The Kurious Radio Archiv
20 Episoden
35 Minuten
Diese Woche liest Iris ihren Letter vor. Es geht um die Doku-Serie „Social Studies“ von Lauren Greenfield, die ein Jahr lang Jugendliche in L.A. begleitet hat und dabei etwas zeigt, das wir sonst nie sehen: was auf ihren Handys passiert, während sie neben uns sitzen. Wir reden darüber, wohin wir verschwinden, sobald wir aufs Handy schauen, warum „mehr Medienkompetenz“ als Antwort auf ein Social-Media-Verbot zu kurz greift, über Neid, Bücher und 40 Minuten, die einfach weg sind, über Snaps vor der Wand und darüber, ob man nicht eher die Plattformen verbieten müsste als Social Media.
38 Minuten
Diese Woche liest Andreas seinen Letter #32 vor. Wir reden über einen versehentlich gekündigten Job, über Laplace und seinen allwissenden Dämon, über abergläubische Tauben und darüber, warum wir umso mehr Ordnung erfinden, je weniger Kontrolle wir haben. Am Ende steht eine kleine Challenge: fünf Minuten über das eigene Leben staunen. Shownotes Buch: James Gleick – Chaos. Die Ordnung des Universums (1987) Studie: Jennifer Whitson & Adam Galinsky – Lacking Control Increases Illusory Pattern Perception (Science, 2008) Studie: Koichi Ono – Superstitious Behavior in Humans (Journal of the Experimental Analysis of Behavior, 1987) Studie: B. F. Skinner – „Superstition“ in the Pigeon (1948) Zitat: Simone de Beauvoir Alle Letter zum Nachlesen: www.thekuriousmag.com/letter
40 Minuten
Diese Woche liest Iris ihren Letter #29 vor. Es geht darum, wie sich KI langsam, aber stetig in unseren Alltag und unsere Beziehungen schleicht: die Geburtstagsnachricht von der Mum, die verdächtig gut formuliert ist, der Chatbot, der im Ehestreit vermittelt, und die Frage, warum Chatbots uns so gern recht geben. Andreas legt ein Geständnis ab, und am Ende landen wir bei der Pause, die keine KI aushält. Shownotes Podcast: Black Box: The Chatbots (The Guardian), vor allem ab Episode 3 Buch: Sherry Turkle – The Second Self. Computers and the Human Spirit (1984) Artikel: Dana Suskind – A Chatbot-Free Childhood Will Be a Status Symbol (The Atlantic) Artikel: Steven Barrie-Anthony – The Dead Silence of AI Therapy (The Atlantic) Den Letter zum Nachlesen: https://www.thekuriousmag.com/letter/wie-habt-ihrs-mit-ki Mitmachen! Wie habt ihrs mit KI? Wann war es gut, sie zu haben, und wann habt ihr euch gedacht: Das ist jetzt creepy? Schreibt uns an hallo@thekuriousmag.com oder persönlich: iris@thekuriousmag.com oder andreas@thekuriousmag.com. Den Kurious Letter bekommt ihr jeden Freitag in euer Postfach. Anmelden könnt ihr euch auf thekuriousmag.com. Wenn euch die Folge gefallen hat: Bewertet uns in eurer Podcast-App, das hilft sehr. Stay kurious!
44 Minuten
Diese Woche liest Andreas seinen Letter #28 vor. Wir reden darüber, warum Besucher:innen im Metropolitan Museum im Schnitt nur 17 Sekunden vor einem Meisterwerk stehen bleiben, und was Pompeji-Direktor Gabriel Zuchtriegel mit dem Unterschied zwischen Sammler:in und spiritueller Pilger:in meint. Shownotes Buchtipp: Gabriel Zuchtriegel – Vom Zauber des Untergangs. Was Pompeji über uns erzählt (Propyläen, 2023); englisch: The Buried City: Unearthing the Real Pompeii Studie: Jeffrey K. Smith & Lisa F. Smith, „Spending Time on Art“ (2001), Metropolitan Museum of Art: Die Besucher:innen blieben im Median 17 Sekunden stehen Mitmachen! Zeichnet euer Werk und schickt es an hallo@thekuriousmag.com – wir sammeln die Zeichnungen und drucken sie im nächsten The Kurious Magazine. Ihr könnt uns auch persönlich schreiben: iris@thekuriousmag.com oder andreas@thekuriousmag.com. Den Kurious Letter bekommt ihr jeden Freitag in euer Postfach. Anmelden könnt ihr euch auf thekuriousmag.com. Wenn euch die Folge gefallen hat: Bewertet uns in eurer Podcast-App, das hilft sehr. Stay kurious!
30 Minuten
Iris war an ihrem Geburtstag bei einem Soundbike Ride – und wurde dabei an ihre ersten Critical-Mass-Erfahrungen erinnert: Hunderte Fahrräder, Musik, Straßen, die plötzlich ganz anders aussehen, und dieses eigenartige Gefühl, für ein paar Stunden Teil einer Gang zu sein. LINKS UND ERWÄHNTES ️ Kurious Letter Unseren wöchentlichen Newsletter gratis abonnieren: thekuriousmag.com/postfuermich CRITICAL MASS FINDEN Critical-Mass-Rides gibt es in zahlreichen Städten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und darüber hinaus. Termine und lokale Gruppen findet ihr hier: criticalmass.in KIDICAL MASS Kinder- und familienfreundliche Fahrraddemos gibt es mittlerweile in hunderten Städten und Gemeinden. Termine, Aktionen und lokale Initiativen findet ihr hier: kinderaufsrad.org Für Österreich: kidicalmass.at SCHREIB UNS ODER SCHICK UNS EINE SPRACHNACHRICHT Warst du schon einmal bei einer Critical Mass, einem Bike Ride oder einer anderen Aktion, bei der sich eine Stadt plötzlich ganz anders angefühlt hat? Oder: Wann hast du dich zuletzt für ein paar Stunden wie ein Teil einer Gang gefühlt? Wir freuen uns auf eure Geschichten und Gedanken zur Folge. WhatsApp oder Signal: +43 676 67 13 997 E-Mail: hallo@thekuriousmag.com andreas@thekuriousmag.com iris@thekuriousmag.com ️ Dir gefällt The Kurious Radio? Abonniere den Podcast in deiner Lieblings-App und lass uns eine Bewertung da. Damit hilfst du anderen neugierigen Menschen, uns zu entdecken. Stay kurious!
45 Minuten
Wie viel Risiko braucht ein gutes, erfülltes Leben? Welche Wagnisse sind uns Freiheit, Stille und besondere Erfahrungen wert? Und was hält uns davon ab, etwas zu verändern, obwohl wir es eigentlich wollen? In dieser Folge besprechen Iris und Andreas den Kurious Letter #26 – und starten damit ein neues Format: Wir lesen und diskutieren künftig regelmäßig Texte aus unserem wöchentlichen Newsletter. Links und Erwähntes ️ Kurious Letter: Unseren wöchentlichen Newsletter gratis abonnieren thekuriousmag.com/postfuermich ️ Podcast-Tipp: Freakonomics Radio – The Upside of Quitting https://freakonomics.com/podcast/the-upside-of-quitting-rebroadcast/ Münzwurfstudie von Steven Levitt: Heads or Tails: The Impact of a Coin Toss on Major Life Decisions and Subsequent Happiness. Bei wichtigen Entscheidungen berichteten Personen, denen der Münzwurf zur Veränderung geraten hatte, sechs Monate später im Durchschnitt von größerer Zufriedenheit als jene mit der Empfehlung, beim bisherigen Zustand zu bleiben. https://www.nber.org/papers/w22487 Mikromorts erklärt: Ein Mikromort entspricht einer Sterbewahrscheinlichkeit von eins zu einer Million. Mehr dazu bei der University of Cambridge: https://www.cam.ac.uk/news/whats-the-risk-of-getting-out-of-bed ️ Microlives erklärt: Eine Microlife entspricht 30 Minuten statistischer Lebenserwartung. David Spiegelhalters Beitrag im BMJ: https://www.bmj.com/content/345/bmj.e8223 Schreib uns oder schick uns eine Sprachnachricht Welche Entscheidung hat dich Überwindung gekostet? Welches Risiko hat sich für dich gelohnt? Wir freuen uns auf deine Geschichten und Gedanken zur Folge. WhatsApp oder Signal: +43 676 67 13 997 E-Mail: hallo@thekuriousmag.com andreas@thekuriousmag.com iris@thekuriousmag.com ️ Dir gefällt The Kurious Radio? Abonniere den Podcast in deiner Lieblings-App und lass uns eine Bewertung da. Damit hilfst du anderen neugierigen Menschen, uns zu entdecken. Stay kurious!
6 Minuten
Picture yourself swimming in a shallow brook. [Southern Indian river soundscape with goats fades in] So beginnt eine Podcast-Episode von INSECT INSIGHTS, dem Podcast von Max, der so etwas wie der Insektenexperte von THE KURIOUS MAG ist. In dieser Folge von KURIOUS RADIO hört ihr eine Episode aus seinem Podcast, in der es um eine Wasserwanze geht. Insektenmeditation, wissenschaftlich korrekt.
25 Minuten
In der heutigen Ausgabe wagen wir uns in ein Rabbit Hole, das viele Menschen in ihrem Leben gerne aussparen würden: das Sterben und den Tod. Passend zu seinem Beitrag in unserer aktuellen Kurious Magazine-Printausgabe übernimmt heute der Journalist Lukas Fleischmann das Mikrofon. Lukas besuchte das Hospiz Karl Josef in Freiburg. Seine persönliche Motivation: Er möchte nach dem kürzlichen Tod seines eigenen Großvaters verstehen, was am Ende des Lebens mit einem Menschen passiert, worüber man nachdenkt und was man noch loswerden möchte. Doch das geplante journalistische Interview mit einem strikten Fragenkatalog verläuft völlig anders als gedacht … Die heutige Episode ist die erste Folge der zweiten Staffel des Podcasts „Jenseits der Schwerkraft – der letzte Ort auf Erden“ mit dem Titel „Ein unwahrscheinlicher Zufall“. Die Serie wurde für die Badische Zeitung produziert. Wir bedanken uns herzlich, dass wir diese Folge bei uns im kurious radio ausstrahlen dürfen! Hier der Link zur kompletten Serie „Jenseits der Schwerkraft“: https://pod.link/1736123034?view=apps&sort=popularity
44 Minuten
Eines der dunkelsten Museen in Wien ist das Papyrusmuseum. Es ist nicht so leicht zu finden, aber ist man einmal drinnen, stößt man auf einen Haufen „Altpapier“ aus 3.000 Jahren ägyptischer Geschichte: Quittungen über Schafe, den Brief einer betrogenen Ehefrau oder Gossip unter Soldaten – festgehalten auf Papyrus. Sandra war vor Ort und hat einige Geschichten und Gedanken mitgebracht. Achtung: Was euch beim Hören passieren kann, ist, dass ihr eure Umgebung plötzlich anders wahrnehmt. Zitat Sandra: „Wenn ich jetzt ein Stück Papier in der Hand habe, denke ich darüber nach, was damit in 1.000 Jahren passiert sein wird.“ DANKE an die Österreichische Nationalbibliothek, denn diese Episode entstand im Rahmen einer bezahlten Kooperation bei redaktioneller Unabhängigkeit.
49 Minuten
Papyrus – klingt nach staubigen Texten und ziemlich weit weg von unserer Gegenwart. Aber dieses Vorurteil ändert sich schnell, wenn einem Anna Dolganov, Althistorikerin und Papyrologin am Österreichischen Archäologischen Institut, diesen unter die Nase hält. Denn ihr letzter Forschungsfund, ein Papyrus etwa so groß wie ein heutiges A4-Blatt, enthält den Stoff für einen waschechten Politthriller. Im Mittelpunkt stehen zwei Herren: Gadalias, der Sohn eines Notars mit zweifelhaftem Ruf, und sein Kumpan Saulos, ein Mann mit einer Vorliebe für kreative Buchhaltung. Ihr Verbrechen? Ein fingierter Sklavenkauf, verbunden mit einer dreisten Manipulation offizieller Dokumente. Das Ziel: Steuern sparen. Wahrscheinlich. Was genau Gadalias und Saulos bezweckten, bleibt unklar. War es bloß ein schlauer Trick, um den römischen Fiskus zu prellen? Oder steckte mehr dahinter? Immerhin fällt auf, dass einer der vermeintlich gekauften Sklaven anschließend freigelassen wurde. Ein merkwürdiger Zug für einen Finanzbetrug – es sei denn, der wahre Plan bestand darin, jüdische Sklaven in die Freiheit zu schleusen, vielleicht sogar Rebellen, die in den Wirren der letzten Aufstände in Gefangenschaft geraten waren. Der Fall Gadalias und Saulos zeigt: Geschichte ist selten so klar, wie sie scheint. War es ein gewöhnlicher Betrug – oder ein Akt des Widerstands? Hatte man es nur auf Geld abgesehen, oder ging es um weit mehr? Und wie fühlt es sich an, fast 2000 Jahre später ein Dokument zu entziffern, das mitten in diesen Wirren geschrieben wurde? Diese Podcast-Folge haben wir uns von unserem Schwesternpodcast IM MUSEUM ausgeborgt.
38 Minuten
Leonie-Rachel ist Podcasterin (Couchgeflüster & Mamageflüster), Influencerin (oder Content-Creator, wie man will) und ... sie ist auch Kolumnistin in der ersten Ausgabe des Kurious Magazines! Dort hat sie über Freundschaften und Beziehungen geschrieben. Jetzt haben wir sie ins Studio eingeladen, um über Freundschaften zu reden. Dabei sind wir aber ziemlich abgeschweift. Es geht in dieser Folge um: * ihre Vogelliebe und ihren Opa * eine Krähe * und dann doch auch sehr viel um Freund:innenschaften.
14 Minuten
Was hat ein Salat, den die bayerische Oma immer zu Weihnachten zubereitet, mit einem amerikanischen Podcast, der ukrainischen Nachbarin und einem Koch aus Moskau aus dem Jahr 1860 zu tun? Jana Wiese ist in ein Rabbit Hole gefallen und mit einem Audioessay wieder aufgetaucht. Viel Spaß!
1 Stunde 19 Minuten
„Nur weil ich sozial intelligent bin, muss ich nicht nett sein.“ Raben oder Rabenvögel, zu denen auch die Krähen zählen, sind sehr spannende Tiere. Sie spielen, hängen kopfüber von Bäumen, verstecken Dinge und tun dann so, als ob sie das gar nicht tun würden. Sie leben in großen, sehr komplexen sozialen Gruppen und gleichzeitig in Paaren. Das heißt, dass sie oft tagsüber in einer größeren Gruppe abhängen und dann abends Pärchenzeit verbringen. In den Gruppen gibt es auch so etwas wie Freundschaften, und Individuen können auch mal für Monate weg sein und dann wiederkommen. Christine Schwab ist promovierte Kognitionsbiologin und hat lange Zeit unter anderem an der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle im Almtal in Oberösterreich gearbeitet, wo sie mit Raben geforscht hat. Sie erzählt euch in dieser Episode von THE KURIOUS RADIO davon, was Raben und Krähen alles können, was die Social Complexity Hypothesis und die Theory of Mind sind, wo der Unterschied zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Tieren liegt und wie genau wir über das Bewusstsein und die Fähigkeiten von nicht-menschlichen Tieren nachdenken können.
14 Minuten
Ihr hört hier tatsächlich ein Ehepaar kurz vor der Trennung. Sie beschließen, ihre „Diskussion“ auf Kassette aufzunehmen. Wir wissen nicht, wer sie sind. Wahrscheinlich stammt die Kassette aus den 1970ern. (Die „Diskussion“ ist auf Englisch.) Dieses Audiostück kommt von der Künstlerin und Dokumentarfilmemacherin Caroline Cuénod. Vielen Dank, dass wir es hier spielen dürfen!
59 Minuten
Hallo, wie geht's? Gut? Mir auch! Wie ist es, die eigene Stimme aufzunehmen, sie auf einer Schallplatte einzuschreiben, in einen Briefumschlag zu stecken und dann über den Atlantik aus der USA zurück nach Wien zu verschicken? Sprachnachrichten gibt es schon überraschend lange. Vor dem Kassettenrecorder, mit denen jede Person ein Aufnahmegerät ins Haus bekam, gab es im öffentlichen Raum Voice-o-maten, das sind Aufnahmekabinen, die ein bisschen wie Telefonzellen aussahen. Man warf eine Münze rein und hatte 2 Minuten Zeit, ins Mikrofon zu sprechen. Die Schallplatte, die dabei herauskam, konnte man dann versenden oder weiter schenken. Eva Kapeller-Hallama beschäftigte sich die letzten Jahre mit analogen Audiobriefen. Sie leitet das Forschungsprojekt SONIME – Sonic Memories, Audio Letters in Times of Migration and Mobility und baute damit an der Österreichischen Mediathek eine eigene Audiobriefsammlung auf. In dieser Episode ist sie bei uns im Studio zu Gast und hat einige Originalaufnahmen mitgebracht! Ihr hört Briefe aus dem Jahr 1912 und 1968, einen, der in einer Badewanne aufgenommen wurde, und einen bei dem niemand weiß, wer denn die darauf zu hörenden Personen sind. Eva: „Man kann sehr viel durch die Stimme selbst erfahren. Wenn man eine Aufnahme hat, auf der mehrere Familienmitglieder zu hören sind, und wir jetzt den Kontext dazu nicht haben, kann man die Beziehungen oft an den Zwischentönen verstehen, nicht an den Worten. Man kann hören, in welchem Verhältnis die einzelnen Personen zueinander stehen.“