Kontrafunk: Philosophieren Archiv
92 Episoden
52 Minuten
In „Philosophieren“ sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ in dieser Folge über das Bewahren. Teilt sich die Menschheit in Aufbewahrer und Wegwerfer? Wenn es um das Bewahren von Gegenständen geht, können wir das allmähliche Verschwinden allenfalls zeitweise aufhalten, für immer aber wohl kaum. Was also steckt hinter einer Musealisierung von Dingen? Ist sie nur ein verzweifeltes Bemühen um Konservierung von längst Vergangenem und damit ein nostalgischer, aber vergeblicher Versuch, die Vergangenheit in die Zukunft zu retten? Bewahren können wir aber auch Erinnerungen oder Stimmungen, kulturelle Errungenschaften in Kunst, Musik und Literatur, Traditionen. Und dann mag doch mehr dahinter stecken als ein Wegstellen und Einmotten. Dann ist genau diese Form des Bewahrens ein Schlüssel zur Erschließung von Gegenwart und Zukunft im Medium des Bewährten.
50 Minuten
In dieser Ausgabe von „Philosophieren“ dreht sich alles um den Fußball. Matthias Burchardt spricht mit Prof. Dr. Günter Scholdt über die Faszination der schönsten Nebensache der Welt und den Niedergang des Sports durch Kommerz und Politik. Immer wieder wird der Fußball zum Brennglas der „Zeitenwende“, bringt er doch wesentliche kulturelle Tendenzen zum Vorschein.
53 Minuten
Gönnen können, sagt sein jüngster Sohn zu Alexander Christ und fügt hinzu, Papa, gönn’ dir! Neidlos einem anderen dabei zusehen, wie es diesem gutgeht – das können nicht viele Menschen. Diejenigen, die es aber aufrichtig zustande bringen, die erfahren hierbei selbst einen besonderen Genuss. Matthias Burchardt und Alexander Christ sprechen in dieser Folge von „Philosophieren“ über das Gönnen und entwickeln eine Philosophie der Unverfügbarkeit und Flüchtigkeit aller irdischen Gaben.
54 Minuten
Wir alle kennen die Freude am Entscheiden, aber auch die Qual der Wahl. Lassen sich Entscheidungsprozesse rationalisieren? Folgen wir dem Kalkül der Nutzenmaximierung, oder sind wir von irrationalen Motiven (Angst, Begehren, Gruppenzugehörigkeit) getrieben? Welches ist der existenzielle Sinn von Entscheidungen, wenn ich nicht nur etwas, sondern mich entscheide? Darüber philosophieren Alexander Christ und Matthias Burchardt in dieser Sendung. Schließlich lüften sie auch das Geheimnis, wie über die Musik der Sendung entschieden wird.
54 Minuten
Integration ist ein vielbemühter Begriff, in vielerlei Zusammenhängen: Einmal sprechen wir von der Idee der europäischen Integration, alles dreht sich um die Integration von Zuwanderern und so weiter. Dabei beinhaltet das Integrieren vor allem die Vorstellung eines Teilhaberechtes. Sehr schnell kann alles in das Gegenteil umschlagen, dann sieht man sich plötzlich ausgeschlossen, etwa dann, wenn jemand den vorgegebenen Meinungsrahmen verlässt und sich erdreistet, eigene Gedanken zu äußern, die vom amtlichen Narrativ abweichen. So erging es Ulrike Guérot, die mit ihren radikalen Thesen zu Europa einst bekannt und interessant wurde, sich nun aber Versuchen ausgesetzt sieht, aus dem öffentlichen Debattenraum ausgeschlossen zu werden. In dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk spricht Alexander Christ mit Ulrike Guérot über das Integrieren und notwendigerweise auch über dessen Gegenteil, das Ausschließen.
55 Minuten
Auf dem Tisch liegt ein gefaltetes Hemd. Papier faltet man häufig, manchmal werden daraus kunstvolle Papierflieger. Falten kann man vieles, dann verbirgt sich im Inneren häufig etwas, das man nicht mehr unmittelbar sehen kann. Um es wieder ans Tageslicht zu bringen, muss man die Gegenbewegung des Ent-Faltens vollziehen. In dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über die Geheimnisse, die sich in Falten verbergen, über Geschicklichkeit und Kreativität, über das Schaffen und Auflösen von Ordnung und über einen Weltenfalter.
52 Minuten
In dieser Sendung wenden sich Alexander Christ und Matthias Burchardt dem Machen zu. Was verbirgt sich hinter dieser Alltagsvokabel für menschliche Aktivität? Kann man Liebe machen oder Politik? in diesem Zusammenhang werfen die Radiophilosophen auch einen Blick in Heideggers „Schwarze Hefte“ und kommen dabei einer Machenschaft auf die Spur.
55 Minuten
Wann haben Sie, liebe Hörer, zuletzt Mitleid mit einem anderen Menschen empfunden? Und was genau ging da in Ihnen vor? Bewegt uns das ungute Gefühl, den anderen nicht in seiner Lage sehen zu wollen, überträgt sich gar sein Fühlen auf unser eigenes Gefühl? Oder bleiben wir ganz bei uns in diesen Momenten des Mitleidens, und handelt es sich dabei vielleicht um ein eher egoistisches Empfinden? In dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk wenden sich Matthias Burchardt und Alexander Christ dem Mitleiden zu und werfen unter anderem einen kritischen Blick auf die Ausbeutbarkeit dieses Gefühls, zuletzt durch die geschickt im Rahmen ihrer Machtinteressen agierende Politik.
55 Minuten
Diesmal behandeln Alexander Christ und Matthias Burchardt ein schambehaftetes Thema, denn sie wollen wissen, was es mit dem Schwitzen auf sich hat. Wir kennen es alle als Funktion zur Regulation der Körpertemperatur, aber hat es auch kulturelle Bedeutung? Worin besteht seine Sinnlichkeit, worin die verräterische Macht, den Lügner zu entlarven? Wie immer sind Sie herzlich eingeladen, Ihre Gedanken schweifen zu lassen.
55 Minuten
Wir teilen unser Essen mit Freunden, wir teilen unser Wissen, indem wir Informationen weitergeben, wir teilen Vorhandenes auf, teilen ein, teilen aus. Täglich nimmt das Teilen als ganz unscheinbare Alltagshandlung einen großen Raum ein. Grund genug für Matthias Burchardt und Alexander Christ, sich in dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk einmal ganz ungeteilt aufmerksam diesem wichtigen Begriff zuzuwenden.
51 Minuten
Die Lust des Bestimmens überwindet die Last des Unbestimmten, denkt man. Das Projekt der Emanzipation entwindet uns der Fremdbestimmung und führt uns in die Selbstbestimmung. Aber können wir tatsächlich alles selbst bestimmen? Oder haben wir eine Bestimmung? Fragen, die ein philosophisches Gespräch im Kontrafunk wert sind.
52 Minuten
Ein Messer oder ein Stich einer Nadel kann meine Haut verletzen. Aber auch Worte können verletzend sein. In den letzten Jahren hat sich ein neuer Begriff entwickelt, der neben diesen tatsächlich stattgefundenen Verletzungen insbesondere die möglichen, sich noch nicht realisiert habenden, aber drohenden oder als drohend empfundenen Verletzungen in den Blick nimmt. So sprechen wir heute vielfach von „vulnerablen Gruppen“ und einer generellen Vulnerabilität in der Gesellschaft. Was hat es mit diesem Begriff auf sich? Und mit welcher Begründung beanspruchen „Vulnerable“ eigentlich einen besonderen Schutz? In dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über das Verletzen und stellen die These auf, dass es uns ganz guttäte, selbstbewusst und ohne den übergriffigen Staat mit den Gefahren des Lebens fertigzuwerden.
51 Minuten
Woran glauben Sie? Kann man heute in unserer säkularisierten Welt, die von der Allmacht der Wissenschaft ausgeht, überhaupt noch an etwas „glauben“, was nicht bewiesen werden kann? Vor einem Jahr haben wir uns in dieser Sendung bereits einmal dem Thema Glauben gewidmet, damals mit Jürgen Fliege. Heute sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ ein zweites Mal über das Glauben und ihre persönlichen Glaubenserfahrungen.
50 Minuten
Wir alle werden unweigerlich älter. In Schwaben sagt man, mit dem Alter werde man auch klüger, ab 50 Jahren soll das dann wohl gelten. Dabei verdrängen wir gerne, dass mit dem Altern auch Gebrechen und andere unschöne Begleiterscheinungen Einzug halten. Matthias Burchardt und Alexander Christ gewinnen in dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk dem Alterungsprozess dennoch so manche gute Seite ab und wünschen sich selbst, gut zu altern.
50 Minuten
Der Schlaf ist eine alltägliche Tätigkeit, der wir kaum Bedeutung beimessen, solange diese sich unkompliziert einstellt und erholsam ist. Doch es gibt auch widrige Begegnungen mit dem Schlaf, wo er sich als permanente Müdigkeit aufdrängt oder sich in wachen Nächten partout nicht einstellen will. Seine Unverfügbarkeit ist allerdings nur eines der Rätsel, denn schließlich wird der Schlaf ja allein für den Wachen zum Thema. Aus dem Schlaf können wir nicht über den Schlaf sprechen, weil wir dann auf geheimnisvolle Weise abwesend sind. Doch wo sind wir, wenn wir schlafen? Ist der Schlaf etwa der kleine Bruder des Todes?
Kontrafunk: Philosophieren
Philosophieren ist eine Tätigkeit. Deshalb nehmen wir das Verb als Titel. Matthias Burchardt und Alexander Christ philosophieren am besten zusammen. Man kann ihnen dabei zuhören und darf sich auch noc...