Hinter den Zeilen Archiv
40 Episoden
48 Minuten
Abendessen auf Senderkosten, Massagesitze und italienisches Parkett: In der Affäre um Ex-rbb-Intendantin Patricia Schlesinger ging es bisher viel um Verfehlungen der Führungsriege und Kontrollversagen. Doch wie geht es den Mitarbeitenden des rbb? Wie beeinflusst das ihre Arbeit? Wir haben mit Oliver Noffke aus dem rbb eigenen Rechercheteam darüber gesprochen, wie es ist, plötzlich im eigenen Laden zu recherchieren. Und wir haben Stimmen gesammelt: Sie berichten von Desillusionierung, Erschöpfung und neuer Motivation. Außerdem gibt's ein Update von Denis Trubetskoy aus der Ukraine. Eine geballte Folge – ihr seht, wir sind zurück aus der Sommerpause!
46 Minuten
Storytelling-Podcastserien gelten als Königsklasse des Mediums. Vielleicht hattet ihr selbst schon eine Idee. Doch wie die Recherche angehen? Wie und wem schlage ich das Konzept vor? Sophia Wetzke erzählt von ihren Erfahrungen mit dem Podcastprojekt »Greenhouse«. Dafür hat sie ein Jahr lang quasi als One-Woman-Show recherchiert. Wir sprechen mit ihr über die Schwierigkeiten bei solchen Recherchen, z.B. wenn Quellen widersprüchliche Aussagen machen. Als langjährige Freie beim rbb, vor allem für radio eins, hat Sophia außerdem Einblick in die öffentlich-rechtlichen Gewerke und gibt Tipps, wie Pitches für neue Podcastformate am besten aussehen sollten. Die Folge haben wir live auf dem Podfest Berlin am 17. Juli 2022 aufgezeichnet. Wir gehen in die Sommerpause, im August gibt es keine Folge. Zwei Termine könnt ihr euch merken: Am 1. September findet wieder ein »Arbeiterkinder im Journalismus«-Treffen statt (Infos folgen). Am 20. September kommt die nächste Folge. Euch einen schönen Sommer!
47 Minuten
Zu aufwendig, zu teuer, da fehlt einfach die Zeit: Lange Recherchen über das Tagesgeschäft hinaus, erst recht im Ausland, werden so von Redaktionen mitunter abmoderiert. Dabei gibt es woanders Geld, das solche Recherchen ermöglichen kann: Recherchestipendien von gemeinnützigen Stiftungen. Wie komme ich da ran? Mit dieser Folge wollen wir euch den Respekt vor den Bewerbungen nehmen und euch motivieren, es selbst zu versuchen. Dazu haben wir mit Viktoria Morasch und Paul Hildebrandt gesprochen, die bereits Förderungen erhalten haben und hier ihre Tipps und Erfahrungen teilen. Als Bonus kommt noch Corinna Cerruti zu Wort, die gerade ein besonderes Fellowship durchlaufen hat.
50 Minuten
Dürfen Journalist:innen Parteimitglieder sein oder sich in Organisationen engagieren? Wo ist die Grenze zwischen Journalismus und Aktivismus? Diese Fragen stellt sich die Branche immer wieder. Doch über einen Aspekt wird hier selten gesprochen: Welchen Kolleg:innen sprechen wir manchmal blind Neutralität zu und welchen unterstellen wir vorschnell Aktivismus? Darüber wollen wir in dieser Folge sprechen. Denn auch hier verlaufen wieder Machtstrukturen durch unsere Branche. Dazu haben wir Melina Borčak interviewt, deren Expertise immer wieder wegen ihrer Identität in Frage gestellt wird. Außerdem haben wir mit Leonie Sontheimer gesprochen, die gleichzeitig Klimajournalistin und Klimaaktivistin ist und sie nach ihren Regeln gefragt, die ihr helfen das zu trennen.
1 Stunde 13 Minuten
Eine akustische Reise von Nairobi über Marseille bis nach Lwiw, mit der Frage im Gepäck: Wie geht freie Auslandskorrespondenz? Dazu haben wir mit drei Kolleg:innen gesprochen, die in ganz verschiedenen Situationen sind. Julian Hilgers steht mit dem Ende seiner Ausbildung vor der Entscheidung, es als freier Korri zu versuchen. Seine Fragen haben wir zu Giorgia Grimaldi und Denis Trubetskoy mitgenommen, die den Schritt gewagt haben. Giorgia sitzt in Marseille und hat uns erzählt, wie sie sich ihre freie Stelle selbst aufgebaut hat. Denis wiederum ist in einer Ausnahmesituation: Er berichtet aus der Ukraine, seinem Heimatland, über den Krieg. Wie das funktioniert und warum er anfangs fast alle Medienanfragen abgelehnt hat, hört ihr in der Folge.
40 Minuten
Wir können es selbst kaum glauben, aber wir haben bereits 20 Folgen »Hinter den Zeilen« veröffentlicht! Das möchten wir feiern und in dieser Ausgabe über den Podcast und über unsere persönliche Situation sprechen. Am wichtigsten ist die neue Kooperation mit dem medium magazin, die wir ausgiebig erklären. Wir sprechen außerdem über die vergangene Zusammenarbeit mit »Druckausgleich«, aus der zwei Folgen zum Thema Generationengerechtigkeit entstanden sind. Außerdem bilanzieren wir unsere finanzielle Situation mit dem Podcast: Nehmen wir damit Geld ein? Schließlich geht es noch um uns, wo wir gerade stehen und wohin wir mit dem Podcast noch wollen. Einsteigen wollen wir aber mit einem kleinen Darling, den Niklas gerettet hat: eine unverhoffte Solidarisierung durch einen Kellner.
47 Minuten
Wie kann es sein, dass 2000€ zwischen der Bezahlung von Jungredakteur:innen und älteren Kolleg:innen liegen? Bei vergleichbarer Arbeit? Doch Neid führt hier nicht weiter. Auch gestanden Kolleg:innen kämpfen mit Existenzängsten: Nicht mehr mitgemeint, nicht mehr mitgenommen werden. Was fehlt: Das offene Gespräch zwischen den Generationen! Weil das Thema so wichtig ist, haben wir uns mit Annkathrin Weis und Luca Schmitt-Walz von »Druckausgleich«, dem Podcast des »Journalist«, zusammengetan. In zwei Folgen sprechen wir zu viert über die prekären Verhältnissen von Berufsanfänger:inen, Konflikte in Redaktionen und wie Gerechtigkeit zwischen den Generationen erreicht werden könnte. In unserer Folge hören wir viele Erfahrungen von Kolleg:innen unterschiedlicher Altersklassen: Wo liegen die Probleme, was sind die unterschiedlichen Ängste und Sorgen? Annkathrin und Luca sprechen in ihrer Folge ausgiebig mit Branchenexpertin Sara Weber und begeben sich auf Lösungssuche: Kann ein Einheitsgehalt wie beim Magazin Katapult helfen? Die Folge der Druckis mit uns zu Gast findet ihr hier: https://www.journalist.de/startseite/podcast Zwei Podcastfolgen reichen nicht, um dieses wichtige Thema aufzulösen. Sondern wir wollen das Gespräch zwischen den Generationen starten! Teilt eure Erfahrungen und diskutiert mit uns unter #generationengerecht auf Social Media. Was habt ihr erlebt? Was wünscht ihr euch? Was müssen wir ändern?
46 Minuten
Wie viele Journalist:innen kennt ihr, die nicht studiert haben? Wenn wir über diese Frage nachdenken, fällt die Antwort dürftig aus. Wir beide haben bei Studierendennmedien mitgearbeitet, da waren alle Studierende, klar. Während unserer Ausbildung an der Evangelischen Journalistenschule hatten auch alle in der Klasse studiert. Das ist kein Zufall, die Akademisierungsquote in der Branche ist sehr hoch. Dabei ist Journalismus doch eigentlich ein Handwerk, das nur bedingt studiert werden kann, sondern das von der Praxis lebt. Wir haben deshalb mit zwei Journalist:innen gesprochen, die eben kein Studium durchlaufen haben. Mareice Kaiser hat uns erzählt, wie Journalistinnen förmlich vom Stuhl gefallen sind, wenn sie erfahren haben, dass Mareice nicht studiert hat. Oliver Schröm wollte als junger Mensch so schnell wie möglich in den Journalismus, heute bereut er es aber ein bisschen, nie eine Uni von innen gesehen zu haben.
36 Minuten
Sie arbeiten meist im Hintergrund, bleiben unsichtbar und unerwähnt. Doch ohne sie würde die Auslandsberichterstattung kaum funktionieren: Fixer sind lokale Helfer für Journalist:innen, kümmern sich um Logistik, Übersetzungen oder Interviewpartner. In dieser Folge machen wir journalistische Arbeit transparent und sprechen mit den Fixern Pavlos Kapantaïs aus Griechenland und Carolina Loza León aus Ecuador. Er würde wenig an diesem System ändern, sie sieht darin die Fortführung kolonialer Strukturen. Außerdem teilt die Wissenschaftlerin Johana Kotišová ihre Forschungsergebnisse über Fixer.
1 Stunde 9 Minuten
Als wir den Debattenbeitrag »Radikaler Journalismus« gelesen haben, wollten wir ihn direkt unterschreiben. Mehr Fehlerkultur? Check! Fairere Bezahlung von Freien? Check! Reflektion der eigenen Identität? Double Check! Erschienen sind die zwölf Forderungen im Jubiläumsmagazin zu 20 Jahren »Netzwerk Recherche«. In dieser Folge sprechen wir mit zwei Journalistinnen, die neben anderen das Plädoyer ausgearbeitet haben: Vera Deleja-Hotko und Pia Stendera. Die Themen: Sexismus in der Branche, mangelnde Selbstkritik und wir rufen zum Streik auf! Außerdem gibt es wieder eine Ausgabe von »Don’t Kill your Darlings«: Tobi erzählt Niklas vom holländischen Hacker Victor Gevers, der Trumps Twitter-Account gehackt haben soll.
1 Stunde 5 Minuten
Klar ist ein Outing auch im Journalismus Thema! Denn das progressive Selbstbild der Branche passt nicht immer zu Realität. Also haben wir Isabell eingeladen, um ausführlich darüber zu reden, wie es ist, als queere Person in den Medien zu arbeiten. Außerdem ist Jasper Steinlein zu Gast, Auslandsredakteur und Transmann. Er ist unserem Aufruf nach weiteren Erfahrungen gefolgt, allerdings nur nach einem Zögern. Warum hört ihr in dieser Folge.
51 Minuten
Polylux, Nicki, der Song »Kling Klang« der Band Keimzeit: Kennt ihr alles nicht? Dann seid ihr wahrscheinlich in Westdeutschland aufgewachsen. Bei Ostdeutschen hingegen macht es sofort Klick. Obwohl wir die Teilung Deutschlands nicht mehr bewusst erlebt haben, wirkt sie weiter nach. In unterschiedlichen Wörtern, aber vor allem in der Verteilung von Macht und Geld. Als Journalist:innen sehen wir eine besondere Verantwortung, das zu thematisieren. Doch in Redaktionen sind Ostdeutsche unterrepräsentiert, Ost- und Westbewusstsein fehlt. Deshalb haben wir uns mit Valerie Schönian auf einen Spaziergang im verregneten Berlin getroffen. Die Journalistin hat uns von ihrer »Ossi-Werdung« erzählt, was wir in unserem journalistischen Alltag beachten können und von einem Streit mit Sophie Passmann. Außerdem mussten Valerie und Tobi Niklas einen Witz erklären, den er als Wessi nicht gecheckt hat.
42 Minuten
Kommt mit uns Eis essen und Bierholen! Dabei feiern wir unser erstes Jubiläum und reflektieren beim Spaziergang durch den Wedding über unser Podcast-Projekt, über unsere Fails und Fehler. Außerdem erzählen wir, wo wir mit dem Podcast hin wollen und wie wir eigentlich in unsere Jobs gestartet sind. Euch erwartet ein herrlicher akustischer Sommertag, bei dem klar wird, warum auf Niklas bei Spätis kaum Verlass ist und wieso Tobi nur ein Bier aufbekommt.
1 Stunde 2 Minuten
Arbeiterkinder, klingt nach Klassenkampf? Tatsächlich ist die deutsche Journalismusbranche immer noch überwiegend weiß, akademisch und aus bürgerlichen Verhältnissen. Jenseits dieser Norm haben es Menschen schwer, in diesen Beruf zu kommen. Dabei geht es oft nicht darum, wen Journalismusschulen in ihre Ausbildungen aufnehmen, oder wen Redaktionen anstellen. Es fängt schon viel früher an: Oft ist der Beruf Journalist:in für Arbeiterkinder nicht greifbar, da er schlicht keine Option ist. Wir wollten aber nicht nur über unsere Erfahrungen als Arbeiterkinder sprechen, sondern lassen euch, unserer Hörer:innen, in dieser Folge zu Wort kommen. Außerdem haben wir die Spiegel-Politikredakteurin Ann-Katrin Müller gefragt, wie sie es als Arbeiterkind in den Journalismus geschafft hat.
48 Minuten
Wie freies Arbeiten gelingt: Die Investigativjournalistin Pascale Müller, der Reporter und Moderator Malcolm Ohanwe und Carola Dorner, Vorsitzende der Freischreiber, über ihre Erfahrungen als freie Journalist:innen, was in der Branche verkehrt läuft und wertvolle Tipps.
Hinter den Zeilen
Hinter den Zeilen stecken Tobias und Niklas. Wir sind Nachwuchsjournalisten und Arbeiterkinder und teilen in diesem monatlichen Podcast unsere Erfahrungen. Hinter den Zeilen steht für einen kritischen...