Schön war's - Der Gesprächsraum für Leben und Tod Archiv
26 Episoden
45 Minuten
Kleidung kann beim Abschied Respekt, Verbundenheit und Persönlichkeit ausdrücken. Thomas und Fabian betrachten das Thema aus zwei Perspektiven: Was beobachten sie bei Trauergästen – und wie wählen sie selbst ihre Kleidung als Redner? In dieser Folge geht es um: - Schwarz als vertraute Konvention: angemessen gekleidet sein, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. - Mehr Freiheit statt weniger Würde: Warum Anteilnahme nicht an Anzug oder Krawatte abzulesen ist. - Wünsche in der Einladung: Was „Kommt, wie ihr euch wohlfühlt“ von „Wir wünschen uns Farbe“ unterscheidet – und welche Erwartungen damit entstehen können. - Persönliche Verbundenheit: Warum eine Motorradkutte zum Abschied passender sein kann als ein festlicher Anzug. - Die Kleidung der Trauerredner: professionelle Rolle, eigenes Wohlgefühl und persönliche Akzente durch Hemd, Krawatte, Einstecktuch oder Redemappe. Der gemeinsame Gedanke: Es gibt nicht den einen richtigen Kleidungsstil für jede Trauerfeier. Entscheidend ist, wie Kleidung zum Menschen, zur Beziehung und zum Anlass passt.
59 Minuten
Rote Nase, schwarzes Kostüm, eine Geige. Wenn Stefanie Gmelin als „Irene Levant" über den Friedhof geht, dann ohne Klamauk und ohne Auftrag. Als Friedhofsclownin schafft sie zweckfreie Begegnungen mit Trauernden, spiegelt Emotionen und öffnet Räume, die im Alltag oft verschlossen bleiben. In der 25. Folge von „Schön war's" sprechen Thomas Knöller und Fabian D. Schwarz mit der gebürtigen Esslingerin darüber, was eine Clownin auf dem Friedhof eigentlich macht (und was eben nicht), warum die rote Nase die „kleinste Maske der Welt" ist und zugleich eine Art Erlaubnis, mit der man zarte Grenzen überschreiten darf. Es geht um berührende Momente am Grab, um die Frage, ob ein Clown auf Beerdigungen etwas verloren hat – und um die Haltung, die wir alle vom Clown lernen können: neugierig auf uns selbst zu sein und das Leben zweckfrei zu spielen. Wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und empfehlt sie weiter. Schön war's!
1 Stunde 2 Minuten
Welche Texte passen auf eine Trauerfeier? Und warum braucht es neben der persönlichen Trauerrede überhaupt noch Gedichte, Geschichten, Zitate oder andere Texte? In dieser Folge sprechen **Fabian Schwarz und Thomas Knöller** darüber, was Texte auf einer Trauerfeier leisten können: Sie können Worte finden, wo die eigenen fehlen. Sie können einen Gedanken öffnen, ein Bild entstehen lassen, Trost anbieten oder einfach einen Moment zum Innehalten schaffen. Wir erzählen, worauf wir bei der Auswahl achten, welche Texte für uns funktionieren – und natürlich bringen wir auch einige unserer persönlichen Favoriten mit. Eine Folge über geliehene Worte für Momente, in denen die eigenen manchmal nicht ausreichen.
41 Minuten
„Über die Toten nur Gutes“, heißt es. Aber muss das wirklich sein? Thomas Knöller und Fabian Schwarz sprechen darüber, wie ehrlich eine Trauerrede sein darf – und vielleicht sogar sein muss. Was machen wir mit schwierigen Seiten eines Menschen? Was darf man weglassen? Wo beginnt das Schönreden? Und wird auf Beerdigungen tatsächlich so viel gelogen wie sonst fast nirgends? Eine Folge über Wahrheit, Respekt und die Frage, wie man einem Menschen auch mit seinen Ecken und Kanten gerecht wird.
55 Minuten
Thomas schwärmt schon länger von den Tübinger Friedhöfen. Und einer, der entscheidend daran mitwirkt, ist Bernd Walter, Leiter des Friedhofswesens der Stadt Tübingen. Grund genug, ihn zu uns in den Podcast einzuladen. Wir sprechen mit ihm darüber, was einen schönen Friedhof ausmacht, für wen Friedhöfe eigentlich da sind und wie sich Bestattungskultur verändert. Bernd Walter erzählt von neuen Ideen – und auch davon, welche Entwicklungen er ziemlich kritisch sieht. Ein Gespräch mit einem, der sich jeden Tag Gedanken darüber macht, wie Friedhöfe gute Orte sein können.
37 Minuten
Wem gehört eigentlich eine Trauerfeier? Den Menschen, die sie organisieren? Dem Verstorbenen? Oder allen, die Abschied nehmen möchten? In dieser Folge sprechen Thomas Knöller und Fabian Schwarz über die besondere Rolle freier Trauerredner. Wir werden von Hinterbliebenen beauftragt – verstehen uns aber zugleich auch als Anwälte des Verstorbenen. Was passiert, wenn Wünsche auseinandergehen? Wer entscheidet, was erzählt wird? Und wie gelingt ein Abschied, der möglichst vielen gerecht wird? Eine Folge über Verantwortung, Fingerspitzengefühl und die Frage, für wen eine Trauerfeier eigentlich gestaltet wird. Wir haben Post von einem Kollegen bekommen. Vielen Dank Dir, Kiron! :-) Das hat uns zu dieser Folge inspiriert:
42 Minuten
Wenn wir erzählen, dass wir Trauerredner sind, dann sind die Reaktionen häufig ähnlich: "Krass, ständig Trauer. Das könnte ich ja nicht!" Welche Veränderungen wir durch die Arbeit als Trauerredner an uns selbst wahrnehmen, was wir daran unglaublich schätzen und warum Trauerfeiern ein Cheat Code sind, darum geht es in dieser Folge.
32 Minuten
Müssen Trauerfeiern groß sein, um bedeutungsvoll zu sein? Ganz im Gegenteil. In dieser Folge sprechen Thomas Knöller und Fabian Schwarz über Trauerfeiern im kleinen Kreis. Was verändert sich, wenn nur drei oder vier Menschen dabei sind? Ist die Energie eine andere? Und warum entstehen gerade in dieser besonderen Nähe oft Momente, die lange in Erinnerung bleiben? Eine Folge über die Kraft der kleinen Runde, echte Begegnungen und den Zauber eines sehr persönlichen Abschieds.
46 Minuten
Was haben die Trauerfeier von Helmut Kohl und eine ganz normale Beerdigung gemeinsam? Oft stellt sich die Frage: Wer darf eigentlich mitreden? In dieser Folge sprechen Thomas Knöller und Fabian Schwarz über Abschiede, bei denen viele Menschen betroffen sind, aber nicht immer dieselben Vorstellungen haben. Wer darf sprechen? Wer sollte gehört werden? Und warum tun wir uns mit dem Begriff „Angehörige“ manchmal schwer? Eine Folge über Zugehörigkeit, Einfluss und die Frage, wem ein Mensch am Ende seines Lebens eigentlich „gehört“.
36 Minuten
Trauerfeiern lassen sich planen – aber oft sind es die kleinen ungeplanten Dinge, die sie wirklich besonders machen. In dieser Folge sprechen Thomas Knöller und Fabian Schwarz über all die Momente, die niemand vorhersehen kann: plötzlich aufziehender Wind, spontane Ortswechsel, aufmerksame Friedhofsmitarbeiter, technische Pannen mit Charme oder kleine Situationen, die plötzlich genau das Richtige auslösen. Wir erzählen von Augenblicken, die nicht im Ablauf standen – und gerade deshalb berührt haben. Denn oft entsteht das Menschlichste genau dann, wenn kurz etwas anders läuft als gedacht. Eine Folge über Zufälle, kleine Gesten und die besondere Magie ungeplanter Momente im Abschied.
43 Minuten
Als Trauerredner sind wir oft auf Friedhöfen - weil wir da halt arbeiten. Aber für uns sind diese Orte viel mehr als Arbeitsplätze. Zeit also, einmal über das zu reden, was uns an Friedhöfen gefällt und welche wir persönlich am schönsten finden.
52 Minuten
Über Geld spricht man nicht – erst recht nicht im Zusammenhang mit Trauer. Und trotzdem gehört es dazu. In dieser Folge sprechen Thomas Knöller und Fabian Schwarz offen darüber, was eine freie Trauerfeier mit einem freien Redner kostet – und warum es uns selbst nicht immer leichtfällt, über unser Honorar zu sprechen. Wir erzählen, was hinter einer Trauerrede steckt: die Gespräche mit Angehörigen, das Zuhören, das Schreiben, das Mitfühlen – und all die Zeit und Aufmerksamkeit, die oft unsichtbar bleiben. Denn eine Rede sind nicht nur 15 Minuten am Mikrofon, sondern viele Stunden Vorbereitung und echte emotionale Arbeit. Es geht um Wertschätzung, Transparenz und die Frage: Was ist ein guter Abschied eigentlich wert? Eine ehrliche Folge über ein Thema, das oft ausgeblendet wird – aber für viele eine wichtige Rolle spielt.
35 Minuten
Was ist eigentlich Hoffnung – gerade dann, wenn ein Mensch gestorben ist? In dieser Folge sprechen Thomas Knöller und Fabian Schwarz darüber, welche Rolle Hoffnung in Trauerfeiern spielt und wie sie ihren Platz findet, ohne aufgesetzt zu wirken. Geht es dabei immer um etwas Übersinnliches? Oder kann Hoffnung auch ganz im Hier und Jetzt liegen – in Erinnerungen, in Beziehungen, in dem, was weitergetragen wird? Wir teilen Gedanken aus unserer Arbeit als Trauerredner und sprechen auch persönlich darüber, was für uns Hoffnung bedeutet.
1 Stunde 5 Minuten
Wie ist es, jeden Tag mit dem Tod zu tun zu haben? Andrea Haller ist Bestatterin und Trauerrednerin. Seit über 20 Jahren leitet sie gemeinsam mit ihrem Bruder das familieneigene Bestattungsunternehmen in Stuttgart. Sie studierte Marketing und Theologie, hat 15 Jahre im Ausland gelebt und dabei unter anderem für eine NGO gearbeitet. Allein schon wegen diesem Lebenslauf wollten wir sie unbedingt im Podcast zu Gast haben. Es geht um die Frage, was sie Schönes in ihrem Beruf erlebt, wie Bestatter*innen den Abschied würdevoll gestalten und warum es wichtig ist, eine Kultur des Abschiednehmens zu bewahren.
36 Minuten
Luftballons steigen lassen? Selbst ein paar Worte sagen? Bunte Farben? Es gibt einige Möglichkeiten, sich als Angehörige bei der Trauerfeier einzubringen. Heute geht es um einige davon und was so dahinter steckt.