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18 Episoden
30 Minuten
"Jetzt sind wir so weit, dass Türken Richter werden" hat man mal angeblich über sie gesagt. Ob das aber stimmt, weiß die erste türkischstämmige Richterin Österreichs, Melike Yolsal, bis heute nicht.

Während des Gerichtsjahrs hat man ihr nahegelegt, Richterin zu werden - "geplant habe ich das aber nie". Sie ist gerne Richterin und übt nach wie vor gerne ihren Job aus, "weil ich darin einen Sinn sehe". 

Auf ihre Herkunft wurde Melike Yolsal aber zum Glück nie reduziert. "Ja, da bin ich sicher privilegiert, aber ich denke, wenn der Wille da ist, dann schafft man (fast) alles."

Über ihre Erfahrungen mit der türkischen Sprache im Gericht, über das Gehalt des Richteramtes und über einen Fall, an den sie noch heute denkt, spricht sie mit Eser Akbaba.

Spoiler: Frau Rat verkündet ein Urteil auf gsibergerisch...  
45 Minuten
Karim El-Gawhary muss man nicht wirklich vorstellen. Nach der Zusage für den Podcast, fing bei Eser Akbaba das Grübeln eigentlich schon an. Was fragt man einen der bekanntesten Journalisten im deutschsprachigen Raum? 

Nun, das Gespräch war eine Achterbahn der Gefühle. Zum Beispiel als er vom Erdbebengebiet Antakya in der Türkei erzählt hat – Gänsehaut pur! „Das hat mich schon ziemlich mitgenommen“, erzählt Karim El-Gawhary. Er ist mit Leib und Seele bei der Arbeit, das zeigt er auch in seiner Berichterstattung. „Man muss den Menschen Namen und Gesichter geben, damit sie nicht Objekte von irgendeiner Geschichte sind, sondern wirklich Subjekte.“ Das Erzählen von Geschichten, liegt seiner Meinung nach an seiner orientalischen Ader.

Natürlich hat Eser Akbaba mit ihm auch über Mehrsprachigkeit, über seine Familie und über einen Jobwechsel mit Armin Wolf gesprochen. Und in ein Fettnäpfchen ist sie zum Schluss auch noch getreten.

Aber was Karim am meisten geprägt hat, ist das Bewusstsein der eigenen privilegierten Stellung. „Es gibt Menschen, die diese Privilegien, wie kostenlose Bildung zu genießen, nicht haben“ – wie der kleine Ibrahim....

Spoiler: Den Wiener Dialekt hat er noch nicht so gut drauf.
26 Minuten
Sie ist eine Rarität in der österreichischen Politlandschaft, denn sie ist die erste Ministerin mit Fluchtgeschichte. Mein erster Podgast ist Justizministerin Alma Zadić. Obwohl sie als Kind anfangs in Österreich ihre Schwierigkeiten hatte, konnte sie mit Hilfe ihrer Lehrer:innen den Schulalltag gut meistern. Wie wichtig Lehrer:innen während der Schulzeit sind, hat sie mir mit ein paar Tränen in den Augen erzählt. 

Was Alma Zadić auch nicht vergessen hat, ist ihre Muttersprache Bosnisch. Ihr ist es ein Anliegen ihrem Sohn ihre Muttersprache weiter zu geben. 

Ob sie Vizekanzler Kogler ein bisschen Bosnisch beibringen konnte, welches ihr Lieblingswort auf Deutsch ist und in welcher Sprache sie gerne flucht, das und viel mehr hört ihr jetzt.