Der Amerika-Effekt – Donald Trump und die neue Weltordnung Archiv
228 Episoden
8 Minuten
Wenn US-Vizepräsident Mike Pence den coolen Hund im Maßanzug gibt und bejubelt wird wie ein Rockstar, dann muss wieder CPAC sein. Die Conservative Political Action Conference ist ein echtes Feelgood-Event für US-Präsident Donald Trump und seine Unterstützer. Doch auch wenn man wie unser Reporter schrille Gestalten mag, ist man dort goldrichtig. Steffen Schwarzkopf traf einen Mann, der ihm enthüllte, dass China das Virus SARS-CoV-2 absichtlich in die Welt gesetzt habe und die Klimakrise nichts anderes als „Wetter“ sei. Und eine Österreicherin, die den staunenden Anwesenden erklärte, Deutschland gebe zwei Drittel des Bundeshaushalts für sein Gesundheitssystem aus. CPAC 2020 – oder wenn die knallrote MAGA-Mütze zum Aluhut wird.
8 Minuten
Der Jubel ist zurzeit groß in Amerika. Es läuft einfach super. Und zwar für alle: Für den Präsidenten, der nach überstandenem Impeachment-Verfahren jetzt noch mal so richtig aufdreht. Für Bürgermeister Pete Buttigieg, weil er in den ersten beiden Vorwahlen der Demokraten sehr gut abgeschnitten hat. Für Amy Klobuchar, die in New Hampshire punkten konnte. Joe Biden jubelt ebenfalls, auch wenn nicht ganz klar ist, warum. Vor allem aber herrscht Euphorie im Lager von Bernie Sanders. Der 78-jährige kündigt bereits vollmundig den „Anfang vom Ende“ des derzeitigen Amtsinhabers an. Unser Reporter macht sich seine Gedanken dazu, während seine Gemahlin schon mal für den nahenden Ernstfall vorsorgt.
15 Minuten
Reporter sind wahrlich besondere Menschen. Sie machen nämlich keine Fehler. Ja, richtig: Ein ganzer Berufsstand ist unfehlbar. Das galt auch für unseren Mann in Washington. Zumindest bis letzten Dienstag. Dann erzählte Steffen in einer Live-Schalte vorab über den Nahost-Friedensplan von Donald Trump und Benjamin Netanjahu, dieser werde auf keinen Fall eine Zweistaatenlösung anbieten. Damit war der Bericht genau das, was viele Beobachter auch über den Friedensplan sagten: Dead on arrival, erledigt, bevor es überhaupt losgegangen war. Ganz ähnlich fühlte sich Steffen neulich bei seinem Interview mit Ex-Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg. Warum, erfahren Sie in diesem Podcast.
9 Minuten
Steffen wollte im neuen Jahr doch alles etwas entspannter angehen. Mehr Schlaf, mehr Ruhe, mehr Nichtstun ... Falsch gedacht. In den vergangenen zwei Wochen jagte eine Nachtschicht die nächste. Es ging um Drohnen und drohende Präsidenten, tote Iraner und wütende Iraner, um Rache und Raketen. Ein schonungslos ehrlicher Report über müde Augen und Spielplatz-Folgeschäden, Zombie-Auftritte und Zeitverschiebungen, Donald Trumps 15.500 Unwahrheiten und Nancy Pelosis fuchtelnde Handraps. https://www.welt.de/insideusa
21 Minuten
Sie bereiten sich auf den Tag vor, an dem sie zu den Waffen greifen werden: Allein im US-Bundesstaat Pennsylvania vor den Toren Washingtons gibt es fünf privat organisierte Milizen. Eine davon ist die Pennsylvania Light Foot Militia. Für deren rund 200 Mitglieder ist der Besitz von Waffen das zentrale Grundrecht, verankert in der Bill of Rights, den Verfassungszusätzen. Ein Recht, das ihnen niemand nehmen darf und für das sie bereit sind zu kämpfen. Steffen Schwarzkopf begleitete die selbst ernannten Landesverteidiger bei ihrem Training in den Wäldern und sprach mit ihnen über ihre Ängste und ihre Ziele. Eine WELT-Reportage. Abonnieren Sie diesen Podcast bei Spotify, Apple Podcasts, Deezer oder direkt per RSS-Feed!
9 Minuten
It’s the most wonderful time of the year … Ja, die Adventszeit ist schön. So friedlich und besinnlich. Selbst in Washington. Selbst während eines Impeachment-Verfahrens. Selbst mit schreienden Kindern. Selbst in Kneipen und Bars, auf Schulveranstaltungen und Weihnachtsfeiern, wo sich alle Leute permanent anbrüllen, denn sich leise unterhalten, das können die Amis einfach nicht. Selbst im Oval Office, wo der Fake News Buzzer derzeit im Minutentakt gedrückt wird: „Bang! Bang! Bang!“ Und selbst in den Shops und Malls, wo Trump-Devotionalien gerade im Sonderangebot zu haben sind. Machen Sie’s wie unser Reporter und genießen Sie die wunderbarste Zeit des Jahres. Frohes Fest!
7 Minuten
Weihnachtszeit, Impeachment-Zeit: Joe Biden verliert die Contenance. Nancy Pelosi wird zum bad girl. Und Donald Trump tweetet immer wieder denselben Brei. Die Nerven liegen blank in Washington. Nicht nur bei den Politikern in beiden Lagern, sondern auch bei den Journalisten. Steffen wird von Albträumen geplagt, in denen er gegen den Frontrunner der Demokraten zum Liegestütz-Wettkampf antreten muss. Unser Korrespondent freut sich inzwischen, wenn die Metro im Tunnel steckenbleibt. Kein Mobilfunkempfang, das bedeutet Sicherheit vor seinem Präsidenten und dessen Tweets, wenigstens für ein paar herrliche Minuten.
8 Minuten
Leichtfüßig klingt es nicht unbedingt, wenn unser Reporter zwischen zwei nächtlichen Live-Schalten noch mal eine Runde durch die schlafende Nachbarschaft von Bethesda dreht. Aber seinen Gedanken mal freien Lauf zu lassen, tut gut. Und so erinnert sich Steffen an seinen Besuch neulich bei der Pennsylvania Lightfoot Militia. Die Mitglieder der privaten Bürgerwehr, allesamt beinharte Trumpisten, gewährten ihm Einblicke in ihre Gedankenwelt, ihre Ausrüstung und ihre Trainingsmethoden. Letztere bestehen überwiegend aus durch-den-Wald-Kriechen und Ballern. Mehr über die selbst ernannten Verteidiger des amerikanischen Vaterlandes gibt es demnächst im TV in einer neuen WELT-Reportage. Abonnieren Sie diesen Podcast bei Spotify, Apple Podcasts, Deezer oder direkt per RSS-Feed!
12 Minuten
Wir schreiben das Jahr 1924. In Moskau wird Lenins Leichnam aufgebahrt. George Gershwin präsentiert in New York City seine Rhapsody in Blue. Und in der Major League Baseball gewinnt ein Team aus Washington die World Series – zum letzten Mal für 95 Jahre. Zeitsprung ins Hier und Jetzt, in den Herbst 2019: In sieben Schritten erlebt unser Reporter seinen Reifeprozess zum Basecap-tragenden Nats-Fan. Ein gewisser Ohrwurm dürfte daran nicht ganz unschuldig gewesen sein. Zwei andere Endspiele trugen sich in der vergangenen Woche in einem Tunnel in Syrien und im US-Repräsentantenhaus zu. Halloween ist vorbei, aber die „Hexenjagd“ geht jetzt erst so richtig los. Abonnieren Sie diesen Podcast bei Spotify, Apple Podcasts, Deezer oder direkt per RSS-Feed!
7 Minuten
Wer, so fragt sich unser Reporter heute, hört diese Sendung eigentlich? Genauer: wer außer Ihnen, verehrte Abonnenten? Okay, Steffens Eltern, Brüder und ehemalige Nachbarn lassen sich manchmal dazu herab, wenn sie nichts Besseres zu tun haben. Aber wer noch? Könnte es sein, dass auch die US-Geheimdienste gelegentlich reinhören in den Podcast eines deutschen TV-Journalisten mit dem Titel „Inside USA“? Und wenn ja: was bedeutet das für die demnächst anstehende Verlängerung von Steffens Arbeitsvisum in den Vereinigten Staaten? Ein Blick auf die Ereignisse eines einzigen Tages in Donald Trumps Amtszeit lässt da so manch interessanten Gedanken aufkeimen.
11 Minuten
Seit Neuestem wohnt irgendwo unter dem Dach der Familie Schwarzkopf ein auffällig unauffälliger, ja geradezu mausgrauer, illegaler Immigrant. Ohne ID, ohne Aufenthaltserlaubnis und – ohne Furcht. Weder die Mauern eines Schuhkartons noch der tiefe Abgrund eines Eimers konnten dem gewitzten Eindringling bislang etwas anhaben. Unser Reporter sieht in Folge dieser Ereignisse nicht nur seine Schokoladenvorräte schwinden. Er zieht auch Parallelen zum derzeit stattfindenden politischen Showdown in Washington, weiß er doch aus aktueller eigener Erfahrung: Manchmal geht die Mäusejagd anders aus als erwartet.
13 Minuten
Spoiler alert: Der Iran war’s. Sagt Donald Trump. Der verhasste Erzfeind hat am Wochenende Teile von Saudi-Arabiens Ölproduktion per Raketenbeschuss zerstört. Also, sehr wahrscheinlich war es der Iran, aber die USA untersuchen das gerade noch. Zu behaupten, dass es der Iran war, wäre deshalb verfrüht. Sagt Donald Trump. Doch eins steht fest: Das Ergebnis der Untersuchung dürfte niemanden überraschen. Sagt Donald Trump. Alles klar? Immerhin geht es hier möglicherweise um Krieg und Frieden. Was gedenkt der US-Präsident also zu tun, wenn es der Iran war? „Ich habe das nicht gesagt. Warum erzählen Sie so etwas?“ Vom Leiden eines Reporters auf der Suche nach Sinn.
12 Minuten
Kein Strom, Wasser in den Gummistiefeln und unaufhörlicher Wind, der an Kleidung und Nerven zerrt – das kennen wir doch schon? Richtig. Vor ziemlich genau einem Jahr war unser Reporter schon mal unterwegs, um für die WELT-Zuschauer live und sozusagen aus dem Auge des Sturms zu berichten. Im letzten Herbst hieß dieser Sturm Florence, diesmal trägt der Hurrikan den Namen Dorian. Nachdem er die Bahamas verwüstet und mindestens 30 Menschenleben gefordert hat, nimmt Dorian Kurs auf die Südostküste der USA. Steffen und sein Kameramann Bill erwischen gerade noch den letzten Flug nach Orlando in Florida und beginnen ihren Wettlauf mit dem meteorologischen Monster.
21 Minuten
Die Iowa State Fair in Des Moines ist ein Mega-Event, mit 1,3 Millionen Besuchern eines der größten Volksfeste der USA. Und es ist der Ort, an dem Präsidenten gemacht werden. Fast alle Kandidaten der Demokratischen Partei gingen hier in diesem Jahr auf Tuchfühlung zu den Wählern. Auf einer kleinen Heuballen-Bühne, der sogenannten Soapbox, warben sie um Unterstützung und stellten in knapp bemessenen 20-minütigen Auftritten ihre politischen Programme vor. Auch beim Truthahnkeulenessen und Burgerbraten zeigten sich Elizabeth Warren, Kamala Harris, Joe Biden, Bernie Sanders & Co. so volksnah wie möglich. In Iowa kommt es darauf an, den richtigen Ton zu treffen, denn ganz Amerika hört zu. Eine Reportage von Steffen Schwarzkopf.
8 Minuten
Was trägt ein TV-Korrespondent eigentlich untenrum? Also, unter dem Schreibtisch, an dem er sitzt? Obenrum natürlich Hemd und Sakko, wie es sich gehört. Weiter unten und damit außerhalb des Bildes: kurze Hosen, Kompressionsstrümpfe und Laufschuhe. Was es mit diesem skurrilen Outfit auf sich hat und warum Steffen bei einer dreiminütigen Liveschalte am Sonntag der Schweiß in Sturzbächen übers Gesicht lief, erzählt der zurzeit kulturbeflissene Strohwitwer im heutigen Podcast. Außerdem: Viel Diskussion, aber kaum Hoffnung auf Veränderung. Nach den Massakern in El Paso und Dayton bringt die US-Waffenlobby ihre Sprachrohre routiniert in Position.