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Nachholspiel Archiv

312 Episoden
38 Minuten
Italien ist Europameister, Kimmich nicht geimpft und Max Bielefeld auf einmal selbst ablösefrei. „Historisch“ grunzt unser Recherche-Trüffelschwein, Halleluja entgegnet der Fußballgott. 2021, du wildes Jahr! Nachholspiel hat mehr Themen auf demZettel als Felix Zwayer Kilometer zum VAR-Bildschirm hinter sich. Und wie wird daraus am Ende eine Podcast-Folge? Wer bereitet wie vor? Haben wir wirklich eine Geheimtür zum Sport1-Expertenkeller und welcher Tiefpunkt war unser Höhepunkt? Früher war mehr Feuerwerk an Silvester, deshalb gibt's in der Nachspielzeit von 2021 zumindest nochmal eure drei Knallfrösche mit einem Werkstattgespräch als Stimmungsmacher. Unser Freund, MML-Lachsack und ein Herz-für-Hertha-Vorstandsvorsitzender Lucas Vogelsang hat Bleigießen dabei und schaut gemeinsam mit uns zurück und auf alles was noch kommt. The same procedure as every year? Well, we’ll do our very best. Cheerio!!

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31 Minuten
Ja, ist denn heut’ schon Weihnachten? Ganz genau, deshalb schenkt euch Nachholspiel eine Bonusfolge. Vier Monate nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs kam es an Heiligabend zwischen erschöpften deutschen und britischen Soldaten in Flandern zu einer unerwarteten Feuerpause und schließlich zu einem Fußballspiel. Torschützen zwischen Schützengräben, Menschlichkeit statt Grausamkeit. Diese bemerkenswerte Episode des Krieges ist den wenigsten bekannt, dabei erzählt sie schon so viel über das heutige europäische Zusammengehörigkeitsgefühl. Das Thema lag uns schon lange am Herzen und dank des Historikers Prof. Dr. Christian Bunnenberg konnten wir eindrucksvoll in eine der interessantesten Geschichten eintauchen, die der Fußball jemals geschrieben hat. Frohe Weihnachten, ihr Lieben.

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1 Stunde 1 Minute
Das Fachmagazin „France Football“ sucht seit 1956 den besten Fußballer der Welt. Die prestigeträchtigste Auszeichnung wird von einer Journalisten-Jury vergeben, bestehend aus je einem Vertreter aus den 53 Mitgliedsverbänden der UEFA sowie 53 Juroren derjenigen außereuropäischen Verbände, die an mindestens…und…so weiter. Fußball, ein einfaches Spiel kann auch so kompliziert sein. Dabei ist es beim Ballon’ d’Or doch ganz einfach: Ronaldo, Messi, Messi, Messi, Messi, dann wieder Ronaldo, Ronaldo, warum nicht mal wieder Messi und 2018 auf einmal Luka Modric. Ist der Kroate ein Fehler im System oder Beleg für keine willkürliche Wahl? Robert Lewandowski lächelt höflich und schweigt. Wie repräsentativ ist der Preis, der von Fachleuten, aber auch von vielen Fanboys entschieden wird? Und was haben all die anderen Awards für einen Wert und ist Lothar Matthäus gar nicht der letzte seiner Art? Nachholspiel 'Lost in Titellation'. Kicker-Koriphäe „Carlo“ Wild stimmt für Deutschland seit Jahren beim Ballon d’Or ab und hat den Überblick. Ein Plädoyer für Lewy, ein Rüffel für Mbappé und ein Wunsch für Haaland. Selten waren wir am Ende so wunschlos glücklich.

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59 Minuten
Josef Bican ist der erfolgreichste Torschütze der Fußball-Geschichte. Der geborene Österreicher und spätere Nationalspieler der Tschechoslowakei erzielte zwischen 1931-1955 sage und schreibe 805 Tore. Einer der barfuß anfing, um in goldenen Schuhen in die Geschichte einzugehen. Trotzdem ist er für die Neuzeit ein Phantom. Kein Best of bei YouTube, keine Legendenbildung in der Dauerschleife, einfach "Pepi". Nachholspiel beleuchtet den Mr. X des Weltfussballs und gerät nicht nur wegen seiner sportlichen Leistungen ins Schwärmen.

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49 Minuten
Damals war keiner so wirklich glücklich über den Zeitpunkt, heute steht der Titel über allen anderen auf dem BVB-Briefkopf. Im Mai 1997 hatte Borussia Dortmund sensationell die Champions League gewonnen, um dann am 2. Dezember noch die Ehrenrunde am Ende der Welt nehmen zu müssen. "Guten Morgen allerseits, hier ist Tokio", begrüßte Heribert Faßbender in der ARD. Und auch sonst war nicht alles normal. Eine Dortmunder Mannschaft befand sich im Umbruch und im Mittelfeld der Bundesligatabelle. Der Weltpokal kam zeitlich ungünstig und mit einem Preisgeld von 500.000 Mark eher günstig daher. Unbezahlbar, damals wie heute, das Alberne, das Absurde im Fußball: während Gegner Cruzeiro Belo Horizonte aus Brasilien extra nur für das Spiel Superstar Bebeto verpflichtete, stritten Dortmunds Mittelfeld-Diven Paulo Sousa und Andreas Möller bereits vor dem Anpfiff um das Auto für den späteren Spieler des Spiels.Am dringendsten hätte den Flitzer aber Jörg Heinrich benötigt, der am Morgen danach auf dem Weg zum Flughafen vom Mannschaftsbus im Hotel vergessen wurde. Der Weltpokalsieger und heutige Markenbotschafter versorgt Nachholspiel aus Südkorea mit schönen Sprachnachrichten. Warum ist Nevio Scala jetzt eigentlich als Trainer gescheitert, wieso gab es - wie schon bei der EM 96 - Probleme mit dem Alkohol-Nachschub und wer waren die “Unaussprechlichen” neben Bebeto?

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51 Minuten
25. November 2017, Samstag Nachmittag, die Mutter aller Derbys, es ist 17:23 Uhr, spätestens jetzt hört jeder BVB-Fan auf zu lesen. Naldo! 90.+4! Ein Kopfball wie ein Vorschlaghammer, der die gelbe Wand kurz und klein geschlagen hat. Die legendärste Punkteteilung im Pott hatte zwei Halbzeiten und bis heute zwei Wahrheiten. Schwarzgelbes Scheitern oder königsblauer Kampf? Schalkes junger Trainer Domenico Tedesco versuchte auf der anschließenden Pressekonferenz das gerade geschehene Wunder mit Dreierkette, gefährlichen Halbräumen und anderen taktischen Verbalknallern zu erklären, während der nervlich fix und fertige Anhänger im Jubelrausch einfach nur den Fußballgott zu umarmen versuchte. Nachholspiel wirft den Wolff-Fuss-Kommentar von damals an, steht mit Gänsehaut und staunendem Blick erst im Mittelkreis des ausverkauften Signal-Iduna-Parks und schließlich nach Abpfiff im ausrastenden Fan-Block. Zwei Halbzeiten, acht Tore und eine Folge, als wärst du mittendrin gewesen.

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41 Minuten
Die Paarung Hertha BSC gegen Wattenscheid 09 würde heute keinen vom Hocker hauen, doch dieses Spiel hat Sehnsüchte erfüllt, Herzen berührt, Geschichte geschrieben. Erstmals seit 28 Jahren waren Ost und West im Berliner Olympiastadion wieder vereint. Fußball und Freiheit – “die Mauer muss weg” und sie kam nie wieder. 10.000 Freikarten gingen im Vorfeld an DDR-Bürger, jeder weitere Zuschauer wurde beim Vorzeigen seines DDR-Passes ins Stadion gelassen. Ein Kassenhäuschen ohne Kasse verschenkte ein unbezahlbares Gefühl. Unser Gast war als 14-jähriger Hertha-Fan damals mittendrin. Nachholspiel spricht mit dem Tagesspiegel-Autor Robert Ide über seine ganz eigene Geschichte an diesem historischen Tag.

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45 Minuten
Es waren nach Abpfiff Szenen wie in einem schlechten Bud Spencer- und Terrence Hill-Film. Tritte, Schläge, ein großer Haufen Chaos in den Katakomben. Eines der letzten Tickets für die WM in Deutschland ging an die Schweiz und nicht an die erwartungsvollen Türken, die sich daraufhin als unfassbar schlechter Verlierer herausstellten. Emotionen führten zur Eskalation. Erst auf den Rängen, dann auf dem Platz, schließlich im Spielertunnel. Mittendrin unser Gast und damaliger ARD-Reporter Nick Golüke. Dieser stellte am Abend beruflich noch Fragen, um nach den Vorfällen vom 16. November 2005 als einziger Kronzeuge vor Gericht Antworten geben zu müssen. Nachholspiel macht mal wieder einen auf Aktenzeichen XY gelöst aka ungelöst und sucht nach Erklärungen. Waren es die Provokationen im Hinspiel, die Schikane am Flughafen oder der Feierabendverkehr in Istanbul? Eine Folge aus der Reihe “Crime Podcast” unter anderem mit “Profiler” Mario.

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46 Minuten
Um die Alkohol-Fahne zu übertünchen hilft ganz viel Wick. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Wolf-Dieter Ahlenfelder. Dem "Blauen an der Pfeife“ ist am 8. November 1975 vor der Partie Bremen gegen Hannover angeblich eine fettige Gans über die Leber gelaufen, deshalb brauchte es einen prickelnden Durstlöscher und Schnaps bis die Uhr stehen blieb. In seinem erst dritten Einsatz läutete der Trunkenbold bereits nach 32 Minuten die Halbzeitpause ein. Die Promille ließen sich auch nicht mit dem stark riechenden Erkältungsmittel vertreiben. Pusten wäre angebracht gewesen, nur eben nicht in die Pfeife. Werder-Legende Willi Lemke hielt sich auf der Tribüne den Bauch vor lachen und auch am Nachholspiel-Telefon bekommt sich der langjährige Manager ob der schönsten Bundesliga-Kuriosität nicht mehr ein. Eine Folge wie ein hochprozentiger Kneipenbesuch mit einem Gast, der seinen Mittagsschlaf vermisst und so wach ist, wie nach einem ordentlichen Herrengedeck. Und das Ganze zum Glück länger als 32 Minuten. Halbzeit ist, wenn der Schiri pfeift. Prost!

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44 Minuten
So Freunde, einmal zum Spalier aufstellen: der “Dicke“ wird 85! Ob bei seiner Hochzeit, nach der WM '66 oder nach seinem unfassbaren Hinterkopftor – Hamburgs lebendem Denkmal wurde immer der große Bahnhof bereitet. Ins schöne Italien, wo Mario gerade seinen Urlaub genießt, wollte "Uns Uwe" nie hin. Inter hatte ihm so viel Geld geboten, dass ihn die Mannschaftskollegen sogar mit Blumen zum Flughafen gebracht hätten. Aber: Nur der HSV! Einer des besten Stürmer der Welt wollte eben immer nur Fußball spielen und ist dabei so herrlich normal genial geblieben. Warum Seeler keiner für die wilden 70er war, Wayne Rooney sein englischer Klon sein könnte und wie es Pierre-Michel Lasogga und Philipp Bargfrede tatsächlich noch in eine Legendenfolge geschafft haben, erklärt "Doppelsechs"-Herausgeber Ole Zeisler. Als NDR-Autor hat er dem ewigen Pfundskerl einen Film zum 85. Geburtstag geschenkt. Ein Streifen über Pils und Kuchen, einen schimpfenden Rohrspatz und Seelers schönsten Erfolg – Ehefrau Ilka. Eine Folge zwischen Wikipedia und Werkstattgespräch, ein herrlicher Schnack mit Ole über Uwe.

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1 Stunde 9 Minuten
...kleiner hatten wir es nicht. Ist es doch kaum möglich, diesem Namen in wenigen Zeilen gerecht zu werden. Denkt an alle Fußball-Legenden bei Nachholspiel und dann setzt ihr auf das ohnehin schon eindrucksvolle Denkmal noch eine Krone. Alfredo Di Stéfano – König der Königlichen. Mensch und Mythos, Fußballer und Futurist. Der “blonde Pfeil” sprengte die fußballerische Biederkeit der 50er und schwebte über dem Spiel, erst im blauen, dann im weißen Ballett, und das ohne jemals abzuheben. 216 Tore in 282 Partien, fünfmal in Folge Europapokal-Sieger mit Real. Übersetzt: er war der sauschnelle Zidane mit noch mehr Torgefahr. Raúl, Ramos und Ronaldo würden ihn noch heute ohne mit der Wimper zu zucken jeden Elfmeter schießen lassen. Darüber allein hätten wir schon drei Stunden reden können, aber das war noch nicht alles in seiner Karriere. Der gebürtige Argentinier wäre eigentlich beim FC Barcelona gelandet, damals gab es aber noch keinen Max Bielefeld und vor allem keinen gewieften Anwalt mit Schwerpunkt Transferrecht. Der beste Fußballer der Welt hat für drei Nationen gespielt, aber nie bei einer Weltmeisterschaft. Di Stéfano wurde in Venezuela entführt, zockte mit seinen Entführern aber Karten und kurz nach seiner Freilassung wieder Fußball. Jaja, kein Spieler ist größer als der Verein. Korrigiere: Alfredo Di Stéfano ist der Verein! Das Nachholspiel-Postfach war voll mit seinem Namen, nun haben wir endlich geliefert und das hat sich sowas von gelohnt.

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1 Stunde 1 Minute
Torschützin Nia Künzer wusste am 12. Oktober 2003 um ihren Eintrag ins Geschichtsbuch, viele ihrer Mannschaftskolleginnen hätten in der 98. Minute fast weitergespielt. Wenn du gerade zum ersten Mal Weltmeisterin geworden bist, kannst du dein Glück eben kaum fassen. Wer soll auch diese Golden-Goal-Regel verstehen, mit der die DFB-Frauen zwei Jahre zuvor schon Europameister wurden?! Übrigens auch in der 98., auch gegen Schweden. Diesmal feierten beide Nationen aber tatsächlich gemeinsam auf der Tanzfläche. ARD-Kommentator Carsten Flügel hatte es sofort gecheckt und mit überschlagener Stimme in die heimischen Wohnzimmer geschrien. Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer waren im WM-Fieber, genau wie Bundestrainerin Tina Theune-Meyer auf der anschließenden Party, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie trug die Frisur von Nena und spielte ihre Hits als Heißmacher. "Anyplace, Anywhere, Anytime" steht übrigens ab jetzt auch auf unserem Display, wenn Ariane Hingst anruft. Die Weltmeisterin von 2003 und 2007 hat nicht nur einen ansteckenden Humor, ihr fallen während des Gesprächs auch die besten Geschichten wieder ein. Prädestiniert für Nachholspiel, deswegen darf sie auch Stau-König Mario in den ersten Minuten sympathisch vertreten.

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1 Stunde 19 Minuten
Noel Gallagaher hat ihn gehasst, ganz England zwischenzeitlich verflucht. Wenn du aber "Beckham Greece Freekick" bei Google eingibst, ist es immer wieder Liebe auf den ersten Kick. Wer das Mutterland des Fußballs in der Nachspielzeit zur WM schießt, ist der Liebling der Nation und eine Legende fürs Leben. Es war im Old Trafford die Entscheidung eines Ausnahmespielers: “It’s too far for you, Teddy Sheringham”. Auf Beckhams Visitenkarte steht der 6. Oktober 2001 ganz fett, darunter Frisur, Flanken und eben diese geilen Freistöße. Seine Karriere hatte alles. So tell me what you want, what you really really want? Victoria heißt sein größter Sieg, Sir Alex Ferguson flucht noch heute: Spice Girls, bloody Hell. Warum Olli in Hameln die Rückennummer 7 trug, Mario dreimal Frauke Ludowig sieht und Hans sich fragt, ob der Glamourboy auch grätschen konnte.

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48 Minuten
Ja, er sitzt immer noch bei uns und es fühlt sich so an, als würden wir gemeinsam in seiner alten Kölner WG am Küchentisch hocken und über das Leben philosophieren. Der filigrane Edeltechniker war keine Lichtgestalt, vielmehr der Lichtblick damals im Land der "Rumpelfußballer“. In der Bundesliga hatte er alles, was sich die Kids in den Nachwuchsleistungszentren heute wünschen: Trainerpersönlichkeiten, prominente Mitspieler und in der Kicker-Umfrage „Aufsteiger des Jahres“ den dritten Platz, noch vor Bastian Schweinsteiger. Am Ende war sein Werdegang irgendwas zwischen Advocaat und Avantgarde. Sein Touch war besser als von jedem anderen, das Gefühl für das Profidasein sollte er aber nie entwickeln. Nachholspiel reist mit Thomas Broich in der Zeit zurück und begibt sich mit ihm auf eine mentale, durch Selbstreflexion geprägte Reise zu (s)einem übermütigen, unreifen Charakterkopf.

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49 Minuten
„Auslaufen war immer schwimmen gehen” - ein Satz wie eine Surfwelle. Thomas Broich fand in Australien die Leichtigkeit, die ihm in Deutschland zum Verhängnis wurde. Von den Mannschaftskollegen "Mozart" getauft, in den Medien als Fußballintellektueller abgestempelt, im Profigeschäft erst gefeiert, dann gescheitert - ihr kennt die Doku von Aljoscha Pause. Broich hatte seinen Horizont immer schon erweitert und am Ende der Karriere sollte die Sonne für ihn nochmal bei Brisbane Roar aufgehen. Hang Loose statt Hangover, plötzlich oben auf in Down Under. Nach drei Meisterschaften wurde der einstige DFB-Hoffnungsträger im September 2014 zu Australiens Fußballer des Jahrzehnts ausgezeichnet. Bis heute weiß er nicht so wirklich warum. Wir jetzt schon! Nachholspiel reist ans Ende der Welt, um einen unerwarteten Neuanfang zu verstehen. Thomas Broich bekommt Gänsehaut und Schockstarre am Telefon. Du solltest da unten eben niemals nachts mit Bierchen ins Meer springen. Im Haifischbecken Profifußball hat er sich mutig freigeschwommen. Einzelkämpfer sind keine Unterschiedsspieler und Selbstreflexion ist nachhaltiger als Selbstdarstellung. Wir hätten ihm Stunden zuhören können. Oder anders gesagt: Tom meets the (Podcast)-Crew! Naja, klingt fast wie Zizou…

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