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Freifahrt Archiv
68 Episoden
56 Minuten
Unser Gespräch rollt an allerlei Themen vorbei wie dem Perspektivwechsel, welcher beispielsweise aus den Augen eines Kindes die Frage aufwerfen könnte, wer eigentlich unsere Städte und Mobilität plant? Wir sprechen darüber, wieso solch wichtige Aufgaben wie zum Beispiel für eine gleichberechtigtere Mobilitätskultur zu kämpfen eigentlich immer ehrenamtlich geleistet werden? Was das mit intrinsischer Motivation zu tun hat und wie Isabell und Changing Cities es schaffen, das Agenda-Setting in der lokalen oder nationalen Politk zu beeinflussen. Wir reden natürlich über Pop-Up aka Corona-Bikelanes in Berlin und wieso diese weltweiten Provisorien eine seltene Gelegenheit sind für nachhaltigen Wandel. Solange der politische Wille und die gesetzliche Grundlage in Form des Mobilitätsgesetzes in Berlin vorhanden sind.
1 Stunde 12 Minuten
Philipp ist Mitarbeiter der ersten Stunde und verantwortet seitdem die enorm schnelle Expansionsstrategie von TIER. Denn man muss sich das Wachstum mal anhand der nackten Zahlen auf der Zunge zergehen lassen: Innerhalb von anderthalb Jahren haben sie stand heute über 25.000 Scooter in über 60 Städten in 14 Ländern platziert und damit ca. 20 Millionen Fahrten gesammelt. Und jetzt haben sie auch noch die e-Mopeds von COUP, der eingestellten Sharing-Marke von Bosch gekauft und als ersten Schritt zum multimodalen Anbieter in Berlin auf die Straßen gestellt.
1 Stunde 1 Minute
Bei dem Konzept von Mobility-as-a-Service geht es ja vor allem über ein neues Wertverständnis von Mobilität. Und nicht nur um das Ersetzen dessen was wir aktuell haben, nämlich hauptsächlich private Autos. Genau so argumentiert Sampo auch, nämlich dass die bisher vorherrschende Argumentation des rationalen Vergleichs zwischen einem Auto und einer MaaS-Flatrate nicht funktionieren. Er spricht davon, dass die Branche neue Träume und Wunschbilder schaffen muss. Und dabei sind genau Verlässlichkeit und Komfort sind laut Sampo zwei der wichtigsten Treiber für eine neue Mobilitätskultur.
1 Stunde 38 Minuten
Wir sprechen im Groben und Ganzen über Mobilitätskultur und die Kunst des Jonglierens, welcher der Job eines Planers mit sich bringt. Denn eines habe ich gelernt, und zwar was es heißt, die Vielzahl an rechtlichen Anforderungen, individuellen Wünschen, räumlichen Gegebenheiten, politischen Zielen und multimodalen Mobilitätsangeboten unter einen Helm zu kriegen. Ich finde das Gespräch zeigt sehr schön, wie multidimensional Mobilität und Stadtplanung sein kann und auch sein müssen. Dass die monomodale Forderung mancher Interessensgruppen häufig außer acht lässt, dass man eben gesamtgesellschaftlich mehr braucht als nur Fahrräder oder ÖPNV oder Autos.
59 Minuten
Reinhard spricht gerne von dem Begriff "surf the street", denn sein eigener Antrieb ist es, die urbane Mobilität spaßiger und nachhaltiger zu gestalten, um somit sein persönliches Zielbild von lebenswerteren Städten zu erreichen. Dafür hat er zusammen mit Feishen einen E-Scooter entwickelt, von dem sie behaupten, dass er besser ist als alles, was wir bisher auf der Straße kennen. Zum einen wegen der verbesserten Geometrie und Fahrdynamik. Zum anderen ermöglicht ihr neuestes Modell, die Akkus ohne Einsammeln der E-Scooter vor Ort zu tauschen. Um die Hintergründe von all dem zu beleuchten, sprechen wir viel über die Bedingungen der Produktentwicklung und der Produktion in China. Aber auch über kulturelle Facetten, Momente der Freude und der Überraschung.
37 Minuten
In diesem neuen Podcast bietet das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung aus Berlin eine Diskussionsplattform für Ideen, die das Potential haben, unsere Gesellschaft robuster, aber auch anpassungsfähiger und nachhaltiger zu gestalten. Denn genau darum geht es bei Resilienz nämlich: Um die Zukunftsfähigkeit gegenüber unvorhergesehenen Ereignissen und die Kunst, leichtfüßig und souverän mit stetigem Wandel umzugehen. Diese Folge ist als Teaser für diesen neuen Podcasts gedacht und daher eine Spezialfolge hier bei Freifahrt. Wenn sich das interessant anhört, freuen wir uns natürlich wenn du diesen neuen Podcast dann auch abonnierst, überall dort wo es Podcasts gibt.
55 Minuten
Mein Gast in dieser Folge ist Kristian Brink von dem norwegischen Software Start-Up Urban Sharing. Ich liebe ja Gespräche auf einer fast schon systemischen und philosophischen Flughöhe. Kristian beweist für mich als Vice President für Strategie und Business Development eindrucksvoll, wie man den Spagat schafft in dieser Flughöhe für strategische Themen unterwegs zu sein und gleichzeitig ein tiefes Verständnis für die Anforderungen von der Straße zu besitzen. Einer der Kernfunktionalitäten von Urban Sharing ist es, Anbietern von Sharing-System die tägliche Arbeit des Umverteilens und Bereitstellens zu vereinfachen. Er spricht in dem Kontext von den Helden, die dafür sorgen, dass Fahrräder und eScooter immer dort stehen, wo wir sie brauchen. Genau dafür bauen sie ihre Software, um diese Arbeit mittels Forecasting und kluger Beobachtung der Nutzungsmuster zu optimieren.
18 Minuten
Diese Folge wird etwas anders, denn ich habe keinen Gast eingeladen sondern möchte die Zeit und die Gelegenheit, die uns durch die Corona-Krise sozusagen unerwartet geschenkt worden ist nutzen. Für Kontemplation, für Perspektivwechsel und zum Resümieren.
51 Minuten
In gut 50 Minuten erfahrt ihr heute von Henrik Falk, wie man es als Verkehrsunternehmen mit Schienen und Linien schafft, ein Angebot zu gestalten, welches durch Wahlfreiheit und Lifestyle glänzt. Wir sprechen über den Perspektivenwechsel des sogenannten Hamburg Takts hin zur angebotsorientierten Planung, über dogmatische Grabenkämpfe und wie die bückte Haltung zum heutigen Nischendasein des ÖPNV geführt haben. In dem Gespräch mit Herrn Falk ist mir aufgefallen, dass er sehr viel lernen möchte. Von Pilotprojekten und auch von den sich rechts und links vom ÖPNV etablierenden Angeboten. Um dann daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen als Integator für eine neue vernetzte Mobilität. Genau diese Rolle des Integrators sieht er nämlich für die Hochbahn. In dem Kontext sprechen wir natürlich auch darüber, was die Hochbahn der BVG mit ihrer Jelbi-App Ende März entgegensetzen will.
47 Minuten
Stefan Gelbhaar ist Bundestagsabgeordnete der Grünen und Obmann des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur, sowie Sprecher für städtische Mobilität und Radverkehr. Für mich war es das erste Mal im Jakob-Kaiser-Haus, wo sich ja die Abgeordnetenbüros befinden und direkt musste ich über die Wartebänke für Besucher schmunzeln, welche in den Farben gelb-grün bezogen sind. Damit nicht genug, wurden wir dann auch noch mitten im Gespräch von einem Feueralarm im Bundestag überrascht. Diese Folge ist sozusagen gespickt mit brandaktuellen Informationen!
58 Minuten
Jens Stoewhase ist Mitgründer von Rabbit Publishing, besser bekannt vielleicht durch die Marken Electrive und IntelliCar. Seit fast zehn Jahren versorgt Jens mit seinem Partner Peter Schwierz auf diesen Kanälen die Branche als eines der Leitmedien täglich mit Neuigkeiten zum Thema Elektromobilität. Jens ist professioneller Geschichtenerzähler, denn er ist überzeugt davon, dass dies die Grundlage ist für eine Mindsetveränderung. Eine Mindsetveränderung, welche für ihn erforderlich ist bei dem Wandel hin zur Elektromobilität. Da seiner Auffassung nach das Marketing wie wir es bisher aus der Automobilindustrie gelernt haben nicht mehr so richtig funktioniert.
53 Minuten
In dieser Folge stelle ich mich sprichwörtlich in die Schuhe des Vorstands des Interessensverbandes für Fußgänger, dem FUSS e.V. 2019 hat der Verband es nämlich geschafft, zusammen mit anderen Verbänden die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung dahingehend zu beeinflussen, dass z.B eScooter nicht auf Gehwegen mit 12 km/h fahren dürfen. Als ich davon gehört habe, kam bei mir direkt das Bild David gegen Goliath auf. Denn sie vertreten ja eine Gruppe die bezogen auf den modal Split hochrelevant ist, gleichzeitig aber in der Verkehrspolitik kaum berücksichtigt zu werden scheint. In einer Branche, welche stark durch Venture Capital gepushed und vielleicht auch gehyped wird, fand ich die sehr inklusive Perspektive für alle und vor allem die schwächeren Verkehrsteilnehmer mal eine schöne Alternative.
1 Stunde 3 Minuten
In dieser ersten Jubiläumsfolge von Freifahrt spreche ich mit Florian Walberg. Florian ist in meiner Wahrnehmung in Deutschland sowas wie der Vater von elektrischen Kickscootern. Er ist Enthusiast, Unternehmer, Gründer und Geschäftsführer von Walberg Urban Electrics, vermutlich besser bekannt unter den eScooter Marken Egret und The Urban.
35 Minuten
Wenn wir neue Mobilitätsangebote attraktiver machen wollen, hat intermodales Routing, also das Verknüpfen von z.B ÖPNV mit Mikromobilität meiner Einschätzung nach ein großes Potential, neue, schnellere und komfortablere Wegeketten sichtbar und einfacherer nutzbar zu machen. So richtig funktioniert das aber noch in keiner App und daher wollte ich von Luisa wissen, welche Voraussetzungen ihrer Expertise nach dafür nötig sind. Wieso dafür nicht nur technische Voraussetzungen eine Rolle spielen, erfahrt ihr in dieser Folge.
59 Minuten
Mein heutiger Gast ist der renommierte Prof. Dr. Stephan Rammler vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung aus Berlin. Er ist Techniksoziologe, Zukunftsforscher und Mobilitätsexperte und aktuell forscht er zum Zusammenhang von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Heute heißt es Hefte raus, Klassenarbeit - denn ich zumindest fühlte mich während des Gesprächs im positivsten Sinne wieder wie im Hörsaal. Diese Folge ist kein intellektueller Pappenstiel. Ich würde fast empfehlen, sich Stift und Block bereitzulegen und häufig mal zu pausieren um darüber nachdzudenken, was Prof. Rammler alles so teilt. denn es ist eine Wonne, Satz für Satz die inhaltliche Fülle des Gesagten aus der darüberliegenden Ebene der rhetorischen Präzision herauszuoperieren. Wir sprechen über Technologiefolgenabschätzung, über Grabenkämpfe in politischen Debatten, die Rolle der Wissenschaft, Rebound-Effekte und natürlich das Potential von geteilter Mikromobilität.