WISSEN SCHÜTZT TIERE - Der Podcast der Auffangstation für Reptilien, München. Archiv
25 Episoden
43 Minuten
Kaum eine Tiergruppe ist so stark mit Vorurteilen, Ängsten und Mythen behaftet wie die Reptilien. Schlangen gelten als falsch und hinterlistig, Krokodile als gefühllose Killer und Echsen wirken auf viele Menschen kalt und unheimlich. Doch woher kommen diese Bilder eigentlich? Schon in der Bibel wird die Schlange zur Verführerin für den Sündenfall und in alten Sagen muss der Held den gefährlichen Drachen besiegen. Später haben Literatur, Märchen und schließlich Film und Fernsehen diese Vorstellungen immer wieder aufgegriffen und weitergetragen. Die Schlange Kaa aus dem Dschungelbuch hypnotisiert seine Opfer, Indiana Jones fürchtet nichts so sehr wie Schlangen und riesige Anakondas und Krokodile werden im Kino zu menschenfressenden Monstern. Dabei wurden Reptilien keineswegs in allen Kulturen negativ gesehen – Schlangen konnten für Heilung und Wiedergeburt stehen, Krokodile für Macht und Schutz und Drachen sogar für Glück. Wie sehr prägen jahrhundertealte Geschichten noch heute unseren Blick auf diese Tiere? Und was davon hat überhaupt etwas mit ihrem tatsächlichen Verhalten zu tun? Darüber spricht Host Manuela Bauer mit Dr. Markus Baur dem Leiter der Reptilienauffangstation München.
36 Minuten
In unserer heutigen Folge dreht sich alles um tierische Zuwanderer – allerdings um solche, die nicht als invasiv gelten. Immer wieder tauchen in Deutschland Tierarten auf, die man hier vor einigen Jahrzehnten noch kaum oder gar nicht kannte. Manche wandern aus eigener Kraft ein und erweitern ganz natürlich ihr Verbreitungsgebiet. Andere gelangen unbeabsichtigt mit Waren, Pflanzen oder Fahrzeugen zu uns. Und auch der Klimawandel spielt eine Rolle: Steigende Temperaturen ermöglichen es Arten aus wärmeren Regionen zunehmend, bei uns geeignete Lebensbedingungen zu finden. Einige dieser Neuankömmlinge bleiben seltene Gäste, andere siedeln sich dauerhaft an, vermehren sich und werden mit der Zeit zu einem ganz selbstverständlichen Teil unserer Tierwelt. Doch wann gilt eine Art eigentlich als „gebietsfremd“? Wann spricht man lediglich von einer eingewanderten Art – und wann wird aus einem Neuankömmling eine invasive Art? Welche neuen Tierarten leben inzwischen in Deutschland? Welche könnten in den kommenden Jahren noch dazukommen? Und müssen wir uns vor diesen neuen Nachbarn überhaupt fürchten? Darüber spricht Dr. Markus Baur, dem Leiter der Reptilienauffangstation München mit Journalistin Manuela Bauer. Er erklärt, wo die Unterschiede liegen und warum längst nicht jede neue Tierart, die sich bei uns ausbreitet, automatisch als invasiv gilt.
35 Minuten
Waschbären in unseren Städten, Nutrias an Flüssen und Seen oder Nilgänse in Parks – Tierarten, die ursprünglich ganz woanders zu Hause waren, gehören vielerorts längst zum gewohnten Bild. Manche Neuankömmlinge konkurrieren mit heimischen Tieren um Nahrung und Lebensraum, andere können Krankheiten übertragen oder ganze Lebensgemeinschaften verändern. Doch wie kommen diese Tiere überhaupt zu uns – reisen sie unbemerkt mit Waren und Transporten ein oder wurden manche von ihnen sogar bewusst eingeführt? Welche invasiven Tierarten bereiten Naturschützern in Deutschland derzeit besonders große Sorgen? Und schließlich stellt sich die Frage: Können und sollten wir invasive Arten überhaupt noch zurückdrängen – oder müssen wir lernen, mit einigen unserer neuen tierischen Nachbarn zu leben? Darüber uns vieles mehr spricht Host Manuela Bauer mit dem Leiter der Reptilienauffangstation in München Dr. Markus Baur.
37 Minuten
Wir feiern 25 Jahre Auffangstation für Reptilien München e.V.! Kommt zum großen Festakt am 5.9.2026 in die Kaulbachstraße 37, 80539 München von 11 Uhr - 17 Uhr Das Programm: Vorträge zur vollen Stunde Voraussichtlich in folgender Reihenfolge: 13 Uhr | Dr. Markus Baur Willkommensgruß & Highlights der letzten 25 Jahre 14 Uhr | Tierärzteteam Die häufigsten Erkrankungen abgegebener Reptilien – und wie man sie vermeiden kann 15 Uhr | Obertierpfleger Alltag in der Tierpflege: Warum wir ausschließlich ausgebildete Zootierpfleger einstellen 16 Uhr | Architekten Virtueller Rundgang durch unseren Neubau Tiere & Einblicke vor Ort Neben den Vorträgen könnt Ihr Euch frei im Haus bewegen und unsere Tiere vor Ort kennenlernen. In jedem Raum steht unser Personal für Eure Fragen zur Verfügung. Infostand: Heimische Reptilien & „Münchner Urviecher“ Wie erkennt man die wichtigsten heimischen Reptilienarten? Und was könnt Ihr als Münchnerinnen und Münchner tun, um ihre Lebensräume zu schützen? An unserem Infostand zeigen wir Euch anhand lebensechter Nachbildungen, wie Ihr die verschiedenen Arten erkennt und wie Ihr ihren Schutz unterstützen könnt. Kinderstation: Expertenhandling Jetzt seid Ihr gefragt! Gemeinsam mit unseren erfahrenen Pflegern könnt Ihr Euch selbst an Equipment wie Schlangenhaken und Greifern ausprobieren. Keine Sorge: Unsere Plüschschlangen stellen sich dafür geduldig zur Verfügung. Vor Ort habt Ihr außerdem die Möglichkeit, mit wichtigen Partnern ins Gespräch zu kommen, darunter: • Zoll München • Tiermedizinische Fakultät der LMU • DGHT • Freisinger Tierheim – unsere zukünftigen Nachbarn • Agrobs – einer unserer Sponsoren (unter Vorbehalt) • SEA LIFE München mit Maskottchen Sharky Für Euer leibliches Wohl ist gesorgt! Es stehen überdachte Sitzmöglichkeiten zur Verfügung. Dort könnt Ihr Speisen vom Grill – natürlich auch vegane Optionen – und Getränke genießen. Und zum Abschluss oder auf dem Weg zum Eisbach nebenan wartet noch: Kaffee von der Kaffeekutsche Eis von unseren langjährigen Partnern, Familie Balta
29 Minuten
Der Sommer ist da – und viele Menschen genießen die warmen Temperaturen. Doch was für uns angenehm ist, kann für Reptilien schnell zur Belastung werden. Schließlich gelten sie als wechselwarme Tiere und brauchen Wärme, um ihren Stoffwechsel zu regulieren. Aber bedeutet das automatisch: Je heißer, desto besser? Ganz im Gegenteil. Auch Reptilien können unter Überhitzung leiden. Im Terrarium können Temperaturen gefährlich ansteigen, Schildkröten finden im Freigehege manchmal keinen ausreichenden Schatten und selbst die richtige Wasserversorgung spielt an heißen Tagen eine wichtige Rolle. Wie erkennt man Hitzestress? Welche Arten sind besonders empfindlich? Und welche Fehler passieren im Sommer immer wieder? Darüber spricht Fachjournalistin Manuela Bauer mit Dr. Markus Baur.
43 Minuten
Wer Reptilien hält, denkt oft zuerst an die richtige Temperatur, die passende Beleuchtung oder die optimale Ernährung. Doch ein Thema sorgt in der Praxis immer wieder für Probleme – und zwar die Männchen. In der Natur treffen viele Reptilienmännchen nur während bestimmter Phasen des Jahres auf Artgenossen oder Weibchen. Im Terrarium dagegen leben sie oft dauerhaft in Sicht-, Geruchs- oder sogar direktem Kontakt miteinander. Das kann zu erheblichem Stress, aggressivem Verhalten und Verletzungen führen. Territorialverhalten, Rivalenkämpfe und hormonell gesteuerte Verhaltensweisen stellen Halter häufig vor große Herausforderungen Auch in der Reptilienauffangstation München spielen solche „Problem-Männchen“ immer wieder eine Rolle. Manche Tiere lassen sich nur schwer vergesellschaften, andere sind aufgrund ihres Verhaltens schwieriger zu vermitteln.
50 Minuten
Während viele Menschen sich einfach über die ersten warmen Tage freuen, beginnt für Tierärzte und Pfleger in der Reptilienauffangstation eine besonders arbeitsreiche Zeit. Schildkröten beenden ihre Winterruhe, Reptilien werden wieder aktiv, Tiere müssen gewogen, vermessen und gründlich untersucht werden. Gleichzeitig kommen oft neue Fund- oder Abgabetiere in die Station. Wie läuft so ein Frühjahrscheck eigentlich ab? Worauf achten die Tierpfleger nach der Winterruhe besonders? Dr. Markus Baur gibt in dieser Folge Tipps und Infos, wie Schildkröten erfolgreich auch in der Privathaltung über den Winter gebracht werden.
47 Minuten
In dieser Folge sprechen wir über das Buch „Auffangstationen für Wildtiere – Leitlinien zu Funktion, Betrieb und Rechtsgrundlagen“. Es wurde von einem interdisziplinären Expertenteam verfasst, darunter auch Dr. Markus Baur, Leiter der Reptilienauffangstation München. Das Buch widmet sich einem Thema, das oft im Verborgenen stattfindet: der professionellen Versorgung von Wildtieren in menschlicher Obhut. Auffangstationen leisten täglich wichtige Arbeit, stehen jedoch häufig vor großen organisatorischen, fachlichen und rechtlichen Herausforderungen. Genau hier setzt das Buch an und schafft erstmals eine strukturierte Grundlage für den Aufbau und Betrieb solcher Einrichtungen. Es zeigt auf, welche Standards notwendig sind, um Tierwohl, Naturschutz und gesetzliche Anforderungen in Einklang zu bringen. Gleichzeitig macht es deutlich, dass es bislang an einheitlichen Kriterien und klaren Strukturen fehlt.
44 Minuten
Seit 30 Jahren arbeitet Fachtierärztin Sabine Öfner in der Reptilienauffangstation, doch jetzt heißt es: Auf zu neuen Ufern! Die gemeinsamen Erlebnisse während dieser Zeit erfordern unbedingt einen Rückblick auf spannende, traurige und immer wieder freudige Momente in dieser langen Zeit. Dr. Markus Baur und Sabine Öfner erinnern sich an sehr spezielle Situationen, die sie zusammen gemeistert haben.
37 Minuten
In der heutigen Folge sprechen wir über einen erschütternden Fall, der derzeit für massive Schlagzeilen sorgt: Aus einem Wohnhaus in Stuttgart wurden rund 50 Riesenschlangen geborgen – zahlreiche Tiere waren zu diesem Zeitpunkt bereits qualvoll verendet. Um die Überlebenden aus dieser katastrophalen Haltung zu retten, zogen die Behörden die Expertinnen und Experten der Reptilienauffangstation München hinzu. Sie bereiteten die Aufnahme der schwer dehydrierten, von Parasiten gezeichneten Tiere in dramatisch schlechtem Allgemeinzustand vor. Die Erstversorgung geriet zu einem medizinischen Großeinsatz. Ein Fall, der angesichts des mutmaßlich langen Leidens der Tiere erschaudern lässt – und der nicht nur Reptilienhalter fassungslos und wütend zurücklässt.
50 Minuten
Wie viel Sauberkeit tut Reptilien gut – und ab wann wird sie zum Problem? Denn zwischen Desinfektionsspray und Waldboden liegt ein gewaltiger Unterschied. Putzt ihr eure Terrarien, als würde gleich das Gesundheitsamt vorbeikommen? Was vielleicht gut gemeint, aber für das Tier ein zu viel und natürlich auch ein zu wenig sein kann, darüber sprechen Journalistin Manuela Bauer und Dr. Markus Baur, dem Leiter der Reptilienauffangstation in München.
43 Minuten
In der heutigen Folge geht es um Fundtiere. An wen soll man sich wenden, wenn man als Privatperson ein Tier sichtet oder findet? Wer ist der richtige Ansprechpartner? Journalistin Manuela Bauer spricht mit Dr. Markus Baur über diverse Fälle. Der Leiter der Reptilienauffangstation gibt wertvolle Tipps und Infos, wie man in solchen Situationen sachkundig handelt.
44 Minuten
Schildkröten bevölkern die Erde seit über 200 Millionen Jahren zu Land und zu Wasser. Sie haben die Eiszeit und Meteoriteneinschläge überlebt, aber der Mensch wurde ihnen zum Verhängnis, denn er ließ sie in rauhen Mengen in seinen Kochtopf wandern und vernichtete ihren Lebensraum. Über diese spannungsgeladene Beziehung erfährt man mehr in der Sonderausstellung des Naturmuseums in Augsburg "Von Schildkröten und Menschen" , welche von der Reptilienauffangstation mit Filmen und Fachwissen professionell unterstützt wurde. Dr. Markus Baur spricht in dieser Folge über die nicht immer leichte Beziehung "Von Schildkröten und Menschen".
46 Minuten
Reptilien sind wahre Überlebenskünstler – und ihre Sinne sind oft weit besser als unsere! Ob Schlangen, die mit ihrer Zunge „riechen“, oder Geckos, die an Wänden kleben, als hätten sie Superkräfte. Die speziellen Fähigkeiten von Reptilien haben sich über Millionen von Jahren entwickelt und machen sie zu Meistern der Tarnung, Jagd und Wahrnehmung. In der heutige Folge erklärt Dr. Markus Baur, mit welche magischen Featuren Reptilien im Laufe der Evolution ausgestattet wurden.
41 Minuten
In der 10.ten Folge unseres Podcasts „Wissen schützt Tiere“ spricht Moderatorin Manuela Bauer mit dem Leiter der Reptilienauffangstation München Dr. Markus Baur über die Vermittlung und Adoption von Tieren aus der Auffangstation. Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, wenn man ein Reptil bei sich aufnehmen will? Wie stellt man sicher, dass man das Tier auch artgerecht halten kann? All diese Fragen klären wir heute.