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Das VCA Hanf Gespräch Archiv

95 Episoden
17 Minuten
In diesem Special räume ich mit 2 Vorurteilen auf: 1. Cannabis kommt aus der Drogen- und Kiffer-Szene und 2. Reggae Musik ist doch Kiffer-Musik! Der anderen Frage, ob Patient:innen nur Kiffer auf Rezept sind, werde ich wieder mit dem nächsten Gast in Folge 5 nachgehen. Also dranbleiben! Diese Folge gibt Einblicke in die spannende Geschichte des Hanf und warum er plötzlich, obwohl er so erfolgreich war, verbannt wurde. Nicht nur das, er wurde auch zu einer der schlimmsten Drogen erklärt! Das ist tatsächlich eine Story von Machenschaften reicher und profilierungssüchtiger Männer, die im Hintergrund für die Diskreditierung von Cannabis sorgten. Mit eingeschlossen in die Anti-Cannabis-Kampagne wurde auch der Nutzhanf. Warum?? Das erfahren Sie hier. Danach räume ich mal kurz mit dem Vorurteil auf, dass Reggae Kiffer-Musik ist. Also ich mag Reggae und kiffe nicht...aber hören Sie einfach rein, dann wissen Sie auch mehr über die Ursprünge von Reggae. Bleiben Sie neugierig!
31 Minuten
Sind Patient:innen Kiffer auf Rezept?

Dieser Frage gehe ich auch in der 3. Folge des VCA Hanf Gespräches nach. Ich habe mich mit Christian unterhalten, der an MS also Multipler Sklerose leidet.

MS ist eine Autoimmunerkrankung bei der unser körpereigenes Immunsystem unsere Nervenfasern und Nervenzellen angreift und schädigt. Dadurch kommt es zu einer gestörten Reizweiterleitung von Nerv zu Nerv. Die Symptome sind gerade zu Beginn der Erkrankung sehr vielschichtig. Manche bemerken Sensibilitätsstörungen, so als ob Teile des Körpers „einschlafen“ oder Ameisen kribbelnd über die Haut laufen. Etwa jede:r Dritte berichtet von Sehstörungen. Bei manchen fällt ein Teil des Sehfeldes aus, andere sehen doppelt oder verschwommen. Dann folgen Störungen der Koordination und spastische Lähmungen als weitere typische Symptome. Viele fühlen sich auch matt, sind schneller müde als sonst und können sich nicht so gut konzentrieren. Christian wird uns die Geschichte seiner Erkrankung erzählen. Er wird mit Cannabis therapiert und kann dank unterschiedlicher Therapiesäulen, die er gemeinsam mit seinem Arzt zusammengestellt hat, wieder arbeiten. "Man muss sich seinen Arzt zum Verbündeten machen", sagt Christian. Trotz seiner schweren Erkrankung engagiert sich Christian zusätzlich für andere Cannabis Patienten. Er unterstützt sie bei der Antragstellung und begleitet die Patienten bei allen Schritten bis zur Kostenübernahme. Zusätzlich führt er viele Gespräche mit ihnen und ist ihnen somit eine große Stütze.

Medizinal-Cannabis ist kein Wunderheilmittel, aber es kann bei vielen chronischen Erkrankungen als zusätzliche Therapieform helfen und das Leben wieder lebenswerter machen.

Dieses Gespräch macht es deutlich: PATIENTEN SIND KEINE KIFFER AUF REZEPT!

Bleiben Sie neugierig!

https://vca-deutschland.de/podcast/

https://bdcan.de

https://diehanfapotheke.de/ueber/ansprechpartner/
20 Minuten
Sind Patient:innen Kiffer auf Rezept?

Dieser Frage gehe ich auch in der 2. Folge des VCA Hanf Gespräches nach.

Heute spreche ich mit Jörg. Er leidet seit über 12 Jahren unter schwersten Depression. Es kamen dann noch unerträgliche Schmerzen hinzu, die seinen ganzen Körper erfassten. Die Verbindung von Seele und Körper wird dabei mehr als deutlich. Er kam Morgens nicht mehr aus dem Bett, er konnte kaum die Treppe runtergehen. Jörg sagt "das ganze Leben war sehr, sehr mühsam". 12 jahrelang hat er sämtliche Therapien durchlaufen, nahm sämtliche Medikamente, die für die Depressionen und die Schmerzen zur Verfügung standen...nichts half. Sogar eine Elektrokrampftherapie* wurde bei Jörg versucht, aber auch die führte zu keiner Besserung. Er hat aber nie aufgegeben und immer daran geglaubt, dass er etwas finden wird, was ihm hilft. Da stieß er im Internet auf die Therapie mit Medizinal-Cannabis. Er fing an sich intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen. Unterstützung fand er durch Christian, der selber Cannabis-Patient ist. Jörg hatte vor seiner Therapie noch nie Kontakt zu Cannabis gehabt. Nach seiner intensiven Recherche zum Thema Cannabis als Medizin hat er diese Therapieform als seine letzte Chance gesehen. Jörg sagt " als ich mich 2017 mit Medizinal-Cannabis beschäftigt habe, hat es irgendwie Klick gemacht, es fühlte sich gut an". Gut vorbereitet und mit Unterlagen im Gepäck ging er zu seinem Hausarzt. Der kannte natürlich den langen Leidensweg von Jörg und stand der Therapie mit Cannabis offen gegenüber. "Klar, machen wir" sagte er. Sein Psychiater stand der Sache erst einmal skeptisch gegenüber. Nachdem der allerdings gesehen hat, dass Jörg unter der Therapie mit Cannabis alle weiteren Medikamente absetzen konnte, war er sehr überrascht und öffnete sich daraufhin auch gegenüber dieser Therapieform. Die Kostenübernahme durch die Krankenkasse wurde erst abgelehnt. Trotzdem hat Jörg weitergekämpft bis es dann schließlich zu der Kostenübernahme kam. "Dank der Therapie mit Cannabis bin ich viel agiler geworden, ich kann wieder am Leben teilnehmen und Lebensfreude empfinden". "Ich kann mich wieder selber spüren".

Dieses Gespräch hat wieder gezeigt: Patient:innen sind KEINE KIFFER AUF REZEPT!

Jörg sieht Chancen in der Legalisierung, aber es birgt auch Gefahren für Patient:innen...Bleiben Sie neugierig und hören Sie rein!

*Die Elektrokrampftherapie (EKT) ist eine Behandlung, die in der Regel nur bei Patienten mit schwerer oder chronischer Depression eingesetzt wird, falls medikamentöse und psychotherapeutische Behandlungen nicht ausreichend wirken. Sie gilt als mit Abstand wirksamstes Therapieverfahren bei wahnhaften und therapieresistenten Depressionen.

https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/behandlung/weitere-antidepressive-behandlungen

https://vca-deutschland.de/podcast/
24 Minuten
Sind Patienten Kiffer auf Rezept?

Dieser Frage gehe ich in meinen Gesprächen mit Patienten nach. 

Heute spreche ich mit Daniela. Sie hatte 2013 eine Krebserkrankung und litt unter einem Tumor in der Nasennebenhöhle. Als Folge dieser Erkrankung und der Krebstherapie litt sie unter starken Schmerzen und Migräne. Gegen die chronischen Schmerzen musste sie so viele Schmerzmittel einnehmen, dass Sie zusätzlich einen Schmerzmittel induzierten Schmerz bekam. Dieser kann entstehen, wenn man über lange Zeiträume hohe Schmerzmittelkonzentrationen zu sich nehmen muss. Durch ihren Lebensgefährten kam sie auf Cannabis als Medizin. Bis zu diesem Zeitpunkt kannte sie Cannabis nur als Droge, die man sich auf dem Schwarzmarkt organisiert.  Sie informierte sich über Medizinal-Cannabis und hoffte, dass diese Therapieform ihr helfen könnte. Durch einen Tipp ihrer Apothekerin fand sie Hilfe in der Schmerzambulanz der medizinischen Hochschule Hannover. Sie sagt: "der Vorteil meiner schweren Krebserkrankung und den Folgen der Erkrankung war, dass mein Kostenübernahmeantrag bei der Krankenkasse sofort genehmigt wurde." In der Legalisierung von Cannabis sieht sie Gefahren für die Kostenübernahme von Blüten. "Ich habe Angst, dass ich irgendwann meine medizinisch verordneten Blüten im Lizenzshop holen muss."

Dieses Gespräch zeigt: Patienten sind KEINE KIFFER AUF REZEPT!

Sie finden die Hanf Gespräche nicht nur auf Spotify, sondern auch auf der Website des VCA

https://vca-deutschland.de (Verband der Cannabis versorgenden Apotheken)

https://bdcan.de (Bund deutscher Cannabis Patienten e.V.
2 Minuten
Kiffen auf Rezept ... das ist doch super! 

Dieser Podcast beschäftigt sich mit dem Thema Medizinal-Cannabis und gibt Patient:innen eine Stimme. Alle zwei Wochen gibt es ein neues Interview mit Betroffenen. Aber auch Ärzt:innen sollen hier zu Wort kommen, genauso wie Apotheken. Cannabis ist kein Wundermittel, aber es kann für schwerkranke Patient:innen die letzte Rettung sein. Hier erfahren Sie alles über die langen Leidenswege und die Geschichte der Patient:innen.  Durch die Therapie mit Cannabis wird die Lebensqualität maßgeblich verbessert und das Leben wieder lebenswert. Trotzdem kommt es immer wieder zu Stigmatisierungen: Bleiben Sie neugierig! Ihre Dr. Christiane Neubaur.