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O wie Datenbank Archiv

13 Episoden
13 Minuten
Aus Oracle 23ai wurde Oracle 26ai. Steht nächstes Jahr SI für Superintelligence auf der Packung? Johannes Ahrends hält dagegen, Einsatz ist eine Tüte Gummibärchen. Dann fragt der DBA nach der KI in der Datenbank. Robert Marz erklärt den Datentyp VECTOR und die Suche nach Bedeutung statt nach Stichwort, Johannes rechnet den Speicherbedarf von Vektoren mit fast 1000 Dimensionen und ihren Indizes vor. Annotations geben kryptischen Spaltennamen wie KZ_ST_2 eine Bedeutung, und davon profitiert Select AI, das aus einer Frage in natürlicher Sprache ein SQL-Statement baut. An das Sprachmodell gehen dabei nur Metadaten. Mit RAG und DBMS_VECTOR_CHAIN lassen sich Dokumente zerlegen, einbetten und durchsuchen, Quellenangaben machen die Antworten prüfbar. Zum Schluss geht es um MCP-Server, über die Agenten auf die Datenbank zugreifen, und um die Haltung des Default Blame Acceptors zu einem Agenten, der DROP TABLE ausführen will. Die Antwort: Agenten bekommen eigene Benutzer mit minimalen Rechten. Am Ende hat Oliver Pyka noch einen Termin für euch: die AI World Nachlese am 9. November 2026 in Frankfurt.
19 Minuten
Hast du noch Datenbanken mit einem Ein-Byte-Zeichensatz? Johannes Ahrends steckt gerade mitten in einer Unicode-Migration und holt sich von Robert Marz die Entwicklersicht dazu. Die beiden gehen die Geschichte der Zeichensätze durch, von US7ASCII über WE8ISO8859P1 und P15 bis zu AL32UTF8, dem heutigen Standard mit ein bis vier Byte pro Zeichen. Dann geht es ans Eingemachte: VARCHAR2(50) bedeutet 50 Byte, nicht 50 Zeichen, und damit laufen Spalten mit Umlauten über. Die Längensemantik CHAR hilft, der Parameter NLS_LENGTH_SEMANTICS gehört aber auf Session-Ebene, weil das Data Dictionary ein Ein-Byte-Zeichensatz bleibt. Der DMU, der Database Migration Assistant for Unicode, scannt die Datenbank vorab, migriert wird in der Praxis per Export und Import in eine neue AL32UTF8-Datenbank. Weitere Pferdefüße: MAX_STRING_SIZE=EXTENDED speichert lange VARCHAR2 intern als LOB, CLOBs werden durch UCS-2 doppelt so groß, und falsch kodierte Altdaten fallen erst bei der Migration auf. Johannes' Fazit aus einem Projekt, das nach zwei Jahren noch läuft: Unicode ist gesetzt, aber als Projekt, nicht als Schalter.
10 Minuten
Hand aufs Herz: Wie viele Oracle Homes haben Sie gesehen, die nach zwei Jahren noch aussehen wie am Tag nach der Installation? Robert Marz fragt, Johannes Ahrends erklärt, was hinter dem Read-Only Oracle Home steckt. Es geht darum, Software und Konfiguration sauber zu trennen, damit beim Out-of-Place-Patching nicht jedes Mal Listener- und Datenbankkonfiguration hinterhergeschoben werden muss. Die beiden klären, warum der Name irreführend ist, weil das Home technisch weiterhin beschreibbar bleibt, wie man es mit roohctl einschaltet und warum das nur vor dem Start von Datenbank und Listener funktioniert. Danach wandern SPFILE und Init-Datei ins dbs-Verzeichnis unter ORACLE_BASE, Listener und tnsnames ins homes-Verzeichnis. Dazu die Praxisfragen: Warum ist das in 19c optional, in 21c Pflicht und in 23ai wieder optional? Welcher Stolperstein steckt im Pfad unter homes? Und warum heißt es unter Windows database statt dbs? Am Ende die Empfehlung, Skripte auf orabasehome und orabaseconfig umzustellen und beim Installieren gleich AutoUpgrade zu verwenden.
12 Minuten
JSON ist die Lingua Franca des Internets. Jeder Webservice spricht es, jedes API liefert es. Aber wie passt ein beliebig verschachteltes Dokumentenformat in eine relationale Datenbank? Robert Marz nimmt Johannes Ahrends mit auf einen Streifzug durch die JSON-Welt der Oracle-Datenbank. Es geht um die Frage, wann eine VARCHAR2-Spalte reicht und warum Oracle bei größeren Dokumenten zu BLOB statt CLOB rät, weil JSON immer in UTF-8 vorliegt. Es geht um den nativen JSON-Datentyp ab Oracle 21 mit seinem OSON-Speicherformat, dessen Aufbau über die Python- und JavaScript-Thin-Driver quelloffen ist, und um die Frage, ob ORDS im Mongo-Mode eine MongoDB komplett ersetzen kann. Robert zeigt, wie man mit Dot-Notation und JSON_TABLE performant abfragt, wie man JSON indiziert und warum die JSON Relational Duality Views in Oracle 23 eine echte Kampfansage an Hibernate und die ORM-Welt sind.
21 Minuten
Multitenant klingt nach DBA-Magie, ist aber eigentlich ganz greifbar. Robert Marz lässt sich von Johannes Ahrends erklären, was hinter Container-Datenbanken steckt. Die Container-Datenbank ist das Schiff, die Lok oder der LKW, die Pluggable Databases sind die Container, die mitfahren. Es geht darum, warum Oracle das gebaut hat, wie man damit Ressourcen spart und Datenbanken in Sekunden deployt, was klonen und Copy-on-Write bringen und wo das Thema Noisy Neighbors lauert. Dazu die Lizenzfrage (drei PDBs sind kostenlos, ab der vierten wird es teuer), der Blick auf Auto-Upgrade und versionsübergreifende Migration sowie die Erkenntnis, dass es ab Oracle 26ai nur noch Multitenant gibt. Vorweg ein kurzer Hinweis auf die neue Crypto Roadmap für Oracle 19.
11 Minuten
Der Oracle Critical Patch Update vom Juli 2026 ist raus, und in der Datenbank steht eine Lücke mit CVSS 9.9. Robert Marz fragt nach, Johannes Ahrends ordnet ein: Was ein CVSS-Score überhaupt aussagt, warum die 9.9 rund um DBMS_CLOUD die meisten On-Prem-Installationen gar nicht trifft und warum dasselbe für die 9.1 im Connection Manager gilt. Richtig ernst wird es bei den leiseren Lücken: die 8.8 in Spatial and Graph, die seit Version 19c auf viel mehr Systemen installiert ist als früher, und vor allem die Rechteausweitung, für die ein normaler angemeldeter Datenbank-Benutzer genügt. Dazu die Praxisfragen: In welcher Reihenfolge patcht man, warum Performance-Patches heute nicht mehr automatisch aktiv sind, welcher Zeitrahmen realistisch ist und warum die Patches für Windows und AIX noch fehlen. Zum Schluss ein klarer Tipp: Patchen mit AutoUpgrade.
11 Minuten
Die spannenden Sachen passieren im Maschinenraum. Diesmal dreht Robert Marz den Spieß um und fragt Johannes Ahrends nach den DBA-Häppchen aus Oracle 26ai. Es geht um priorisierte Transaktionen, mit denen sich ein Langläufer im Konfliktfall zurückrollen lässt, und um Plugable Databases, die im RAC endlich eine eigene Cluster-Resource werden, samt Startreihenfolge per Priorität. Dazu reden die beiden über die viel zu selten genutzten Application Services, über Data Guard granular pro PDB, wovon beide eher abraten, und über Lock-Free Reservations für zählerartige Tabellen ohne Sperr-Bottleneck. Als Bonus gibt es den lang ersehnten GRANT auf alle Objekte eines Schemas. Mit Ausblick auf Vector Search und automatische Indizierung.
15 Minuten
Die Enterprise Edition ist teuer, doch es gibt eine günstige Alternative: die Standard Edition 2. Robert Marz fragt nach, Johannes Ahrends erklärt als bekennender SE2-Fan, was die kleine Edition kann und wo Oracle klare Grenzen zieht. Es geht um die Herkunft des Namens und der „2", um die harten Limits (zwei Sockets, 16 Threads, kein RAC, kein Data Guard) und um das, was trotzdem alles dabei ist, bis hin zu AI Vector Search. Das größte Praxisthema ist die Socket-Falle: Auf modernen Multi-Chip-Prozessoren von Intel und AMD zählt jeder Chip als Socket, und so wird SE2 dort zur teuren Lizenzfalle. Außerdem geht es um die Frage, ob es SE2 schon für Oracle 26ai gibt und wann sich der Wechsel lohnt, mit Beispielen aus dem deutschen Mittelstand.
13 Minuten
Manchmal sind es die kleinen Dinge. Robert Marz bringt Johannes Ahrends ein paar Developer-Häppchen aus Oracle 26ai mit, also Features, die Entwickler lange genervt haben und jetzt endlich gelöst sind. Es geht um IF NOT EXISTS bei CREATE und DROP TABLE, einen echten Boolean-Datentyp in SQL, das Ende des Pflicht-FROM mit der DUAL-Tabelle und den nativen JSON-Datentyp. Dazu ein Ausblick auf weitere Schmankerl wie SQL Domains, Annotations, RETURNING und ein aufgebohrtes GROUP BY. Die Botschaft der Folge: Oracle räumt auf und hört endlich auf die Entwickler.
13 Minuten
Oracle APEX 26.1 ist da, nach rund anderthalb Jahren Pause und randvoll mit KI. Johannes Ahrends und Robert Marz erklären in gut zwölf Minuten, was APEX überhaupt ist und was das KI-Release wirklich bringt: die neue, deklarative Sprache APEXlang, KI-gesteuerte Interactive Reports und AI Agents mit selbst definierten Tools im MCP-Stil. Dabei stellt der Entwickler dem Sprachmodell nur kontrollierte Werkzeuge bereit und behält die Hoheit über seine Daten. Sicherheit ist von Anfang an mitgedacht. Zum Schluss klären die beiden die Praxisfragen: Läuft das noch auf Oracle 19? Welche Edition braucht man? Und warum kommt APEX trotzdem mit erstaunlich wenig Ressourcen aus?
14 Minuten
Anthropic hat mit Mythos ein neues Large Language Model (LLM) veröffentlicht. Das Modell wurde zunächst nicht öffentlich zugänglich gemacht. Stattdessen erhielten ausgewählte Unternehmen, u.a. Microsoft und Amazon aber auch Open Source Entwickler, ein kontrolliertes Preview. Mythos ist enorm gut darin, Sicherheitslücken und Schwachstellenketten zu entdecken. Im Rahmen des Projekts Glasswing bekamen Unternehmen wie Oracle die Möglichkeit mit Hilfe von Claude Mythos neue Lücken zu finden und zu schließen, bevor sie öffentlich bekannt werden. Oracle ist bei der Schwachstellenstufe so erfolgreich, dass jetzt zusätzliche Monthly Critical Security Patch Updates (CSPUs) angekündigt wurden.
11 Minuten
Ist Oracle Database 19c nicht mehr aktuell? Muss zwingend auf Oracle Database 26ai migriert werden? Und wo wird Multi-Tenant zum echten Knackpunkt? Darüber sprechen die Podcast-Host Johannes Ahrends und Robert Marz und nehmen die Versionsfrage in knapp zwölf Minuten auseinander. Denn der eigentliche Knackpunkt ist gar nicht das Versions-Upgrade, sondern die Multi-Tenant-Pflicht in 26ai. Skripte, Monitoring, Verwaltungslogik: alles muss angefasst werden. Johannes empfiehlt daher einen sauberen Zwei-Schritte-Plan in der heilen Welt. In der Realität bleibt vielen Unternehmen aber nur der Ein-Schritt-Sprung, weil bis 2028/2029 die Luft dünn wird. Dazu kommt ein Aspekt, den DBA-Teams gern unterschätzen: Compliance. Passwortlängen über 30 Zeichen, FIPS-Library nach 2026, AES-128 vs. AES-256. Alles Themen, die in 19c entweder gar nicht oder nur knapp funktionieren. Zum Schluss der Folge gibt es noch einen kurzen Blick auf das, was 26ai sonst noch bringt: vom „endlich kein FROM DUAL mehr" bis zur Data-Guard-Unterstützung pro Pluggable Database und einen Cliffhanger Richtung Auto-Upgrade, das in einer der nächsten Folgen dran ist.
84 Sekunden
Drei Oracle-Profis mit zusammen über 90 Jahren Erfahrung starten einen deutschsprachigen Podcast rund um die Oracle Datenbank: Die Podcast-Hosts Johannes Ahrends und Robert Marz sowie Podcast-Director Oliver Pyka von ora2know stellen sich vor, erklären das Podcast-Format und geben einen ersten Ausblick auf das, was kommt. Alle vier Wochen eine neue Folge, immer zwei der drei Hosts im Gespräch - praxisnah, meinungsstark und ohne Marketing-Sprech.
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Der deutschsprachige Oracle-Datenbank-Podcast von ora2know.