Iran für Anfänger Archiv
11 Episoden
1 Stunde 12 Minuten
"Irgendwann mal nach Iran reisen" - doch was Reisende in Iran suchen, hat oft mit vereinfachten Bildern zu tun. Um diese Bilder ein bisschen vielfältiger zu zeichnen, habe ich mit Matthias Schmidt von der Agentur Iran Closer gesprochen. Er und Salome Moghaddam bieten gemeinsam seit Jahren besondere Reisen an. Statt passivem Konsumieren geht es um entschleunigte Begegnungen und Erfahrungen auf Augenhöhe.
1 Stunde 2 Minuten
Religiöse Freiheiten sind in Iran für viele Gruppen eingeschränkt. Trotzdem finden sich Rumis Gedichte sich überall. Was bedeutet der islamische Mystiker für die Menschen heute? Wie leben und praktizieren Sufis in Iran?
57 Minuten
Als Revolutionär verehren ihn die einen, als gefühlskalten Autokrat lehnen ihn andere ab: Khomeini gibt bis heute viele Rätsel auf. Über seine Widersprüchlichkeiten habe ich mit der Khomeini-Biografin Katajun Amirpur gesprochen. Die Islamwissenschaftlerin erklärt interne Strukturen der schiitischen Geistlichkeit, die Ideen, die Khomeini beeinflusst haben und warum ihn viele Menschen einmal als Hoffnungsträger sahen.
53 Minuten
Wie eine - im wahrsten Sinne des Wortes - Schnapsidee zur Gründung eines Plattenlabels führte und was 30 Vögel damit zu tun haben. Es geht um die wohl schönste Sprache der Welt: um Musik. Genauer, um zeitgenössische Musik aus Iran. Und es geht darum, wie eine Zusammenarbeit trotz Sanktionen gelingt und wie man Exotisierungsfallen vermeiden kann. Ein Gespräch mit Gründer Matthias Koch.
46 Minuten
Warum sagen die einen Iraner, die anderen Perser? Und was hat das mit Fußball zu tun? Über Zugehörigkeit und was es mit der "Kultur der vernünftigen Fahrweise" auf sich hat, klärt Iran-Analyst Adnan Tabatabai im Gespräch auf. Dabei erzählt er auch, wie seine eigene ungewöhnliche Geschichte ihn prägt.
33 Minuten
Was muss ich über Innenarchitektur und Einrichtung in Iran wissen? Warum muss ein Teppich "viele Füße essen"? Lena Späth war in Iran unterwegs, hat an Türen geklopft und festgehalten, wie Menschen im Land leben. Dabei ist ein Coffee-Table-Buch entstanden, worin sie und der Fotograf Hamed Farhangi sowohl die Wohnzimmer als auch die Lebensgeschichten der Menschen festgehalten haben.
49 Minuten
In Post-Revolutionary Iran, female singers are only allowed to perform for either female audiences or as part of a choir. Yalda Yazdani has organised and curated the music festival "The Female Voice of Iran" at the Zeitgenössiche Oper in Berlin, where Iranian women singers from different ethnical backgrounds and traditions performed. Yalda Yazdani, ethnomusicologist and curator, shares her journey and her quest to make Iranian women singers heard.
40 Minuten
Iraner*innen sind bekannt für ihre herzliche Gastfreundschaft. Darin steckt nicht nur Höflichkeit, sondern auch Beziehungspflege. Diese nennt sich Taarof und ist zunächst ziemlich verwirrend. Wie soll ich die angebotene Jogginghose verstehen, wie mit dem Taxifahrer, der kein Geld zu wollen scheint umgehen, wie um drei Uhr nachts ein Festessen ausschlagen? Um das alles besser verstehen zu lernen, reflektiert Iranist Sören Faika seine Taarof-Erfahrungen.
45 Minuten
Iraner*innen gelten in Deutschland als sehr gut integriert. Aber was bedeutet das eigentlich? Und was, wenn dem so ist, können wir davon lernen? Entlang ihrer eigenen Biografie und Beobachtungen gibt Behnush Najibi, u.a. Psychologin und Vorsitzende des Deutsch-Iranischen Bundes und des Diwan Vereins in Hamburg ihre Antworten auf diese Fragen. Weder Behnush Najibi noch ich erheben durch unser Gespräch Anspruch auf Vollständigkeit. Zu diesen Themen gibt es sehr viel zu erzählen und zu diskutieren.
39 Minuten
Worüber streiten sich Iran und der Rest der Welt da genau? Wie wirken sich die US-Wahlen auf die Beziehungen zwischen Iran und anderen Ländern aus? Und welche Rolle spielt die EU? Der Analyst, Politikwissenschaftler und "Inside Iran" Buchautor Dr. Cornelius Adebahr erklärt, worum es im Kern geht und wie es weiter gehen kann.
36 Minuten
"Ich habe erst immer gedreht und ausgestrahlt und danach habe ich den Ärger bekommen. Ich habe ziemlich viel Ärger bekommen, eigentlich fast für jeden Beitrag. Weil ich natürlich immer Dinge gesagt habe, die die roten Linien überschritten haben - aber das war ja genau meine Aufgabe, dort genau das zu schaffen: die Missstände im Land anzusprechen, gleichzeitig den Menschen ein Gesicht geben, eine Stimme geben und schon darauf zu achten, nicht rauszufliegen." Kaum jemand hat so unermüdlich zu einem vielfältigeren Iran-Bild beigetragen: Natalie Amiri, ehem. Leiterin des ARD Studios in Teheran und jahrelange Korrespondentin, erzählt von den Arbeitsbedingungen vor Ort, ihren Lieblingsgeschichten, von Angst und warum sie sich trotz all der Einschränkungen in Iran manchmal freier gefühlt hat.