Der Weg der Demokratie Archiv
10 Episoden
32 Minuten
Machiavelli gilt als Denker skrupelloser Macht. Die Folge differenziert dieses Bild: Sie behandelt „Il Principe“, Virtù und Fortuna, das Verhältnis von Moral und politischer Notwendigkeit, die republikanischen „Discorsi“ sowie Machiavellis Einsicht, dass öffentlicher Streit eine politische Ordnung stabilisieren kann.
30 Minuten
Marsilius von Padua bindet politische Ordnung an Frieden und Wohlfahrt. Gesetze sollen vom Volk oder seinem „gewichtigen Teil“ beschlossen, Ämter gewählt und Regierende dem Recht unterworfen werden. Die Folge zeigt seine frühe Theorie weltlicher Gesetzgebung, geregelter Verfahren und der Trennung kirchlicher und staatlicher Macht.
30 Minuten
Dante ist nicht nur Dichter, sondern politischer Philosoph. Die Folge untersucht seine Idee einer universalen Monarchie, die Frieden und Freiheit sichern soll, seine Trennung der geistlichen und weltlichen Zuständigkeiten sowie die Spannung zwischen idealer, gesetzesgebundener Herrschaft und politischer Wirklichkeit.
29 Minuten
Thomas von Aquin verbindet christliche Theologie mit Aristoteles und wendet sich der Welt neu zu. Die Folge erklärt seine gestufte Gesetzeslehre, persönliche und politische Verantwortung, Gemeinwohl, Legitimität und Verhältnismäßigkeit sowie die Funktionalisierung des Staates als Schritt zur Säkularisierung.
31 Minuten
Augustinus trennt die göttliche von der weltlichen Gemeinschaft und entwertet damit politische Ordnung als letztes Ziel menschlichen Handelns. Die Folge führt von der Plünderung Roms über freien Willen und Hermeneutik bis zur folgenreichen Vorstellung zweier Gemeinschaften und ihrer politischen Instrumentalisierung.
31 Minuten
Cicero überträgt griechische Philosophie in die politische Sprache Roms. Die Folge behandelt Humanitas, Würde und Bildung, die römische Mischverfassung, das Gemeinwesen als Sache des Volkes sowie die Spannung zwischen Naturrecht und positiv gesetztem Recht.
31 Minuten
Was ist das Demokratische an einer Demokratie? Günter Fröhlich führt in die politische Ideengeschichte ein und erläutert, wie sich Begriffe wie Freiheit, Herrschaft, Recht, Repräsentation und Souveränität entwickelt haben. Zugleich zeigt die Folge, warum Geschichte mehr ist als die Abfolge vergangener Ereignisse.
32 Minuten
Aristoteles versteht den Menschen als politisches Lebewesen und den Staat als Voraussetzung eines guten Lebens. Die Folge erklärt seine Staatsformenlehre, die Politie als Ordnung des Ausgleichs, die Bedeutung sozialer Gruppen, Erziehung und institutioneller Verfahren sowie seinen bis heute wirksamen Blick auf Politik als dynamischen Prozess.
29 Minuten
Platons Misstrauen gegenüber der Demokratie beginnt mit der Hinrichtung seines Lehrers Sokrates. Die Folge untersucht seine Idee der Philosophenherrschaft, die Bedeutung von Wissen und Erziehung, den Übergang zur Herrschaft der Gesetze und die bis heute aktuelle Frage nach dem Verhältnis von Gemeinwohl, Macht und Gerechtigkeit.
2 Minuten
Wie wurde Herrschaft an Recht gebunden? Wann begann man, politische Macht vom Volk herzuleiten? Und wie entstanden Vorstellungen von Gemeinwohl, Freiheit und Souveränität? Der Trailer stellt den Podcast „Der Weg der Demokratie“ von Günter Fröhlich vor. Die erste Staffel führt durch rund 2.000 Jahre politischen Denkens – von Platon und Aristoteles über Mittelalter und Renaissance bis zu Machiavelli, Grotius und Bodin. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Begriffe und Ordnungsmodelle entstanden, die für die Entwicklung der Demokratie bedeutsam wurden. Der Podcast begleitet die gleichnamige Buchveröffentlichung von Günter Fröhlich im Felix Meiner Verlag.