Flavio von Witzleben Archiv
134 Episoden
1 Stunde 10 Minuten
Die politischen Ereignisse überschlagen sich derzeit: Ob in der Ukraine, die angekündigten Neuwahlen in Deutschland oder die Wiederwahl von Donald Trump – die (geo)politischen Entwicklungen kommen einfach nicht zur Ruhe. In Deutschland beschäftigt die Gemüter jedoch vor allem ein Thema: der Umgang mit der AfD. Im Interview nimmt der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla dazu Stellung und geht auf die wichtigsten Entwicklungen unserer Zeit ein: der drohende Dritte Weltkrieg, der Krieg im Nahen Osten, die Haltung der AfD hierzu sowie die Frage, inwiefern die AfD von V-Leuten unterwandert ist. Außerdem wird im Gespräch ein mögliches AfD-Verbot thematisiert, ebenso wie die Frage, welche Partei in Zukunft für eine Koalition in Frage kommt.
1 Stunde 28 Minuten
Im Zuge der Eskalation des Krieges in der Ukraine ist die Situation so gefährlich wie noch nie. Stehen wir am Rande eines dritten Weltkrieges? Und wie könnte die Amtsübernahme von Donald Trump dies womöglich noch verhindern? Darüber sprach ich mit dem Journalisten und Publizisten Patrik Baab sowie dem ehemaligen NATO-General Harald Kujat im aktuellen Interview.
1 Stunde 8 Minuten
Das Vertrauen in die sogenannten Leitmedien ist in den vergangenen Jahren enorm gesunken. Die Auflagen, Umsätze und Reichweiten sinken wie die Titanic auf hoher See. Dennoch wird über die bei Kritikern unbeliebte Rundfunkabgabe jährlich Milliarden verdient und teilweise horrende Gehälter bezahlt. Parallel dazu entsteht derzeit eine neue Medienwelt, die sich Unabhängigkeit, Objektivität und finanzielle Autarkie auf die Fahne geschrieben hat. Erleben wir im Zuge dessen derzeit eine Medienrevolution? Dieser Frage geht der Medienforscher und Universitätsprofessor Dr. Michael im aktuellen Gespräch auf den Grund. Er beleuchtet dabei, wie es um die, wie er sie nennt, neuen Medien steht, und geht auf journalistische Herausforderungen, finanzielle Hürden sowie Ausbildungsprobleme ein. Außerdem thematisiert er seinen gegenwärtigen Rechtsstreit mit der Universität, an der er noch lehrt, der LMU München, und führt aus, wie es um den Bildungsstandort Deutschland steht.
29 Minuten
Vierzehn Sanktionspakete gegen Russland, eine kürzlich verabschiedete Resolution, die den Beschuss russischen Territoriums fordert und ständige rhetorische Provokationen: Die EU hat im Ukraine-Krieg ihr urspüngliches Versprechen, ein Friedensprojekt in Europa zu sein, gebrochen. So zumindest sieht es der EU-Parlamentarier Michael von der Schulenburg, der seit den vergangenen Europawahlen Mandatsträger für das BSW ist. Im Interview berichtet er von seinen Erfahrungen in der täglichen Arbeit in Brüssel und Straßburg sowie über seine Mission für die nächsten fünf Jahre. Dabei will sich der ehemalige UN-Diplomat für mehr Verhandlungen mit Russland einsetzen und dafür kämpfen, dass alles dafür getan wird, dass der Krieg schnell zu Ende geht.
53 Minuten
Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland waren bis zum Ausbruch des Krieges in der Ukraine ein Gewinn für beide Seiten. Deutschland bekam zu günstigen Konditionen Gas aus Russland und Moskau konnte seine wirtschaftlichen Beziehungen nach Berlin pflegen. Der Ukraine-Krieg beendete diese Zusammenarbeit jedoch abrupt. Seitdem herrscht Eiszeit zwischen den ehemals befreundeten Nationen, vor allem auf der Ebene der Diplomatie. Dennoch stehen die Türen weiterhin offen, um über eine Beilegung des Konfliktes in der Ukraine zu sprechen. So zumindest betont es der russische Botschafter, Sergej Netschajew, im aktuellen Gespräch. Dabei erläutert er, wie sich der Umgang mit den Kollegen in Deutschland seit Februar 2022 verändert hat und wie er auf den Zustand der deutschen Diplomate blickt. Außerdem beleuchtet er, wie es aus russischer Sicht zu einem Frieden in der Ukraine kommen könnte und wer seiner Ansicht nach hinter dem Anschlag auf die Nordstream-Pipeline steckt.
1 Stunde 10 Minuten
Die Lage für die ukrainische Armee wird immer bedrohlicher. Nachdem zahlreiche Siedlungen, Ortschaften und die strategisch wichtige Stadt Wuhledar von der russischen Armee eingenommen wurden, steht eine militärische Niederlage unmittelbar bevor. Ob die Ukraine ihre politischen Ziele erreichen wird, ist mehr als ungewiss. Über die aktuelle Lage an der Front äußert sich der ehemalige Vorsitzende des NATO-Militärausschusses und frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, im Interview. Dabei geht er auch auf die Friedensbemühungen des deutschen Kanzlers Olaf Scholz ein und erläutert, dass über Krieg und Frieden nicht in Berlin und Paris entschieden wird, sondern in Washington und Peking. Darüber hinaus thematisiert das Gespräch die Vergangenheit von Harald Kujat und die Frage, warum er sich damals nicht gegen die NATO-Osterweiterung ausgesprochen hat, die von vielen immer wieder als Grund für den Ausbruch des Krieges in der Ukraine gesehen wird.
19 Minuten
Nach dem Einmarsch israelischer Bodentruppen im Libanon und dem Vergeltungsschlag des Iran gegen Israel steht die Region vor einem möglichen Flächenbrand. In Anbetracht der Ereignisse droht ein großer Krieg, dessen Ausmaß kaum vorstellbar ist. Über die aktuellen Entwicklungen sprach ich am 1. Oktober in Berlin mit dem Nahostexperten Michael Lüders.
56 Minuten
Am 7. Oktober jährt sich der Angriff der Hamas auf Israel zum ersten Mal. Seitdem ist die Region aufgrund der Ausweitung des Krieges auf den Libanon und der Angriffe des Iran auf Israel so unsicher wie nie zuvor. Im Interview spricht der Nahostexperte Dr. Michael Lüders über die aktuelle Lage und erläutert neue Erkenntnisse aus seinem kürzlich veröffentlichten Buch, in dem er sich eingehend mit den Hintergründen des Konflikts beschäftigt hat.
49 Minuten
Nach den Wahlen in Ostdeutschland hat sich das BSW als Machtfaktor in den anstehenden Koalitionsgesprächen etabliert. Die neu gegründete Partei von Sahra Wagenknecht ist vor allem mit dem Ziel angetreten, eine Verhandlungslösung für den Ukraine-Krieg zu erreichen und das Säbelrasseln der NATO-Länder gegenüber Russland zu beenden. Als potenzieller Koalitionspartner bietet sich in Ostdeutschland vor allem die AfD an, die in diesen Fragen ähnliche Ansichten wie das BSW vertritt. Dennoch hat das BSW bereits angekündigt, keine Koalitionsverhandlungen mit der AfD führen zu wollen. Dies betonte der ehemalige SPD-Chef und Fraktionsvorsitzende der Linken, Oskar Lafontaine, erneut im aktuellen Interview. Er geht dabei auf die Diskrepanzen zwischen der AfD und dem BSW ein und führt aus, dass die AfD in außenpolitischen Themen wie dem Krieg im Gazastreifen oder bei Fragen zur Aufrüstung der Bundesrepublik abweichende Positionen vertritt, die sich mit denen des BSW nicht vereinbaren lassen. Außerdem spricht Lafontaine im Interview über die aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg und beleuchtet die möglichen Folgen, falls der Westen der Ukraine grünes Licht für Angriffe auf russisches Territorium geben würde.
56 Minuten
Das Wort „Deindustrialisierung“ wird derzeit in Deutschland oft gebraucht, aber was steckt wirklich dahinter? Ökonom Folker Hellmeyer, ein angesehener Experte auf diesem Gebiet, äußert sich besorgt über die aktuelle wirtschaftliche Lage. Im Interview erklärte er, dass die deutsche Industrie aufgrund mehrerer Faktoren unter Druck steht. Hellmeyer weist auf die steigenden Energiekosten, die hohen Steuern und die zunehmende Regulierungsdichte hin, die Unternehmen dazu zwingen könnten, ihre Produktionsstandorte ins Ausland zu verlagern. Dies führe zu einem Verlust von Arbeitsplätzen und einem Rückgang der wirtschaftlichen Stärke Deutschlands. Zusätzlich warnt Hellmeyer vor einer möglichen Rezession, die durch diese Deindustrialisierungstendenzen weiter verschärft werden könnte. Er betont, dass die deutsche Wirtschaft dringend strukturelle Reformen benötige, um wettbewerbsfähig zu bleiben und zukünftiges Wachstum zu sichern. In seiner Analyse fordert er eine Entlastung der Unternehmen, insbesondere im Energiebereich, um die Industrie im Land zu halten. Hellmeyer plädiert für eine Politik, die Innovationen und Investitionen fördert, anstatt durch hohe Belastungen das wirtschaftliche Potenzial zu bremsen. Nur so könne Deutschland seine Position als führende Industrienation verteidigen und der Rezession entgegenwirken.
39 Minuten
Die Präsidentschaftswahlen in den USA am 5. November werden als wegweisend für die Entwicklung des politischen Weltgeschehens beschrieben. Besonders die mögliche Wiederwahl von Donald Trump wird mit Argusaugen verfolgt. Dieser hat bereits angekündigt, den Krieg in der Ukraine beenden zu wollen. Doch ist Trump tatsächlich der Friedenspräsident, als der er sich darstellt? Darüber spricht die Journalistin Ann-Kristin Iwersen in einem neuen Interview auf ihrem Kanal „The American Meltdown“, in dem sie sich intensiv mit dem Wahlkampf in den USA beschäftigt. Im Gespräch beleuchtet sie die zentralen Positionen Trumps und seiner Wählerschaft. Außerdem geht sie auf die Spitzenkandidatin der Demokraten, Kamala Harris, ein und analysiert ihre Kernthemen sowie die Chancen eines Wahlsiegs.
40 Minuten
Im Westen herrscht bis heute ein Bild von China vor, das in keiner Weise der Realität entspricht. Sei es in gesellschaftlicher, politischer oder wirtschaftlicher Hinsicht: Die Vorurteile westlicher Gesellschaften und Medien sind so tief verwurzelt, dass sie kaum aus den Köpfen der Menschen zu verdrängen sind. So sieht es der Journalist Stephan Ossenkopp, der im aktuellen Interview über seine Erfahrungen in China spricht und dabei erläutert, welche Bedeutung China als aufstrebende Wirtschaftsmacht hat und welche Rolle es in den Konflikten im Nahen Osten und in der Ukraine spielt. Außerdem geht es um die sich vertiefende Entwicklung einer multipolaren Weltordnung und die Frage, inwiefern diese zu einer friedlichen Ordnung innerhalb dieses Blocks beitragen könnte.
54 Minuten
Die Invasion der ukrainischen Armee in Kursk sorgt derzeit in westlichen Medien für Euphorie. Sie wird als Erfolg des ukrainischen Militärs gewertet und soll die Verhandlungsposition der Ukraine stärken, so der Tenor. Der Politiker und Analyst Christoph Hörstel sieht dies jedoch ganz anders. Er hält die Invasion für einen strategischen Fehler von Selenskyj und vergleicht sie mit der gescheiterten Ardennenoffensive der Nationalsozialisten im Dezember 1944. Zudem wird im Gespräch auf neue Ermittlungsergebnisse zum Anschlag auf Nord Stream sowie die äußerst angespannte Lage im Nahen Osten eingegangen.
52 Minuten
Dr. Erich Vad war von von 2000 bis 2006 Berater für Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Deutschen Bundestag. Von 2006 bis 2013 Gruppenleiter im Bundeskanzleramt, Sekretär des Bundessicherheitsrates und militärpolitischer Berater der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zum 1. Mai 2013 trat Vad freiwillig im Alter von 56 Jahren in den Ruhestand und ist seit 2022 selbstständiger Berater. Im Interview spricht er über die militärische Lage der Ukraine und betont, dass Waffenlieferungen den krieg lediglich verlängern werden, jedoch keinen militärischen Erfolg der Ukraine garantieren. Außerdem spricht er über seine Zeit als Berater von Altkanzlerin Angela Merkel sowie die deutsche Außenpolitik unter der aktuellen Ampel-Regierung.
1 Stunde 14 Minuten
Wie weit fortgeschritten ist der Totalitarismus in diesem Land bereits? Oder leben wir doch noch in einer liberalen Demokratie, wie es in einschlägigen Leitmedien heißt? Darum geht es im Interview mit dem Philosophen Dr. Michael Andrick, der im Gespräch auf diese Fragen eingeht. Außerdem spricht er über sein neues Buch „Im Moralfgefängnis" und berichtet von einer Krankheit, die sich im Westen ausgebreitet hat: Moralitis, die Tendenz, jegliche politisch-gesellschaftlichen Ereignisse moralisch statt sachlich und nüchtern zu diskutieren.