Simple Smart Buildings Archiv
200 Episoden
9 Minuten
Der Verzicht auf energieftessende High-tech bedeutet nicht ein "Zurück in die Steinzeit". "Mittleren Technologien" erleichtern die Arbeit, sind aber energieeffizient, resilient und langlebig. Weitere Informationen und weiterführende Links finden Sie in den Shownotes zu dieser Episode.
22 Minuten
Kastenfenster aus Holz weisen gute bauphysikalische Qualitäten auf. Über ihre lange Lebensdauer betrachte sind auch Kosten und ökologischer Fußabdruck gering. Weitere Informationen und weiterführende Links finden Sie in den Shownotes zu dieser Episode.
20 Minuten
Um Steine einfach zu brechen und zu spalten braucht man gutes Werkzeug. Mit handwerklichem Erfahrungswissen können aus einfachen Kohlenstoffstählen hochwertige Werkzeuge mit langen Standzeiten geschmiedet werden. Aber auch im Steinbruch kann durch den Einsatz von simplen Schwarzpulver erstklassiges Steinmaterial gewonnen werden. Selbst gewonnenes und zugerichtetes Steinmaterial zu verarbeiten ist kostengünstig, dauerhaft und nachhaltig schön.
12 Minuten
Das baukulturelle Erbe "Arkade" als öffentlich zugänglicher, beschatteter Raum besitzt angesichts des Klimawandels enormes Potenzial. Ganz ohne Klimaanlage - simple smart. Zusätzliche Informationen und weiterführende Links finden Sie in den Shownotes zu dieser Episode.
19 Minuten
Zeiten des Umbruchs fordern einen Wechsel der Strategien. wenn es an Fachkräften mangelt oder Baustoffe nicht mehr just in Time verfügbar sind gilt es selber Hand anzulegen. So entstand in den Wirren nach dem ersten Weltkrieg die Siedlerbewegung, wo Wohnungssuchende freie Grundstücke besetzten und dort gemeinschaftlich mit einfachen Materialien kleine Häuser bauten. Aus Zweckgemeinschaften entstanden stabile soziale Netzwerke, die auch lange nach der Fertigstellung der Häuser tragfähig blieben.
12 Minuten
Globale Lieferketten beginnen zu reißen und die Bereitstellung von Baustoffen "just in Time" ist nicht mehr sicher. Damit rückt die eigenständige Gewinnung Baustoffen wie Holz, Stein oder Lehm aber auch von Recyclingmaterialien wieder ins Blickfeld. Dabei verlagert sich der Gestaltungsprozess vom abstrakten Design zum krativen Umgang mit dem Vorhandenen.
26 Minuten
Moderne gut abgedichtete Fenster reduzieren den Wärmeverlust, verhindern aber gleichzeitig das Einströmen frischer, sauerstoffreicher Luft. Kontrollierte Raumlüftung gilt gegenwärtig als der Stand der Technik zur Lösung dieses Problems. Dabei wird über ein Rohrleitungssystem und elektronischer Steuerung der Fortluft die Energie entzogen und die Zuluft konditioniert. Solche Lüftungsanlagen sind aber wartungs- und kostenintensiv. Im Gegenentwurf der Simple Smart Buildings wird die Frage aufgeworfen, ob nicht mit historischen Fensterkonstruktionen und deren nicht vollständig dichten Fugen, der selbe Effekt kostengünstiger und mit einem kleineren ökologischen Fußabdruck erreicht werden kann.
14 Minuten
In dieser Episode sprechen Günther Kain und Friedrich Idam über die Grundgedanken des Konzepts "Simple Smart Buildings". Zusätzliche Informationen und weiterführende Links finden Sie in den Shownotes zu dieser Episode.
9 Minuten
Angesichts der globalen Erwärmung, die in erster Linie durch das ungehemmte Verbrennen fossiler Brennstoffe verursacht wurde, ist die Frage nach dem Energieträger für die Gebäudeheizung von zentraler Bedeutung. Auf den ersten Blick besitzen alternative Energiequellen, wie Erdwärme, Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft große Attraktivität. Dabei wird aber oft übersehen, dass zur Nutzung dieser Energieträger meistens komplexe technische Anlagen mit im Regelfall kurzen Lebenszyklen eingesetzt werden. Ein Vergleich der verschiedenen Systeme ist nur unter Betrachtung der Gesamtenergiebilanz über den Lebenszyklus "from Cradle to Grave" zielführend. im Allgemeine gilt, dass möglichst einfache technische Anlagen am längsten in Betrieb stehen. Dazu zählen Solarthermieanlagen in denen das Wasser ohne Pumpe rein durch Schwerkraft zirkuliert. Aber auch Wasserturbinen und Generatoren, die rein mechanisch gesteuert sind funktionieren ohne Weiteres 100 Jahre, wie zahlreiche Beispiele belegen. auch hier gilt der Grundsatz "Simple Smart": aus gutem Material, solide und einfach konstruiert, und so simpel in der Funktion, dass für die Wartung weder spezielle Kenntnisse, komplexe Bauteile oder ausgefallene Werkzeuge erforderlich sind.
26 Minuten
Das Prinzip der Simple Smart Buildings gilt auch für die Gebäudeheizung. Einfache, langlebige Systeme sind energieeffizient und kostengünstig, sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb. Durch die verstärkte Nutzung von Strahlungswärme können die Lüftungswärmeverluste deutlich reduziert werden. der bewährte Kachelofen wird auch in Zukunft gute Dienste leisten.
13 Minuten
Wie historische Bauwerke belegen, kann Holz den Witterungseinflüssen über sehr lange Zeiträume standhalten. Voraussetzung dafür ist eine sorgfältige Konstruktion, die auf Erfahrungswissen und spezifische Werkstoffkenntnis beruht. Der Materialwissenschaftler und Zimmermeister Günther Kain erklärt Baukonstruktionen und deren bauphysikalischen Eigenschaften.
27 Minuten
Torfmoos wird großflächig in wiedervernässten Moorgebieten als organischer CO2-Speicher kultiviert. Erste Versuche zeigen dass aus dem geernteten Torfmoos nachhaltig hochwertige Dämmstoffe hergestellt werden können, die nicht nur ausgezeichnete bauphysikalische Kennwerte aufweisen sondern auch in ihrer optischen Erscheinung interessant sind. Erste Versuche an der Fachhochschule Salzburg zeigen Möglichkeiten auf, diesen Sphagnum in Plattenform zu binden.
30 Minuten
Der Archäologe Hans Reschreiter erforscht das materielle Leben der hallstattzeitlichen Bergleute. Die beste Qualität der Rohstoffe führte zu langen Lebenszyklen der Gebrauchsgegenstände: Der sorgfältige Umgang mit den natürlichen Ressourcen sicherte den Bestand der Kulturlandschaft trotz industrieller Nutzung über Jahrtausende.
23 Minuten
Wärmediffusivität bedeutet wie lange es unter realen Bedingungen dauert, bis ein Temperaturzustand an der Außenseite an der Innenseite ankommt. Dafür sind drei Faktoren maßgeblich: Die Wärmeleitfähigkeit, die Wärmespeicherfähigkeit und die Masse eines Bauteils. Das heißt: je geringer die Wärmeleitfähigkeit und umso größer die Wärmespeicherfähigkeit und die Masse eines Bauteils sind, desto länger dauert es bis ein Innenraum im Winter auskühlt oder sich im Sommer erwärmt. Dieses Phänomen kennen wir gut von historischen Gebäuden mit massiven Wänden. Die Wärmediffusivität beschreibt damit den Wärmedurchgang realistischer als der U-Wert, weil in der Wärmediffusivität auch die Wärmespeicherfähigkeit und die Masse eines Bauteils berücksichtigt sind. Bei dieser Betrachtung schneidet Massivholz besonders gut ab, weil es sowohl eine geringe Wärmeleitfähigkeit als auch eine hohe Wärmespeicherfähigkeit aufweist.
31 Minuten
Spiegelte sich in Siedlungen noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts das soziale Gefüge der Siedler*innen in der geschlossenen Gestalt der Siedlungen wieder, so ist gegenwärtig die Beliebigkeit unterschiedlichster Individualitäten ablesbar. Mit alternativen Nutzungsmodellen und Nachverdichtungen können bei Minimierung des Grünlandverbrauchs die soziale Struktur verbessert und in weiterer Folge die Siedlungen schöner und lebenswerter werden.