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30 Episoden
10 Minuten
Im Berliner Grunewald quakt im Barssee nur noch ein einziger Moorfrosch. In den 1980er Jahren waren es noch 2000. Insgesamt ist die Amphibienpopulation in Berlin um 73,5 Prozent zurückgegangen. Das ergibt eine Studie der Stiftung Naturschutz Berlin. Mit den Amphibien verschwinden nicht nur Lurche, Kröten und Frösche - ganze Ökosysteme geraten dadurch aus dem Gleichgewicht, mit Folgen auch für die Menschen. Im radio3-Klimagespräch spricht Frank Schmid mit der Amphibienexpertin Susanne Bengsch von der Stiftung Naturschutz Berlin über die Ursachen des Amphibienschwunds und was dagegen getan werden kann.
7 Minuten
Heute findet im AXICA Kongress- und Tagungszentrum in Berlin der 5. Deutsche Klimatag statt. Ziel des Klimatages ist es, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über Wege zu einem sozial gerechten Klimaschutz ins Gespräch zu bringen. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto "Klimaschutz mit Anschluss". Im Mittelpunkt stehen Einsatz und Möglichkeiten nachhaltiger Energien. Zu Gast im radio3-Klimagespräch ist Viviane Raddatz, Geschäftsführerin Netzwerk und Gesellschaft bei der Klima-Allianz Deutschland.
10 Minuten
Tanken wird günstiger, Bahnfahren teurer: Der Tankrabatt gilt seit diesem Monat bis Ende des Jahres, der Preis des Deutschlandtickets steigt von 63 auf 63,80 Euro. Die Autofahrer können sich kurzfristig freuen, die Bahnfahrer werden belastet und müssen wie bei den letzten Erhöhungen ausrechnen, ob sich das Ticket noch für sie lohnt. Diese beiden Maßnahmen haben für viele Diskussionen gesorgt, in der Bevölkerung, innerhalb der Bundesregierung, bei Wirtschafts- und Klimaexperten. Im radio3-Klimagespräch spricht Shelly Kupferberg mit Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) über die Auswirkungen auf Wirtschaft und Klimaschutz.
7 Minuten
Heimtextilien wie Handtücher oder Vorhänge und auch Schuhe sollen EU-weit nachhaltiger hergestellt und länger genutzt werden können. Das ist das große Ziel eines von Dr. Luana Ladu geleiteten neuen Forschungsprojekts an der Technischen Universität Berlin im Bereich "Innovationsökonomie". Wie das genau vorangetrieben werden soll, darüber spricht Susanne Papawassiliu mit Luana Ladu in unserem Radio3-Klimagespräch.
7 Minuten
Die Möglichkeiten und Gefahren Künstlicher Intelligenz sind große Themen zurzeit. Ein Gebiet, in dem KI sinnvoll eingesetzt werden kann, ist der Katastrophenschutz. In den letzten Jahren haben weltweit Überflutungen durch Starkregen - oder wie in Nepal durch Gletscherabbruch - zu Katastrophen geführt, die wie aus dem Nichts zu kommen schienen. Tausende von Menschen kamen ums Leben. Um das zu verhindern, wird an immer besseren Frühwarnsystemen geforscht Im radio3 Klimagespräch spricht Susanne Papawassiliu mit dem Experten für KI-basiertes Hochwasserrisikomanagement Julian Hofmann, Leiter der Nachwuchsforschungsgruppe für Frühwarnsysteme der RWTH Aachen und Gründer von "FloodWaive".
11 Minuten
Verheerende Waldbrände in Frankreich, Hitzewellen und Dürren weltweit, der Abbruch des Gletschers in Nepal, der eine tödliche Flut auslöste - all diese Nachrichten stürzen auf uns ein und machen Angst, verbreiten bei vielen Menschen ein Gefühl der Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Was der Klimawandel mit unserer seelischen Gesundheit macht, ist inzwischen ein großes Thema der Psychologie. Die Psychologin und Autorin Lea Dohm hat sich darauf spezialisiert. Sie ist Gründerin von "Psychologists for Future" und berät unterschiedlichste Akteure. radio3-Moderatorin Katja Weber spricht mit Lea Dohm darüber, welche Strategien und Möglichkeiten es gibt, mit den Veränderungen durch den Klimawandel umzugehen.
8 Minuten
Megafeuer prägten den Sommer 2026, vor allem in Spanien und Frankreich. In Deutschland brachen zwar immer wieder Brände aus, Großfeuer wüteten aber nicht. Trotzdem liegt das Jahr mit einer verbrannten Fläche von etwa 3.000 Hektar weit über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Vielerorts prägten gelbbraune Wiesen das Bild - unverkennbar, dass der vergangene Sommer sehr trocken war. Wie lautet das Fazit am Ende dieses Sommers? Wie geht es den Böden hierzulande? In unserem radio3-Klimagespräch spricht Frank Schmid heute mit dem Hydrologen und Dürre-Experten Andreas Marx vom Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung.
9 Minuten
Der Anblick von Solaranlagen auf großen Wiesen ist inzwischen schon gängig, doch sind die Möglichkeiten von Photovoltaik-Anlagen noch viefältiger. Heute eröffent im Brandenburgischen Schönefeld die größte sogenannte "Agri-Photovoltaik-Anlage" Deutschlands. Dort soll sowohl Landwirtschaft betrieben als auch Solarenergie gewonnen als auch die Biodiversität gefördert werden. Über dieses gleich dreifache Ziel spricht Susanne Papawassiliu mit der Agrarwissenschaftlerin Sonoko Dorothea Bellingrath-Kimura vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF).
6 Minuten
Der Klimawandel macht auch historischen Parks zu schaffen: Hitze, Trockenheit und neue Schädlinge setzen vielen alten Bäumen zu. Im Branitzer Park in Cottbus öffnet nun Deutschlands größtes Modellprojekt zur Klimaanpassung historischer Gärten. Herzstück ist die "Baumuniversität" – eine Art Baumschule für größere Bäume, in der Gehölze herangezogen und an schwierige Standortbedingungen gewöhnt werden. Schon Fürst Pückler setzte im 19. Jahrhundert auf dieses Prinzip. Welche Bäume können künftig in Branitz wachsen – und wie lässt sich ein historischer Park erhalten, wenn sich das Klima verändert? Darüber sprechen wir im radio3 Klimagespräch mit Juliane Ribbeck-Lampel, der Projektleiterin der Baumuniversität.
8 Minuten
Wenn über die Meere unseres Planeten gesprochen wird, dann inzwischen meist unter dem Aspekt der Erderwärmung, sich verändernder Meeresströmungen, Mikroplastik, der Zerstörung der Korallenriffe und maritimer Ökosysteme. Die Autorin Sarah Diehl hat sich auf ganz andere Weise unseren Meeren angenähert: Sie hat eine Liebeserklärung an das Leben im und vor allem tief unten im Wasser geschrieben. In ihrem Buch "Ins tiefe Blau" beschreibt sie unter philosophischen, kulturhistorischen und naturwissenschaftlichen Aspekten ihr Erleben der Meereswelten als Taucherin. Shelly Kupferberg spricht im radio3 Klimagespräch mit Sarah Diehl über ihre Erkenntnisse im Wasser.
7 Minuten
Gut 400 Tonnen Müll werden jedes Jahr aus der Spree geholt: Dazu gehören etwa Zigarettenfilter, Glasflaschen, E-Roller. Doch sichtbarer Müll ist nur Teil des Problems. Denn auch Gifte wie Ölreste, Fäkalien und Medikamentenreste belasten den Fluss. Kann Berlin die Spree noch retten? Eine rbb- Reportage, die heute ausgestrahlt wird, beleuchtet die Ursachen der Verschmutzung, auch die fortschreitende Austrocknung – und folgt Menschen, die sich für die Zukunft der Spree einsetzen. Wir sprechen mit der Regisseurin des Filmes Martina Hiller von Gaertringen.
10 Minuten
Der öffentliche Diskurs in Deutschland fährt sich oft in Grundsatzdiskussionen fest. Da werden Gegensätze wie "Fleisch gegen vegan" oder "Auto gegen Fahrrad" konstruiert, was dazu führt, dass Menschen Klimaschutz ablehnen, weil sie sich bevormundet fühlen. Der Autor David Nelles hat diesen Mechanismus in seinem Buch "Politikzirkus" beschrieben. Anstelle von Scheindebatten schlägt er vor, konstruktiv nach Lösungen zu suchen. Wie das gelingen kann, erklärt David Nelles im Klimagespräch auf radio3.
10 Minuten
Ausbleibende Regenfälle und hohe Temperaturen haben in vielen Teilen Deutschlands zu niedrigen Flusspegeln geführt. Besonders dramatisch ist die Lage am Rhein, wo am Wochenende historisch niedrige Werte gemessen wurden. Schiffe können weniger laden, was die Wirtschaft in Bedrängnis bringt. Der neue Bundesverkehrsminister Stefan Bilger hat deshalb über eine Vertiefung der Fahrrinnen von Rhein und Donau nachgedacht. Am Donnerstag soll es eine Fachkonferenz in Bonn geben, bei der Experten auch über dieses Thema sprechen. Welche ökologischen Folgen hätte eine Vertiefung der Fahrrinne des Rheins? Darüber sprechen wir mit Monika Raschke vom Landesarbeitskreis Wasser des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) in Nordrhein-Westfalen.
7 Minuten
Künstliche Intelligenz ist eines der großen Themen unserer Gegenwart. Jeden Tag scheint es neue Möglichkeiten der KI zu geben, im Alltag, Beruf, in der Kultur, in der Wissenschaft und vor allem in der Wirtschaft. Jede und jeder kann KI mit Alltagsfragen füttern oder sich E-Mails formulieren lassen. Doch um all das leisten zu können, benötigt die Künstliche Intelligenz Rechenzentren, die wiederum sehr viel Energie verbrauchen und Auswirkungen auf ihre jeweiligen Standorte haben. Im radio3 Klimagespräch spricht Susanne Papawassiliu mit Jens Gröger vom Öko-Institut über die Folgen für Klima, Umwelt und die Bevölkerung der Nutzung von KI und welche Lösungswege es geben könnte.
6 Minuten
Die Zahl ist fast unvorstellbar: Im Schnitt werden in Deutschland jedes Jahr ca. 20 Millionen Kleidungsstücke vernichtet. Die meisten, weil sie nicht verkauft oder retourniert worden sind. Retouren gehen oft nicht in den Wiederverkauf, weil der Aufwand zu groß wäre. Der Schaden für Umwelt und Klima ist immens. Am Sonntag (19.07.2026) ist das EU-Vernichtungsverbot für Kleidung in Kraft getreten, das diese Praxis einschränken soll. Die Kleidung soll stattdessen u.a. recycelt oder gespendet werden. Ulrike Jährling spricht im radio3 Klimagespräch mit Patrick Bastian vom Umweltbundesamt über das neue Vernichtungsverbot und seine Auswirkungen auf den Klimaschutz.
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