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Der Sozialkompass Archiv

43 Episoden
37 Minuten
"Ego-Kapitalismus definiere ich als kurzsichtige und rücksichtslose Verfolgung von Eigeninteressen als Maxime des politischen Handelns. Dazu braucht es Alternativen und das ist so ein bisschen wie eine Reparatur am fahrenden Wagen, das heißt, man muss diese Alternativen hochfahren, ohne dass man das bestehende Modell vollends gegen die Wand fährt." Ein Gespräch mit Patrick Kaczmarczyk über die Verteilung von Wohlstand und potentielle Hebel um Wohlstand für möglichst alle Menschen möglich zu machen. Ein Podcast der [ksœ - katholische Sozialakademie Österreichs](https://www.ksoe.at/home). Moderiert und produziert von [Henning Klingen](https://www.henning-klingen.de/). [Weitere Infos](https://www.ksoe.at/podcast)
42 Minuten
„Man muss vielleicht auch ein Verständnis von Wohlstand entwickeln, das bestimmte Dinge offen lässt, das auch Konzepte wie Zeitwohlstand miteinschließt oder die Tatsache, dass unbezahlte Care-Arbeit existiert. Wohlstand bedeutet ja auch, dass man im Prinzip sein eigenes Leben in die eigenen Hände nehmen kann.“ Im Staffelauftakt für unsere Staffel 2 zum Thema "Wie geht Wohlstand für alle?" spricht Sebastian Thieme, wissenschaftlicher Referent für Ökononomie der ksœ, über Wohlstandsmessung, die Erweiterung unseres Verständnisses von Wohlstand und die Notwendigkeit von Wirtschaft im Sinne des Gemeinwohls, eingebettet in planetare Grenzen. Ein Podcast der [ksœ - katholische Sozialakademie Österreichs](https://www.ksoe.at/home). Moderiert und produziert von [Henning Klingen](https://www.henning-klingen.de/). [Weitere Infos](https://www.ksoe.at/podcast)
34 Minuten
"Wenn wir über KI und Arbeitswelt sprechen, denken viele Menschen vor allem daran, dass die Roboter kommen und uns alle Jobs wegnehmen, das entspricht natürlich nicht ganz der Realität. Gleichzeitig aber heißt das überhaupt nicht, dass KI nicht die Arbeitswelt sehr stark verändert. Sie nimmt uns nicht die Jobs weg, aber sie verändert die Jobs und die Arbeit, die wir sehen." In der letzten Folge unserer ersten Staffel sprechen wir mit Univ.-Prof. Jeremias Adams-Prassl (Universität Oxford) über KI-basierte Änderungen in der Arbeitswelt von Kammerjägern bis zu Managern, die ethischen Herausforderungen und wie KI reguliert werden kann.
27 Minuten
Am Bau, auf Märkten, beim Putzen: Unser tägliches Leben wird von Menschen gestemmt, die teilweise mit ihrem Lohn unter der Armutsgrenze leben. Wir haben irrsinnig kleine Löhne in Sparten, die essenziell für unser Zusammenleben und für das Funktionieren unserer Gesellschaft sind. Und jede Sparte, in der man sich organisiert, stützt ein gemeinsames Streben nach besseren Arbeitsbedingungen, nach besseren Rechten und unterstützt somit auch die anderen Branchen.“ Christoph Leuchtenmüller, Betriebsrat des Fahrradkurierdiensts Pink Pedals in Graz, spricht mit uns darüber, wie sich Menschen in einer Branche engagieren und organisieren, die sich oft durch besonders schlechte Arbeitsbedingungen auszeichnet. Er erklärt, wie gute Arbeit auch in Kurierdiensten möglich ist - und warum Fahrradkurier sein Traumjob ist.
29 Minuten
"Die unbezahlte und unterbezahlte Care-Arbeit ist das Fundament, das Rückgrat der am Markt vermittelten Produktion von Waren und Dienstleistungen. Wir brauchen eine Neujustierung der Wirtschaft, die Care zentriert und den Blick darauf schärft, was Menschen brauchen. Das betrifft sowohl Care, im Sinne von Kümmern um Menschen als auch den sorgsamen Umgang mit der Natur." Wir sprechen mit Uta Meier-Gräwe, Professorin für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienforschung, über systematische Zusammenhänge zwischen Klimakrise und Care-Krise, die Anstellung pflegender Angehöriger und den Zusammenhang zwischen Care-Arbeit und Fachkräftemangel.
34 Minuten
"Freiwilligenarbeit hat keinen Marktpreis, aber sie hat eine ökonomische Bedeutung und damit auch einen ökonomischen Wert. Das ist nicht ganz leicht zu messen, weil sie einer ganz anderen Logik als Erwerbsarbeit entspricht, aber wenn man es sich über 40 Arbeitsstunden und das Jahr durchrechnet, erbringt ehrenamtliche Tätigkeit die Arbeitsleistung von mehr als 600.000 Erwerbstätigen." In unserer zweiten Folge zum Thema Ehrenamt sprechen wir mit Eva More-Hollerweger (Wirtschaftsuniversität Wien) über den Wirtschaftsfaktor Freiwilligenarbeit. Das Gespräch befasst sich mit den Grenzen der "ökonomischen Brille" zur Quantifizierung von Freiwilligenarbeit, der Anerkennung unbezahlter Arbeit und ihren Wert - auch über streng wirtschaftliche Kriterien hinaus.
34 Minuten
„Auf der einen Seite ist es wunderschön – da machen Leute etwas ehrenamtlich für andere und das Gemeinwohl; aus dem Gedanken heraus: ‚Ich mache eine Arbeit, die ich für wichtig halte‘. Auf der anderen Seite ist natürlich schon auch die Frage wichtig: Wofür bezahlen wir als Gesellschaft Geld und wofür nicht? Muss etwas gratis gemacht werden oder leisten wir uns, es zu bezahlen?“ In unserer ersten Folge zum Thema Freiwilligenarbeit sprechen wir mit Univ.-Prof. Dr. Ruth Simsa über Freiwilligenarbeit zwischen sozialen Engagement Einzelner und den Pflichten des Sozialstaates. Im Fokus der Folge steht sowohl die gesellschaftsintegrierende Rolle der Freiwilligenarbeit als auch die Frage, ob freiwillige Arbeit wirklich unbezahlbar ist und ob sie immer "gute Arbeit" ist.
45 Minuten
„Am Anfang stand die Erfahrung eines 50-jährigen Arbeitssuchenden, der trotz hunderter Bewerbungen keinen Job fand.", sagt Lukas Lehner von der Universität Oxford über den Beginn des Projekts MAGMA. Es ist das weltweit erste evidenzbasierte Modellprojekt einer Arbeitsplatzgarantie und wird derzeit in Marienthal durchgeführt. Wir sprechen mit ihm über Jobgarantien und welche Auswirkungen sie sowohl auf Langzeitarbeitslose als auch auf die Gesellschaft haben. Darüber hinaus geht es um die historischen Voraussetzungen des Ortes, Gründe für Arbeitslosigkeit, aber auch darum, ob und wie man Arbeitslosigkeit gesellschaftlich anders denken könnte.
39 Minuten
„Die sogenannte Flexibilisierung hat eigentlich nur auf der einen Seite stattgefunden, dass eben Menschen da sein sollen, wenn die Arbeit da ist; sie ist aber nicht so gestaltet, dass Menschen so flexibel sein können, wie es für ihr eigenes Leben günstig wäre.“ Im Gespräch mit der KABÖ-Bundesvorsitzenden Anna Wall-Strasser sprechen wir über den immateriallen Wert von Arbeit und die Frage „Wann macht Arbeit Sinn?“. Wir sehen uns an, was Menschen brauchen, um gern in die Arbeit zu gehen, und wie Erwerbsarbeit gestaltet sein kann, um unterschiedliche Lebensrealitäten zu berücksichtigen.
34 Minuten
"Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Grundeinkommen einfach ganz praktisch auszuprobieren und zu sehen, was macht das eigentlich mit den Menschen?", sagt Dorothee Herzog von der gemeinnützigen Organisation "Mein Grundeinkommen". Wir sprechen mit ihr über das Verlosen von Grundeinkommen, welche Auswirkungen das auf die GewinnerInnen hat und wie das bedingungslose Grundeinkommen Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Fragen liefern kann.
30 Minuten
"Jetzt ein Jahr darauf zurückblickend muss ich sagen: das passt." Christian Ebner, Geschäftsführer von Elektro Kagerer, spricht über die Einführung der 4-Tage-Woche in seinem Betrieb; darüber, warum er die Idee fast über Bord geworfen hat und wie es dennoch funktioniert hat.
35 Minuten
Im Gespräch mit dem WIFO-Ökonom Stefan Angel "Wir haben rund 4 Millionen Erwerbstätige in Österreich - es lohnt sich über die verschiedenen Formen von Arbeit zu diskutieren", sagt WIFO-Ökonom Stefan Angel im ksœ Podcast-Gespräch. Seine Einschätzung zur Entwicklung des österreichischen Arbeitsmarkts und warum man sich auch abseits von unmittelbarer Verwertbarkeit fragen muss, was eigentlich "Gute Arbeit" ist, diskutieren wir in der ersten Episode des ksœ Podcasts.
5 Minuten
Der ksœ-Podcast 361° Sozialkompass widmet sich aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und den Menschen, die dafür Orientierungsmöglichkeiten und Lösungswege bieten. Gemeinsam mit ihnen versucht er, mehr über die Voraussetzungen für ein gelingendes gesellschaftliches Miteinander zu erfahren. Einmal im Monat treffen Markus Schlagnitweit und Henning Klingen Personen aus Theorie und Praxis, um mit ihnen herauszufinden: „In welche Richtung kann es weitergehen?“