Wirtschaftsfragen Archiv
66 Episoden
14 Minuten
Ab nächsten Jahr sollen wieder die Schuldenregeln der Europäischen Union gelten. Das wäre fatal und würde ein Sparjahrzent bedeutet. Daher gibt es etliche Reformvorschläge, die sich in der Tragweite erheblich unterscheiden. Um diese unterschiedlichen Reformen geht es in dieser Folge. Carl Mühlbach ist Ökonom, ehemaliger Mitarbeiter im Bundesfinanzminisierum und Gründer von Fiscal Future. Zu Carl Mühlbach: https://twitter.com/CarlMuehlbach Zu FiscalFuture: https://fiscalfuture.de/ Zu Paper: https://fiscalfuture.de/wp-content/uploads/FF_PolicyPaper_Update_EU_Fiskalregeln.pdf
16 Minuten
Ab kommendem Jahr gilt nicht nur wieder die Schuldenbremse in Deutschland, sondern auch die Maastricht-Kriterien der EU zu Staatsverschuldung. Sie setzen die Rahmenbedingungen für die Verschuldung. Wenn zu den Regeln zurückgekehrt wird, droht ein Sparjahrzehnt für Europa. Inwieweit Schulden schlecht für das Wachstum sind und wie die Schuldenregeln entstanden, sehen wir uns in dieser Folge genauer an. Philipp Heimberger promovierter Ökonom am Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche. Seine Forschung beschäftigt sich mit makroökonomischen Fragestellungen in Bezug auf die europäische Wirtschaftspolitik, wobei er insbesondere zu fiskalpolitischen Themen publiziert. Daneben veröffentlicht er unter anderem regelmäßig Kolumnen im Handelsblatt. Im letzten Herbst hat er eine vielbeachtete veröffentlicht, wo er die Auswirkungen von Staatsverschuldung auf das Wachstum untersucht hat. Zu Philipp: https://twitter.com/heimbergecon Zur Studie: https://wiiw.ac.at/do-higher-public-debt-levels-reduce-economic-growth-dlp-5976.pdf
20 Minuten
Während Corona hat sich die deutsche Finanzpolitik geändert. Vorher war die schwarze Null an der Ordnung und Steuersenkungen für die große Mehrheit kaum existent. Während Coronapandemie wurde dann die Schuldenbremse ausgesetzt und die Mehrwertsteuer temporär gesenkt. Nun wird zu Schuldenbremse zurückgekehrt und der Stillstand in der Steuerpolitik besiegelt. Es bräuchte eine neue deutsche Finanzpolitik! Philippa Sigl-Glöckner ist Ökonomin und hat für das Bundesfinanzministerium, die Bundes- und Weltbank und für den liberianischen Finanzministers gearbeitet. 2018 gründete sie das Dezernat Zukunft, das sich für eine progressive Finanz- und Wirtschaftspolitik einsetzt. Dessen Direktorin und Geschäftsführerin ist sie derzeit. Zu Philippa Sigl-Glöckner: https://twitter.com/PhilippaSigl Zum Dezernat Zukunft: https://www.dezernatzukunft.org/ Zum Jahresabschlussbericht des Dezernats: https://www.dezernatzukunft.org/jahresabschlussbericht-unseres-fiskalprojekts/
20 Minuten
Seit Jahren hat Deutschland und die Europäische Union Probleme mit ihren Löhnen. Während von wirtschaftliberaler Seit der Wettbewerb um geringere Löhne als Wachstumstreiber dargestellt wird, ist es genau anders herum. Dieser Wettbewerb schadet der Wirtschaft und dem Wachstum. Darüber spreche ich mit Patrick Kaczmarczyk. Er ist promovierter Ökonom und ist Berater für Wirtschaft bei der UNCTAD. Kürzlich hat er das Buch Kampf der Nationen - Wie der wirtschaftliche Wettbewerb unsere Zukunft zerstört beim Westend Verlag geschrieben. Zu Patrick: https://twitter.com/pat_kaczmarczyk Zum Buch Kampf der Nationen: https://www.westendverlag.de/buch/kampf-der-nationen/
19 Minuten
Seit Monaten dreht sich die Inflationsdebatte um die steigenden Energiepreise. Seit kurzem kam der Aspekt der sogenannten Greenflation hinzu. Was damit gemeint ist und wo diese Sichtweise ihre Probleme hat, sehen wir uns in dieser Folge mit Maurice Höfgen genauer an. Maurice Höfgen ist Ökonom, Autor und betreibt den Youtube-Kanal Geld für die Welt. Zu Maurice: https://twitter.com/MauriceHoefgen https://www.youtube.com/c/Geldf%C3%BCrdieWelt
17 Minuten
Seit Jahrzehnten bestimmen Mythen über das Geldsystem die politische Debatte. Teilweise sind sie sogar mit der Schuldenbremse im Grundgesetz verankert, wodurch die staatliche Handlungsfähigkeit enorm eingeschränkt wird. Aaron Sahr hat sich das Geldsystem von Grund auf angesehen und widerlegt eine der prominesten Mythen, dass der Staat auf das Steuerzahlgeld angewiesen sei. Aaron Sahr ist promovierter Wirtschaftssoziologe, Professor an der Universität Lüneburg und hat kürzlich das Buch „Die monetäre Maschine - Eine Kritik der finanziellen Vernunft " bei C.H.BECK veröffentlicht. Zum Buch "Die monetäre Maschine" von Aaron Sahr https://www.chbeck.de/sahr-monetaere-maschine/product/33245318 Zu Aaron Sahr: https://twitter.com/AufAnfang https://aaron-sahr.de/
19 Minuten
In den letzten Wochen wurde von der Ampel die erste Maßnahme angegangen, um den Spielraum unter der ab 2023 wieder einsetzenden Schuldenbremse zu erhöhen. Dabei geht es um den Energie- und Klimafonds, der befüllt werden soll, um ihn in den kommenden Jahren ausgeben zu können. Mit Friederike Spiecker, die als Expertin in die Anhörung des Haushaltsausschusses geladen wurde, habe ich darüber gesprochen. Zu Friederike Spiecker: https://www.fspiecker.de/ Zu den Gutachten über den Nachtragshaushalt: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2022/kw02-pa-haushalt-873312
14 Minuten
In den letzten Wochen wurden das Thema Preiskontrollen breit diskutiert. Es hat einen spannenden Vergleich zwischen einer historischen und der derzeitigen Situation gezogen. Über die preispolitischen Maßnahmen der Nachkriegszeit spreche ich mit Uwe Fuhrmann. Uwe Fuhrmann ist promovierter Historiker und hat sich intensiv mit dem Entstehen der sozialen Marktwirtschaft beschäftigt. Zu Uwe: https://twitter.com/Uwe_Fuhrmann_ Zum Buch: https://hcommons.org/deposits/objects/hc:28984/datastreams/CONTENT/content Zum Artikel von Isabella Weber: https://www.theguardian.com/business/commentisfree/2021/dec/29/inflation-price-controls-time-we-use-it
24 Minuten
Der Coronavirus hatte auch erhebliche Auswirkungen für die Wirtschaft. Maschinen standen still, Konsum wurde auf geschoben und Lieferketten rissen ab. Spätestens durch Omikron ist klar: Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus werden nicht so schnell vorübergehen. Deshalb sehen wir uns heute die wirtschaftliche Entwicklung des vergangenen Jahres an und werfen einen Blick auf die kommende Zeit. Darüber spreche ich mit Achim Truger. Er ist Professor für Sozioökonomie an der Universität Duisburg-Essen und seit Anfang 2019 Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung. Zu Achim: https://twitter.com/AchimTruger Zum Jahresgutachten: https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/publikationen/jahresgutachten.html
14 Minuten
Seit Jahren boomen die Finanzmärkte nicht nur in der Höhe sondern auch in der Breite. Wie genau diese Entwicklung aussieht, welche Gründe sie hat und was man dagegen tun kann, sehe ich mir in dieser Folge mit Magdalena Senn genauer an. Zu Magdalena Senn: https://twitter.com/magdalena_senn Zum Report: https://www.finanzwende-recherche.de/unsere-themen/der-finanzsektor-ist-zu-gross/
12 Minuten
Während in der Pandemie vor allem kleine Betriebe und kleine Einkommen finanzielle Einschnitte hatten und Reserven aufgeraucht wurden, sah es bei manchen Großunternehmen und Milliardären anders aus. Um sie zu besteuern, gibt es neben der Vermögensabgabe, die wir uns heute genauer ansehen. Zu Martin Schirdewan: https://twitter.com/schirdewan Zum Jacobin Artikel: https://jacobin.de/artikel/reich-durch-den-biontech-impfstoff
23 Minuten
Kaum ein Thema beherrscht die öffentliche Debatte so sehr und das über Jahrzehnte wie das Thema Ungleichheit. Die Ungleichheit hat viele Gründe von Steuersenkungen bei Superreichen bis Sozialkürzungen bei unteren Schichten. Welche Konesquenzen und welche Maßnahmen es gibt, sehen wir uns heute etwas genauer an. Zu Martyna Linartas: https://twitter.com/martyna_lin & https://www.scripts-berlin.eu/birt/bgts/bgts_people/phd-students/Linartas/index.html Studien: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2021/dezember/die-mittelschicht-in-deutschland-broeckelt https://www.wsi.de/de/faust-detail.htm?sync_id=HBS-008182 https://www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-vorstaende-im-dax-verdienen-im-mittel-71-mal-so-viel-wie-durchschnittliche-beschaeftigte-3151.htm
18 Minuten
Kürzlich wurde der Koalitionsvertrag der Ampel vorgelegt. In allen Bereichen gibt es politische Fortschritte und Rückschritte. Das gilt ebenso für den finanzpolitischen Teil. Insbesondere die Teile Schuldenbremse und Steuern unterscheiden sich grundlegend in ihrem progressivem Geist. Darüber spreche ich mit Maurice Höfgen. Zu Maurice Höfgen:https://twitter.com/MauriceHoefgen & www.youtube.com/c/GeldfürdieWelt
11 Minuten
Seit vielen Jahren gibt es grundlegende ökonomische Probleme mit der Eurozone und der Europäischen Union. Von scheinbar hohen Schuldenständen über hohe Arbeitslosigkeit bis hin zu schwächelnder Wirtschaft. Für alle das sind zum großen Teil die europäischen Schuldenregeln verantwortlich. Zu Mera25: https://www.mera25.de/policies/ Zum Jacobin-Interview mit Yanis Varoufakis und Julijana Zita: https://jacobin.de/artikel/yanis-varoufakis-scheiss-auf-die-schuldenbremse-sie-ist-eine-schande-julijana-zita-diem25-mera25-green-new-deal-schuldenbremse/
14 Minuten
Monatlich geht ein Raunen durch Politik und Medien, wenn es die neuen Zahlen zu den Preissteigerungen gibt. Was die Zahlen bedeuten, warum sie weniger problematisch sind als man denken würde und welchen Einfluss die EZB darauf hat, sehen wir uns in dieser Folge genauer an. Zu Florian Kern: https://twitter.com/FlorianMKern https://www.dezernatzukunft.org/