Küchenradio (mp3) Archiv
413 Episoden
1 Stunde 1 Minute
Ein Satz wie aus einem Manifest: Der - primär weie - Plastikstuhl ist das erfolgreichste Meuble unserer Epoche. Der Monobloc - ja, genau, der, aus einem Stück gegossene, weie Plastikstuhl, den alle kennen - ist weit mehr als ein Sitzmeuble, das abwaschbar, billig und stapelbar ist. Es ist nicht nur das beste Meuble, das die Menschheit bisher hervorgebracht hat, wie unser Gast Jens Thiel findet, sondern der Weg zum Weltfrieden und die Antwort auf alle drängenden Fragen der Menschheitsgeschichte, selbst auf die, die noch nie jemand gestellt hat. Jens Thiel erforscht den Monobloc. Und erzählt uns davon. Auf Holzstühlen.
1 Stunde 9 Minuten
Ende der Woche beginnt der vierte Wizards of OS in Berlin. Wir haben Organisator Volker Grassmuck geladen, um schon mal zu hören, was denn so Thema sein wird. Vom digitalen Sozialismus und dem Klassenprimus Brasilien.
1 Stunde 2 Minuten
KR heute zu Gast bei Peter Glaser, Schriftsteller und Ureinwohner des Cyberspace. Der Chaos Computer Club wird 25, Peter war fast von Anfang an dabei und bereiste kürzlich Japan, wo er die abgebildetete Dame-Edna-Brille erstand.
1 Stunde 7 Minuten
Bühnen-Dienstleister treffen Radio-Dienstleister: Die Berliner Off-Stars von "Lubricat" haben ein Stück über die "Dienstleistungsgesellschaft" gemacht. Das Küchenradio-Team besucht die Generalprobe und hinterher Darsteller und Regisseur in der Garderobe. Super-Service für die Hörer, leider einen Tag zu spät.
47 Minuten
Küchenradio in halber Besetzung, aber dafür drei Meter über Straenniveau. Onkel Andi und Cindy kommentieren am Rosenthaler Platz die Stadt zu ihren Füen. Wo einst Franz Biberkopf in Richtung Alexanderplatz gestromert sein soll, treffen sie den Wirt des St. Oberholz, des heute beliebtesten Laptop-Asyls in Mitte und schon zu Döblins Zeiten Gaststätte. Sie klären das Geheimnis von Bio-Brause und reden mit einer frisch Verlobten über Weimar, Rüsselsheim und Istanbul. Leider knackt es gewaltig. In der Leitung. Cindy braucht dringend ein neues Kabel.
1 Stunde
Am Küchentisch sitzen zwei Mitglieder der "Vereinigten Palästinensischen Gemeinde". Mahmoud stammt von der Westbank und lebt heute in Berlin, der Liebe wegen. Er träumt von einem Alltag in Dschenin ohne die Schikanen der Besatzung. Und davon, nach Jerusalem fahren zu dürfen, nur auf ein Bier. Assads Eltern flohen 1948 vor den Israelis in den Libanon. Heute träumt Assad davon, eines Tages dort leben zu dürfen, wo seine Eltern geboren wurden, in der israelischen Hafenstadt Akko. Fast sechzig Jahre dauert dieser Krieg. Und immer noch lohnt es sich zu kämpfen, sagen beide. Für ein unabhängiges Palästina und für das Recht zu sagen: Hier bin ich zu Hause, diesen Ort kann mir keiner nehmen. Im Libanon schweigen die Waffen. Aber der Frieden, das ahnen wir nach dieser Stunde Küchenradio, ist fern.
1 Stunde 5 Minuten
Der Russendisco-Erfinder und Schriftsteller Wladimir Kaminer kennt keine Fiktion. Er versucht von seinen realen Urlaubserlebnissen auf Ibiza und im Kaukasus zu erzählen. Er erklärt wie sich Weinpulver von echtem Wein unterscheidet, erzählt aus seinem Hippie-Leben in der SU und schenkt dem Küchenradio-Team seltene Momente kollektiven Schweigens. Mehr unter www.russendisko.de.
1 Stunde 2 Minuten
Die Sommerpause ist beendet. Der Krieg im Nahen Osten geht in die dritte Woche. Am Küchentisch heute Nir de Wolff, ein israelischer Tänzer und Choreograph mit irakischen und holländischen Wurzeln, der gerade aus Tel Aviv zurückgekehrt ist.
1 Stunde 8 Minuten
Das hier ist nur eine Pause von der Sommerpause! Anlass war, dass wir alle mal wieder zusammen waren. Es gab viel zu erzählen, aber ein Fotograf war auch da, auch deshalb ist die erste halbe Stunde nur etwas für den harten Kern der KR-Gemeinde, andere werden das längste Intro unserer Geschichte bizarr bis unerträglich finden. Wem es zu bunt ist, sollte bis Minute 30 vorspringen, da endet das Chaos, dort schleicht sich Sinn herein. Bis zum 1. August. UPDATE: Hier ist der Link zum Videoblog von Lyssa Bochert mit Angela Merkel.
57 Minuten
Wir machen es wie Harald Schmidt. Sommerpause. Eine kreative Sommerpause. Wegen Urlaub, wegen burn-out. Einen Monat. Am 1. August sind wir wieder da. Lauft nicht weg. Euer Küchenradio-Team.
1 Stunde 2 Minuten
Diese Tage gehen als Rekorde ein in die Geschichte der Hitze. Um uns etwas abzukühlen, haben wir den Filmschaffenden und Antarktis-Reisenden Wolfgang Karg eingeladen: Ein Küchengespräch über stille Tage im ewigen Eis, Pinguine und die Frage, was in den klaustrophobischen Stationen eigentlich gekocht wird. Da Cindy dabei war, durfte auch die Frage nach Liebesleben und Modebewusstsein der Schelfeisbewohner nicht fehlen.
60 Minuten
Li Nan ist Journlist in Peking, derzeit zu Gast bei Freunden. Im Küchenradio erläutert er, wie die Zensur funktioniert und verrät, was Tschü in seiner Muttersprache bedeutet.
53 Minuten
Küchenradio zero points. Die Grimme Online Awards in Köln. KR bekommt keinen Preis, Onkel Andi und Doc Phil suchen Trost, aber keiner will sich mit ihnen unterhalten - auer Natalie Licard, Harald Schmidts Französin, die mit grüner Handtasche angereist war. Sie zitiert Verlaine und fragt Onkel Andi, ob er verheiratet ist. Doc Phil kennt den Kölsch-Kellner. Cindy verliebt sich in einen Reiseunternehmer und will ihn heiraten. Alle zusammen lernen wir drei weitere TV-Frauen kennen: Ehrensenf, Frühstücksfernsehen, RTL2 (letztere mit BH-Wert Null).
44 Minuten
Am Wochenende wurde der Berliner Hauptbahnhof eröffnet. Heute steht Cindy am Gleis nach Nirgendwo aber Onkel Andi und Doc Phil sind verschwunden. Statt auf Ihre beiden Kollegen trifft Cindy auf einen Pilger aus Indien, iranische Fuballfans und eine Frau mit lustigem Hut. Und am Schlu findet Cindy sich selbst. UPDATE: Morgen, 2.6., 11.05, Kuechenradio.org im Deutschlandradio Kultur.
53 Minuten
Alexander aus Tiflis ist Praktikant im Bundestag. In Georgien hat er Politik studiert, jetzt sitzt er bei Gesprächen zwischen georgischen und deutschen Abgeordneten neben seinem Chef, einem Grünen-MdB, und übersetzt dessen Fragen nach unabhängiger Justiz und Menschenrechten in seinem Heimatland. "Da kann man noch was machen", sagt Alexander. Später kommt noch Julián aus Argentinien vorbei und beide begründen sehr unterschiedlich, warum sie Berlin toll finden.