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Beijing Briefing - Der journalistische China-Podcast Archiv

121 Episoden
23 Minuten
Sie können es also doch noch! Bei der Automesse in Shanghai, dem weltweit wichtigsten Branchentreffen, haben die deutschen Autobauer demonstriert, dass mit den alten Platzhirschen nach wie vor zu rechnen ist. Dennoch ist klar, dass auf dem chinesischen Markt mittlerweile die heimischen Player den Ton angeben.

In der neuen Folge des Beijing Briefing erkläre ich dir, warum die chinesische Autoindustrie bei der E-Mobilität einen so rasanten Erfolg hinlegen konnte, und wie es derzeit um die Aufholjagd von VW, Mercedes Benz und BMW steht.

Kontakt: BeijingBriefing@gmail.com

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23 Minuten
Im Juli 2022 habe ich über einen entscheidenden Wendepunkt Chinas geschrieben: Xi Jinpings "Null Covid"-Politik hat das Land wirtschaftlich ausgebremst und politisch re-ideologisiert. Warum ich die Recherche ausgerechnet jetzt wieder hervorgekramt habe? Derzeit erleben wir erneut einen Wendepunkt, nur bei der anderen großen Weltmacht: Donald Trump zerstört systematisch nahezu sämtliche Bereiche, die die Vereinigten Staaten so einzigartig gemacht haben. Wer genauer hinschaut, kann durchaus einige Parallelen erkennen: Beide Male fährt ein alternder, von Persönlichkeitskult umnebelter Herrscher sein Land im Rückwärtsgang gegen die Wand. Viel Spaß beim Hören!

Artikel: Zurück in die Vergangenheit

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35 Minuten
Während sich die USA und China immer tiefer in einen Handelskrieg stürzen, geht es beim Beijing Briefing diese Woche etwas meditativer zu: Ich beantworte eine Hörerfrage über meinen journalistischen Werdegang, und wie ich nach Ostasien gekommen bin. Viel Spaß beim Hören!

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19 Minuten
Beim "Liberation Day" hat Donald Trump mit seiner Zoll-Orgie China ganz besonders ins Visier genommen. Wenn man sämtliche Zölle zusammenrechnet, dann hat der US-Präsident im Grunde wahr gemacht, was er während des Wahlkampfs bereits angedroht hatte: chinesische Produkte mit 60-prozentigen Zöllen zu belegen. Wie ich dir in der aktuellen Folge des Beijing Briefing erkläre, könnte der Schuss aus Washington jedoch langfristig nach hinten losgehen.

Zudem spreche ich auch über die Militärmanöver rund um Taiwan, welche die chinesische Volksbefreiungsarmee diese Woche durchgeführt hat. Besonders schockiert hat mich, wie sehr Chinas Propagandaapparat den taiwanischen Präsidenten entmenschlicht und einen möglichen Krieg als eine Art heroische Heldensaga inszeniert.

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19 Minuten
Vor genau drei Jahren ereignete sich Chinas tödlichster Flugzeugabsturz seit den 1990ern: Eine Boeing 737 donnerte senkrecht aus den Wolken in die Berge der südlichen Provinz Guangxi. Schon damals beschäftigte die chinesische Öffentlichkeit vor allem die Frage, wie es zu dieser Tragödie kommen konnte. Die Regierung hat zwar formell eine Untersuchung eingeleitet, doch diese niemals abgeschlossen. Bis heute versucht sie die Hintergründe des Unglücks unter den Teppich zu kehren - offenbar aus politischen Beweggründen, wie ich dir in der aktuellen Folge des Beijing Briefing erkläre. Die Angehörigen der Toten leiden unter der Ungewissheit. Doch ihren Frust müssen sie für sich behalten, mit Journalisten dürfen sie nicht sprechen.

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28 Minuten
Die deutschen Mittelständler haben in China jahrzehntelang ein gutes Geschäft gefahren. Doch dass die Stimmung mittlerweile deutlich gekippt ist, habe ich eindrücklich im Frühsommer 2023 vor Augen geführt bekommen. Damals bin ich - auf Einladung der Lokalregierung - für eine Reportage nach Taicang gereist. Die Satellitenstadt nordwestlich von Shanghai sieht sich als "Heimat deutscher Unternehmen", und seit den 1990ern ließen sich dort tatsächlich hunderte "Hidden Champions" nieder. Doch die deutschen Expats haben im Zuge der Pandemie mehrheitlich das Handtuch geworfen und auch die Unternehmen selbst sind mit ihren Investitionen deutlich vorsichtiger geworden. Das hat natürlich auch mit dem politischen Klima zu tun. Darüber jedoch wollten die örtlichen Parteikader partout nicht mit mir sprechen.

Mein kritischer, aber fairer Artikel hat dann bei der Lokalregierung von Taicang für ziemlichen Missmut gesorgt. Es wurde unter anderem von mir verlangt, dass ich ausgerechnet eine Statistik in dem Text ändern solle, die ich ironischerweise von den Behörden selbst erhalten hatte. Dem staatlichen Druck habe ich mich natürlich nicht gebeugt. Viel Spaß beim Hören!

Artikel: Wandel des Handels

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18 Minuten
Eine aktuelle Recherche von "Zeit" und "SZ" offenbart: Der Bundesnachrichtendienst geht mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass das Coronavirus menschengemacht ist und aus einem Labor in Wuhan entwichen ist. Hochbrisant ist auch, dass sowohl Angela Merkel als auch Olaf Scholz - so scheint es zumindest - die Erkenntnisse unter Verschluss hielten. Derzeit jedoch prüft eine Expertenrunde die Daten.

In der aktuellen Folge des Beijing Briefing erkläre ich dir, warum ich die Frage nach dem Corona-Ursprung weiterhin für essenziell erachte. Und warum es skandalös ist, dass die chinesische Parteiführung bis heute jegliche Aufarbeitung verhindert. Viel Spaß beim Hören!

Artikel: BND glaubt an Laborunfall als Ausgang der Corona-Pandemie

Artikel: Tiefrot als "Geheim" gestempelt

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20 Minuten
Wie radikal Donald Trump die Ukraine fallen lässt, hat man nicht nur in Europa mit Entsetzen verfolgt. In Südkorea hat dies eine Art Zeitenwende ausgelöst - und auch eine Debatte in den gesellschaftlichen Mainstream gerückt, die vor wenigen Jahren noch überaus radikal erschien: die Frage nach einer eigenen Atombombe.

Welchen Schaden Trump bei den klassischen US-Verbündeten im Indo-Pazifik anrichtet, davon berichte ich in der neuen Folge des Beijing Briefing. Ebenfalls erzähle ich dir von meiner ehemaligen Maklerin in Peking, und warum ihre Lebensgeschichte geradezu archetypisch den derzeitigen Zustand der chinesischen Wirtschaft widerspiegelt.

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15 Minuten
Ist Friedrich Merz ein China-Freund oder Falke? Ich glaube: Auch wenn sich Europa angesichts der Trump-Regierung von den USA emanzipieren muss, wird der Ton der künftigen Bundesregierung gegenüber China keineswegs freundlicher werden - ganz im Gegenteil. In der neuen Folge des Beijing Briefing erkläre ich dir, warum selbst innerhalb der Wirtschaft der Blick auf die Volksrepublik präziser und kritischer geworden ist.

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11 Minuten
Elon Musk ist zwar offiziell nicht Teil der US-Regierung, doch hat so viel Einfluss auf Donald Trump, dass er von einigen Medien bereits als Schatten-Präsident bezeichnet wird. Und Musks unternehmerischer Erfolg hängt maßgeblich vom chinesischen Markt ab. Er ist dabei nicht der einzige aus Trumps innerem Zirkel: Die Firmen des US-Handelsministers Howard Lutnick haben ebenfalls eine starke China-Präsenz. Und der neue FBI-Leiter Kash Patel verfügt über Aktien des Mutterkonzerns von Shein in Millionenhöhe.

In der neuen Folge des Beijing Briefing werfe ich einen Blick auf einen ganz entscheidenden Interessenkonflikt für viele von Trumps Regierungsmitgliedern - und wie Chinas Staatsführung ihre Machtposition ausspielen kann.

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16 Minuten
Der demographische Wandel schreitet in China rasant voran: 2024 ist die Bevölkerung das dritte Jahr in Folge geschrumpft. Und ebenfalls ist die Anzahl an registrierten Hochzeiten um ein Fünftel eingebrochen. Für die Parteiführung in Peking ist das ein ernstes Problem. Und sie greift mitunter auch zu ungewöhnlichen Methoden, um junge Frauen zur Familienplanung zu drängen. In der aktuellen Folge des Beijing Briefing erkläre ich dir die Gründe, warum sich immer weniger Chinesen das Ja-Wort geben.

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30 Minuten
Zölle sind bekanntlich Donald Trumps Lieblingswort. Und in den letzten Tagen hat der neue US-Präsident schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf seine Wirtschaftspolitik gegeben: Kanada und Mexiko konnten die von Trump angedrohten Strafzölle zwar vorerst abwenden, doch mit China ist bislang noch kein Deal erzielt worden. Doch wie Pekings relativ verhaltene Gegenreaktion verrät, hofft man dort auf jeden Fall auf eine Einigung. Wahrscheinlich wird erst der erwartete Telefonanruf zwischen Trump und Xi Jinping zeigen, wohin die Reise gehen wird.

In der neuen Folge des Beijing Briefing erkläre ich dir, welche Asse die Chinesen im Falle eines eskalierenden Handelskriegs noch so im Ärmel haben, und warum der neue US-Präsident mit seiner erratischen und bigotten Politik schlussendlich der Volksrepublik in die Hände spielt.

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36 Minuten
DeepSeek hat zu Beginn der Woche für einen schwarzen Tag an den US-Börsen gesorgt: Trotz Tech-Sanktionen und mit nur einem Bruchteil der finanziellen Ressourcen hat ein chinesisches Start-Up die Platzhirsche vom Silicon Valley die Stirn geboten. DeepSeek macht nun also ChatGPT Konkurrenz. Oder handelt es sich nur um einen Hype? In der aktuellen Folge des Beijing Briefing erzähle ich dir, was ich vom spektakulären Erfolg des KI-Unternehmens aus Hangzhou halte.

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15 Minuten
Vor ziemlich genau fünf Jahren begann der erste Corona-Lockdown in Wuhan. Ich war damals in Peking und habe wie am Fließband gearbeitet. Meine erste längere Reportage, die diesen surrealen Ausnahmezustand journalistisch fassen wollte, ist am 26. Januar 2020 erschienen. Er fing diesen - heute historischen - Moment ein, als die Leute in China erstmals den Ernst der Lage realisierten: manche mehr, manche weniger. Vieles an dem Text ist eigentlich erstaunlich gut gealtert. Viel Spaß beim Hören!

Artikel: Peking, stillgelegt

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25 Minuten
Die Konkurrenz auf dem chinesischen Markt ist härter geworden. Um dort zu bestehen, haben viele europäische Firmen bewusst ihre Forschung und teilweise auch Produktion nach China verlegt. Mittlerweile jedoch lokalisieren die Firmen immer öfter nicht mehr aus freien Stücken, sondern aufgrund von politischem Druck. Die europäische Handelskammer hat auf diesen alarmierenden Trend in einer aktuellen Studie aufmerksam gemacht. In der aktuellen Folge des Beijing Briefing erkläre ich dir die Hintergründe.

Studie: Siloing and Diversification

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