Aus Forschung wird Gesundheit Archiv
50 Episoden
16 Minuten
Millionen von Menschen nehmen Statine ein, um ihren Cholesterinspiegel zu senken und damit ihr Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Doch viele klagen über Nebenwirkungen auf die Muskulatur, insbesondere Schmerzen. Professorin Simone Spuler von der Charité und dem MDC in Berlin hat gemeinsam mit Dr. Stefanie Grunwald untersucht, was passiert, wenn man Statine direkt auf Muskelzellen gibt. Und war ziemlich überrascht!
18 Minuten
CAR-T-Zellen sind Teil einer neuartigen Krebsimmuntherapie, die bislang für "flüssige" Tumore wie Leukämie gut funktioniert hat. Doch lässt sich diese Therapie auch auf "solide" Tumore übertragen und könnte sie sogar eine Chemotherapie mit ihren massiven Nebenwirkungen vermeiden helfen? Dr. Annette Künkele von der Charité - Universitätsmedizin Berlin hat das für das sogenannte Retinoblastom, einen Tumor auf der Netzhaut des Auges, untersucht. In unserem Podcast "Aus Forschung wird Gesundheit" beantwortet sie die Frage, wie CAR-T-Zellen Tumore bekämpfen können.
25 Minuten
Stammzellen sind faszinierende Zellen : Sie können sich ein Leben lang teilen und sich in alle verschiedenen Zelltypen des Körpers entwickeln. Sammeln sie jedoch Fehler in ihrem Erbgut an, können sie zu gefährlichen Krebsstammzellen mutieren und Krebs und Metastasen verursachen. Professor Andreas Trumpp untersucht seit vielen Jahren den Zusammenhang zwischen Stammzellen und Krebs. Gerade hat er für seine Arbeiten den Deutschen Krebspreis erhalten. Im BIH-Podcast spricht er über neue Erkenntnisse, wie man die Krebsstammzellen als Wurzel der Krebserkrankung bekämpfen könnte.
27 Minuten
Auf ein Rockkonzert würde er nicht mehr gehen, sagt BIH-Professor Christian Drosten, Direktor des Virologischen Instituts der Charité. Auch seinen 72jährigen Vater würde er nicht unbedingt nach Berlin einladen, auf dem Land sei er besser aufgehoben. Dass es eine große Anzahl an Infektionen auch in Deutschland geben wird, steht für den SARS-Entdecker außer Frage. Aber er hofft, dass sich die Hauptwelle an Infektionen bis zum Frühjahr verzögert, wo es das Virus dank trockenerer Luft, höherer Temperaturen und stärkerer UV-Strahlung schwerer hat sich zu verbreiten.
13 Minuten
Die biomedizinische Forschung schafft die Grundlagen für neue Therapien und Erfolge in der Gesundheitsversorgung. Doch Wissenschaftler*innen stehen unter dem Druck, möglichst spektakuläre Dinge herauszufinden. Vermeintliche Misserfolge werden nicht veröffentlicht. Dabei ist zu wissen, welche Forschung in die Sackgasse führt, für den Fortschritt in der Medizin sehr wichtig, sagt Professor Daniel Strech, Stellvertrender Direktor des BIH Quest Center. In der 16. Folge des BIH Podcasts erklärt er, warum die Ergebnisse vieler Tierversuche nicht veröffentlicht werden, wieso das ein Problem ist und wie sich das ändern lässt.
18 Minuten
Mehr als 71.000 Menschen in 27 Ländern sind nach aktuellem Stand mit dem Coronavirus infiziert. Und täglich werden es mehr. Susanne Herold forscht mit ihrer Arbeitsgruppe an einem Medikament gegen das Virus aus China. Sie ist Professorin für Lungenkrankheiten am Universitätsklinikum Gießen-Marburg und leitet dort die Abteilung für Infektiologie. Im BIH-Podcast spricht sie über die aktuelle Lage mit dem Coronavirus und erklärt, was das Virus von der jährlichen Grippe unterscheidet.
25 Minuten
Der SARS-Entdecker Christian Drosten hat über 1000 Insektenarten untersucht und darin Hunderte von neuen Viren gefunden. Wie gefährlich sind diese neu entdeckten Viren für uns Menschen? Was unterscheidet ein harmloses von einem gefährlichen Virus? Und was hat es mit dem neu aufgetretenen Virus in China auf sich, das bereits erste Todesopfer gefordert hat? Müssen wir uns in Acht nehmen? Und welche Rolle spielt der Klimawandel?
12 Minuten
Bei manchen Gesundheits-Apps erhalten Frauen bei denselben Symptomen andere Diagnosen als Männer. Wie kommt das? Und was lässt sich dagegen unternehmen? Sylvia Thun, BIH-Professorin für Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen, macht zum einen die Datenbasis verantwortlich, mit der die APPs gefüttert werden, die beruht oft auf mehrheitlich männlichen Daten. Und zum anderen die Programmierer selbst: Das sind auch meist Männer, denen die Schieflache gar nicht auffällt.
28 Minuten
Die Mucoviszidose ist die häufigste Erbkrankheit in Deutschland, etwa 8000 Menschen sind von ihr betroffen. Die Patienten leiden unter zäh klebrigem Schleim, der in der Lunge, aber auch der Bauchspeicheldrüse oder der Leber zu großen Problemen führt. BIH-Professor Marcus Mall von der Kinderklinik der Charité hat nun in einer großen klinischen Studie ein neues Medikament getestet, das den Patienten eine spürbare Erleichterung verschafft - die Mediziner sprechen von einem Durchbruch! Im BIH-Podcast erklärt Professor Mall, wie die Therapie funktioniert.
20 Minuten
HIV ist heute gut behandelbar: Eine Kombinationstherapie hält die Viren in Schach und verhindert das Ausbrechen von Aids. Hat Aids seinen Schrecken verloren? So einfach ist das nicht, sagt Christine Goffinet in der elften Folge des BIH Podcast zum Welt-Aids-Tag 2019. Sie ist BIH Professorin am Institut für Virologie der Charité - Universitätsmedizin Berlin und sieht noch mindestens zwei Herausforderungen: die Therapie auch dort zu verankern, wo HIV-positive Menschen stigmatisiert werden, und einen potenten Impfstoff zu entwickeln.
12 Minuten
Dr. Titus Brinker vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg hat eine App namens Intimarzt entwickelt. Mit ihrer Hilfe kann man Fotos vom betroffenen Intimbereich anonym an einen Facharzt schicken und so frühzeitig eine Diagnose erhalten. Wie er auf die Idee kam zu dieser App, was sie leistet, welche Hürden er bei der Entwicklung überwinden musste und wer sich nun mit welchem Problem mittels App helfen lässt, darüber berichtet er im aktuellen BIH-Podcast "Aus Forschung wird Gesundheit".
17 Minuten
Heute bin ich zu Gast bei Professor Detlev Ganten und ich möchte wissen, wie es um die Gesundheit rund um die Welt bestellt ist. Professor Ganten ist der Gründungspräsident des World Health Summit, des Weltgesundheitsgipfels, der seit zehn Jahren in Berlin stattfindet und jährlich mehr Menschen aus aller Welt anzieht. Es geht um den Einfluss des Klimawandels auf die Gesundheit, um Antibiotikaresistenzen, um Gesundheitspolitik, um Digitalisierung und die Frage, ob Gesundheit eher ein Frage des Wohlstands oder der Bildung ist.
17 Minuten
Es gibt hunderte verschiedene erbliche Muskelerkrankungen, die alle unweigerlich zum Muskelverlust und schließlich zum Tode führen. Eine ursächliche Therapie gibt es nicht, den Patient*innen wird mit Physiotherapie das Leben erleichtert. Am MDC und an der Charité entwickeln Forscher*innen um Simone Spuler eine Gentherapie, bei der sie das defekte Gen in körpereigenen Muskelstammzellen gegen eine gesunde Kopie austauschen. Die reparierten Stammzellen sollen den Patient*innen zurückgegeben werden und vor Ort neue Muskelfasern bilden.
13 Minuten
Die Digitalisierung hält Kroemer neben dem demographischen Wandel für eine der größten Herausforderungen in der Medizin. Im Interview erklärt er, warum wir sie brauchen, was die Medizin in Sachen Digitalisierung von der Automobilindustrie lernen kann, welche Chancen sie für Forschung und Versorgung bringt, warum er den Datenschutz in Deutschland gut findet und warum am Ende die Patient*innen am meisten davon profitieren werden.
15 Minuten
In dieser Folge geht es um das Mikrobiom und was diese Gesamtheit der Darmbakterien mit Bluthochdruck zu tun hat. Dr. Anja Mähler vom Experimental and Clinical Research Center von Charité und MDC plant gerade mit Unterstützung des BIH eine Studie mit Bluthochdruckpatienten, die sie mit Darmbakterien behandeln möchte. Auf die Idee kam sie, als ein Forscherkollege von ihr herausfand, dass Salz den Blutdruck erhöht, indem es das Mikrobiom beeinflusst.