Zeitreise: Tag der Deutschen Einheit | Deutsche Welle Archiv
30 Episoden
5 Minuten
Im ersten Teil des Rück-Blicks von DW-Redakteurin Christa Kokotowski zur Öffnung der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze am 9. November 1989werden die unmittelbaren Voraussetzungen, die zur Grenzöffnung führten, sowie die ersten Reaktionen in Ost und West geschildert. Historische O-Töne von Michail Gorbatschow, Günter Schabowski, Helmut Kohl und Hans-Jochen Vogel bzw. eine O-Ton-Collage mit ersten Reaktionen von DDR-Bürgern illustrieren die Rückblende (Aufnahmedatum: 05.11.1999)
20 Minuten
Am 9. November 1989 hatte das Mitglied des SED-Politbüros Günter Schabowskiauf einer internationalen Pressekonferenz vor laufenden Kameras - völlig überraschend - die allgemeine Reisefreiheit für alle DDR-Bürger verkündet; der damit verbundene Mauerfall ist innerdeutsche Geschichte. In einem Gespräch mit dem DW-Redakteur Gerhard Haase vom 11. November 2001 - mehr als ein Jahrzehnt nach dem Fall der Mauer - zieht Schabowski eine sehr persönliche Bilanz (Aufnahmedatum: 12.11.2001)
3 Minuten
Am 9. November 1989 verkündet Politbüromitglied Günter Schabowski ...völlig überraschend auf einer vom Fernsehen direkt übertragenen internationalen Pressekonferenz die allgemeine Reisefreiheit für alle DDR-Bürger. Durch die Äußerung Schabowskis, das neue Reisegesetz gelte "ab sofort", wurde eine Lawine losgetreten, die nicht mehr zu stoppen war (Aufnahmedatum: 09.11.1989)
7 Minuten
Am 8. November 1989 tritt das Politbüro der SED- unter dem Druck der Massenproteste - geschlossen zurück; in der ersten Novemberwoche (1989) hatten die Demonstrationen in der DDR ihren Höhepunkt erreicht. Der aktuelle DW-Bericht informiert über die Zusammensetzung des neuen bzw. verjüngten SED-Politbüros (Aufnahmedatum: 08.11.1989)
39 Sekunden
Der Sprecher der Regierung der DDR, Wolfgang Meyer, gibt im Fernsehen den Rücktritt der gesamten DDR-Regierung (Ministerrat) unter ihrem Vorsitzenden Willi Stoph bekannt und appelliert - im Namen der Regierung - eindringlich an die Bevölkerung, die "lebenswichtigen Funktionen" des Staates aufrechtzuerhalten (Aufnahmedatum: 07.11.1989)
4 Minuten
Am 4. November 1989 findet auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz die größte Demonstration der Geschichte der DDR mit etwa einer Million Teilnehmern statt.Veranstaltet wurde sie von Künstlern und Kulturschaffenden. In dem DW-Bericht werden u. a. die Stimmung vor Ort, der Ablauf der Demonstration und die Forderungen der Teilnehmer geschildert. Ausschnitte aus den Reden von Stefan Heym, Manfred Gerlach, Günter Schabowski und Christa Wolf vermitteln einen authentischen Eindruck von der Großkundgebung (Aufnahmedatum: 04.11.1989)
2 Minuten
"Der Sozialismus auf deutschem Boden, er steht nicht zur Disposition"- so Egon Krenz in einer Rede nach seiner Wahl zum Nachfolger von Erich Honecker. Ein Kurzportrait des neuen Generalsekretärs des Zentralkomitees der SED, gezeichnet von DW-Redakteur Hans-Jürgen Pickert (Aufnahmedatum: 19.10.1989)
15 Minuten
DW-Redakteur Hans-Jürgen Pickert zeichnet ein Porträt des gestürzten SED-Generalsekretärs Erich Honecker:die Karriere des Mannes aus Neunkirchen an der Saar, die mit der Flucht nach Chile endete. Zahlreiche Ausschnitte aus Reden und Interviews Honeckers geben einen Einblick in sein Leben und seine politische Haltung (Aufnahmedatum: 1993)
5 Minuten
Am 17. Oktober 1989 wollte Erich Honecker mit der Einleitung zur Tagesordnung der Sitzung des Politbüros beginnen,als ihn Ministerpräsident Willi Stoph unterbrach und eine Änderung der Tagesordnung vorschlug. Der erste Punkt: die Absetzung des Generalsekretärs Erich Honecker. Dieser tat so, als wäre nichts geschehen, doch der Verlauf ließ sich nicht mehr aufhalten. Einstimmig wurde seine Absetzung entschieden. Einen Tag später (am 18. Oktober 1989) bat Erich Honecker das Zentralkomitee der SED, ihn "aus gesundheitlichen Gründen" von den Ämtern des Generalsekretärs und des Staatsratsvorsitzenden zu entbinden (Aufnahmedatum: 2000)
2 Minuten
"Ist die Wende nur ein Gag, läuft nicht nur die Jugend weg"und andere Parolen stehen am 9. Oktober 1989 auf den Transparenten der Demonstranten in Leipzig. Zum ersten Mal ertönt dabei auch der Slogan "Wir sind das Volk", der sich blitzartig auf die anderen Städte der DDR ausbreitet (Aufnahmedatum 1990)
28 Minuten
Von der Ära Ulbricht bis zur Ära HoneckerDW-Redakteur Claus-Dieter Gersch führt durch eine Sendung über die Geschichte des SED-Staates von den Anfängen bis zur Situation im Herbst 1989, als Flucht und Ausreise die Einstellung der Bürger zu diesem Staat erkennen lassen. Zu Wort kommen sowohl SED-Politiker als auch Regimekritiker. Die Geschichte eines Staates, dessen Untergang bereits unabwendbar war (Aufnahmedatum: 03.10.1989)
5 Minuten
Seine letzten Worte gingen im Jubel von vier Tausend Menschen unter,als Hans-Dietrich Genscher am 30. September 1989 den DDR-Flüchtlingen in der bundesdeutschen Botschaft in Prag die Nachricht über ihre Ausreisegenehmigung in die Bundesrepublik überbrachte. "Ich war innerlich völlig aufgewühlt aber auch sehr glücklich" - erinnert sich Genscher an diesen historischen Tag. Im Gespräch mit DW-Redakteur Stefan Dege schildert der damalige Bundesaußenminister eindrucksvoll seine Bemühungen (und Befürchtungen) im Tauziehen mit Ost-Berlin und Moskau um die Ausreise der Botschaftsflüchtlinge (Aufnahmedatum: 30.09.2004)
4 Minuten
Ein Reporter des DDR-Rundfunks begleitet mit dem Mikrophon eine Montagsdemonstration und läßt demonstrierende DDR-Bürger zu Wort kommen;sie sprechen offen über ihre Forderungen an die DDR-Führung und über ihre Erwartungen. Eine Verbreitung solcher "anarchistischen" Postulate im staatlichen Rundfunk der DDR wäre vor dem Beginn der Montagsdemonstrationen undenkbar. Bilanz dieser Montagsdemonstration: zurückhaltende Miliz und friedliche Demonstranten, eine Demonstration ohne Zwischenfälle.(Aufnahmedatum: 1989)
5 Minuten
"...und so haben wir 36.000 DDR-Flüchtlinge bis zum 14. November 1989 in Ungarn betreut".Csilla Freifrau von Boeselager ist während der "Massenflucht" aus der DDR als "der Engel von Budapest" bekannt geworden. Die Gründerin des "Ungarischen Malteser Caritas Dienstes" äußert sich in einem Gespräch mit Hero Buss zum Aufbau eines Zeltlagers in Budapest für die DDR-Botschaftsflüchtlinge, zur Hilfsbereitschaft der ungarischen Bevölkerung und zu ihrer Rolle als Mittlerin in dieser äußerst schwierigen Situation. (Aufnahmedatum: 07.12.1992)
15 Minuten
Über das Ministerium für Innerdeutsche Beziehungen soll Bundesministerin Dorothee Wilms einmal gesagt haben:"Aufgabe meines Ministeriums ist es, eine Antwort auf die deutsche Frage herbeizuführen und damit seine Existenz überflüssig zu machen". Jene Antwort begann im Sommer 1989 Formen anzunehmen. Tausende von ausreisewilligen DDR-Bürgern flüchteten in die Botschaften der BRD in Ostberlin, Budapest, Prag und Warschau; ihr erklärtes Ziel: die Ausreise in die Bundesrepublik. DW-Redakteur Dieter Jepsen-Föge spricht mit Dorothee Wilms über die Motive und die Lage der Botschaftsflüchtlinge sowie über ein mögliches weiteres Vorgehen der Bundesregierung in dieser heiklen Angelegenheit. (Aufnahmedatum: 16.08.1989)
Zeitreise: Tag der Deutschen Einheit | Deutsche Welle
Zeitreise - Stationen auf dem Weg zur Deutschen Einheit - Ein Podacst aus dem Archiv der Deutschen Welle.