Pergament und Mikrofon Archiv
197 Episoden
1 Stunde 2 Minuten
Heute vervollständigen Nina und Anika ihre Recherche nach literarischen Gesellschaften und werfen einen Blick hinter die Kulissen der Société internationale pour l'étude du théâtre médiéval (SITM) und der Artusgesellschaft (International Arthurian Society). Dazu laden Sie Cora Dietl, Professorin für Deutsche Literaturgeschichte an der Uni Gießen und erste Vorsitzende bzw. Präsidentin der deutschsprachigen Sektion beider Gesellschaften auf einen Kaffee nach Bochum ein. Wie sich der Blick auf einen Spieltext durch dessen Aufführung ändert, warum es sich lohnt, sich an die Lektüre des „Jüngeren Titurel“ zu wagen und weshalb das scheinbar Unmögliche manchmal die beste Motivation ist, erfahrt Ihr in der 61. Folge unserer Coffeetalks!
36 Minuten
In der neusten MediäWat-Folge empfangen Toni und Shirley eine bekannte Stimme: Marco schlüpft zurück in die Rolle des Gastes und nimmt die beiden mit auf eine Reise in das von Franken und „Heiden“ umkämpfte Spanien! Anhand des mittelhochdeutschen Rolandslieds gibt er einen Überblick über Eide und Schwüre im Mittelalter. Die Drei diskutieren dabei über den Stellenwert von Eiden und Schwüren bis in die Moderne und wühlen im weitreichenden Inventar von Worten, Gesten und Objekten, mithilfe derer so ein Eid in Szene gesetzt und bekräftigt werden kann. Dabei gehen sie auch dem Kernstück der Handlung des Rolandslieds auf den Grund: Eid und Verrat. Wie funktionieren Eide im Mittelalter? Warum macht es einen Unterschied, wenn jemand auf seinen Bart oder sein Schwert schwört? Die Antwort darauf, was das theatralische und magische an Eiden ist und warum wir heute noch an ihnen festhalten, erfahrt ihr wie immer nur in der neuen Folge MediäWat! Greift erneut zu euren Kopfhörern und seid dabei!
44 Minuten
In der heutigen Mediä...WAT?!-Folge erwarten Marco und Shirley eine faszinierende Reise zu neuen Erkenntnisebenen! Gemeinsam mit der Expertin Tessa tauchen sie tief in die Welt der Frauenmystik im Mittelalter ein. Hierbei vermittelt Tessa nicht nur die Grundlagen, sondern räumt auch noch mit einigen Vorurteilen auf. Die drei erforschen das komplexe Verhältnis von Glaube und Wahrheit im mystischen Schaffen zweier herausragender Persönlichkeiten des 13. und 15. Jahrhunderts: Margery Kempe und Mechthild von Magdeburg. Welche raffinierten Strategien wandten sie an, um ihre Wahrheiten unter dem skeptischen Auge der patriarchalen Institution Kirche zu enthüllen, zu verteidigen und zu verbreiten? Spannend bleibt es, wenn die Frage aufkommt, wie das Geschlecht beeinflusst, welche Wahrheiten letztendlich aus mystischen Erfahrungen hervorgehen. Warum Weiblichkeit innerhalb der Frauenmystik nicht gleich Körperlichkeit und Affektivität bedeuten muss und man Forschung immer wieder neu aufrollen sollte, erfahrt ihr nur in der neuen Folge Mediä...WAT?! Greift also erneut zu euren Kopfhörern und seid wieder dabei!
32 Minuten
Nina und Michael haben für die heutige Folge glücklicherweise den Gast bekommen, mit dem sie unbedingt sprechen wollten: Lydia Wegener. Sie erklärt den beiden, wie man böse von guten Geistern unterscheidet und leistet auf diese Weise ganz praktische Lebenshilfe! So ganz einfach ist die Sache dann aber doch nicht, auch deshalb gibt es eine ganze Menge Texte, die sich immer und immer wieder neu an dieser Aufgabe versuchen. Wer es dann noch genauer wissen will, kann alles, was man wissen muss, in der Edition nachlesen, die Lydia Wegener uns vorstellt. Aber zunächst: Holt eure Geister herbei, macht es euch bequem – und los kann es gehen mit fröhlichen Unterscheidungen!
59 Minuten
Schon wieder Media...WAT?! – Wat´n hier los? Ist denn schon Weihnachten? Fast! Das Team hat sich vergrößert und die Gäste rennen uns die Tür ein – zum Glück! Ihr dürft euch die nächsten Wochen auf 2 Folgen Mediä...WAT?! im Monat freuen. In dieser Folge begeben sich Toni und Pat mit Jana Niemeyer aus Göttingen auf eine spannende Reise in den Norden des 9. Jahrhunderts. Jana hat einen deutsch-französischen Abschluss in Europastudien gemacht und schnell gemerkt, das ihr etwas fehlt - Latein. Des einen Freud ist des anderen Leid – so treffen Tonis Lateinerfahrungen des letzten Sommers auf Janas ungebrochene Passion für das Mittellateinische. Um Toni doch noch für die lateinische Sprache zu begeistern, begleiten wir Jana ins 9. Jahrhundert. Die Vita Anskarii des Bischofs Rimbert zeigt das Leben und Wirken des heiligen Ansgars auf, der für seine Nordlandmission und als erster Erzbischof von Hamburg und Bremen bis heute bekannt ist. Pat ist entzückt. Aber wie viel Wahrheit steckt in dieser Mischung aus Hagiographie, Biographie, Historiographie und literarischer Ausformung? Jana stellt die Vita und insbesondere die von Rimbert eindrucksvoll beschriebenen Visionen Ansgars auf die Probe. Ein Heiliger ohne Wunder? Schnell kommt Jana zu dem Schluss, dass die Vita Anskarii selbst propagandistische Zwecke verfolgt haben könnte. Ihr wollt wissen, wie es um Hamburg und Bremen im 9. Jahrhundert stand, warum Rimbert die Taten Ansgars und seine Verehrung derart in Szene setzte und wer eigentlich die Visionen Ansgars geglaubt und für wahr befunden hat? Köpfhörer auf und abgetaucht in die neueste Folge von Mediä...WAT?!
56 Minuten
In dieser Folge MediäWat löchern Antonia und Marco ihren Gast mit Fragen bezüglich des mittelalterlichen Theaters! Wie unterscheidet es sich vom heutigen Theater? Wer zieht die Strippen? Was ist überhaupt ein Passionsspiel? Und was können wir daraus über Wahrheit lernen? Ein Blick in die eigenen Biographien deckt eher Schwachpunkte in Punkto ‚Schauspiel‘ auf. Zum Glück ist Theaterexpertin Laura Frölich da, um den Laien alle Fragen rund ums Thema zu beantworten: Anhand des Donaueschinger Passionsspiels von 1480 – inklusive Regieanweisungen – stellt sie uns vor, wie durch Text, Bild und Inszenierung in mittelalterlichen geistlichen Spielen bestimmte "Wahrheiten" in religiösen Belangen behauptet und verbreitet wurden. Im Fokus stehen die Manipulationsstrategien, die in diesen Spielen eingesetzt werden, welche Bilder dabei von „den Anderen“ gezeichnet werden und welchen Einfluss das Theater vom Mittelalter bis heute auf sein Publikum ausüben kann! Greift also wieder zu euren Kopfhörern und verpasst bloß nicht die neue Folge MediäWat!
54 Minuten
Heute haben Nina und Anika internationalen Besuch: Prof. Dr. Cornelia Herberichs von der Uni Fribourg/Freiburg in der Schweiz gibt nicht nur Einblicke in das Studium an Bochums brandneuer Partneruni, sondern nimmt uns auch mit hinter die Kulissen der Wolfram-Gesellschaft und des geistlichen Spiels. Was das Spätmittelalter und die Neuzeit verbindet, wie man Germanistik an einer zweisprachigen Uni studiert und warum es sich bereits am Anfang der Karriere lohnt, in eine literarische Gesellschaft einzutreten, erfahrt Ihr in der 60. Folge unserer Coffeetalks!
60 Minuten
Wir haben es geschafft! - Und ihr natürlich auch. Vor vier Wochen haben die Studierenden des Bochumer MaRS-Studiengags ihre ganz eigene Studierendentagung abgehalten mit Gästen aus Bern, Göttingen, Frankfurt, Greifswald, Tübingen, Köln und Bochum. Aber was lief am Ende glatt und was lief schief? Welche Learnings konnten die Studierenden mitnehmen und wird es weitere Tagungen in Bochum für Studierende der Vormoderne geben? Wir haben Antonia und Karen nach der Tagung noch einmal eingeladen um ihr Fazit zur Tagung zu hören und sie mit einigen Einspielern von der Tagung selbst zu überraschen, die wir vor Ort aufgenommen haben. Denn es ist doch immer spannend zu hören, was andere über die eigene Veranstaltung gedacht haben, oder? Ihr wollt wissen wie es hinter den Kulissen des allzeit souveränen Planungsteams ausgesehen hat, wieso Pat zu einer indischen Gottheit mit vielen Armen mutiert ist und weshalb eine Tagung zu Beginn der Krankheitssaison nicht die beste Wahl gewesen ist? Köpfhörer auf und abgetaucht in die Welt der Tagungsplanung mit Mediä...WAT!?
52 Minuten
Heute hat Anika Holger etwas zu erzählen, das unmöglich bis zur nächsten Folge warten kann, denn zur Tagung der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft hat sie nicht nur die Instagram-Follower mitgenommen, sondern auch das Mikrofon eingepackt. Exklusiv berichten Horst Brunner, Sieglinde Hartmann und Ingrid Bennewitz von der Gründung der literarischen Gesellschaften und dem Oswald-Hype in den 1980er Jahren. Was ein Schukarton, ein BILLY-Regal und eine Flasche Tiroler Wein miteinander zu tun haben und warum Pergament und Mikrofon fast zum True Crime Podcast wird, erfahrt Ihr in der 59. Folge unserer Coffeetalks!
11 Minuten
Nina ist wieder da! – und sie wirft mit Michael einen Blick in die Verlagskataloge mit den Neuerscheinungen. Wen sollen die beiden als nächsten Gast einladen? Vielleicht mal jemanden, die*der sich mit dem Mittelniederdeutschen (oder gar dem Altsächsischen) auskennt? Oder interessiert sich unser Publikum eher für die Unterscheidung der Geister? (Das wäre auch was für eine Halloween-Folge gewesen!) Sollen wir uns mit altgermanistischen Editionen beschäftigen? Oder mit Wettkämpfen? Oder mit dem Fortunatus-Roman? Fragen über Fragen – Nina und Michael haben die Qual der Wahl!
31 Minuten
Seid ihr gespannt auf eine neue Folge MediäWat? Dieses Mal dürfen Toni und Marco Ben Scherer (@bentsche) begrüßen. Nachdem Toni und Ben in Erinnerungen an die gemeinsame IPS-Zeit schwelgen und wir ein wenig über Bens Tätigkeit am ZFA erfahren, nimmt er uns mit in das England kurz nach der Reformation. In der Auseinandersetzung mit dem postreformatorischen England und den politischen wie gesellschaftlichen Hintergründen dieser Zeit erklärt er uns, warum es nicht „Shakespeares England“ ist und zeigt uns, wieso Teilzeit-Kneipenschläger Marlowe eigentlich viel cooler ist. Dabei beschäftigt uns aber auch, wie diese beiden bedeutenden und verschiedenen Dramatiker die Bühnen Englands nachhaltig geprägt und welche Einflüsse sie auf das Theater Englands ausgeübt haben. Besonders brisant wird es, wenn wir uns mit den so transportierten Vorstellungen vom englischen Königtum und der Frage befassen, wie die Autorität und Legitimität eines Monarchen auf der Bühne dargestellt und welche politischen „Wahrheiten“ durch diese Inszenierungen vermittelt werden. Was macht Christopher Marlowes Werk so interessant? Wie kann ein König zwei Körper haben? Wie wird Wahrheit auf der Bühne verhandelt? Und wie dicht stehen Dramaturgie und Kneipenschlägereien beieinander? Auf einer Reise in die Welt des frühmodernen Englands verspricht die neue Folge MediäWat Antworten auf diese Fragen zu liefern.
54 Minuten
Heute bleiben Holger und Anika seit einer Ewigkeit mal unter sich und nutzen die Gelegenheit, bei einem Kaffee in Erinnerungen zu schwelgen und sich dabei den Call für Papers der MaRS-Studierendentagung zum Thema „Making Truth. Spannungsfelder, Strategien und Figuren der Wahrheitsproduktion in der Vormoderne“ anzuschauen. Wie man vom Tagungsthema zu einer Vortragsidee kommt, wann sich die Strategie „googel mit Master“ eignet und weshalb sich ein neuer Blick auf altbekannte Texte lohnt, erfahrt Ihr in der 58. Folge unserer Coffeetalks! ACHTUNG: Die Tagung findet am 18., 19. und 20. Oktober in Bochum statt! Also, nicht verpassen!
1 Stunde 15 Minuten
Die Tagung Making Truth rückt immer näher und Mediä..Wat!? hat die Content-Maschine angeworfen. In dieser Extra-Folge stellen sich zwei Neuzugänge bei Mediä...WAT?! vor. Shirley (@shibuc) und Antonia (@antoniahml) waren schon vorher zu Gast und sind gleich also neue Moderatorinnen geblieben! Neben Toni und Shirley stellen sich aber auch einige der Vortragenden und Bewerber*innen der Tagung persönlich vor. Wir haben für euch mit einigen der Beteiligten gesprochen und Einspieler aufgenommen, um euch eine Stimme und ein Gesicht zu den Vortragstiteln zu geben. Wenn ihr also mehr über die vielen Namen bei und um Making Truth erfahren wollt, ihr eine kleine Sneak Peak zu geplanten Vorträgen erhalten wollt und ein paar persönlichere Fun Facts über eure neuen Helden der vormodernen Wahrheitsproduktion erfahren wollt, Kopfhörer aus und rein in die neueste Folge Mediä...WAT?!.
24 Minuten
In der neuesten Folge von Mediä...Wat!? lüften wir den Schleier und schauen hinter die Kulissen der Studierendentagung „Making Truth“! Wir tauchen tief in die Welt der Eventorganisation ein und betrachten sie aus einer ganz besonderen Perspektive: derjenigen der Studierenden! Wir widmen uns der faszinierenden Herausforderung, als Studierende eine Tagung für andere Studierenden auf die Beine zu stellen. Die Veranstaltung soll gleichzeitig die „Studi-Stars“ ins Rampenlicht führen, das gemischte Publikum begeistern und die wissenschaftliche Community überzeugen. Kein leichtes Unterfangen! Unsere Gäste, Antonia und Karen, teilen ihre geballte Praxiserfahrung und wertvolle Erkenntnisse zur erfolgreichen Planung und Durchführung eines solchen Events. Von der Auswahl passender Themen bis zur Budgetierung und Sponsorensuche – wir wollen jede Phase des Organisationsprozesses beleuchten! Wir gehen auch auf die oft übersehenen, aber entscheidenden Aspekte wie effektive Kommunikation, Teamarbeit und die unvorhergesehenen Herausforderungen ein. Egal, ob du bereits in der Planung einer Tagung steckst oder einfach nur interessiert an den Abläufen hinter den Kulissen bist, diese Folge bietet dir wertvolle Einsichten und praktische Ratschläge aus erster Hand. Verpasse also nicht diese spannende Folge Mediä...Wat!? zum Thema "Organisation einer Studierendentagung aus studentischer Sicht".
31 Minuten
In der dritten Folge von „Neu & Veröffentlicht“ lesen wir kein dickes wissenschaftliches Buch, auch keinen klassischen wissenschaftlichen Aufsatz, sondern einen Band mit Essays, die sich mit Übersetzungen und mit dem Übersetzen in der Frühen Neuzeit beschäftigen. Anika und Michael haben Regina Toepfer zu Gast, die (unter anderem gemeinsam mit Ulrike Draesner) den Band „Übersetzen ist Macht“ herausgegeben hat. Sie kann uns erklären, was einen Essay ausmacht, wie man essayistisch schreibt – und mit ihr können wir darüber nachdenken, warum es eigentlich nicht mehr Essays von Wissenschaftler*innen gibt. Der Essayband wird herausgegeben von Ulrike Draesner, Annkathrin Koppers, Regina Toepfer und Jörg Wesche. Der Titel lautet „Übersetzen ist Macht. Essays zur Frühen Neuzeit“, erschienen in Hannover im Jahr 2023. Und hier geht es zur digitalen Ausstellung „Übersetzen ist Macht. Geheimnisse, Geschichten, Geschenke in der Frühen Neuzeit“: "https://www.uebersetzenistmacht.de/"