wieder müssen Häuser wegen eines Mangels an spezialisierten Pflegekräften Betten blockieren – was zu bedrohlichen Engpässen führen kann. In dieser "ÄrzteTag"-Episode reden wir mit Professor Dominik Schneider über die Krise der Kinder- und Jugendmedizin. Der Direktor der Direktor der Kinderklinik am Klinikum Dortmund ist auch im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Er sagt, dass er Fan von Borussia Dortmund ist, erklärt uns, was seine baufällige Klinik mit der Bürgschaft für Schalke 04 zu tun hat. Und wir reden darüber, warum er die DRG abzuschaffen für "nicht zielführend" hält.
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