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UKW Archiv
149 Episoden
1 Stunde 57 Minuten
Nach einer kleinen Verschnaufpause schauen wir ein weiteres Mal auf die Entwicklung der Fallzahlen in der Coronakrise in Deutschland und gehen auch noch einmal etwas genauer auf die in der letzten Sendung entdeckten Anomalien in den Meldungen der Hamburger Gesundheitsämter ein. Eine genauere Analyse der veröffentlichten Meldedaten bestätigt dabei den Eindruck, dass hier durch eine erhebliche Zahl von sehr spät erfassten Fällen die Meldezahlen teilweise deutlich verzerrt werden. Wir fragen uns weiterhin, was hier der Grund für sein könnte.
2 Stunden 28 Minuten
Heute liegt der Schwerpunkt auf den Corona-Zahlen der letzten Woche mit besonderem Augenmerk auf die Frage der Meldeverzögerungen. Diese sind uns ja schon vor einiger Zeit aufgefallen, aber auf der Suche nach den Gründen hat Pavel seine Risiko-Tabelle jetzt um entsprechende statistische Auswertungen erweitert, die eine Perspektive auf die Situation in einzelnen Landkreisen ermöglicht. Hier fällt ein Landkreis besonders auf: Hamburg. Wir erklären, was die Zahlen berichten. Dazu ein paar Informationen, die aus einzelnen Studien herausfallen, was gegen COVID-19 vielleicht helfen könnte (Vitamin D) oder wie sich Ausbrüche vorhersagen lassen, indem man das Abwasser in den Wasserwerken testet. Zu den Tracing Apps lässt sich nicht viele Neues berichten, allerdings gab es mit der Öffentlichen Betaversion der Schweizer SwissCovid App die Gelegenheit, erstmals einen Eindruck von so einer App zu bekommen und testweise mal das Protokoll anzuschalten. Ansonsten dreht sich die Diskussion in Entwicklerkreisen weiter vor allem um das Roaming und Tim stellt die Ideen vor, die offenbar bei Google und Apple gerade vorangetrieben werden. Wir schließen mit einer Einschätzung über die mögliche Wirksamkeit des App-Einsatzes und was so im Herbst vielleicht auf uns zukommt.
2 Stunden 8 Minuten
In dieser Woche gehen wir wie gewohnt auf die aktuellen Fallzahlen Deutschlands ein und schauen, was sich für die aktuelle Situation daraus ableiten lässt. Wir freuen uns aber besonders über das Echo auf Pavels Riskotabelle der Landkreise in Deutschland und erläutern, welche Neuerungen es in der letzten Woche gab und was sich speziell aus dieser Auswertung ablesen lässt. Dann diskutieren wir die Forderungen der Datenjournalisten, die dem RKI einen offenen Brief mit Forderungen geschickt haben, wie sie sich künftig mit Daten versorgt sehen wollen, um für die Öffentlichkeit die Lage nachvollziehen, auswerten und visualisieren zu können. Wir stimmen den Forderungen zu. Der versprochene Auslands-Rundumschlag fällt leider wieder aus, aber Pavel hat schon ein ersten Blick auf die schwedischen Zahlen geworden und stößt dabei schon auf viel Wiedersprüchliches. Wir bleiben da dran und werden hoffentlich nächste Woche mehr Klarheit haben können. Dann wurde der erste Source Code und eine detaillierte Systembeschreibung der neuen Corona Warn App veröffentlicht. Wir schauen auf die Struktur des geplanten Backends. Das DP3T-Projekt wiederum hat eine Spezifikation für die internationale Interoperabilität der Exposure Notification herausgegeben, die noch nicht klar macht, wie einfach es sein wird, das Warnsystem auch länderübergreifend betrieben zu können. Es bleibt noch genug Diskussionsstoff für die nächste Zeit.
48 Minuten
Im Rahmen des "Wir vs. Virus" Hackathons der Bundesregierung sind einige interessante Projekte enstanden, manche davon werden jetzt auch produktiv umgesetzt, um die Bekämpfung der COVID-19 Pandemie zu unterstützen. Eines dieser Projekte ist Quarano, eine einfache Softwarelösung, die Gesundheitsämter dabei unterstützen soll, die Betreuung von unter Quarantäne gestellte Personen zu vereinfachen und dabei die Gesundheitsämter im kritischen und personalintensiven Bereich der Kontaktverfolgung zu unterstützen. Quarano ist ein Open Source System. Ich spreche mit Oliver Drotbohm, einem der Entwickler des Systems darüber wie das Projekt zustande kam, welche Ziele hier verfolgt werden und welche Erkenntnisse er über die Arbeit den Zustand der Digitalisierung der Gesundheitsämter gewinnen konnte.
2 Stunden 22 Minuten
Kaum war unsere letzte Sendung veröffentlicht wurden in Deutschland weitere Lockerungen und damit einhergehend verschiedene Grenzwerte bekannt gegeben, ab denen ggf. wieder schärfere Maßnahmen ergriffen werden müssen. Da jetzt die Gesamtzahlen sehr klein sind und sich das weitere Geschehen im wesentlichen auf Landkreis-Ebene abspielen wird hat Pavel sich die Daten des RKI geschnappt und eine Risiko-Auswertung gemacht, an der man ablesen kann, wie das Geschehen in den einzelnen deutschen Landkreisen einzuschätzen ist. Diese Auswertung ist als Tabelle im Web zu finden und wird täglich aktualisiert. Im Podcast erläutern wir die Hintergründe und Methoden dieser Risikobewertung und mit welchen Schwierigkeiten man hier zu kämpfen hat. Dazu natürlich wie immer eine Diskussion der aktuellen Zahlen und einiger anderer Ereignisse und natürlich fehlt auch der Blick auf die Tracing App Welt nicht, denn nun ist zumindest klar, welchen Funktionsumfang und welchen Namen die deutsche App haben wird.
2 Stunden 30 Minuten
Tim und Pavel haben sich erneut zusammengefunden und brüten über den Erkenntnissen und Nachrichten der letzten Woche. Da ist zunächst einmal die finale Publikation der Gangelt-Studie und damit verbundenen Schätzungen zur Dunkelziffer der Infektionen in Deutschland. Außerdem diskutieren wir das Risiko, was mit der Öffnung der Schulen verbunden sein könnte. Pavel hat weiter versucht aus dem Datenmaterial des RKI schlau zu werden und hat dabei ein paar ganz grundsätzliche Probleme mit den Datenveröffentlichungen des Instituts festgestellt, die leider einige sehr interessante Analysen und Auswertungen unmöglich machen, wenn man nicht über ein komplettes Backup aller bisher veröffentlichten Daten verfügt. Wer uns ein solches bereitstellen kann, soll sich bitte melden. Dann reden wir natürlich auch über die Neuigkeiten im Bereich der Contact Tracing Support Apps. Apple und Google haben abermals ihr API verändert aber liefern ab jetzt auch Betaversionen des Frameworks aus, so dass Entwickler erstmals direkt mit ihm arbeiten können. Neu ist, dass die Tracing Support Apps jetzt mit einem detaillierten Risk Assessment arbeiten können, das die zuvor vielfach diskutierte Bluetooth-Komponente in seiner Bedeutung deutlich abmildert. Jetzt ist eher die Frage, wie mit diesen neuen Werkzeugen am besten gearbeitet wird. Die Dokumentation eröffnet außerdem noch ein paar interessante Aspekte, die vielleicht zur Bekämpfung von Superspreader-Events zum Einsatz kommen könnten und stellt eine mögliche "Systemintegration" in den Raum, die noch mehr Fragen aufwirft. Wir blicken ein wenig in die Glaskugel um herauszufinden, was es damit auf sich haben könnte.
1 Stunde 51 Minuten
Wie die Coronakrise begann und wie man in China, Taiwan und Hong-Kong damit umgegangen ist
2 Stunden 20 Minuten
Die Öffentlichkeit diskutiert fleißig über mögliche Lockerungsmaßnahmen und auch über die Aussagekraft der veröffentlichten Zahlen. Besonders die magische Zahl R steht im Fokus und es wurden Zweifel laut, ob denn die am 9., 16. und 23. März 2020 eingeführten Gegenmaßnahmen übernötig waren. Pavel hat mal nachgerechnet und es läßt sich bei einer genauen Betrachtung der Zahlen sagen: die Maßnahmen haben uns den Arsch gerettet. Außerdem geht es wild her in der Frage um die Tracing Apps. Die Bundesregierung hat sich jetzt überraschend gegen die letzte Woche noch favorisierte "zentrale Lösung" von PEPP-PT entschieden (die wir hier letzte Woche auch besprochen hatten) und setzt jetzt auf das Modell von Apple/Google bzw. DP3T. Wir diskutieren welche Änderungen es sich beim Contact Tracing Protokoll ergeben haben und vor welchen Herausforderungen die App-Entwickler jetzt stehen.
2 Stunden 41 Minuten
Auch in dieser Woche schauen wir auf die aktuellen Zahlen rund um die Corinakrise und greifen dabei auch noch mal die Diskussion der Fallsterblichkeitsraten aus der letzten Woche auf. Pavel hat sich die Meldezahlen der letzten Wochen mal genau angeschaut und dabei entdeckt, dass sie in einem Wochenrythmus schwanken. Diese offensichtliche Auffälligkeit wird allerdings öffentlich bisher nicht gedeutet oder erklärt und so fragen wir uns, ob wir überhaupt über solide Erkenntnisse über die Art der Verbreitung des Virus in Deutschland haben, die eine Lockerung der Ausgangsregelungen verantwortbar bzw. die aus resultieren den neuen Bewegungen resultierenden Ausbreitungen kontrollierbar machen. Im zweiten Teil der Sendung gehen wir erneut auf die Tracing Apps für Smartphones ein. Tim stellt jetzt den jüngst publizierten zentralen Ansatz des PEPP-PT-Projektes vor. Wir sind kurz gesagt wenig begeistert und halten das vorgeschlagene Modell weder für wünschenswert noch für machbar.
2 Stunden 16 Minuten
Tim und Pavel kommen wieder zu einem wöchentlichen Review der offiziell verlautbaren Zahlen über Infektionen mit dem SARS-Cov-2-Virus und vermutlich an oder mit der Krankheit COVID-19 verstorbenen Personen. Es zeichnet sich ab, dass es für Deutschland einen Aufwärtstrend gibt, es aber noch zu früh ist, die Maßnahmen sofort zu lockern. Anlässlich der umstrittenen Gangelt-Studie nehmen wir auch den Aspekt der "Fallsterblichkeit" genauer unter die Lupe und bemühen uns überhaupt, die in den ganzen veröffentlichten Studien, Statistiken und Prognosen verwendeten Fachbegriffe zu erläutern. Außerdem diskutieren wir ausführlich das von Apple und Google gemeinsam vorgestellte System zum Contact Tracing auf der Basis von Smartphones und Bluetooth. Tim erklärt das Protokoll und wir debattieren mögliche Angriffsszenarien und Sicherheitsbedenken gegen die möglichen darauf basierenden nationalen und internationalen Tracing-Infrastrukturen.
1 Stunde 29 Minuten
Tim Pritlove und Frank Rieger sprechen über die den aktuellen Zustand der Welt und was sich an Veränderungen der künftigen Weltordnung abzuzeichnen scheint.
2 Stunden 21 Minuten
Da wir nun zum dritten Mal im Wochentakt zusammenkommen werden wir es auch künftig so beibehalten: Tim und Pavel schauen auf die aktuellen Fallzahlen und was sonst noch so an Zahlenmaterial, Statistiken und Studien herumgereicht wird und versuchen, diese einzuordnen und zu kommentieren. Darüberhinaus schauen wir uns auch noch mal die Diskussion rund um die Tracking Apps and und legen auch noch mal dar, warum künftig eine Kehrtwende im Ausbau der Internet-Infrastruktur in Deutschland erfolgen muss. Das ganze ist jetzt ein wenig länger geworden, wir hoffen das in den nächsten Wochen alles noch etwas kompakter einzusortieren.
1 Stunde 17 Minuten
Jöran Muuß-Merholz sitzt im Bildungsbereich zwischen alle Stühlen und schaut sich die Dinge generell aus einem Sicherheitsabstand an. Die nicht in die Gänge kommende Digitalisierung des deutschen Schulsystems betrauert er aber schon länger. Um so interessanter sind die Auswirkungen der Corona-Krise. Aber wir wollen nicht nur über Digitalien reden und blicken zunächst mal auf die aktuelle Situation und vor allem, welche spezifischen Herausforderungen Lehrer, Eltern und Schüler gestellt werden. Aber wir wollen auch über Digitalien reden und diskutieren, welche Werkzeuge derzeit besonders viel Sinn machen und sich bewähren (oder auch nicht).
30 Minuten
Ich spreche mit Felix Just vom Makerspace xHain in Berlin, die sich kurzfristig und mit vielen anderen Makerspaces gemeinsam zusammengefunden haben, mit ihren bescheidenen Produktionsmitteln wie 3D-Druckern, Lasercuttern und Nähmaschinen einfache Stoffmasken und "Faceshields" zu produzieren und diese Krankenhäusern, Rettungsteams, Ärzten und anderen Gruppen zukommen zu lassen. Wir reden über die Aktivierung der Community, die Herausforderungen bei der Produktion und Finanzierung der Aktivität als auch die psychischen Anstrengungen die allein die Verteilung der Masken nach sich zieht.
2 Stunden 13 Minuten
Ich spreche mit Ulrich Voß, Wirtschaftsinformatiker und einer der Hosts des Mikroökonomen-Podcasts über die aktuelle Situation in der Corona-Krise. Wir schauen uns zunächst die Lage in Deutschland an und welche Auswirkungen die Krise auf unterschiedliche Branchen hat und wie man das grob klassifizieren kann, um einen Überblick zu bekommen. Dann beschäftigen wir uns mit den kurzfristigen Maßnahmen, die ergriffen wurden und noch ergriffen werden könnten und was bzw. was nicht man aus früheren Krisen lernen kann (Spoiler: fast nichts). Am Ende schwenken wir den Blick auf die Auswirkungen auf den Rest von Europa und die Welt.