Silver Love Coaching: Was vom Manne übrig bleibt Archiv
81 Episoden
13 Minuten
Bärbel Bas tritt zurück. Die politische Nachfolge wird geregelt. Und während über Verantwortung, Loyalität und politische Interessen diskutiert wird, bleibt eine unbequeme Frage: Wer steht einem Menschen eigentlich noch zur Seite, wenn er seine Funktion verliert? Fine Engels betrachtet den Rücktritt von Bärbel Bas, die unterschiedlichen Maßstäbe, mit denen wir Männer und Frauen beurteilen, und die Frage, ob die Politikerin zum Bauernopfer geworden sein könnte. Dann geht der Blick über die Politik hinaus. Ein Geschäftsführer geht nach Jahrzehnten in den Ruhestand. Sein Telefon wird stiller. Die Einladungen bleiben aus. Und irgendwann stellt er fest, dass er weniger Freunde hatte als Telefonnummern. Haben wir berufliche Anerkennung mit persönlicher Zuneigung verwechselt? Sind wir selbst so loyal, wie wir es von anderen erwarten? Und ist gebraucht zu werden wirklich dasselbe wie geliebt zu werden? Eine Folge über Macht, Trauer, Freundschaft und Beziehungen, die auch dann noch bestehen, wenn sie sich nicht mehr rechnen.
13 Minuten
Wer sich sein Leben lang für unersetzlich gehalten hat, merkt möglicherweise als Letzter, dass er längst ersetzt worden ist. Jahrzehntelang war alles klar. Wir sind die Guten. Wir wissen, wie es geht. Wo wir sind, ist vorne. Doch plötzlich wählen die Wähler anders, Kunden wechseln zur Konkurrenz, Mitarbeiter kündigen und die nächste Generation will keine Ratschläge mehr. Was macht man, wenn die Strategien, die einen jahrzehntelang erfolgreich gemacht haben, nicht mehr funktionieren? Man sucht Schuldige. Man bekämpft die Neuen. Tauscht Köpfe aus, gründet Kommissionen, entwickelt Strategien und übernimmt schließlich die Ideen derjenigen, die man zuvor lächerlich gemacht hat. Nur eines stellt man nicht infrage: das eigene Selbstbild. Fine Engels spricht über die Psychologie der Unersetzlichkeit, über Machtverlust, Selbstüberschätzung und die Schwierigkeit, zu akzeptieren, dass die Welt auch ohne uns weiterfunktioniert. Eine Folge über Politik, Unternehmer, den Ruhestand und die unbequeme Erkenntnis, dass Erfahrung nicht automatisch bedeutet, immer noch recht zu haben. **Denn es gibt einen Unterschied zwischen unersetzlich sein und wichtig sein.**
10 Minuten
DorisDörrie schickt in ihrem neuen Film „Frau Winkler verlässt das Haus“ einen Pflegeroboter zu einer achtzigjährigen Frau. Und plötzlich klingt die Zukunft des Alterns gar nicht mehr so abschreckend. Denn vielleicht entlastet ein Pflegeroboter nicht nur die Kinder von ihren Eltern. Vielleicht entlastet er auch die Eltern von ihren Kindern. Kein schlechtes Gewissen, weil man schon wieder etwas braucht. Keine müde Tochter, kein erschöpfter Sohn, kein Ehepartner, der irgendwann gleichzeitig Partner, Pfleger und Medikamentenbeauftragter ist. Und vor allem: Man könnte im eigenen Zuhause bleiben. #Picnic liefert das Essen. #Amazon fast alles, was man sonst noch braucht. Die #Apple Brille bringt einen einmal um die Welt. Und den Rest erledigt Pawlowitsch. Vielleicht sollten wir deshalb weniger darüber reden, was uns Technik im Alter wegnehmen könnte. Und mehr darüber, was sie uns zurückgeben könnte: Unabhängigkeit. Eine Folge über Pflege, Familie, Scham, Sterben, Selbstbestimmung und die ziemlich angenehme Vorstellung, die eigenen Kinder auch im hohen Alter einfach Kinder sein zu lassen.
7 Minuten
Neue Köpfe, neue Ämter, neue Versprechen. Und trotzdem bleibt erstaunlich vieles beim Alten. Fine Engels schaut auf politische Neuanfänge, das Personalkarussell der Parteien und die Frage, warum Menschen, die jahrzehntelang ein System gelernt haben, es plötzlich verändern sollen, sobald sie oben angekommen sind. Mit Jens Spahn, Sven Schulze, Friedrich Merz, einem politischen Perpetuum mobile und einem neuen Begriff: Relearning. Und irgendwann geht es gar nicht mehr nur um Politik. Denn auch privat gilt: Man nimmt sich selbst mit.
5 Minuten
Friedrich Merz ist noch im Amt. Trotzdem wird bereits über Rückhalt, Nachfolge und die Zeit nach ihm gesprochen. Mich interessiert daran weniger die politische Spekulation als der Moment dahinter: Was passiert mit einem Menschen, wenn er noch entscheidet, aber längst merkt, dass andere bereits ohne ihn planen? Über Macht, Ersetzbarkeit und die Kunst, nicht erst loszulassen, wenn andere es längst getan haben. Coverabbildung: KI-generierte Illustration von Friedrich Merz.
7 Minuten
Carsten Maschmeyer sagt bei Sandra Maischberger über Friedrich Merz: „Merz hat es voll vergeigt. Er muss weg. Er muss zurücktreten.“ Ein harter Satz. Dabei erlebt Maschmeyer gerade selbst einen Verlust. Seine Ehe mit Veronica Ferres ist vorbei. Merz könnte Macht verlieren. Maschmeyer hat seine Beziehung verloren. Das eine findet draußen statt. Das andere ziemlich weit drinnen. Was passiert mit einem erfolgreichen Mann, der gewohnt ist zu entscheiden, zu verhandeln und Einfluss zu nehmen, wenn er an einen Punkt kommt, an dem all das nichts mehr nützt? Einen Menschen kann man nicht zurückverhandeln. Diese Folge handelt von Macht und Machtverlust. Von Erfolg und seinen Grenzen. Und von einem Unterschied, der mit dem Älterwerden immer wichtiger werden kann: Gebraucht werden oder gewollt werden. Denn der andere könnte ohne mich. Und bleibt. Nicht weil er muss. Nicht weil er mich braucht. Sondern weil er mich will. Solange er will.
9 Minuten
Ein Bundeskanzler trifft auf eine Kinderärztin. Er hat das Amt. Sie hat die Reichweite. Der heftige Schlagabtausch zwischen Friedrich Merz und Dr. Bea Merscher wirft eine Frage auf, die weit über Gesundheitspolitik hinausgeht: Wer besitzt heute eigentlich Macht? Ämter verleihen Entscheidungsgewalt. Social Media verleiht Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit kann inzwischen Millionen Menschen erreichen, Debatten bestimmen und politischen Druck erzeugen. Eine Folge über Friedrich Merz, Bea Merscher, 300.000 Follower und die Frage, was mit uns passiert, wenn wir entdecken, dass Zuspitzung funktioniert.
7 Minuten
Früher hatte ein Film 36 Bilder. Für den ganzen Urlaub. Heute können wir jeden Augenblick festhalten. Aber kostet uns das wirklich nichts? Eine Vorführung im Apple Store mit meinem 15-jährigen Enkel führt mich von alten Fotoalben über eine ziemlich unangenehme Erfahrung in schwindelnder Höhe zu einer ganz anderen Frage: Was passiert, wenn Technik irgendwann nicht mehr nur Erinnerungen festhält, sondern etwas erzeugen kann, das sich nach menschlicher Nähe anfühlt?
6 Minuten
6 Minuten
Ich habe mich bei einem Gedanken ertappt, den ich lange nicht aussprechen wollte. Vielleicht bin ich für viele Menschen wichtig. Aber für wen bin ich eigentlich interessant? Viele von uns verbringen ihr Leben damit, zuzuhören, Verantwortung zu übernehmen und Probleme zu lösen. Irgendwann wird genau das selbstverständlich. Man wird gebraucht. Aber wird man auch noch gesehen? In dieser sehr persönlichen Folge spreche ich nicht als Coach, sondern als Mensch. Über den Wunsch, nicht nur für das geschätzt zu werden, was man leistet, sondern für das, was man ist. Vielleicht erkennen Sie sich darin wieder. Silver Love Coaching – Was vom Manne übrig bleibt Wenn Ihnen diese Folge gefällt, abonnieren Sie den Podcast und empfehlen Sie ihn Menschen weiter, die sich in diesen Gedanken wiederfinden könnten. Neue Folgen erscheinen jeden Sonntag.
7 Minuten
Wir verbringen einen großen Teil unseres Lebens damit, Probleme zu lösen. Im Beruf ist das eine Stärke. Entscheidungen treffen. Verantwortung übernehmen. Antworten finden. Doch irgendwann stellt das Leben Fragen, auf die es keine Lösung gibt. Krankheit. Trauer. Einsamkeit. Der Abschied aus dem Berufsleben. Beim Schreiben meines Romans Restlaufzeit lässt mich eine Figur innehalten. Hans-Joachim, ein ehemaliger Anästhesist mit Parkinson, sagt einen Satz, der mich bis heute begleitet: „Aber manchmal wäre es schön, wenn einfach jemand auf einen Kaffee vorbeikäme. Nicht, um mir zu helfen. Sondern weil ich noch derselbe Mensch bin.“ Vielleicht geht es genau darum. Nicht alles im Leben muss gelöst werden. Manches muss gemeinsam ausgehalten werden. Eine Folge über Nähe, Würde und die Kraft eines einfachen Satzes: „Komm mal her.“
6 Minuten
Kennen Sie das auch? An manchen Tagen können Sie sich selbst nicht leiden. Und plötzlich stellen Sie sich die ganz großen Fragen. Was stimmt eigentlich nicht mit mir? Warum denke ich so? Und warum fühlt sich ein ganz gewöhnlicher Dienstag manchmal an wie eine Lebenskrise? Vielleicht liegt das Problem gar nicht darin, dass wir zu viel denken. Vielleicht glauben wir unseren Gedanken einfach zu schnell. Eine Podcastfolge über Selbstzweifel, schlechte Tage und die erstaunliche Fähigkeit des Menschen, aus einer vorübergehenden Stimmung eine endgültige Wahrheit zu machen.
5 Minuten
Veränderung gilt als Fortschritt. Wer sich nicht neu erfindet, wirkt schnell rückständig. Doch was, wenn nicht der Stillstand Substanz kostet, sondern der permanente Anspruch zur Neuerfindung? Diese Folge ordnet eine moderne Selbstverständlichkeit ein: die Erwartung ständiger Entwicklung. Es geht um Verdichtung statt Expansion. Um Auswahl statt Dauerbewegung. Und um die Frage, was Identität trägt, wenn Reorganisation zur Gewohnheit geworden ist. Veränderung ist ein Mittel. Kein Wert an sich.
6 Minuten
Warum gibt es für Kaffeemaschinen eine Gebrauchsanweisung aber nicht für Männer ab 60? Dabei wäre sie dringend nötig. In dieser augenzwinkernden Folge geht es um bekannte Funktionsstörungen, notwendige Wartungsarbeiten und erstaunliche neue Features der zweiten Lebenshälfte. Mit dabei ist Heiner. Er behauptet steif und fest, keine Gebrauchsanweisung zu brauchen. Bis er seine Lesebrille sucht. Die auf seinem Kopf sitzt. Eine Folge zum Schmunzeln und vielleicht auch zum Wiedererkennen.
8 Minuten
Martin ist 59 Jahre alt und macht einen Neustart als Chefarzt in einer neuen Klinik. Neue Kollegen, neue Abläufe, neue Unsicherheiten. Diese Geschichte handelt von Identität. Von der leisen Erkenntnis, dass wir uns oft stärker über unseren Beruf definieren, als uns bewusst ist. Und von einer Frage, die viele Menschen irgendwann beschäftigt: Wer bin ich eigentlich, wenn mein Beruf mich nicht mehr beschreibt? Eine Folge über Erfolg, Neuanfänge und das, was von uns bleibt, wenn Titel und Visitenkarten plötzlich in den Hintergrund treten.
Silver Love Coaching: Was vom Manne übrig bleibt
Über Männer, das Älterwerden und das Leben dazwischen.