Windhauch Podcast Archiv
181 Episoden
55 Minuten
Therese Charlotte Roppel ist Vikarin in der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM). Im Gespräch mit Tobias erzählt sie von einem spannenden Projekt, das sie in einer Kirche umgesetzt hat - ein Exit Game basierend auf der biblischen Jona Erzählung. Sie nimmt uns mit hinein in den Entstehungsprozess, von der Idee über die Konzeption bis zur Fertigstellung und erzählt auch von Widerständen, die sie dabei erfahren hat. Darf man das eigentlich? Einen kirchlichen Raum komplett umgestalten, mit Licht und Dekoration und allem was dazu gehört und ihn anders nutzen als für den klassischen Gottesdienst? Und sie erzählt von ihren Erfahrungen und Learnings aus diesem Projekt. Von Teamaufbau, Rollenverteilung und wie ein solches Projekt dabei helfen kann, Kirche im Ort zu einem relevanten Faktor zu machen.
1 Stunde 3 Minuten
Der Gast der aktuellen Folge ist Jonas Simmerlein. Jonas ist Praktischer Theologe an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Für Aufsehen gesorgt hat er spätestens mit dem vielbeachteten und diskutierten KI-Gottesdienst im Rahmen des Evangelischen Kirchentags in Nürnberg. Im Gespräch mit Tobias erzählt er, wie es dazu gekommen ist und welche Erfahrungen Menschen mit diesem Format gemacht haben, welche Chancen und Risiken die neuen Technologien für Liturgie und Gottesdienst beinhalten und was Künstliche Intelligenz mit Religionskritik zu tun hat. Außerdem geht es darum, ob der Begriff "Künstliche Intelligenz" überhaupt zutreffend ist und wohin der Trend möglicherweise noch gehen könnte.
53 Minuten
Sebastian Ortner leitet die Zukunftswerkstatt der Jesuiten in Frankfurt. Was das ist und was es mit diesem besonderen Ort auf sich hat, erzählt er im Gespräch mit Tobias. Außerdem reden die beiden darüber, wir Sebastian Menschen über Konfessionsgrenzen hinweg in Entscheidungs- und Berufsprozessen unterstützen möchte. Außerdem geht es um Ignatianische Spiritualität, was es bedeutet katholisch zu sein und um die Kirche der Zukunft. Die stellt sich Sebastian sehr offen und und einladend vor. Als einen Ort, an dem Glaube für Menschen in Gemeinschaft leb- und erlebbar wird. https://zukunftswerkstatt-sj.de
53 Minuten
Anja und Benni (@schallundweihrauch) sind Podcast-Hosts des Formats Schall&Weihrauch. Einem Podcastprojekt aus und über die Messdiner*innen- und Ministrant*innenarbeit. Sie erzählen, wie sie darauf gekommen sind, dieses Projekt gemeinsam zu starten und wie sie aus einer anfänglichen Ideen ein konkretes Projekt entwickelt haben. Natürlich erzählen sie, was es mit der Messdiner*innen- und Ministrant*innenarbeit überhaupt auf sich hat und warum diese eine, im wahrsten Sinne des Wortes, tragende Rolle im Gottesdienst spielen. Im Gespräch plädieren sie für eine offene und angstfreie Kirche und für einen Umgang mit Themen des Glaubens, der dazu einlädt frei und authentisch darüber ins Gespräch zu kommen. Und es wird auch ganz praktisch. Benni und Anja nehmen uns mit hinein in ihren Workflow für eine Podcastfolge. Sie erzählen wie sie Themen finden und redaktionell vorbereiten, wie die Aufnahmen ablaufen und was alles passieren muss, bevor die Folge hochgeladen und gehört werden kann. Welche Ziele sie sich gesetzt haben und wie sie diese umsetzen. Und auch über das Für und Wider von Abschweifungen im Gespräch wird lebhaft diskutiert. Mehr Infos: www.schallundweihrauch.de
29 Minuten
Wie ist es zu ruach.jetzt gekommen? In dieser kleinen Reihe gehe ich von der Idee zur Gründung, den ersten Jahren und dem, was es jetzt ist. Angefangen bei den Anfängen.
52 Minuten
Matthias Zöller @polizeiseelsorger_zoeller ist schon lange Pastoralreferent im Bistum Würzburg und seit sieben Jahren arbeitet er in der Polizeiseelsorge in Würzburg. Die Polizeiseelsorge begleitet die Einsatzkräfte und ist somit eine Art Betriebsseelsorge der Polizei. Die Erfahrungen, die Polizist*innen machen, sind oft Extremsituationen und außerdem von hohem ethischen Anspruch. Themen wie Tod und Macht sind dabei ganz regulärer Bestandteil. „Dass da einer mit uns mitgeht. Dass da einer von Kirche das mit uns mal sieht, was wir alltäglich an Mist und Blödem erleben müssen.“ Matthias betont, dass er Kirche da an der richtigen Position empfindet. Er spricht in der Folge von der Motivation und Verantwortung, die Polizist*innen haben. Es geht außerdem um Gerechtigkeit, Würde, Gewalt und mehr. „Ich bin nicht dort um sie zu missionieren, sie zu konfessionalisieren, frommer zu machen oder jemanden in die katholische Kirche zu holen, sondern ich bin einfach an ihrer Seite.“ Mitgehen, begleiten und aushalten beschreibt Matthias als eine seiner wichtigsten Aufgaben in seinem Job als Polizeiseelsorger. Besonders wichtig für die Polizist*innen ist, dass Matthias kein Teil der Hierarchie ist und dass er verschwiegen ist. Wie sie Polizeiseelsorge finanziert und organisiert ist, erfahrt ihr in der neuen Folge Windhauch Windhauch Podcast. @ruach.jetzt #polizeiseelsorge #seelsorge #polizei #podcast #windhauchwindhauch #digitalekirche #pastoral #pastoralreferent
54 Minuten
Theresa Brückner @theresaliebt ist seit 2019 Pfarrerin für Kirche im digitalen Raum im Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg. Theresa erzählt, wie sich die Pandemie und ihre Folgen auf den digitalen Raum auf ihre Arbeit und generell die digitale Kirche ausgewirkt haben. Darüber, wie es war, nicht wie viele erst 2020 mit Social Media angefangen zu haben, sondern früher, tauschen sich Tobias @ruach.jetzt und Theresa aus. „Natürlich, wenn du keine Gemeinde vor Ort hast, wo du das Gefühl hast, du bist da willkommen und sicher, dann kann Social Media dein safe space sein, weil du dort immer Menschen finden kannst, mit denen du dich in Verbindung setzen kannst. Die für deine Themen auch brennen.“ Darum, welche Bedeutung Engagement von Abonnent:innen hat und wie sich die Plattformen verändert haben, geht es in der neuen Folge auch. Beim Kirchentag im Juni erlebte Tobias und Theresa, wie es ist, Menschen zu treffen und ins Gespräch zu kommen, die sie sonst nur online kannten oder direktes Feedback für die Arbeit zu bekommen. „Ich finde aber, dass wir diese verschiedenen gesellschaftlichen Entwicklungen gerade irgendwie ernst nehmen müssen und da Raum schaffen müssen, ohne dass wir uns gleich alle radikalisieren.“ Die digitale Arbeit beschreibt Theresa auch als einen Weg, Themen rund um Glaube und Gesellschaft zu teilen, die sie beschäftigen und die Menschen bewegen. Dabei thematisiert sie die Verantwortung, als Pfarrerin öffentlich zu sprechen. Theresa betont außerdem, dass es wichtig ist, Kirche nachhaltig zu gestalten, auf die Bedürfnisse der Menschen abzustimmen.
52 Minuten
Über Themen zur Berufung, Begleitung und Grenzen dabei spricht Tobias Sauer @ruach.jetzt mit Clemens Blattert in der neuen Folge vom Windhauch Windhauch Podcast. Clemens Blattert ist Leiter des Zentrums für Berufungspastoral in Frankfurt, geistlicher Rektor des Cusanuswerk und Jesuit und Priester. Vor allem die Seelsorge liegt ihm am Herzen und inspirierte ihn zu seinem Berufsweg. Menschen zu unterstützen in ihrem Gebet um Berufung, Informationsmaterial zu beruflichen Engagement-Feldern in der Kirche zur Verfügung zu stellen, junge Menschen geistliche zu begleiten und kirchlich engagierte in ihrer Berufung zu unterstützen gehört zu den vielfältigen Aufgaben des Berufungspastorals. „Ich möchte mehr in Menschen als in Papier investieren.“ „Ich weiß auch nicht, wo es hingeht mit der Kirche, ich weiß auch nicht, was noch zusammenbrechen wird. Aber alles, was du in Menschen investiert hast, glaube ich, hast du in die Zukunft investiert.“ Clemens nennt die Unterscheidung des weiten Berufungsbegriffs, die Einladung Gottes an jeden Menschen zur Suche nach dem Weg zu einem erfüllten Leben und des engen Berufungsbegriffs, der sich im speziellen auf die Berufung zu Berufen in der Kirche bezieht.
54 Minuten
Daniela Jakobi ist zu Gast im Gespräch mit Tobias Sauer in der neuen Folge vom Windhauch Windhauch Podcast. 2016 startete Daniela ihren Blog „ewiglichtkind.de“. Heute ist sie als christliche Journalistin und Contencreatorin unter dem gleichen Namen, der sich aus ewig für Gott, Licht für Jesus und Kind für die eigene Rolle zusammensetzt, auch auf Instagram aktiv, wo sie über authentischen Glauben schreibt und spricht. „Ich will nie wieder so ein festes und starres Gottesbild haben, dass ich nichts mehr lernen möchte und gleichzeitig ist es ja auch geil, Kind Gottes zu sein.“ Daniela hat angefangen zu gestalten, was sie gerne für ihren Glauben hätte. Damit zu starten war nicht zu schwer: Blogs kannte sie von ihrem Modeblog, Mediengestaltung hatte sie gelernt und vor allem war sie motiviert, einen kreativen Ausdruck zu finden. Was ihr schon immer wichtig war: authentischen Glauben zu leben. Und das bedeutet eben auch, dass er sich verändert. Von dieser Veränderung in ihren Glauben spricht Daniela in der neuen Folge. „Das ist, was meine Mission heute ausmacht: Dass ich Menschen im Hier und Jetzt liebe und ihnen die Liebe Gottes, so wie ich sie erfahren habe, auch weitergeben kann.“ Doch eine Veränderung funktioniert nicht einfach so und wie geht man mit einer Community um, die anderes gewohnt war? Ist ein Bruch mit der eigenen Community notwendig oder gibt es eine Möglichkeit, wie sich diese mit verändert? Jetzt steht nicht mehr das Jenseits im Fokus ihres Kanals, sondern was im Jetzt schon erfüllt ist.
55 Minuten
Viera Pirker ist Professorin für Religionspädagogik und Mediendidaktik in Frankfurt und beschäftigt sich als solche mit den Bereichen der Forschung, der Lehre und der universitären Selbstverwaltung. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Religion, Medien und Bildung und erzählt in der Folge, wie diese Schnittstelle sich gestaltet. Da geht es zum Beispiel um virtual Reality, um soziale Medien als Bildungsplattform, um die Medienentwicklung an Schulen und mehr. Medien als Ausdrucksform in Bildungsprozessen sind von hoher Bedeutung, sagt Viera Pirker. „Ich glaube, Religion funktioniert nur dadurch, dass Menschen in Kontakt mit Religion kommen. Mit religiösen Menschen, Artefakten, Realitäten.. und da Neugierde drauf entwickeln können.“ Ideal für die religiöse Bildung beschreibt Viera Pirker unter anderem Familien, die keine Angst vor Religion haben, religiöse Gemeinschaften, die Wertschätzung leben und anschlussfähig für die Gesellschaft der Öffentlichkeit sind und eben gute religionsbezogene Bildung. „Dass die Welt vielleicht doch nicht so ist, wie ich sie will, sondern dass sie gemeinsam ausgehandelt werden muss und sich in diesem Prozess entwickelt.“ Wichtig ist auch zu begreifen, dass Orte wie Schulen von Region zu Region ganz unterschiedlich sein können und es für Lehrkräfte nötig ist, Expert*innen für ihre Region zu werden. Viele weitere Gedanken zur religiösen Bildung und den Bezügen zur Medienentwicklung hört ihr in der neuen Folge vom Windhauch Windhauch Podcast.
1 Stunde 25 Minuten
Live auf dem Kirchentag mit ganz vielen Menschen, ganz vielen von Euch, entstand die heutige Folge des Windhauch Windhauch Podcasts. Josephine Teske @seligkeitsdinge_ und Tobias Sauer @ruach.jetzt sprechen über die Frage "Wieso glaubst du?". Es geht um Glaube, Gottesbeziehung, den Weg zum Glauben und zum Theologie Studium und um vielfältige Perspektiven zum ganzen Leben. Von Kirche als Zelt, von Gottes Liebe und viel viel mehr. Josephine Teske: "Das ist Vertrauen, aber nicht nur in mich, sondern auch darin, dass wir scheinbar auch eine Community sind und wenn wir eine Andacht feiern, sind " wir auch eine Gemeinde." Tobias Sauer: "Ich würde dafür plädieren, dass wir uns nochmal die Frage stellen: Welche Art von Gemeinschaft brauchen denn die Menschen, die glauben, aktuell?"
55 Minuten
Theologin und Sexologin Theresia Härtel ist in der neuen Windhauch Windhauch Folge 108 zu Gast und spricht über ihr Anliegen, dass spirituelle und sexuelle Selbstbestimmung sich allgemein und gerade im kirchlichen Kontext mehr verbreiten soll. Wie sie das als Pastoralreferentin in Berlin angeht, berichtet sie im Gespräch. „Wir haben da oft eher mittelalterliche Bilder im Kopf, da wir gesellschaftlich gesehen ja wenig über Sexualität reden und das, was in Filmen oder so produziert wird, ist sehr klischeehaft und damit nochmal schlimmer, als es eigentlich ist.“ Es geht darum, was der Sexualitäts Begriff alles umfasst, um individuelle Zeichen der Attraktion, um die Beziehung zwischen Leib und Geist, um die Theologie des Leibes, darum, wie Sexolog*innen interdisziplinäre Teams bereichern können und um viel mehr. „[Körperbezogene Übungen sind] einfach ein Zugang, wo man den Körper auch nutzen kann und dem Körper Tools mitgeben kann, zum Beispiel mit Stresssituationen umzugehen.“ Eigene Grenzen und Bedürfnisse zeigen sich häufig zuerst körperlich, stellen Tobias und Theresia fest, werden dann aber nicht ernst genommen. Schnell schwächt das die Wahrnehmung für das eigene Wohlbefinden. Was hilft euch, eure Grenzen wahrzunehmen?
57 Minuten
In der neuen Folge vom Windhauch Podcast ist Sebastian Alt zu Gast. Als Gefängnisseelsorger in der JVA Tonna in Thüringen begleitet er gefangene Menschen und auch Mitarbeitende der JVA. „Ich geh an den Rand der Gesellschaft, ich geh zu den Gefangenen, die am Boden sind und besuche sie.“ Begleitung ist in seinem Fall hauptsächlich ein „Da-Sein“. „Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.“ (Mt 25,36). Sebastian Alt kommt zu den Menschen. „So ein Tag beginnt eigentlich immer mit der Lebendkontrolle, das heißt, die Tür wird aufgemacht und es wird nachgefragt quasi „bist du noch da?“ von den Mitarbeitenden.“ Sebastian arbeitet in einem Umfeld, das geprägt ist von und Geld, Arbeit und Resozialisierung und dabei stellt sich immer wieder die Frage: Wie begleite ich Menschen zwischen Einschränkung, Freiheitsentzug und dem Ringen um die eigene Würde?