Hörbar Mensch Archiv
38 Episoden
24 Minuten
In dieser Folge „Hörbar Mensch“ treffen wir Nuray Ün. Seit fast 25 Jahren arbeitet sie als Schulsozialarbeiterin im AWO Kreisverband Bielefeld. Die AWO ist ihr erster Arbeitgeber, bei dem sie angekommen ist. Im Gespräch erzählt Nuray, wie ein Arbeitstag zwischen festen Terminen und spontanen Anliegen aussieht und warum der enge Kontakt zum Lehrerkollegium so wichtig ist, um auch die unscheinbaren Kinder zu erreichen. Sie beschreibt, wie sie Jugendliche dabei begleitet, mit ihren Eltern ins Gespräch zu kommen, und warum Zuhören und Wertschätzung ohne Bewertung im Mittelpunkt stehen. Außerdem geht es um die Veränderungen der letzten Jahre: mehr psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen, getrennte Familien und lange Wartezeiten auf Therapieplätze. Nurays Wunsch für die Zukunft ist mehr Anerkennung für die Schulsozialarbeit und Erwachsene, die Kindern und Jugendlichen wirklich zuhören.
17 Minuten
Was macht eine Schulbegleitung eigentlich genau? In dieser Folge von „Hörbar Mensch“ erzählen Verena Fendel-Romund und Marc Hoffmann von ihrem Arbeitsalltag als Schulbegleitungen bei der AWO Bielefeld. Sie begleiten Kinder mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen durch den Schulalltag – darunter Kinder mit ADHS oder Autismus, mit Herzerkrankungen oder Fluchterfahrung – und stehen ihnen, ihren Eltern und den Lehrkräften zur Seite. Im Gespräch berichten Verena und Marc, wie enge Beziehungen zu den Kindern entstehen und warum sie sich als Anker, Vermittler und Ansprechpersonen verstehen. Sie erzählen, wie ihre Unterstützung den Schulalltag für die betreuten Kinder, ihre Klassen und die Lehrkräfte erleichtert, wie sie Übergänge in neue Klassen und Schulen begleiten und woran sie erkennen, dass ihre Arbeit etwas verändert.
24 Minuten
In dieser Folge „Hörbar Mensch“ treffen wir Ute Diekmann. Ute hat gleich zwei Jobs im AWO Kreisverband Bielefeld. Zum einen arbeitet sie als Hausleitung im Aktivitätenzentrum der AWO und koordiniert zudem das Bielefelder Netzwerk Demenz „Aufgefangen“. Im Gespräch erzählt sie, wie im Begegnungszentrum ein lebendiger Ort für Nachbarschaft, Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung entsteht. Dabei geht es auch um Einsamkeit, den Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit sowie die kleinen Schritte, die Menschen wieder miteinander verbinden können. Ute berichtet außerdem von der Arbeit mit Menschen mit demenziellen Erkrankungen und davon, wie wichtig Freude, Humor und Entlastung für Betroffene und Angehörige sind.
19 Minuten
In dieser Folge treffen wir Sabrina Wolf. Gemeinsam mit ihrer Kollegin leitet Sabrina das Familienzentrum Lange Wiese im AWO Kreisverband Bielefeld – und das mit sehr viel Herzblut. Seit acht Jahren managt sie im Hintergrund alles, was den Kita-Alltag am Laufen hält: von Elterngesprächen bis zur Organisation, notfalls auch mal die defekte Toilettenspülung. Am meisten Freude bereitet ihr aber, wenn sie zwischendurch selbst Zeit mit den Kindern zwischen ein und sechs Jahren verbringen kann. Warum frühkindliche Bildung so viel mehr ist als Spielen und Basteln, wie sich die Elternarbeit über die Jahre verändert hat und wie ihr die AWO hilft, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, hört ihr in dieser Folge.
23 Minuten
In dieser Folge spricht Katharina Leu über ihre Arbeit als Sozialpädagogin in den flexiblen Hilfen zur Erziehung an einer Bielefelder Grundschule. Sie begleitet Kinder im Schul- und OGS-Alltag, hört zu, stärkt Selbstvertrauen und unterstützt dort, wo Sorgen, Konflikte oder schwierige Lebenssituationen den Alltag belasten. Katharina erzählt, warum sie ihre Rolle als „helfende Hand“ versteht, welche Herausforderungen Kinder heute beschäftigen und wie sich Schule, Familienleben und gesellschaftliche Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren verändert haben. Dabei wird deutlich, wie wichtig Zeit, Aufmerksamkeit und verlässliche Beziehungen für die Entwicklung von Kindern sind. Eine Folge über Zuhören, Vertrauen, soziale Verantwortung und darüber, warum pädagogische Arbeit weit mehr ist als die Lösung von Problemen.
21 Minuten
In dieser Episode von „Hörbar Mensch“ sind Aischa Azem und Karoline Caroline Rajski zu Gast – engagierte Mitarbeitende beim AWO-Kreisverband Bielefeld. Aisha als Einrichtungsleitung und Caro in der direkten Klientenbetreuung berichten von ihrem Arbeitsalltag im ambulant betreuten Wohnen und den Herausforderungen, die sie dort meistern. Aischa gibt Einblicke in ihre Rolle, in der sie das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden fördert und die Einrichtung aktiv gestaltet. Caro schildert, wie erfüllend ihre Arbeit mit jungen Klienten ist, die aus unterschiedlichen Lebenslagen kommen. Beide betonen die Bedeutung eines positiven Arbeitsumfeldes und einer vertrauensvollen Teamdynamik. Sie diskutieren die Notwendigkeit, Humor, Offenheit, Kreativität und Flexibilität in ihrem Beruf zu leben und welche Rolle die beziehungsorientierte Arbeitsweise spielt, um Klienten in Krisen zu unterstützen. Im Gespräch kommen auch persönliche Geschichten zur Sprache, darunter die berührende Entwicklung einer Klientin mit Depressionen. Aischa und Caro, die sich selbst als „Krisenoptimistinnen“ beschreiben, zeigen, wie sie trotz schwieriger Umstände Zuversicht bewahren und an der Weiterentwicklung ihrer Einrichtung arbeiten. Ihre Leidenschaft und Hingabe machen diese Episode zu einem inspirierenden Einblick in die soziale Arbeit.
24 Minuten
In dieser Folge „Hörbar Mensch“ ist Kinga Köller zu Gast. Die 37-Jährige leitet die Sprachcamps für Kinder mit Zuwanderungsgeschichte und bringt dabei nicht nur fachliche Expertise, sondern auch ihre ganz persönliche Erfahrung mit. Kinga erzählt von ihrem Weg aus Polen nach Deutschland, den Herausforderungen beim Sprachenlernen und den Hemmungen, die sie – wie viele andere Menschen gleichermaßen – dabei erlebt hat. Offen und ehrlich berichtet sie, wie sie selbst erst lernen musste, sich zu trauen und warum genau das heute ihre Arbeit prägt. Im Gespräch geht es um die Bedeutung von Sprache als Schlüssel zur Teilhabe, die Realität von mehrsprachig aufwachsenden Kindern und die wichtige Rolle, die sie oft in ihren Familien übernehmen. Außerdem gibt Kinga spannende Einblicke in die Sprachcamps: Wie sie organisiert werden, wie Kinder dort spielerisch Deutsch lernen und warum Theater, Freizeit und Gemeinschaft dabei genauso wichtig sind wie der Unterricht selbst.
17 Minuten
Wie findet man seinen Platz im Berufsleben und was macht ein gutes Arbeitsumfeld wirklich aus? In dieser Folge von „Hörbar Mensch“ ist Alienna Kirste zu Gast. Mit 24 Jahren arbeitet sie beim AWO-Kreisverband Bielefeld gleich in mehreren Bereichen: in der Personalverwaltung, in der Projekt-Sachbearbeitung und im Digitalisierungsteam. Alienna erzählt, wie sie über ihre Schwester zur AWO gekommen ist, warum sie nach einer Zeit in der Wirtschaft bewusst einen anderen Weg eingeschlagen hat und weshalb das Miteinander im Team für sie so besonders ist. Außerdem spricht sie darüber, wie es ist, gleichzeitig in drei verschiedenen Aufgabenfeldern zu arbeiten, welche Rolle Vertrauen und Unterstützung im Arbeitsalltag spielen und wie sie persönlich an neuen Herausforderungen wächst. Außerdem erzählt sie wie es ist, wenn die eigene Schwester auch gleichzeitig Kollegin ist und welche große Leidenschaft die beiden – abgesehen von ihrer Arbeit – miteinander verbindet.
22 Minuten
In dieser Folge von Hörbar Mensch sprechen wir mit Ulrike Hartl und Murisa Adilovic aus dem Projekt Partoprenu beim AWO-Kreisverband Bielefeld. Das Projekt richtet sich an besonders benachteiligte EU-Bürger*innen. Das Besondere am Projekt: Die Klient*innen bekommen sprachliche Unterstützung in der Beratung. Ulrike und Murisa geben Einblicke in ihre tägliche Arbeit: von Beratung und Begleitung über Unterstützung bei Anträgen bis hin zu Workshops für Fachkräfte, die mit der Zielgruppe arbeiten. Sie erklären, mit welchen prekären Lebenslagen viele neu zugewanderte EU-Bürger*innen konfrontiert sind und warum Teilhabe ohne intensive Unterstützung oft nicht möglich ist. Außerdem sprechen sie über Antiziganismus, generationenübergreifendes Arbeiten im Team und darüber, wie unterschiedliche berufliche und biografische Hintergründe ihre Zusammenarbeit bereichern. Eine Folge über strukturelle Ungleichheiten, Engagement und die Bedeutung von langfristiger sozialer Unterstützung.
15 Minuten
In dieser Folge von Hörbar Mensch sprechen wir mit Erika Vogt. Sie ist 82 Jahre alt und arbeitet noch immer mit großer Leidenschaft in der Randbetreuung der OGS an der Realschule Senne beim AWO-Kreisverband Bielefeld. Erika erzählt, warum sie auch in ihrem Alter nicht ans Aufhören denkt, wie ihr Arbeitsalltag mit den Kindern aussieht und weshalb Basteln, Töpfern und klare Regeln für sie wichtig sind. Sie berichtet von ihrem beruflichen Weg, vom Wechsel aus dem Büro in die pädagogische Arbeit und davon, was sie selbst durch die Arbeit mit Kindern lernt. Außerdem spricht Erika über Veränderungen im Schulalltag, den Umgang mit digitalen Medien, generationenübergreifendes Arbeiten im Team und darüber, wie wichtig Aufmerksamkeit, Verlässlichkeit und gegenseitiger Respekt für Kinder sind. Eine berührende Folge über Sinn, Engagement und darüber, wie Arbeit mit Menschen jung hält – auf beiden Seiten.
20 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Fenna Sanden und Maria Meier – zwei engagierten Praktikantinnen beim AWO-Kreisverband Bielefeld. Fenna arbeitet im Mehrgenerationenhaus am Heisenbergweg, Maria im Quartier Zedernstraße. Beide studieren Soziale Arbeit und erzählen, wie sie über ihr Studium, Zufälle und sogar über diesen Podcast selbst zur AWO gefunden haben. Sie berichten, was sie in ihren Praktika gelernt haben – von der Arbeit mit geflüchteten Menschen bis zu Projekten mit Alleinerziehenden –, wie es ist, Teil eines offenen und herzlichen Teams zu sein, und wie sie sich als junge Generation in der Sozialen Arbeit sehen. Gemeinsam sprechen sie über Klischees rund um die „Gen Z“, über Vorurteile gegenüber dem Studiengang Soziale Arbeit und darüber, warum praktische Erfahrungen für den Beruf so entscheidend sind. Eine ehrliche, inspirierende Folge über erste Schritte im sozialen Berufsfeld, gegenseitiges Lernen zwischen Generationen – und den Mut, Neues auszuprobieren.
22 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Ulrike Dross-Gehring, Quartiersmanagerin im Lehmstichviertel in Bielefeld. Als Sozialpädagogin mit Leidenschaft für Gemeinschaft und Zusammenhalt begleitet sie die Menschen in ihrem Stadtteil dabei, ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten. Ulrike erzählt, wie vielfältig ihr Quartier ist – von Alteingesessenen über Zugezogene bis zu jungen Familien – und wie herausfordernd es sein kann, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, die auf den ersten Blick wenig verbindet. Außerdem erklärt sie, warum sie Begegnung als Schlüssel gegen Vorurteile und Einsamkeit sieht, was sie an der Arbeit bei der AWO besonders schätzt und warum sie fest daran glaubt, dass Netzwerke – ob haupt- oder ehrenamtlich – die Grundlage für ein gutes Miteinander sind.
21 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Florian Pap vom Mehrgenerationenhaus am Heisenbergweg. Er koordiniert dort die handwerklichen Hilfen – ein ehrenamtliches Angebot, das Senioren, Alleinerziehenden oder Menschen mit Demenz oder Behinderung bei kleineren Reparaturen im Haushalt unterstützt. Darüber hinaus engagiert sich Florian in der Koordinierungsstelle Begegnung und Zusammenhalt, die sich dem Thema Einsamkeit widmet. Er erzählt, wie schwer es sein kann, Einsamkeit überhaupt anzuerkennen und wie beispielsweise das Projekt der AWO dabei helfen kann, durch Gespräche und aktive Hilfe von Ehrenamtlichen eine Veränderung herbeizuführen. Er erklärt außerdem, wie man sich als Lots*in am Projekt beteiligen kann, um so dabei zu helfen, das Tabu der Einsamkeit zu verringern.
26 Minuten
Sprache betrifft uns alle. Und Sprache ist ihre Leidenschaft: Dagmar und Tobias leben ihre Berufung bei der AWO Sprachschule. Tobias gibt Sprachkurse und hat deshalb täglich mit Menschen zu tun, die Deutsch lernen. Was bringt diese Arbeit für Herausforderungen? Was ist das Schöne daran? Dagmar und Tobias befähigen vor allem Menschen mit Fluchtgeschichte, sich in einer fremden Gesellschaft zurecht zu finden – Ihr Kompass? Die Sprache. Herausforderungen, die z.B. durch Kürzungen von Förderungen entstehen, haben dabei Einfluss auf ihren Arbeitsalltag. Sie sagen aber selbst: Der AWO Kreisverband Bielefeld ist auch in unsicheren Zeiten ein Anker für sie – und dementsprechend auch für Ihre Schüler*innen.
22 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Verena Bisping und Janette Georgi. Sie sind Teil des Impulsteams des AWO-Kreisverbands Bielefeld. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt dabei im Bereich Kinder- und Gewaltschutz. Sie möchten Sensibilität für das Thema schaffen, unter anderem durch das von ihnen entwickelte Schutzkonzept. Im Gespräch erklären die beiden, welche Pfeiler dieses Konzept tragen und veranschaulichen mit Beispielen, wie eben diese in der Praxis gelebt werden. Was sie sich darüber hinaus zukünftig für den Kinderschutz wünschen, worauf sie besonders Wert legen und wie die Lust auf Neues sie tagtäglich motiviert, erzählen die Impulsgeberinnen in dieser Folge „Hörbar Mensch“.