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STREITWERT Archiv
40 Episoden
33 Minuten
Ein ORF-Gesetz aus den Siebzigern. Ein Medienstandort im Umbruch. Und mittendrin die Frage, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zeiten von Streaming, Social Media und künstlicher Intelligenz überhaupt noch leisten soll. In dieser Folge spricht Gernot Blümel mit Stephan Zöchling über seine unverwirklichten Pläne als Medienminister, über den Zwist zwischen ORF und Privaten und über einen radikalen Reformansatz, der beide zu Partnern gemacht hätte. Es geht um Kultur und Identität, um die Verfettung der Kammern und um ein Forschungsprojekt in Venedig, das zum Silicon Valley der digitalen Medizin werden soll. Ein Gespräch über Vernunft, Verantwortung und die vielleicht fundamentalste Frage unserer Zeit: Was macht den Menschen eigentlich noch besonders, wenn Maschinen denken können?
42 Minuten
Ein Überschuss im Budget, eine Regierung mit Reformwillen und dann Ibiza, Corona und eine Hausdurchsuchung beim amtierenden Finanzminister. Kaum eine politische Ära hat Österreich so geprägt und so polarisiert wie jene von Türkis-Blau und Türkis-Grün. In dieser Folge spricht Gernot Blümel mit Stephan Zöchling über die Jahre an der Seite von Sebastian Kurz, über „Koste es, was es wolle", über die Grenzen des Föderalismus und über die Frage, warum der Staat im Kleinen übergriffig wirkt und im Großen machtlos. Es geht um die Erosion der demokratischen Mitte, um Migration, Bürokratie und die kulturelle Selbstvergessenheit Europas. Ein Gespräch über Verantwortung, Rückblick ohne Reue und die Frage, wie eine bürgerliche Politik heute wieder Mehrheiten gewinnen kann, ohne sich den Rändern auszuliefern.
36 Minuten
Die FPÖ steht bei fast 40 Prozent. Die Regierung verwaltet, statt zu gestalten. Und auf der Straße, in den Schulen, in den U-Bahnen wächst eine diffuse Wut, die längst nicht mehr nur Politik ist, sondern Lebensgefühl. In dieser Folge spricht Matthias Strolz mit Stephan Zöchling über das langsame Sterben verkrusteter Strukturen, über Postenschacher, Kammernmacht und die Verlogenheit linksliberaler Eliten, die Trump erst möglich gemacht hat. Es geht um eine Pensionsreform, die zu weich ist, um ein Europa, das pubertiert, und um ein Österreich, das gerade auf „Genügend" rutscht, ohne Vision, ohne Erzählung, ohne Mut. Ein Gespräch über Wut, Verantwortung und die Frage, was es heißt, sich aus einer Position der Stärke zu erneuern, bevor es zu spät ist.
43 Minuten
Drohnen über Zypern, Sabotage an Pipelines, simulierte Blockaden und eine multipolare Welt, die immer unübersichtlicher wird. Während sich die geopolitischen Konflikte verdichten, diskutiert Österreich noch immer über sechs oder acht Monate Grundwehrdienst. In dieser Folge spricht Generalmajor Thomas Starlinger mit Stephan Zöchling über die verwundbare Infrastruktur unseres Landes, hybride Kriegsführung, die European Sky Shield Initiative und die Frage, warum eine fertige Sicherheitsstrategie noch immer im Nationalrat liegt, statt diskutiert zu werden. Ein Gespräch über politische Versäumnisse, militärische Realitäten und darüber, dass der Schutz der Bevölkerung keine parteipolitische Frage sein darf.
38 Minuten
Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. In der Ukraine wird weiter gekämpft. China provoziert Taiwan. Und Europa? Diskutiert. In dieser Folge spricht Generalmajor Thomas Starlinger mit Stephan Zöchling über die geopolitische Lage Mitte 2026, über Europas strategische Abhängigkeiten, die Schwächen des Föderalismus und die Frage, ob der Kontinent überhaupt in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen. Außerdem: Österreichs Neutralität, der Zustand des Bundesheers und warum der fehlende politische Wille das größte Defizit ist. Ein Gespräch über das, was für Österreich und Europa auf dem Spiel steht.
30 Minuten
Österreichs Politik weiß, was zu tun wäre und tut es trotzdem nicht. Warum verschieben wir die Pensionsreform seit Jahrzehnten? Warum bleibt das Bildungssystem im Stillstand? Matthias Strolz spricht über Wut in der Gesellschaft, politische Bequemlichkeit und die Gefahr, dass wir uns im Wohlstand eingerichtet haben. Über eine erschöpfte Generation, über Verantwortung und über die Frage, ob Europa durch multiple Krisen zusammenwächst oder zerbricht.
1 Stunde
Der Staat gibt mehr als die Hälfte des BIP aus und bei den Menschen wächst das Gefühl, dass vieles nicht funktioniert. In dieser Folge spricht Christian Kern mit Stephan Zöchling über Reformstau, lähmenden Föderalismus, Postenschacherei und politische Kurzsichtigkeit. Warum scheitern permanent dringende Reformen? Und was braucht es, damit ein Staat wieder effizient wird? Ein Gespräch über die Frage, ob Österreich bereit ist, sich neu aufzustellen.
58 Minuten
Es rauscht gewaltig am Küniglberg. Der ORF steht unter Druck – politisch, strukturell, kulturell. In dieser Folge spricht Corinna Milborn mit Stephan Zöchling über den ORF, über die dortige parteipolitische Einflussnahme, Postenschacher, Sexismus und darüber, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender eigentlich staatsfern und nicht staatsnah sein sollte. Ein intensives Gespräch über Machtmissbrauch, verkommene Strukturen und die digitale Bedrohung aus den USA, über die niemand spricht.
38 Minuten
In Teil 2 trifft Sigi Maurer wieder auf Stephan Zöchling und es wird grundsätzlich. Es geht um die Kammern als größte Bremsen für die Zukunft im Land, einen fairen Zugang zu Bildung und Integrationspolitik. Und die Frage: Ist eine Erbschaftssteuer gerecht?
37 Minuten
Wie politisch ist der ORF wirklich? Wie mächtig sind die politischen Freundeskreise dort? In dieser Episode spricht Sigrid Maurer mit Host Stephan Zöchling über Medienkrise, politisierte ORF-Gremien, Inseratenkorruption und die Frage, warum ein Social Media Verbot für Jugendliche Sinn macht. Es geht um politische Einflussnahme, Medienförderung, die fehlenden Reformen der Regierung – und um das Grundproblem eines Staates, in dem Macht wichtiger ist als Transparenz.
20 Minuten
Hinweis der Redaktion: Diese Episode wurde vor dem Budget-Beschluss aufgenommen. In Teil 2 spricht Außenministerin Beate Meinl-Reisinger mit Host Stephan Zöchling über Reformtempo, Budgetdisziplin und die Frage, ob NEOS in der Regierung untergehen oder gestalten. Im Zentrum stehen Lohnnebenkosten, Kammerumlagen, Pflichtmitgliedschaft und die Zukunft der Sozialpartnerschaft. Diskutiert wird, ob Österreich strukturell zu teuer geworden ist und wie Entlastung, Staatsreform und ein wettbewerbsfähiger Standort gelingen können.
21 Minuten
Braucht Österreich radikale Reformen oder fehlt uns nur der Mut zur Umsetzung? Und was lernen wir aus Ungarn über Illiberalismus und Europas Zukunft? In dieser Episode spricht Außenministerin Beate Meinl-Reisinger mit Host Stephan Zöchling über Reformkurs, Pensionssystem, Wettbewerbsfähigkeit und die Frage, wie Europa geopolitisch handlungsfähig bleibt und plädiert für ein wirtschaftlich starkes, verteidigungsfähiges und politisch entschlossenes Europa.
36 Minuten
Wie unabhängig kann Journalismus sein, wenn Politik und Medien in einem kleinen Land so eng verflochten sind? Und wie verteidigt Qualitätsjournalismus im Zeitalter von KI, Populismus und Vertrauensverlust seine Glaubwürdigkeit? In dieser Episode spricht Rainer Nowak mit Host Stephan Zöchling über Nähe zur Politik, mediale Eitelkeit, wirtschaftliche Unabhängigkeit und die Rolle liberaler Medien in polarisierten Zeiten.
#11: Danielle Spera über Extremismus von links und rechts und eine lebendige Erinnerungskultur (2/2)
20 Minuten
Wird es wirklich nicht wieder so schlimm werden? Oder beginnt die Gesellschaft beim Antisemitismus schon zu kippen? In Teil 2 des Gesprächs spricht Danielle Spera mit Host Stephan Zöchling über Optimismus als ihre Grundhaltung, die Verantwortung radikalen Strömungen entgegen zu treten und die Frage, warum Extremismus von rechts wie von links gleichermaßen gefährlich ist. Spera analysiert mediale Schieflagen, ideologische Einflüsse an Universitäten, den Umgang mit Israel in westlichen Gesellschaften und die Verantwortung von Politik, Kultur und Journalismus. Gleichzeitig plädiert sie für einen positiven, aktiven Zugang: Erinnerung lebendig halten, junge Menschen ermutigen hinzuschauen und nicht wegzusehen.
28 Minuten
Warum ist gelebte Erinnerungskultur gerade heutzutage so wichtig? Was passiert, wenn Geschichte relativiert oder verdrängt wird? Und warum erleben wir gerade einen neuen Antisemitismus – auch aus politischen Milieus, aus denen man ihn lange nicht erwartet hätte? In dieser Episode spricht Danielle Spera mit Host Stephan Zöchling über Erinnerungskultur, Verantwortung und die Frage, wie wir Geschichte vermitteln, wenn es bald keine Zeitzeugen mehr gibt. Spera analysiert die Verschiebung gesellschaftlicher Debatten, die Rolle von Medien im Nahostkonflikt, die Gefahr ideologischer Verzerrung und warum die Gleichgültigkeit gegenüber Antisemitismus zunimmt.