Hörbar Rust Archiv
104 Episoden
1 Stunde 22 Minuten
Was ist heutzutage schon so geheimnisumwittert und spannend, dass man es als Legende bezeichnen würde? Überhaupt: welche Zutaten braucht es, damit Menschen oder Orte zu Legenden werden? Für viele Menschen fällt ein Club wie das Berghain in diese Kategorie. Und untrennbar mit diesem Mythos verknüpft ist das Leben unseres heutigen Gastes, der vom ersten Tag an dort als Einlasser arbeitete und dadurch mitverantwortlich ist für die Legendenbildung, denn die harte Tür schützt einen weltbekannten Club vor einer gewissen Beliebigkeit, die man gerade in einer Stadt wie Berlin nicht verzeihen würde. Aber natürlich gab es in Sven Marquardts Leben ein Davor, es wird ein Danach geben und es existiert ein aufregendes, inspirierendes und kreatives Schaffen parallel zur Nacht. Längst hat sich der 1962 in Ost-Berlin geborene Fotograf international einen Namen gemacht. Mit Motiven, die seine Handschrift tragen und der Fähigkeit, seine Fähigkeiten vermitteln zu wollen, als Dozent an der Ostkreuzschule für Fotografie. Wir freuen uns sehr, ihn nach fast 13 Jahren wieder als Gast begrüßen zu können. Playlist: Radiohead - Creep Pink Floyd - Wish you were here Patti Smith - Because the night Tricky - Hell is round the Corner Westbam feat. Richard Butler - You need the Drugs Twin Peaks - Fire walk with me Lebanon Hanover - Alien Placebo - Twenty Years Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
1 Stunde 23 Minuten
Wer die Hörbar Rust regelmäßig hört, weiß, dass es uns schon wichtig ist, einen richtig guten Gäste-Mix hinzulegen. Etablierte Schauspielerinnen und Schauspieler, Entertainerinnen und Entertainer, bekannt, noch nicht so bekannt, alt, jung und mittelalt, Autorinnen und Autoren, Musikerinnen, Musiker, die in den analogen oder linearen Medien stattfinden, aber auch Personen, die die Sozialen Medien erfolgreich bespielen und sich dort - im übertragenen Sinne - ihre eigenen Theater aufbauen. So stießen wir vor einiger Zeit schon auf Lina Hella Bookhagen, auch bekannt als Linellaboo. Ihr Podcast heißt "Halb so wild", ihre Videos sind grandiose Veranschaulichungen all dessen, was es überall auf der Welt, insbesondere aber im Berliner Alltag zu erleben gibt. Viel Humor, eine feine Beobachtungsgabe, ein grandioser Umgang mit Sprache und nach verhältnismäßig kurzer Zeit schon insgesamt fast 400.000 Follower auf Tiktok und Instagram - wir freuen uns sehr, sie heute in unserem Studio zu begrüßen. Playlist: Ulli Martin - Gitchy Goomey Labi Siffre - Bless the Telephone Lucilectric - Mädchen The Stranglers - Golden Brown Madsen - Astronaut The Black Eyed Peas - I Gotta Feeling Kettcar - Sommer '89 Declan McKenna - Brazil Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
1 Stunde 15 Minuten
Wörtlich übersetzt heißt das Wort "Drama" im Griechischen eigentlich nur "Handlung". Neben Epik und Lyrik ist Drama eine der drei Hauptgattungen der Literatur, so viel hier und heute zum Thema Bildungsauftrag, das war eh nichts weiter als ein Entrée, um unseren heutigen Gast vorzustellen. Moritz Rinke gilt als einer der wichtigsten Gegenwarts-Dramatiker des Landes, seine Bücher verkaufen sich prima und seine Stücke werden auf den interessantesten Theaterbühnen gespielt. 1967 kam er zur Welt und verbrachte eine – wie er es selbst sagt – glückliche Kindheit und Jugend in der Künstlerkolonie Worpswede. Abitur, USA, Zivildienst, Studium Drama, Medien und Theater an der Uni Gießen. Er arbeitete als Journalist für die renommiertesten Zeitungen und Zeitschriften, wurde vielfach ausgezeichnet, schrieb schließlich sein erstes Theaterstück und blieb dieser Idee bis heute treu. Ein neues Stück gibt es, Liebe und KI, Künstliche Intelligenz, spielen dabei eine große Rolle, aber jetzt mal schön eins nach dem anderen. Playlist: Elvis - Jailhouse Rock AC/DC - Highway to Hell Taylor Swift - Blank Space Leonard Cohen - First We Take Manhattan The Four Lads - Istanbul (Not Constantinople) Cat Stevens - Father And Son David Bowie - Modern Love Manu Pilas - Bella Ciao Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
1 Stunde 15 Minuten
Noch 2021 bezeichnete sich unser heutiger Gast als eine gnadenlose Optimistin. Schon aus diesem Grund wird es spannend sein, sich mit ihr über das Leben zu unterhalten. Konnte Natalia Wörner diese Einstellung durch all diese bewegten und bewegenden Zeiten navigieren und bewahren? Die Welt, wie sie damals war, betrat die Schauspielerin und Mutter eines fast schon sehr erwachsenen Sohnes 1967 in Stuttgart. Mit Schwester, Mutter, Groß- und Urgroßmutter wuchs sie auf, früh war allen klar: dieses Kind hat seinen eigenen Kopf und setzt sich durch: viele Schulwechsel, eigene Wohnung mit 17, bildschön ist und war sie, verdient sich mit dem Modeln das Geld für die Schauspielschule und setzt damit auf’s richtige Pferd. 1992 steht sie erstmals vor der Kamera und das bedeutet, Chapeau, bald 35jähriges Berufsjubiläum, u.a. in Rollen als "Die Diplomatin" oder jetzt zum 20jährigen Jubiläum der Filmreihe "Unter anderen Umständen". Und die Musik, die in Natalias Leben eine Rolle spielt? Über die sprechen wir natürlich auch. Playlist: Aretha Franklin - Natural Woman Sade - Love is your King Kool and the Gang - Ladies Night Soul’d Rewind - Killing Me Softly With His Song (1950's Soul Version) Lauryn Hill - Can´t Take My Eyes off You Alin Coen - Du bist so schön Billie Eilish - Bad Guy Ness - Garten & Ausblick
1 Stunde 17 Minuten
Niemand muss Statistiken zücken, um zu wissen: Attraktive Menschen werden bevorzugt, egal, welchen Alters. Beruflich und gesellschaftlich. Manchmal allerdings kippt es auch in die andere Richtung. Unser heutiger Gast zum Beispiel hätte auf das Attribut "attraktiv" gerne verzichtet. Um "schön" und "jung" loszuwerden, kämpfte sich Karoline Schuch daher durch unterschiedlichste Rollen, als wolle sie beweisen, dass es ein Fehler wäre, sie auf einen Typus festzulegen. Sie zeigte sich lustig und lässig, problematisch und psycho, "7 Zwerge", "Zeiten ändern dich", "Hannas Reise", "Ballon", "Krupp", "Katharina Luther" oder auch aktuell wieder "Oderbruch - Staffel 2". Mehr Genrehopping geht nicht und das war super, denn längst wissen Produzentinnen und Regisseure, dass es ein Glück ist, mit der 1981 in Jena geborenen Mutter zweier Kinder zu arbeiten. Playlist: Olli Schulz – Hamse nich Bedřich Smetana - Die Moldau Marusha - Somewhere Over the Rainbow Massive Attack - Unfinished Sympathy Ben Howard - Rivers in Your Mouth Kendrick Lamar - Silent Hill Foo Fighters - Everlong Beyoncé - Cozy Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
1 Stunde 18 Minuten
Ein ursprünglich fürs Fernsehen gedrehter Kinofilm mit dem ungewöhnlichen Titel "Der Dampfnudelblues" begründete 2013 die erfolgreiche und vor allem beliebte Eberhofer-Reihe, deren Haupt-Hauptdarsteller man schon aus dem Tatort kannte: Sebastian Bezzel spielte in 20 Episoden im Team mit Eva Mattes. Der Herr Bezzel kam als jüngerer von zwei Söhnen in Garmisch-Partenkirchen zur Welt und auch, wenn der Wunsch, Schauspieler zu werden, recht früh recht präsent erschien, dauerte es ein wenig, bis sich die nötige Ernsthaftigkeit einstellte. Als es dann mit der Aufnahmeprüfung endlich klappte, hielt ihn nichts mehr auf. Am Münchner Residenztheater ging’s los, große und kleine Produktionen folgten, die eben schon erwähnten Dauerbrenner natürlich und dann auch immer wieder Projekte, die sicherlich auch für die Seele wichtig sind, wie kürzlich der Zweiteiler "Sturm kommt auf" über die Gefahren eines erstarkenden Nationalsozialismus. Wie konnten eigentlich über 20 Jahre Hörbar vergehen, ohne dass Sebastian Bezzel auch nur ein einziges Mal hier zu Gast war? Playlist: The Beatles - I’ve Got a Feeling Spider Murphy Gang - Schickeria Eagles - One of These Nights Dr. Dre - Keep Their Heads Ringing James Brown - That’s Life Depeche Mode - Enjoy The Silence Jamiroquai - Too Young to Die Dalida - Paroles
1 Stunde 13 Minuten
Also, wie "Everybodys Darling" wirkt sie so gar nicht. Und dennoch ist es schwer bis unmöglich, jemanden zu finden, der unseren heutigen Gast nicht mag. Oder an ihrer Arbeit herumkrittelt. Die Welt ist angetan. Caroline Peters, 1971 in Mainz geboren, aber in Köln sozialisiert, scheint auf einem Marshmallow aus Sympathie und Anerkennung zu sitzen, der alles abpuffert. Und jetzt auch noch dieses ungewöhnliche Talent als Autorin, was kann diese Frau eigentlich nicht? Aus einer Patchworkfamilie stammt sie, was nicht unerwähnt bleiben wird, da ihr erster Roman "Ein anderes Leben" viele autobiografische Züge trägt. An sieben Schauspielschulen hatte sich die junge Frau damals vergeblich beworben, in Saarbrücken ging’s dann schließlich los. Es folgten nach und nach alle relevanten deutschsprachigen Bühnen, zahlreiche Auszeichnungen, Kinofilme, die großartige Serie "Mord mit Aussicht", eine feste Beziehung mit dem Wiener Burgtheater und eine immerwährende Affäre mit der Berliner Schaubühne. Wovon wir profitieren, denn obwohl Peters in Wien lebt, besucht sie die Hauptstadt regelmäßig. Grund genug, sie auf ihrem Marshmallow mal abzufangen und in unser Schöneberger Studio einzuladen. Playlist: David Bowie - Heroes Annie Lennox & David Bowie - Under Pressure Prince - Kiss Paul Young - Love of the Common People SpiceGirls - Stop Chaka Khan - I Feel For You Nick Cave - Into My Arms Greentea Peng - Stuck in The Middle Blur - Song 2 Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
1 Stunde 10 Minuten
Kabarettist, Kulturmanager & Unternehmer Er prägte Berlins Unterhaltungskultur über Jahrzehnte und schuf Zelt-Theater für anspruchsvolles unabhängiges Entertainment. 1977 war Holger Klotzbach Mitgründer des "Schwarzen Cafés" in Berlin, Mitglied bei "Die 3 Tornados" und seit 1992 Inhaber & Geschäftsführer der "Bar jeder Vernunft". 2002 folgte das Veranstaltungszelt "Tipi am Kanzleramt". Mit seinem Tod verliert Berlin einen Kulturpionier. Am 30. Januar 2026 wäre Holger Klotzbach 80 Jahre alt geworden.
1 Stunde 20 Minuten
Es ist bestimmt ein bisschen befremdlich, aber vielleicht auch ganz amüsant, als erwachsener Mann zur "Kinohoffnung" erklärt zu werden und Artikel zu lesen, in denen man mit Mitte 40 als Schauspieler entdeckt wird. Dabei fand Felix Kramer, unser heutiger Gast, schon früh seine Berufung. Der gebürtige Berliner kam 1973 im Ostteil der Stadt zur Welt, als Sohn zweier Künstler. Felix lernte erst Tischler, bevor er sich zum Schauspieler ausbilden ließ. Es folgten zahlreiche Theaterengagements, für viele flog er damit offenbar unter dem Radar, aber seit er darauf auftauchte mit beeindruckenden Hauptrollen in "Dark", "Dogs of Berlin", "Oderbruch" oder der außergewöhnlichen Serie "Warten auf’n Bus", ist er eben da. Für alle sichtbar und heute auch Hörbar. Passt. Playlist: 01099 - Pistazieneis Hermann van Veen - na ja Ideal - Berlin Herbie Hancock - Rockit Chris Isaak - Wicked game Massive Attack - Unfinished Sympathy Mr Fingers / Fingers inc / Larry Heard - Can you feel it Luke Slater - Love
1 Stunde 17 Minuten
Bitte denken Sie jetzt nicht an einen Elefanten. Sie kennen das. Funktioniert natürlich nicht. Ebensowenig wird es Ihnen gelingen, den Namen Joop vom Modedesigner Wolfgang abzukoppeln. Eine Tatsache, mit der unser heutiger Gast schon ein Leben lang zu tun hat, aber klar – die Eltern gehören zu einem, ob sie nun prominent sind oder nicht. Florentine Joop kam 1973 als zweite Tochter des Ehepaares Joop in Hamburg zur Welt. Ihre Ferien verbringt über viele Jahre in Potsdam, da gibt’s die DDR noch, schöne Zeiten sind das für das Mädchen, und sie stehen im harten Kontrast zu den heftigen und lauten Trennungsszenen ihrer Eltern im heimatlichen Hamburg. Florentine will Fotografin werden und schwenkt dann doch um zur Malerei, sie schreibt Kinderbücher und Romane, illustriert und zieht als erwachsene Frau genau dort hin, wo sie damals, als die Mauer noch stand, so glücklich war: nach Potsdam. Dort arbeitet und lebt sie mit ihrem Mann und insgesamt vier Kindern, heute allerdings musste sie mal wieder nach Berlin reinfahren, um unserer Einladung in die Hörbar Rust zu folgen. Playlist: The Safety Dance - Men Without Hats Karat - Schwanenkönig Reinhard Mey - Zwischen Kontrollpunkt Drewitz und der Brücke von Dreilinden Type O Negative - Green Man Prince - I Would die for U Guns N Roses - You could Be mine Kate Bush - Wuthering Hights David Bowie - Underground
1 Stunde 20 Minuten
Wohl wissend, dass sich einige von Ihnen und Euch in puncto Soziale Medien bedeckt halten, liegt es uns hier schon am Herzen, immer wieder auch Personen vorzustellen, deren Karrieren genau dort ihren Anfang nehmen, die auf Instagram, Tiktok und Youtube wahnsinnig erfolgreich sind. Was uns natürlich nicht als Kriterium für eine Einladung reicht. Wenn zudem aber etwas Inspirierendes, Neues und Lustiges entsteht: großartig. Von diesen Leuten möchten wir mehr erfahren. Daher heißt es heute: Willkommen Ina Reni Alexandrow, von vielen gekannt und geliebt als Peachyonthegram. Die gebürtige Erfurterin, Jahrgang 1989, wird als Jugendliche Berliner Meisterin im Mixed Martial Arts, eine Kämpferin also. Sie studiert Wirtschaft mit Master an der renommierten London School of Economics, macht Straßenmusik, arbeitet als Unternehmensberaterin in der Ukraine, veröffentlicht eigene Songs, bekommt 2 Kinder, kommt ins Straucheln, schwört sich finanzielle Unabhängigkeit, erfindet das Comedy-Format "Vorgesetzt", das innerhalb kürzester Zeit viral geht. Alles ist noch frisch und neu, und doch ist sie jetzt eine der Aufstrebenden und Bekannten im digitalen Ozean. Ist ja wohl klar, dass wir Ina Reni Alexandrow genauer kennenlernen müssen. Playlist: Françoise Hardy - Le temps de l’amour TicTacToe - Mr Wichtig Alicia Keys - Fallin' Cassius - Toop Toop Okean Elzy - Na Nebi Albert King - Born under a bad sign PEACHY - Demons Kali Uchis feat. Tyler, The Creator - After the storm Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
1 Stunde 21 Minuten
Leider nicht nur, aber natürlich auch in der Musikbranche gibt es dieses Phänomen der Alphas, derjenigen, die am lautesten trommeln und damit dann die größte Aufmerksamkeit bekommen. Was selten Rückschlüsse zulässt auf die Qualität ihrer Songs. Und dann gibt es Personen wie unseren heutigen Gast, nicht nur hier, im kleinen Hörbar-Kosmos, hält man ihn für einen der besten Musiker des Landes, gesegnet mit einer unverwechselbaren Stimme, Talent und Phantasie. Der Singer/Songwriter Francesco Wilking hat so viel davon, dass er es immer schon auf verschiedene Projekte verteilen musste: Die Band Tele zum Beispiel, Die Höchste Eisenbahn oder die wundervolle Crucchi Gang. Geboren wurde Francesco Wilking 1974 in Freiburg als Sohn eines Bremers und einer Römerin. Früh wuchs der Wunsch nach einer eigenen Band, die erste bestand dann auch gleich aus zehn Leuten. Die Projekte, mit denen es weiterging, und zwar recht erfolgreich, wurden schon genannt. Und auch als Solo-Artist ist Francesco gefragt. Gerade heute zum Beispiel, hier, mehr Leute würden auch gar nicht ins Studio passen. Aber das ist wirklich nicht der Grund. Wirklich. Playlist: Blur – The Universal Tele – Mario Die Höchste Eisenbahn – Vor jedem Anfang Angelo Branduardi – La Fiera des Est Beatles – A day in the Life De La Soul – In The Woods Phoenix – Run Run Run Crucchi Gang – Quello che sei Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
1 Stunde 16 Minuten
Die Hörbar Rust mal mitten in der Woche abends – für unsere Sonderausgabe im "Schönen Schaufenster" im Bikini Berlin haben wir einen beliebten Schauspieler eingeladen. Vielen ist er seit 2002 für seine Rolle als Kriminalkommissar Frank Thiel im Tatort Münster bekannt. Brummelig und Norddeutsch. Geboren in Eutin, aufgewachsen in Neustadt, Studium in Kiel. Und auch wenn Prahl mittlerweile in Brandenburg lebt, ist er ein echtes Nordlicht. Ein kluger Fuchs, bodenständig, voller Seefahrerromantik und ein passionierter Musiker, der neben der Schauspielerei regelmäßig mit seinem "Inselorchester" auf Tour geht. Dieses Jahr wurde Axel Prahl 65 Jahre alt. Und nun gibt es auch noch ein Buch über ihn: "Was man liebt, braucht Zeit". Liebevolle Beobachtungen, persönliche Texte & Interviews mit Mutter Rita und vielen Schauspielkollegen – eine Collage von seinem Freund & Weggefährten Knut Elstermann. Zeit, ihn mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Playlist: Peter Gabriel - Solsbury Hill J.S. Bach - AIR Orchestral Suite No. 3 in D Major, BWV 1068 II. Air on the G String David Qualey - Santa Cruz Country Joe and Fish - I Feel Like Im Fixin To Die Rag Neil Young - Heart of Gold Cat Stevens - Father & Son Knorkator - Milliardäre Dziuks Küche - Mein Schönes Berlin Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
1 Stunde 29 Minuten
Christian Berkels Familiengeschichte reicht weit zurück, sie ist voller Kapriolen, Katastrophen und Anekdoten und hätte das Zeug zum Fernseh-Mehrteiler, neudeutsch: das Zeug zur Netflix-Serie. Aber wozu gucken, wenn man sich all die Bilder und Szenen auch selbst erschaffen kann. Was durchaus funktioniert, zumal inzwischen drei Romane erschienen sind, die starke autobiografische Züge tragen. Und alle Bestseller wurden. "Der Apfelbaum", "Ada" und jetzt "Sputnik". Der 1957 geborene Berliner wusste früh, dass er als Schauspieler leben müsste, eine Alternative schien es nie gegeben zu haben. Haken wir gleich mal nach. Mit 14 geht der Junge für ein Trimester nach Paris, die Sprache liebt er, die Stadt, das Land, und so bleibt Berkel länger als geplant, kehrt nach zwei Jahren zurück und widmet sich mit voller Energie dem Theater und immer auch der Arbeit vor der Kamera - eine Sache, auf die er sich über all die Jahrzehnte zuverlässig und immer erfolgreich verlassen konnte. Da geht es ihm wie seiner Frau und Mutter der Söhne, Andrea Sawatzki, ebenfalls erfolgreiche Schauspielerin, ebenfalls schon mehrfache Bestsellerautorin. Uns würde interessieren, wo es sich im Hause Berkel/Sawatzki am besten schreiben lässt - im - Arbeitszimmer? Auf der Couch mit dem Laptop? Und im Sommer - auf dem Dach? Playlist: Elvis - Are you lonesome tonight Procul Harum - A whiter Shade of Pale Léo Ferré Paris - Art poetique Caroline Loeb - C’est la ouate Queen - Bohemian Rhapsody Lotte Lenya / Dreigroschenoper - Seeräuber Jenny Bob Dylan - Blowin' in the Wind Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
1 Stunde 24 Minuten
Internet, Digitalisierung, Soziale Medien - für Marie von Ebner-Eschenbach, eine österreichische Erzählerin und Novellistin, stand schon vor fast 200 Jahren fest: "Wer in die Öffentlichkeit tritt, hat keine Nachsicht zu erwarten und keine zu fordern". Genau so wird verfahren, mit all den Personen und Persönlichkeiten, die die digitalen Medien mit Inhalten versorgen. Tara-Louise Wittwer, die 1990 in Elmshorn zur Welt kam, gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten unter ihnen. Los ging es für die Literaturwissenschaftlerin eigentlich mit Mode, aber bald verlegte sich Tara auf das, was unsere Gesellschaft mehr und mehr zerfrisst. In Formaten wie "Tiktoxic", "Wastarasagt" oder ihren Kolumnen bei SPIEGEL Online zeigt sie auf, wie sehr wir alle in oft ungesunden, althergebrachen und vor allem feindseligen Strukturen miteinander umgehen. Dabei stellt sich Tara selbst ganz schön in den Wind, wenn sie auf die Beiträge offen misogyner Akteure reagiert, um klarzumachen: So kann es definitiv nicht weitergehen. In ihren drei Büchern, die alle zu Bestsellern wurden, erklärt Tara-Louise Wittwer, warum die Dinge sind, wie sie sind und gibt gleich auch ein paar Hinweise darauf, wie wir es ändern können. Playlist: Radiohead - Exit Music (for a Film) The Kooks - Naive Muse - Hoodoo Starsailor - Poor Misguided Fool Billie Eilish - Wildflower Bosse - Lass dich nicht f!cken FABER - Sag mir die du heißt Part II Jay Sean - Stay Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
Hörbar Rust
Jeden Sonntag von 14.00 bis 16.00 Uhr lädt Bettina Rust einen prominenten Gast in die Hörbar Rust ein. Dieser stellt sich in der Sendung vor und die Musik, die in seinem Leben von Bedeutung war und er...