Das glaub ich gern – Gott im Dazwischen des Alltags Archiv
26 Episoden
32 Minuten
Fußballfans "pilgern" zum Stadion, singen Choräle auf den Rängen, falten die Hände beim Elfmeterschießen und lassen sich in einem Sarg in Vereinsfarben beerdigen. Aber kann man deshalb von Fußball als Religion sprechen? Ja, es ist gelebte Religion, findet der Tübinger Theologe Dr. Hans-Ulrich Probst. Michael Brendel hat mit ihm über seine Forschung zur Fankultur gesprochen - und darüber, wo der Vergleich zwischen Religion und Fußball an seine Grenzen kommt.
22 Minuten
Dieser Podcast sucht nach Gründen auch heute zu sagen: Das glaub' ich gern! Beim heutigen Thema kommt das Motto dieses Podcasts jedoch an seine Grenzen. Und auch der Autor Michael Brendel kommt an seine Grenzen. Es geht um die ungeheuerlichen Missbrauchsfälle im Bistum Osnabrück und anderen Diözesen. Michael fragt sich: Bedeutet der Missbrauchsskandal das Ende der Kirche?
13 Minuten
"Wenn etwas eine Milliarde Mal klüger ist als der klügste Mensch - wie soll man solch eine Instanz anders nennen als Gott?" Diese Grundfrage eines ehemaligen Google-Entwicklers hat die Glaubensgemeinschaft "Way of the Future" begründet, die einige Jahre lang die Künstliche Intelligenz als Gott angebetet hat. Das mag absurd scheinen - aber ist die smarte Technik nicht tatsächlich auf dem besten Weg dahin, unseren Menschen- und Gottesbegriff vom Kopf auf die Füße zu stellen?
9 Minuten
Es ist Urlaubszeit, und da fährt nicht nur der Autor dieses Podcasts weg, sondern auch Gott. Verdient hat er den Urlaub ja nun wirklich. Aber wohin soll's denn gehen? Wir Urlaubsreisende können ja mal überlegen, ob wir Gott nicht einfach mit in die Ferien nehmen wollen.
8 Minuten
Die Naturwissenschaften werden oft als das Profane, das Nicht-Göttliche betrachtet. Immer wieder erdreisten sie sich sogar, Gott überflüssig machen zu wollen! Deutlich wird das auch in der Diskussion um das "Gottesteilchen", das vor 10 Jahren entdeckt wurde. Der Autor ist überzeugt: Auch im Irdischen steckt ganz viel Gott! Und das Gottesteilchen kann sogar dabei helfen, ihn zu dort zu finden.
10 Minuten
Papa, spielst du mit mir Prinzessin? Gern, mein Schatz! (Auch wenn ich eigentlich den Müll runterbringen muss.) (Und dann die Steuererklärung machen muss.) (Ich also eigentlich gar keine Zeit für dich habe.) Was bedeuten "Selig sind, die reinen Herzens sind" und "Ich bin klein, mein Herz ist rein" für uns Erwachsene, wenn wir uns nicht mal reinen Herzens auf unsere Kinder einlassen können? Dem Autor helfen dabei seine Kinder selbst. Es ist nie zu spät, Prinzessin zu werden!
12 Minuten
China will seinen Bürger*innen vertrauen und möchte, dass sie sich gegenseitig vertrauen. Deshalb sammelt es massenweise Daten über ihr Verhalten. Aber ist Vertrauen in Daten zu messen? Der Autor ist da skeptisch. Für ihn ist Vertrauen eine Qualität, keine Größe. So können wir Menschen Gott vertrauen, ohne belegbare Daten dafür zu haben. Und, welch ein Glück: Offenbar hat Gott das Vertrauen in die Menschen auch noch nicht verloren!
10 Minuten
Multitasking gibt's zwar nicht - aber ich probier's trotzdem! Diesem Motto ist der Autor dieser Folge jahrelang gefolgt, im Beruf wie in der Familie. Achtsamkeit als trendiges Gegenmodell zur Leistungsgesellschaft hat er dabei nur belächelt. Doch so hat er nur selten bemerkt, wie wertvoll jeder einzelne Moment ist, der bewusst erlebt wird. Erst in einer Krise hat er gelernt, statt zu planen und zu powern die Gegenwart wertzuschätzen. Heute ist er überzeugt: In diesen bewussten, achtsamen Momenten ist Gott ganz nahe.
14 Minuten
"Ich esse keine Süßigkeiten." "Ich trinke keinen Alkohol." "Ich komme mal ohne mein Handy aus." Tolle Vorsätze für die Fastenzeit - aber was macht man stattdessen, um der Langeweile, der Leere, dem Nichts zu entgehen? Vielleicht lohnt es sich, sich dieser Ödnis zu stellen. Wer Gewohnheiten in den Standby versetzt, kann mehr finden, als er aufgibt.
8 Minuten
Corona hat die Digitalisierung beschleunigt? Für viele Bereiche mag das gelten. In der der katholischen Kirche hingegen hält sich die Einschätzung, das Internet und der Glaube gehörten nicht so recht zusammen, noch immer hartnäckig. Zumindest fehlt denen, die neue, digitale Wege in der Pastoral, Liturgie und Glaubenskommunikation gehen, oft der Rückhalt bei den Kirchenoberen. So wird eine Riesenchance für die Zukunft (und die Bestimmung!) der Kirche vertan. Was für eine Schande!
6 Minuten
So zu glauben wie die Heiligen wäre ja ganz schön, so überzeugt und begeistert und poetisch obendrein - aber so leicht ist das heute nicht mehr, oder? Michael Brendel, Autor und Sprecher dieses Podcasts, wäre auch gern gläubiger. Aber er ist überzeugt: Es gibt viel in dieser Welt, an das sich gern zu glauben lohnt! Titelbild: Anselm Feuerbach: Mirjam (1862)