RES PUBLICA PODCAST Archiv
76 Episoden
51 Minuten
2004 gründete Martin Sonneborn, damaliger Chefredakteur des Satiremagazins TITANIC die Partei DIE PARTEI - hauptsächlich aus dem Grund, irgendetwas zu haben, was man wählen kann. Und nebenbei, sagte er mal in einem Interview, falle die Wahlentscheidung dann doch um einiges leichter, wenn man seinen eigenen Namen auf dem Wahlzettel findet. An der Satirepartei spalten sich bis heute die Geister. Viele sagen, trotz offener Sympathie, dass sie die Partei nicht wählen würden. Vielleicht wurden diejenigen auch nur noch nicht häufig genug von der Politik enttäuscht. Ich besuche spontan den Europawahlkampfauftakt in der Volksbühne Berlin und rede sowohl mit Martin Sonneborn himself, als auch Nico Semsrott und weitere Handlanger des Systems über genau diese Fragen: verursacht die Satire Politikverdrossenheit? Was ist der beste Wahlkampfslogan? Und wie am Boden ist die SPD eigentlich wirklich?
1 Stunde 54 Minuten
Ich bin wieder zurück. In dieser Folge rede ich über meien Zeit in Peru und lasse meine Abenteuer Revue passieren. Außerdem erfahrt ihr Neues von mir und zu meiner Hassliebe mit der SPD. Ansonsten erzähle ich euch von riesigen Städten, malerischen Bergen und blauen Himmel. Es geht um Inkas, Machu Picchu und Quechua-sprechende Muttis. Außerdem rede ich über unser globales Müllproblem und frage mich, wie wir unseren ökologischen Fußabdruck ein wenig reduzieren können.
50 Minuten
Da ich mich immer noch in Südamerika befinde (inzwischen vermutlich irgendwo in den Tiefen Kolumbiens) und aufregende Abenteuer erlebe (der jwd-berlin.blogspot.com berichtet) hier ein Interview, was ich im Januar mit Susanne Böltes über ihre Arbeit als Leiterin eines Wohnheims für Geflüchtete in Marzahn-Hellersdorf aufgenommen hab. Danke an Susanne und das gesamte Team von Milaa für ihre tolle Arbeit.
1 Stunde 37 Minuten
Während ich mir in Peru die Sonne auf den Bauch scheinen lasse geht der Podcast selbstverständlich weiter. Heute hört ihr ein längeres Interview, was ich mit Thomas Laschyk aufgenommen habe. Er betreibt mit einigen anderen freien Journalisten den "Volksverpetzer", einen politik- und medienkritischen Blog. "Wir hinterfragen dumpfe Rhetorik, gängige Alltagsmythen und den Status quo. Wir decken unangenehme Wahrheiten und versteckte Zusammenhänge auf."
57 Minuten
Als ich letztens einkaufen war, stach mir ein Produkt besonders ins Auge. Auf den Tetra Pack Kartons von Beckers Bester, einem Niedersächsischen Fruchtsafthersteller wurde unübersehbar auf die Ernteverluste hingewiesen. Das Unternehmen sah sich offensichtlich gezwungen, seine Preise zu erhöhen und informierte darüber in einem längeren Text auf der Produktrückseite. Diese Transparenz hat mich beeindruckt und dazu verleitet, mit Herrn Koeppel ein längeres Interview über Kundenzufriedenheit, den Klimawandel und die sozial-ökonomische Verantwortung seines Unternehmens zu führen.
1 Stunde 15 Minuten
Ich rede über meine alte Liebe zur Schauspielerei, meine neue Abneigung zur SPD und lasse mein Podcast Jahr 2018 Revue passieren. Das ganze in einem neuen Format, ich probiere mich heute in meinem ersten Talkradio aus. Also: Mikrophon an, Hirn ebenfalls und los gehts.
1 Stunde 57 Minuten
Wer etwas Künstlerisches oder Kreatives schafft, sei es ein Buch, ein Musikstück oder ein Gemälde, der möchte etwas Bleibendes kreieren. Etwas, was auch noch nach seinem Ableben bestand hat, Menschen bewegt, motiviert und inspiriert. Dies ist die Triebfeder allen künstlerischen Schaffens. Wie verhält es sich nun aber, wenn ein Komponist merkt, dass sich sein Leben dem Ende zuneigt? Wie kann man diese Angst in Musik umwandeln, gerade wenn man befürchtet, vielleicht das letzte Werk seiner Karriere zu veröffentlichen? Dafür stelle ich zusammen mit dem Chorleiter, Musiktheoretiker und guten Freund Johannes Wolff jeweils zwei Stücke aus der Klassik sowie aus dem Rock-Pop Bereich vor, deren Komponisten alle (un)mittelbar mit dem Tod konfrontiert waren.
1 Stunde 37 Minuten
Das Thema Pflege ist eines dieser Themen, worüber wir nur ungerne nachdenken. Harter Job, schlechte Bezahlung, alles menschliche wird Schritt für Schritt wegrationalisiert. Ich rede mit Alexander Jorde über seinen Auftritt in der ARD-Wahlarena, seine Ausbildung zum Krankenpfleger und seinen neuerlichen Eintritt in die SPD. Alex im Aufwachen Podcast: https://bit.ly/2PdhM0a Marco Bülows Statement zu seinem SPD Austritt: https://bit.ly/2Q8zck8
53 Minuten
Drogen sind allgegenwärtig. Nicht nur hier im hippen Berlin, wo einem zur WG-Party gerne eine "Gastgeberline" angeboten wird. Auch die Geschichte der Menschheit ist voller Erzählungen von bewusstseinserweiternden Erfahrungen jeglicher Art. Ist es uns also offensichtlich ein menschliches Grundbedürfnis, uns regelmäßig die Birne wegzuschießen? Ja, findet Anette Hofmann von "Eclipse" e.V. . Der Verein praktiziert seit vielen Jahren aktzeptierende Drogenarbeit und klärt Konsumenten über Dosierung und Safer Use auf. Außerdem reden wir über ihre eigenen Erfahrungen, die sie in ihrem Buch "Schrei, wenn du verstehst" aufgezeichnet hat. eclipse-ev.de Kauft euch Anettes Buch: --> https://amzn.to/2PSlGA8
1 Stunde 8 Minuten
Ich besuche das Debattencamp der SPD und bin enttäuscht. Vorträge, Reden, Diskussionrunden, aber keine Bühne für tiefgreifende Veränderung, kein Raum für einen Kurswechsel. Der Parteivorstand gibt das Thema vor und wer möchte, kann ein bisschen mitquasseln. Ich treffe Jenny, Tilo Jung, Alex Theiler und viele enttäuschte Genossen. Ein toller Nachmittag, der allen Beteiligten richtig Spaß gemacht hat.
1 Stunde 36 Minuten
Ich rede mit Jenny Günther über ihren Werdegang als Podcasterin, wieso sie der AfD beitrat und sie nur ein Jahr später wieder zu verlassen. Außerdem werfen wir einen Blick auf den innerparteilichen Konflikt um den "rechten", neoliberalen Flügel um Jörg Meuthen und den "linken" nationalsozialen Flügel um Björn Höcke. Abonniert Jennys "Einmischen" Podcast! https://podcaste97de5.podigee.io/ Jennys Artikel in der Huffington Post: https://www.huffingtonpost.de/jenny-guenther/ich-bin-afdaussteigerin_b_17390982.html
1 Stunde 30 Minuten
"Hallo, einmal kurz gestoppt!" - So oder so ähnlich wurde vermutlich jeder schon einmal auf der Straße angesprochen. Fundraising nennt sich diese Arbeit. Sie sind unterwegs für Amnesty International, UNICEF oder die Roten Nasen. Ich gucke mir die Dokumentation 'Spendensammler undercover' von STRG F an und vergleiche sie mit meiner eigenen Erfahrung als Fundraiser. Außerdem berede ich mit Cheiron Zuraszek, wie wir im Nachgang unseren alten Job so betrachten. Was fanden wir gut, was fanden wir eher nicht so gut? Spendensammler undercover - Schuften und Schleimen für WWF und CO --> www.youtube.com/watch?v=6QoYfiH6VI4
57 Minuten
Irgendwie kann sich die Weltgemeinschaft nicht entscheiden: sind Orcas nun putzige, süße kleine Lebewesen, die Kinderaugen zum Leuchten bringen oder blutrünstige, gefräßige Monster, die Fischerboote angreifen und Angst und Schrecken verbreiten. Diese sehr sozialen und intelligenten Tiere sind bis heute eine große Touristenattraktion, so auch im Loro Parque auf Teneriffa. Ich rezitiere den Dokumentarfilm "Blackfish" und frage mich: wie sehr leiden die Tiere in Gefangenschaft? Wie geht es den verwandten Großen Tümmlern dabei? Das bespreche ich mit der Meeresbiologin und PETA-Aktivistin Dr. Tanja Breining. Links: Unterschriftenaktion von PETA --> www.peta.de/tui-petition Statement von PETA zum Loro Parque --> www.peta.de/Loro-Parque Statement vom Loro Parque --> www.loroparque.com/index.php/de/el-parque/pressroom/so-luegt-peta-ueber-den-loro-parque
58 Minuten
Das Thema Obdachlosigkeit lässt mich nicht los. Eine Paralelgesellschaft, die sich insbesondere in Städten immer weiter ausbreitet und der wir meistens abschätzig gegenüberstehen. Die Zahl der dauerhaft in Berlin lebenden Menschen ohne Wohnung schätzen Experten auf über 10.000. Ich rede mit der Journalistin Marlene Brey über ihre Recherchearbeit obdachlosinberlin.de, in der sie mit ihren Volontären der evangelischen Journalistenschule Berlin Datenerhebungen zum Thema versucht haben. Das Problem ist nur: es gibt keine offiziellen Zahlen. Warum sich dazu nichts ändert, erfahrt ihr in der neuen Ausgabe von Res Publica.
1 Stunde 32 Minuten
Berlin galt vermutlich in jeder Phase seines Bestehens als ein Ort der unbegrenzten Freiheiten und Möglichkeiten. Insbesondere sein Ruf als Partyhauptstadt geht vorwiegend auf die 90'er Jahre zurück, als aus zwei Städten plötzlich wieder eine wurde. Der Siegeszug des Techno, spätestens durch die alljährlich stattfindende Loveparade zum Massenphänomen geworden, brach an und das alte Ost-Berlin wurde zur Spielwiese der jungen Hauptstadtpioniere. 25 Jahre später ist der Ruf immer noch allgegenwärtig. Das Berghain ist zum Kulturgut erklärt worden und aus allen Ländern pilgern Menschen nach Berlin, um sich davon zu überzeugen, dass man hier wirklich von Freitag - bis Montag früh durchgehend Tanzen gehen kann. Diese wilde Zeit wird nun in einer Sonderausstellung des DDR-Museums beleuchtet. "Nineties Berlin", eine multimediale Ausstellung nimmt den Besucher mit auf eine Reise durch die Berliner Techno-Szene der 90er Jahre. Ich spreche mit Jörn Kleinhardt und Matthias Kaminsky über die Austellung, die Musik und wie sie die 90'er Jahre erlebt haben. Links zur Weiterbildung: https://nineties.berlin/en https://www.youtube.com/watch?v=-OLEyOYC6P4