Ukraine Report – Der Interview Podcast Archiv
28 Episoden
24 Minuten
Yarik, 35, war mit seiner Familie gerade auf einer Reise nach Berlin, als der Krieg begann. Obwohl sie sich dort in Sicherheit befinden, beschliesst Yarik allein in die Heimat zurckzukehren, um seinen Beitrag gegen die Not zu leisten. Er kommt zurck in ein Land, dass er so nicht kannte.
17 Minuten
Karina ist 32 und lebt seit 10 Jahren in Berlin, fast ihre gesamte Familie ist noch in Odessa. Ihre Abmachung lautet: Täglich ein Lebenszeichen senden. Karina ärgert sich, dass die Stimmen der Ukrainer*innen in den deutschen Medien kaum Gehör finden und findet es belastend, dass sie vielen russischen Freunden erklären muss, was gerade los ist. "Es ist erschreckend, aber der Alltag kehrt zurück."
24 Minuten
Oleksii's Leben in Deutschland beginnt vor 8 Jahren mit einem Masterstudium in Frankfurt (Oder). Seit 2016 arbeitet er im Deutschen Bundestag. Ursprünglich kommt er aus Kyjiw. Seine Eltern verlassen Anfang März die ukrainische Haupstadt und wohnen derzeit in Brandenburg. Weitere Angehörige und Freunde sind weiterhin in der Ukraine. Oleksii erzählt von der Flucht seiner Eltern und wie ihn der Krieg persönlich verändert hat.
18 Minuten
Katya, 25, ist gelernte Kuratorin, Kunstkritikerin und Journalistin. Doch seit Kriegsbeginn ist sie vor allem damit beschäftigt, die Ankunft der vielen Geflüchteten in Ushhorod zu koordinieren. Acht Jahre lang lebte und arbeitete Katya in Kyjiw, doch schon im Dezember beschloss sie in ihre Heimatstadt Ushhorod nach Transkarpatien in die Westukraine zurückzukehren. Nun ist sie unsicher, ob sie vor Ort weiterhelfen oder das Land verlassen will.
24 Minuten
Jana, 43, lebt mit ihren 3 Kindern (3,11,19) in St. Petersburg. Sie findet schrecklich was in der Ukraine und ihrem Land passiert, spricht das Wort Krieg - wie von Putin verlangt - aber nicht aus. Sie leidet unter den Sanktionen, hat Angst vor der Regierung und versucht uns zu vermitteln, warum das russische Volk nicht die Mentalität hat zu protestieren und dass sich nichts ändert, solange der Westen die Mentalität ihres Volkes nicht versteht.
35 Minuten
Mitya, 37 Jahre, lebt seit 2006 in Berlin, hat an der UdK Kunst studiert, arbeitet als Journalist beim rbb und als Künstler in der Ukraine. In der Nacht vor Kriegsbeginn war er feiern, als er verkatert aufwachte war Krieg. Seitdem versucht er mithilfe seiner Kontakte hier und dort zu helfen, wo er kann. Er macht sich große Sorgen um die Folgen des Krieges für sein Land und ist dankbar, dass sich der Blick, den die Welt seit 2014 auf die Ukraine hat jetzt verändert.
27 Minuten
Jegliche Form des Protests gegen das Regime Wladimir Putin wird in Russland derzeit unterdrückt. Das bekommt auch Polina aus Moskau zu spüren, die den Krieg in der Ukraine scharf verurteilt. Sie teilt ihre Ängste und Sorgen und erzählt, wie die Freiheit in ihrer Heimat in den vergangenen Jahren zunehmend eingeschränkt wurde und warum so viele Russ:innen unpolitisch sind.
26 Minuten
Wie evakuiert man alte und hilfsbedürftige Menschen aus dem Krieg, wenn man selbst nicht dort ist? Tetiana erzählt davon, wie viel Leid dieser Konflikt erzeugen kann, aber auch von der enormen Kraft der derzeitigen Solidarität in der Ukraine.
28 Minuten
Dmytros Familie stammt aus Donezk und musste 2014 alles aufgeben, um vor dem kriegerischen Konflikt in der Ost-Ukraine zu fliehen. Nun, acht Jahre später erlebt der Berliner Arzt, dass die eigene Mutter und seine Tante erneut vor dem Nichts stehen, weil Krieg ihre Heimat in Schutt und Asche legt.
22 Minuten
Zu Beginn der Invasion befindet sich Dianas kleiner Bruder (14) ausgerechnet zu Besuch bei der Großmutter in der Ost-Ukraine. Die Oma möchte aber bleiben. Schließlich macht er sich allein auf nach Westen.
27 Minuten
Mary und Yarik wollten eigentlich nur mit ihren Kindern zu einem Kongress für Jugendarbeit in Berlin. Am Tag ihres Eintreffens beginnt die Invasion, auf einmal sind sie gestrandet. Yarik beschliesst zurück in die Ukraine zu gehen, obwohl ihn das Kriegsrecht dann fest im Land halten würde.
23 Minuten
In den Bomben-Nächten wechselt sich Sasha in Kyjiw mit einer Freundin beim Schlafen ab, jemand muss auf die Sirenen achten, bevor es zu spät ist. Im Schlaf dann Alpträume, Angst um die Familie. Von ihrem Vater, der zuletzt in der Nähe von Mariupol war, hat sie länger gar nichts mehr gehört.
21 Minuten
Als der Angriffskrieg auf die Ukraine startet, ist Nastia gerade im Korsikaurlaub. Zurückgehen in die Heimatstadt Kiew zu Familie und Freunden ist zu gefährlich, im Ausland bleiben ist für sie ebenso ausgeschlossen. Nastia kommt bei Freunden in der Westukraine unter, hier lebt sie aus dem Urlaubskoffer und macht das, was sie am besten kann: Menschen vernetzen.