- Startseite
- Podcasts
- POV Podcast
- Archiv
POV Archiv
268 Episoden
1 Stunde 2 Minuten
Good News sind zurzeit eher Mangelware und der Weltschmerz zieht sich als allgegenwärtiger Gemütszustand nicht nur durch diese Folge, sondern auch durch den Alltag von Jule und Sascha. Wie geht man eigentlich sensibel und empathisch mit schwierigen Nachrichten um? Und wann ist ein geeigneter Zeitpunkt, um wieder vermehrt auf sich selbst zu achten? Die beiden wissen, dass es eine privilegierte Perspektive ist, sich kurzzeitig dem Nachrichtenstrom entziehen zu können. Gleichzeitig wissen sich auch, wie wichtig es ist, Traurigkeit und Ablenkungen zuzulassen, zum Beispiel durch ein nischiges Hobby, das außer einem selbst kein anderer unbedingt verstehen muss. Wie findet man wieder zurück zu dieser gesunden kindlichen Naivität? Und was können wir auch aus vermeintlich oberflächlich konsumierten Inhalten ziehen?
1 Stunde 15 Minuten
Es gibt kaum ein Thema, dass politisch und emotional so aufgeladen ist, wie der bewaffnete Konflikt um die Region Palästina im Nahen Osten. Dieser eskaliert zuletzt am Samstag in einem unmenschlich grausamen Angriff der Terrororganisation Hamas auf das vornehmlich jüdische Israel. Sowohl dieser überraschende Angriff der Hamas als auch darauffolgende Vergeltungsschläge durch Israel fordern auf beiden Seite unzählige unschuldige Zivilist*innen als Opfer. Jule und Sascha erörtern in dieser Folge inwiefern Deutschland aufgrund seiner eigenen historischen Vergangenheit eine gesonderte Verantwortung zugeschrieben werden muss. Wo beginnt Antisemitismus? Warum ist Empathie definitiv kein Nullsummenspiel? Und auf welche Seite stellt man sich, in einem Konflikt, der so schwer zu ertragen ist für alle Seiten?
59 Minuten
Die große Vertrauenskrise hat uns ziemlich stark erwischt und ganz messbare Folgen. Sascha hat in seinem neuen Buch das weit verbreitete Gefühl des Vertrauensverlustes untersucht und darauf basierend sprechen er und Jule heute über das geringer werdende Vertrauen der Bevölkerung in den Staat, in die Parteien sowie in die Politik. Das Misstrauen, das dadurch entsteht, ist nicht nur ungesund für einen selbst, sondern auch für die Gesellschaft. Das Zukunftsvertrauen ist abgestürzt und in einigen Bereichen herrscht so ein großer Vertrauensverlust, dass völlig absurden Verschwörungstheorien Glauben geschenkt wird. Wo liegen die Fehler, auf deren Kosten das Vertrauen von jüngeren Generationen verspielt wurde? Inwiefern muss Vertrauen im 21. Jahrhundert neu hergestellt werden und wie können mögliche Antworten auf den Vertrauensverlust aussehen? Zum Buch ”Die große Vertrauenskrise – ein Bewältigungskompass”
1 Stunde 1 Minute
Es fühlt sich an wie das deutscheste und nervigste Gejammer: Beschweren über die Deutsche Bahn. Die Infrastruktur wird von Tag zu Tag maroder und 2022 hat die Bahn einen erneuten Verspätungsrekord aufgestellt. Gleichzeitig wollen laut einer Umfrage jedoch 74% der Deutschen mehr Bahn fahren und auch im Zuge der Klimakrise nimmt die Bahn eine immer wichtigere Rolle ein. Jule und Sascha wollen sich mit dieser Hass-Liebe auseinandersetzen und verstehen, warum es kaum ein Thema gibt, bei dem Menschen so ambivalent sprechen. Ist eine Verkehrswende ohne die Bahn möglich? Was muss dafür noch passieren und wer muss zahlen? Wo liegt der Ur-Fehler allen Übels? Und wie kann es sein, dass wir erst 2070 auf dem Stand sein sollen, auf dem andere Länder schon jetzt sind?
1 Stunde 4 Minuten
Seit knapp vier Jahren liest und hört man von der Beziehung zwischen Luke Mockridge und Ines Anioli. Im Raum stehen schwere Vorwürfe, ein eingestelltes Verfahren, moralische und gesellschaftliche Bewertungen zweier Menschen durch die Öffentlichkeit, bei denen es schwerfällt, sich ein neutrales Bild zu machen. Das Thema kommt in den letzten Monaten immer mal wieder auf und ist generell ein häufig wiederkehrendes Element in der Öffentlichkeit. Nachdem Jule und Sascha einige Nachrichten dazu bekommen haben, versuchen sie nun, in die Diskussion um Luke Mockridge und Ines Anioli einzusteigen und schwierige Dynamiken, die sich in der Öffentlichkeit gezeigt haben, einzuordnen. Wie spricht man über Themen wie mögliche Fälle von sexualisierter Gewalt, wenn nichts bewiesen ist, oder Aussage gegen Aussage steht? Wie verhält man sich in der öffentlichen Diskussion als außenstehende Person?
1 Stunde 10 Minuten
Anfang September hat die Telekom mit ihrer Kampagne #sharewithcare auf die Gefahren des sogenannten “Sharenting” (Share und Parenting) hingewiesen. Ob und wie Eltern Fotos ihrer Kinder auf sozialen Medien teilen, ist eine der großen und hitzig diskutierten, aber ungelösten Fragen der Elternschaft im 21. Jahrhundert. Die Debatte rund um Kinderfotos im Netz ist stark emotions- und interessengeleitet. Besonders Mütter werden von Gegner*innen des “Sharenting” vehement für ihre Entscheidungen verurteilt. Jule und Sascha sind sich in dieser Frage nicht ganz einig und diskutieren über die Argumente der Gegner*innen sowie der Befürworter*innen. Was hat die Unerbittlichkeit der Diskussion mit patriarchalen Mechanismen zu tun? Wieso ist es debattenverhindernd, wenn Gegner*innen mit Worst-Case-Szenarien argumentieren? Und was sagt eigentlich das Bundeskriminalamt zu der Veröffentlichungen der Bilder?
51 Minuten
Die Flugblatt-Affäre von Hubert Aiwanger hat in der letzten Woche eines gezeigt: Die Trumpisierung der deutschen Politik. Denn der bayrische Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident ist in den letzten Jahren häufiger mit reaktionären oder populistischen Parolen aufgefallen und hat nun auch Markus Söder gezwungen, seine populistische Seite zu zeigen. Statt Fehler einzugestehen und Konsequenzen zu ziehen, zeigt sich Aiwanger als Opfer einer Medienkampagne und gewinnt laut einer Umfrage der BILD vier Prozentpunkte dazu. Jule und Sascha schauen in dieser Folge auf die Mechanismen hinter populistischen Weltauslegungen. Wieso finden Politiker wie Aiwanger in manchen Teilen Deutschlands trotzdem Anklang? Was verrät die Flugblatt-Affäre über die Fehlerkultur in der deutschen Politik? Und welche Auswirkungen wird die Trumpisierung in Zukunft auf Deutschland haben?
1 Stunde 6 Minuten
Frauen, die andere Frauen abwerten, um bei Männern besser anzukommen, sind sogenannte “Pick Me Girls”. Anlässlich Sophie Passmanns neuestem Roman zu ebendiesem Thema sprechen Jule und Sascha über toxische Weiblichkeit und das genannte Phänomen. Denn Frauen, die prinzipiell gegen Frauen gehen, verschlimmern die Lage für sich selbst und andere Frauen dramatisch und merken das oft nicht einmal. Darin steckt eine Grausamkeit, über die man sprechen muss: Wann verhalten sich Menschen einfach wie Idioten und ab wann kann man von toxischer Weiblichkeit sprechen? Welche patriarchalen Mechanismen stecken hinter toxischer Weiblichkeit? Und warum ist es so wichtig, dass sich besonders Frauen untereinander solidarisch verhalten?
1 Stunde 1 Minute
Erst im April hat der Bundesverfassungsschutz die Partei-Jugend der AfD “Junge Alternative” als “gesichert rechtsextremistisch” eingestuft. Die gesamte Partei Alternative für Deutschland soll als “rechtsextremer Verdachtsfall” gelten, dagegen hat die AfD geklagt, das Verfahren läuft noch. Immer wieder wird gefordert, dass die AfD verboten werden sollte. Doch ist ein Verbot dieser teilweise rechtsextremen Partei die sinnvollste Möglichkeit, die Demokratie in Deutschland zu beschützen? Sascha und Jule wägen pro und contra Argumente gegeneinander ab, ohne jedoch je von ihrer eigenen Meinung abzuweichen, Demokratie dürfe nicht bedeuten, alles zulassen zu müssen genauso wenig wie Meinungsfreiheit bedeuten könne, menschenfeindlich sein zu dürfen.
56 Minuten
In einer Gesellschaft, die patriarchal geprägt ist, scheint eine (monogame) Beziehung noch immer der erstrebenswerte Zustand zu sein. Doch in einer Welt, in der sich alles ständig verändert und neue Lebensmodelle erkennbar werden, wirkt sich das zwangsläufig auch auf Beziehungen aus. Jule und Sascha glauben, dass wir im 21. Jahrhundert Beziehungen neu lernen müssen und schauen sich das Konzept Beziehung im Allgemeinen sowie ihre eigene Situation an. Wie funktioniert Beziehung? Welchen Einfluss hat die Öffentlichkeit auf Beziehungen? Ist Monogamie wirklich eine zeitgemäße Antwort auf menschliches Dasein und was sind alternative Modelle und Ansätze?
57 Minuten
Immer mehr gelangt der Begriff “Red Flags” in unseren aktiven allgemeinen Sprachgebrauch. Seine Bedeutung ist eher fluide - mal allgemeingültig, oft aber extrem subjektiv - und abhängig von den gesellschaftlichen Entwicklungen von Beziehung. Jule und Sascha schauen sich in dieser Folge an, aus welchen Gründen wir überhaupt auf diese Art von Wegweiser-System zurückgreifen und weshalb wir so viel über Red Flags sprechen. Was genau bedeuten sie und neigen wir durch sie nicht auch dazu, vorzuverurteilen? Welche sind die häufigsten Warnsignale - vor allem im Dating-Kontext - und worin liegt der Unterschied in klaren Dealbreakern und Kleinigkeiten, über die man hinwegsehen kann?
57 Minuten
Die Arbeitslosigkeit steigt, überall werden Fachkräfte gesucht. Unternehmen finden kaum noch Leute, die arbeiten wollen, oder besser: So viel und so lange arbeiten wollen wie früher. Arbeit in Deutschland ist im Umbruch. Gleichzeitig befindet sie sich seit Jahren in einer Starre und wird immer noch so zelebriert, wie sie aus dem 20. Jahrhundert übrig geblieben ist. Und währenddessen hat die Gen Z eine völlig andere Auffassung von Karriere entwickelt. Jule und Sascha wollen verstehen, warum wir in einem Land leben, in dem es auf der einen Seite hohe Arbeitslosenzahlen und auf der anderen Seite Fachkräftemangel, Pflegenotstand und Rentendebakel gibt. Wollen Menschen wirklich grundsätzlich nicht mehr arbeiten oder müssen wir in Zukunft anders auf Arbeit schauen? Wie können wir das so unflexible System aufbrechen, sodass wir es schaffen, wieder in einer Gesellschaft zu leben, in der eine Zukunft sicher ist? Zur Doku “Mitarbeiter gesucht! Warum fehlt überall Personal?”
53 Minuten
Es gibt kaum jemanden, an dem der neue Barbie-Film vorbeigegangen ist. Am ersten Wochenende nahm er in den USA bereits 155 Mio. Dollar ein und brach damit mehrere Rekorde. Sascha hat überwiegend Gutes von seinem Kinobesuch zu berichten, während sich Jule weigert, den Film anzuschauen und Mattel damit noch mehr Geld zuzustecken. Zwar habe der Film einen feministischen Anstrich und beinhalte Kritik am Hersteller selbst, das Prinzip hinter der Barbie als blonde, schlanke, heteronormative Puppe bleibe dadurch aber unverändert. Handelt es sich bei dem neuen Barbie-Film nur um eine der schlausten Marketingkampagnen überhaupt? Und ist es trotzdem ok, ihn ohne schlechtes Gewissen anzusehen? Eins ist klar: Die pinke Welt von Barbie sorgt für viele Auseinandersetzungen – so auch zwischen Jule und Sascha.
54 Minuten
Vermutlich kennen es die meisten, die sich in der Mitte ihres Lebens befinden: Man will wie gewohnt Verantwortung an Erwachsene abgeben, bis einem auffällt, dass man selbst zu den Erwachsenen gehört. In diesem Erwachsensein passiert sehr viel gleichzeitig und immer wieder kommt die Frage auf: Wie werde ich glücklich? Jule und Sascha besprechen heute, was genau die ‘Rushhour of Life’ ist, wie sie sich anfühlt und ob wie man sich ihr gegenüber verhalten sollte. Warum stehen wir unter solch einem Druck, glücklich sein zu müssen? Was ist der Kern des Erwachsenwerdens, wie verzerrt ist dieser Prozess im Vergleich zu früher und was bedeutet ‘Alter’ in der heutigen Zeit überhaupt noch? Schlussendlich versuchen die beiden abzubilden, wie man die Überforderung durch Gleichzeitigkeit, die in der Rushhour des Lebens immer wieder anklopft, minimieren und mehr Macht über sein eigenes Zufriedenheitsempfinden entwickeln kann.
1 Stunde 1 Minute
Der kürzlich getätigte Vorschlag von Paus, das Elterngeld nur noch für Paare auszuzahlen, die weniger als 150.000 Euro versteuerbares Jahres-Einkommen erzielen, hat in den letzten Wochen für einen großen Aufschrei gesorgt. Die Debatte ist mittlerweile aus dem Ruder gelaufen, weil zu viele ungelöste Probleme lauern. Zum Beispiel rund um die konservative Merkwürdigkeit Ehegattensplitting. Jule und Sascha betrachten heute beide Themen genauer: Einerseits sehen sie das Ehegattensplitting nur als Subvention der traditionellen Ehe, die eine Abhängigkeit der Frau vom Ehepartner begünstigt. Andererseits muss sich innerhalb der Politik einiges ändern, damit weniger Hinderungsgründe - vor allem für wirtschaftlich schwächere Menschen - bestehen, um überhaupt Kinder zu bekommen. Sind diese Konzepte nicht einer Gesellschaft unwürdig, die für Gleichstellung kämpfen sollte?