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POV Archiv
268 Episoden
1 Stunde
Corona-Pandemie, Inflation, Energiekrise – es gab sicher schon bessere Momente, um Kinder zu bekommen. Während der Pandemie gab es in Deutschland einen Babyboom, in Südeuropa dagegen ließ sich der umgekehrte Effekt beobachten. Jule und Sascha wollen sich heute ansehen, warum die Frage nach Kindern zwischen Krieg, Krise und Zukunftssorgen immer mehr zu einer Glaubensfrage wird und sprechen (von einem privilegierten Standpunkt aus) darüber, wieso sie sich gerade in dieser Gleichzeitigkeit der Krisen für Kinder entschieden haben. Welche Faktoren beeinflussen die Geburtenrate? Inwiefern spielt die Idee einer besseren Zukunft eine Rolle und kann man die Entscheidung für oder gegen ein Kind ohne die Berücksichtigung der Weltlage treffen? Müssen nicht Politik, Staat und Gesellschaft dafür sorgen, dass genau diese Entscheidung leichter fällt? Vorsicht: Für Menschen mit bisher unerfülltem Kinderwunsch könnte diese Folge unter Umständen belastend sein.
43 Minuten
Gerade wird in Deutschland heiß diskutiert – sollen die Kinderbücher um “Winnetou”, das Werk von Karl May, aus unseren Bücherregalen verbannt werden oder nicht? Die einen kämpfen für ein Recht auf deutsches Kulturgut, die anderen mahnen “Political Correctness”. Jule und Sascha sehen sich beide Seiten an und wollen darüber sprechen, was an diesem Thema verletzend und menschenfeindlich ist und weshalb es gerade im Bereich von Kinderbüchern und -filmen problematisch ist, an veralteten "Kulturgütern" festzuhalten. Sie versuchen, eine Lösung zu skizzieren, wie in Zukunft mit dieser Diskussion umgegangen werden könnte.
47 Minuten
Das Phänomen taucht immer wieder auf: Einige machen wochenlang Social Media Detox, andere löschen sogar ihre Accounts. Wie auch kürzlich Tom Holland, und zwar aus dem Grund, dass Social Media schädlich für seinen mentalen Zustand sei. Jule und Sascha sprechen heute darüber, ob Social Media das neue Heroin ist. Wir wissen, dass die Plattformen Emotionsmaschinen sind, aber hier soll es um die immer wieder diskutierte Frage gehen: Tun uns soziale Medien gut oder nicht? Wie können wir soziale Medien persönlich und gesellschaftlich in den Griff bekommen? Kann man sie für psychische Gesundheit verantwortlich machen oder ist das zu eindimensional gedacht?
54 Minuten
In dieser Woche erklärte Finanzminister Christian Lindner, dass keine Nachfolge für das Neun-Euro-Ticket vom Staat finanziert werden könne - trotz seiner Popularität. Genau dieser Finanzminister kämpft gleichzeitig für ein steuerfreies Erbe von bis zu 400.000 Euro. Lindner beansprucht also die Deutungshoheit darüber, was gute und was schlechte Gratismentalität ist. Was sie von diesem Begriff halten, warum diese Punkte isoliert voneinander betrachtet werden müssen, welche FDP-konforme Art es gegeben hätte, mit der Neun-Euro-Ticket-Frage umzugehen und welche sozialen und wirtschaftlichen Aspekte mitgedacht werden sollten, versuchen Jule und Sascha heute so gut es geht nicht populistisch, sondern differenziert zu betrachten.
1 Stunde 1 Minute
Auf der einen Seite ändern Beyoncé und Lizzo ihre Songtexte, um abwertenden Worten keine Macht zu geben, auf der anderen Seite müssen immer wieder Debatten über das N-Wort, Gendern oder das Jägerschnitzel geführt werden. Jule und Sascha sprechen heute darüber, warum es so wichtig ist, Sprache bewusst einzusetzen, weshalb über Sprache so heftig gestritten wird, wieso Veränderungen in der Sprache oft als Zumutung empfunden werden und wo die Grenzen liegen. Gleichzeitig wollen sie dem sehr verbreiteten Gefühl, überhaupt nichts mehr sagen zu dürfen, auf den Grund gehen.
59 Minuten
Die Musikerin fällt immer wieder mit verwunderlichen Aussagen auf, solidarisiert sich öffentlich mit der Querdenker-Szene, verweigert auf Konzerten Corona-Maßnahmen und feiert kürzlich ein großes Schlager-Comeback in der ARD ohne jegliche Einordnung ihrer Worte und Aktionen. Jule und Sascha sprechen heute über die Nicht-Dechiffrierbarkeit von Querdenker-Aussagen sowie darüber, warum Nena bei ihnen mit ihrer medialen Salamitaktik nicht mehr durchkommt und wie man gesellschaftlich mit Künstler:innen umgehen kann, die sich ins Abseits schwurbeln.
53 Minuten
Während Eisdielen das Geschäft des Jahres machen und in den Medien glückliche Kinder am See gezeigt werden, sterben in Europa gerade Tausende an einer Naturkatastrophe, die kaum jemand richtig einschätzt. Jule und Sascha sprechen darüber, warum wir verstehen müssen, dass Hitze ab einer bestimmten Größenordnung eine Naturkatastrophe ist und dass wir in Deutschland jetzt eine Hitzekultur etablieren müssen, die nicht daraus besteht, heißes Wetter mit Fun, Badeseen und Kaltgetränken abzufeiern. Inwiefern spielt die mediale Berichterstattung dabei eine Rolle? Wen trifft es am Ende am meisten und worin besteht die Aufgabe der Politik in den nächsten Jahren?
58 Minuten
Heute steigen Jule und Sascha tief in das Thema Cancel Culture ein. Ein politisches Schlagwort, über das groß diskutiert wird. Hinter der Cancel Culture steckt noch viel mehr, nämlich eine Art systematische Ausgrenzung, aber auch eine Trotzbewegung, die häufig bewusst ausgenutzt wird. Eine Person an der man die ganze Systematik gut beleuchten kann ist Ex-Bild Chefredakteur Julian Reichelt. Er ist eine Person, die so umstritten ist, dass es sich lohnt genauer hinzusehen. Jule und Sascha sprechen über seine Selbstdarstellung, wie er auf sie wirkt und ob man ihn sogar selbst canceln sollte.
1 Stunde 2 Minuten
Jule und Sascha Lobo sprechen heute über unseren Bundeskanzler Olaf Scholz, der in letzter Zeit aufsehenerregende Interviews gegeben hat. Wie sieht konkret seine Politik zu Corona, zum Ukraine-Krieg und der damit zusammenhängenden Energiefrage und Inflation aus und was sagt seine Art der Kommunikation über ihn als Kanzler aus? Sie schauen sich an, wie seine Taten und seine Antwortbereitschaft zu bewerten sind und fragen sich jetzt, nach einem guten, halben Jahr Kanzlerschaft, ob Olaf Scholz ein guter Kanzler ist.
51 Minuten
Seit der letzten Woche hat sich die Gesetzgebung zur Abtreibung in den Vereinigten Staaten und in Deutschland grundlegend verändert. Das in den USA gekippte Grundsatzurteil, das das US-Recht auf Abtreibung regelte, und die damit einhergehende Einschränkung der körperlichen Freiheit stellt einen radikalen Rückschritt dar und spricht Frauen Macht und Zurechnungsfähigkeit ab. In Deutschland wiederum wurde der §219a gestrichen. Was all das bedeutet, wo patriarchale Hürden eingebaut werden und inwiefern Gesetze zur Abtreibung ein Gradmesser sind, wie es um die Gleichberechtigung in einem Land steht, darüber sprechen Jule und Sascha heute.
59 Minuten
Fynn Kliemann veröffentlicht auf Instagram überraschend ein ziemlich aggressives Statement - völlig konträr zu seiner Entschuldigung von vor wenigen Wochen. Ein Meltdown? Jule und Sascha analysieren, wie Fynn Kliemann öffentlich kommuniziert, was juristisch und emotional dabei schwierig ist, warum es ein Fehler ist, verfrüht und mit Druck Vertrauen wiedergewinnen zu wollen und was wir daraus lernen können. Haben wir in Deutschland eine verschobene Fehlerkultur? Und wie gelingt Krisenkommunikation im 21. Jahrhundert über soziale Medien?
1 Stunde 9 Minuten
Beim Thema Wehrpflicht herrscht so große Uneinigkeit wie bei wenigen anderen Themen und auch Jules und Saschas Meinungen liegen hier weit auseinander. Gerade weil es so emotional besetzt ist, und es wahrscheinlich kein Richtig oder Falsch gibt, ist es wichtig, über diese Form von gesellschaftlichem Zusammenhalt zu diskutieren. Denn hinter dieser Dienstpflicht steht ja eigentlich die große Frage: Was schuldet die Jugend, was schulden wir alle Deutschland? Jule und Sascha diskutieren konkrete Lösungsansätze, mit denen ein kaputtes System auf Reset gesetzt werden kann.
48 Minuten
Wir alle kennen Twitter als politisches Netzwerk einer aufgeklärten Gesellschaft, als einen Ort für kreative Meinungsbildung und zur Weltverbesserung. Gleichzeitig ist es aber auch eine Plattform, durch die sich ein gewaltiger negativer Druck entfalten kann und auf der oft übers Ziel hinausgeschossen wird. In dieser Spezialepisode live von der re:publica beschäftigen sich Jule und Sascha damit, wie Twitter auf sie selbst, aber vor allem auch in der Gesellschaft wirkt, was es zu einem so toxischen Netzwerk macht und warum Twitter eine Art Immunsystem der sozialen Netzwerke ist.
57 Minuten
Egal, wie modern Gesellschaften sind oder sein wollen, irgendwie scheint es immer Räume und Zeiten zum Durchdrehen zu geben. Jule und Sascha sprechen darüber, was der "Sturm auf Sylt" (BILD) wegen des 9-Euro-Tickets mit dem Kapitalismus und dem Wochenende zu tun hat, wo es gesellschaftlich breit akzeptierte Durchdrehräume gibt und warum Alkohol und Drogen eine Art Mini-Purge um die Nutzer*innen herum erschaffen können.
1 Stunde 11 Minuten
Essen ist heute zwischen Veganismus, Billigfleischessen und Genuss zu einem richtigen Schlachtfeld der Diskussion geworden, Essen ist politischer als je zuvor. In dieser Folge versuchen Jule und Sascha, als zumindest gelegentlich Fleischessende einen respektvolles Gespräch über den Verzicht auf tierische Produkte zu führen, aber gleichzeitig die vielen verschiedenen Perspektiven zu berücksichtigen, von der Milchbäuerin über schädliche Massentierhaltung bis zum Fleischkonsum als Kulturgut. Und natürlich geht es auch um Essen als Klimafaktor, den Wandel der Gesellschaft sowie sinnvolle und weniger sinnvolle Ersatzreligionen. EDIT: Ein Fehler hat sich in die Berechnung geschlichen. Ein Apfel kann "nur" 12 Mal nach Deutschland geflogen werden, um so klimaschädlich zu sein wie 100 Gramm Beef, im Podcast sagt Sascha leider "42 Mal", das ist falsch, bitte um Entschuldigung. Berechnung und Quellen in den Shownotes. Dafür könnte der Apfel 470 Mal von Neuseeland nach Deutschland verschifft werden und wäre immer noch so klimaschädlich wie 100g Rindfleisch :)