Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

BDA-Denklabor – Der Architektur-Podcast Archiv

37 Episoden
30 Minuten
Viele ländliche Gemeinden weisen trotz Bevölkerungsrückgang und Leerstand in den Ortskernen neue Siedlungsflächen an den Rändern aus. Doch sind es gerade die Strukturen im Kern, die aus baukultureller Sicht wichtige Hinweise auf die sozialräumliche Geschichte des jeweiligen Gemeinwesens geben. Um den prägenden Gebäudebestand mit neuen, zukunftsfähigen Nutzungen zu stärken, muss zunächst der kulturhistorische Wert gewachsener Siedlungsstrukturen erkannt werden. Die literatur- und sozialwissenschaftliche Perspektive auf ländlich-kleinstädtische Lebensräume, die in diesem Interview eingenommen wird, kann dabei hilfreich sein. Prof. Dr. Werner Nell ist Literatur- und Sozialwissenschaftler und leitet das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Experimentierfeld Dorf“ der Universität Halle-Wittenberg. Das Interview führte für den BDA-Landesverband Rheinland-Pfalz Simon Reuther, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehrgebiet „Strategien Ländlicher Räume“ und Studierender an der Hochschule Koblenz.
32 Minuten
Die Debatte um eine gerechte Boden- und damit auch Wohnungspolitik wurde bereits in den 1970er Jahren von Hans-Jochen Vogel angestoßen. Sie ist inzwischen zu einer der grundlegendsten Fragen unserer Zeit geworden. Einer Zeit, in der immer weniger Lebensraum auf der Erde bewohnbar wird, der Großteil des gut nutzbaren Bodens verteilt ist und somit die Boden-, Haus- und Mietpreise in die Höhe schießen. Im Interview erläutert der Wirtschaftswissenschaftler Dirk Löhr die Hintergründe der Bodenfrage sowie deren ökonomische Zusammenhänge und gesellschaftliche Auswirkungen. Es werden Lösungsvorschläge für ein völlig aus der Balance geratenes System der Bodenwirtschaft diskutiert, das den Boden zunehmend zum Spekulationsobjekt macht. Dirk Löhr ist Professor für Steuerlehre und ökologische Ökonomie an der Hochschule Trier. Das Gespräch führte BDA-Architekt Herbert Hofer aus dem BDA-Landesverband Rheinland-Pfalz.
29 Minuten
Das Festival „Women in Architecture 2021“, das im vergangenen Juni in Berlin stattfand, hat das Thema „Frauen in der Architektur“ ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt: Frauen sind immer noch deutlich weniger sichtbar in der Architektur als Männer und gerade in den Führungsebenen unterrepräsentiert, obwohl die Zahl der Absolventinnen seit vielen Jahren hoch ist. Wo liegen die Gründe für dieses Ungleichgewicht und vor allem: Was können wir tun, damit Architekturwelt insgesamt diverser wird? Über die Frage, warum damit eventuell auch ein Wandel des Berufsbilds einhergehen muss, diskutiert Elina Potratz mit Margit Sichrovsky (LXSY Architekten, Berlin) sowie Karin Hartmann, Architektin und Autorin des Buchs „Schwarzer Rolli, Hornbrille“, das im Frühjahr 2022 im Jovis-Verlag veröffentlicht wird.
37 Minuten
Es ist ein schmaler Grat: Wo sich privates Lebensglück und gesellschaftliche Verantwortung treffen, ist das Ringen um die Grenze zwischen staatlicher Regulation und Privatsphäre nicht erst seit der Corona-Pandemie heiß umkämpft. So auch in der jüngst, nicht ohne Polemik, geführten Debatte rund um die Ausweisung von Neubaugebieten für Einfamilienhäuser. Auf der einen Seite steht der Wunsch nach den eigenen vier Wänden, einem Leben im Grünen mit spielenden Kindern auf der Straße. Auf der anderen Seite gerät das Einfamilienhaus immer häufiger in den Fokus klimapolitischer Debatten. Welche zukunftsfähige Alternativen gibt es zu den tradierten Bildern des Immobilienmarktes und wie können wir als Planerinnen und Planer mit konkreten Beispielen Handlungsspielräume aufzeigen und ein gesellschaftliches Umdenken fördern? Ragnhild Klußmann vom BDA NRW, die Planerin Yasemin Utku und Christian Holl, Architekturpublizist sowie Landessekretär des BDA Hessen, sprechen über Lebensmodelle, Lebensabschnittsimmobilien, Überalterung, Leerstand und Betongold, über die Homogenitätsfalle, Förderkulissen und den Donuteffekt.
26 Minuten
Mit „Bauwende jetzt!“ haben die „Architects for Future“ im Bundestag eine Petition eingereicht, um einen nachhaltigen Wandel der Baubranche herbeizuführen. Und auch der BDA hat mit dem „Haus der Erde“ Positionen zum klimagerechten Bauen formuliert und trägt „Sorge um den Bestand“. Doch was ist notwendig, um aus all den Manifesten und guten Forderungen verbindliche Handlungsanweisungen zu generieren? Die Architektin Petra Wollenberg und der Bauingenieur Tore Waldhausen sprechen über das Engagement für klimagerechte Architektur, über Recycling und natürliche Baustoffe sowie darüber, wie sich die Architektur-Lehre an Hochschulen ändern muss und wie ein positives Zukunftsszenario für unserer Zusammenleben in Stadt und Land im Jahr 2050 aussehen kann. Petra Wollenberg lehrt an der Fachhochschule Erfurt Entwerfen und Städtebau, führt das Architekturbüro leyk wollenberg architekten in Leipzig und ist Vorstandsmitglied des BDA Sachsen. Tore Waldhausen engagiert sich als Sprecher von „Architects for Future“ in Leipzig und in seiner praktischen Tätigkeit mit Cradle to Cradle und klimagerechtem Bauen.
39 Minuten
Wohnungsnot trifft auf Corona-Krise: Werden scheinbare Gewissheiten, wie wir leben und wohnen wollen, auf einmal außer Kraft gesetzt? Die Standardisierung unserer Wohnungen bot schon immer zu wenig Flexibilität für verschiedene Lebenssituationen, dies wird nur jetzt noch deutlicher. Über aktuelle wie langfristige Perspektiven des Wohnungsmarkts sprechen Liza Heilmeyer, Mitinhaberin des Architekturbüros Birk Heilmeyer und Frenzel in Stuttgart und Vorsitzende des BDA Baden-Württemberg, sowie Christian Holl, Landessekretär des BDA Hessen, mit der Architektin und Vizepräsidentin der Architektenkammer Baden-Württemberg, Prof. Susanne Dürr, und mit dem Soziologen Dr. Stefan Krämer, dem stellvertretenden Geschäftsführer der Wüstenrot-Stiftung.
37 Minuten
Mit den steigenden Temperaturen des Klimawandels, der Urbanisierung und dem Wachstum der Weltbevölkerung wird Trinkwasser in vielen Regionen zu einem raren Gut – sogar in Deutschland. Gleichzeitig drohen vielerorts zunehmend Starkregenereignisse mit katastrophalen Folgen. Städte müssen daher ihren Umgang mit der Ressource Wasser ändern – und dabei das Potential neu gedachter Infrastrukturen auch in der Gestaltung ausloten. Andreas Denk, Chefredakteur der BDA-Zeitschrift der architekt, spricht zu dem Thema mit Annette Rudolph-Cleff, Professorin am Fachgebiet Entwerfen und Stadtentwicklung der TU Darmstadt, und mit John von Düffel, Dramaturg am Deutschen Theater sowie Autor mehrerer Romane mit Bezug zum Wasser – zuletzt: „Der brennende See“ von 2020.
21 Minuten
Nachhaltige Baustoffe, ganzheitliche Betrachtung der Gebäude über den gesamten Lebenszyklus, Anreize über CO2-Bepreisung, Umwandlung von Gewerbebauten zu Wohnraum, autofreie Städte oder Urban Farming: Der renommierten Kieler Klimaforscher Mojib Latif spricht mit dem Architekten Christian Schmieder, Vorsitzender des BDA-Schleswig-Holstein, über Erfolgsgeschichten, die Architektinnen und Architekten angesichts der Klimakrise erzählen können.
30 Minuten
Wo steht die Architekturlehre angesichts der Pandemie heute? In der Folge #14 des BDA-Denklabors tauschen sich die Professorin Katja Knaus (Akademie der Bildenden Künste in München) und der Professor Erhard An-He Kinzelbach (Hochschule Bochum) mit dem Architekten Mehdi Moshfeghi (Lehrbeauftragter an der HCU Hamburg) über die „Digitalisierung in der Architekturlehre“ aus. Wie kann im Zeichen der Pandemie eine qualitätsorientierte Entwurfsausbildung ausgestaltet werden, wenn Ateliers und Zeichensäle physisch nicht genutzt werden können? Wie können also Präsenzveranstaltungen digital ersetzt werden? Und welche digitalen Lehrformen bieten sich dazu an, auch nach dem Lockdown übernommen zu werden? Die Folge #14 wurde initiiert vom AKJAA – dem Arbeitskreis junger Architektinnen und Architekten im BDA. Erhard An-He Kinzelbach ist Sprecher des AKJAA.
34 Minuten
Die Bürgermeisterin von Paris spricht von der „15-Minuten-Stadt“: In den Stadtkernen der Zukunft soll eine Nutzungsmischung im engen Umkreis entstehen. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, spricht mit der BDA-Präsidentin Susanne Wartzeck über die massiven Veränderungen in den Innenstädten nicht erst seit Corona. Leerstände rufen nach Umnutzungen. Diese sind nicht nur ökonomische, sondern auch architektonische Aufgaben…
45 Minuten
Nicht erst seit Corona, sondern bereits seit zwei, drei Jahrzehnten hat sich die Art und Weise, wie wir den öffentlichen Raum nutzen, verändert. Wie muss dieser gestaltet sein? Was soll er ermöglichen? Die Architektin und Stadtplanerin Nina Gribat von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus/Senftenberg und der Soziologe Heinz Bude von der Universität Kassel sprechen mit dem Journalisten und Architekturvermittler David Kasparek über urbane Räume. Sind soziale Heterogenität oder gar Diversität erstrebenswerte Leitbilder dafür? Oder werden damit Viele ausgegrenzt?
43 Minuten
„Sorgetragen statt Wegwerfen – erhalte das Bestehende!“ Auf diese griffige Formel bringt BDA-Präsidentin Susanne Wartzeck das Anliegen der aktuellen Ausstellung „Sorge um den Bestand. Zehn Strategie für die Architektur“ im Deutschen Architektur Zentrum DAZ. Darüber spricht sie auch in der 11. Folge des BDA-Denklabors mit der Staatssekretärin Anne Katrin Bohle aus dem Bundesbauministerium. Moderiert wird das Gespräch von Laura Holzberg, eine der drei Kurator/innen der Ausstellung. Deutlich wird: Die politischen Rahmenbedingungen sind von herausragender Bedeutung, um Sorge um den Bestand tragen zu können.
29 Minuten
Auch wenn Krisen nicht planbar sind, so sind doch die Strukturen, mit denen wir krisenhafte Ereignisse zu bewältigen haben, das Produkt von Planungsvorgängen. Wie können wir mit aktuellen und kommenden Krisen auf städtebaulicher, regional- und landesplanerischer Ebene umgehen und welche Erkenntnisse bringt uns die Pandemie als jüngste Krise in einem Reigen krisenhafter Umstände auf der Ebene der Landesplanung? Darüber diskutieren Andrea Gebhard (Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin BDLA), Dr. Robert Leiner (Department für Geographie der LMU: Wirtschaftsgeographie, Tourismusforschung) und Michael Leidl (Architekt und Stadtplaner BDA sowie Vorstandsmitglied des BDA Bayern).
59 Sekunden
Martin Henn vom Büro Henn berichtet anhand von Beispielen aus Hannover und Berlin über die Wandlung des Büros von einem Ort, an dem Arbeit von jedem einzelnen am eigenen Schreibtisch erledigt worden ist, hin zu Orten, an denen sich die Arbeitsformen mischen. Arbeitsformen, in denen das Gespräch, der Austausch und die Interaktion eine maßgebliche Rolle spielen. Was bedeutet Corona für diesen Wandel? Wie werden wir in Zukunft den Bestand an Bürobauten nutzen? Wie flexibel können sie auf weitere Veränderungen reagieren? Der Beitrag ist als Video live aus dem Gropiushaus des BDA-Landesverbandes Niedersachsen gestreamt worden und ist bei Vimeo und Youtube abrufbar.
40 Minuten
Anlässlich der Ausstellung „Die Bodenfrage – Klima, Ökonomie, Gemeinwohl“ im Deutschen Architektur Zentrum DAZ sprechen Ricarda Pätzold (Deutsches Institut für Urbanistik) und Stefan Rettich (Professor an der Universität Kassel und Kurator der Ausstellung) mit Ottmar Edenhofer (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Professor an der TU Berlin). Das Gespräch stellt einen bislang wenig beachteten Zusammenhang her zwischen den ständig steigenden Bodenpreisen und den ökonomischen und sozialen Folgen des Klimawandels.