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Litradio Archiv
500 Episoden
25 Minuten
Sonja Heiss, *1976 in München, absolvierte ihr Studium an der Münchener Hochschule für Fernsehen und Film und lebt in Berlin. »Hotel Very Welcome«, ihr erster Kinofilm, feierte seine Premiere bei der Berlinale 2007, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und lief weltweit auf Festivals. Ihr zweiter Kinofilm »Hedi Schneider steckt fest« war für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Drehbuch nominiert und gewann in der Kategorie Beste Hauptrolle. Ihr erster Erzählband war großartig, ihre Filme sind es und ihr Debütroman RIMINI ist es erst recht. Sonja Heiss erzählt von der Einsamkeit unter vielen, dem Scheitern, der Melancholie und all diesen Neurosen so witzig und schonungslos, dass man sich gleich besser fühlt. Ein Familienroman, in dem sich jeder wiedererkennt, besonders jene, die von Familie die Nase gestrichen voll haben. Rechteinhaber: Kiepenheuer& Witsch https://www.kiwi-verlag.de/buch/rimini/978-3-462-05044-8/ Foto GORDON Photography
21 Minuten
Sasha Marianna Salzmann,*1985 Wolgograd, Sowjetunion, studierte Literatur/Theater/Medien an der Universität Hildesheim sowie Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist sie Hausautorin am Maxim Gorki Theater Berlin und war dort bis 2015 Künstlerische Leiterin des Studio Я. Ihre Theaterstücke werden international aufgeführt und sind mehrfach ausgezeichnet. Mit ihrem Debüt AUSSER SICH, das es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises schaffte, sorgte Sasha Marianna Salzmann für mächtig Wirbel. Ihr Roman erzählt wild und kunstvoll von den Zwillingen Alissa und Anton, von Moskau, Istanbul, Berlin und einem Asylheim in der westdeutschen Provinz. Und dabei immer auch von der unstillbaren Sehnsucht nach dem Leben selbst und seiner herausfordernden Grenzenlosigkeit Außer sich ist intensiv, kompromisslos und im besten Sinn politisch. Rechteinhaber: Suhrkamp Verlag http://www.suhrkamp.de/sasha-marianna-salzmann/ausser-sich_1462.html Foto GORDON Photography
18 Minuten
Robert Prosser, *1983 in Alpbach/Tirol, lebt dort und in Wien. Studium der Komparatistik und Kultur- und Sozialanthropologie. Aufenthalte in Asien, in der arabischen Welt und in England. Österreichischer Kurator von Babelsprech zur Förderung junger deutschsprachiger Dichtung. Robert Prosser schildert intensiv ein fast vergessenes Kapitel der jüngeren Geschichte: Der Jugoslawienkrieg, der die letzte große innereuropäische Flüchtlingswelle in den 1990ern auslöste, dessen drastische Verbrechen bis heute nicht aufgearbeitet sind und weit in die Generation der Kinder der Geflüchteten nachwirken. Vielstimmig erzählt PHANTOME von Menschen zwischen zwei Welten, Wien und Bosnien, Graffiti und HipHop, Krieg und Aufstand. Und das in einer Sprache, die einen so phänomenalen Rhythmus hat, dass man Robert Prosser und seine Performance einfach hören muss! Rechteinhaber: Ullstein fünf https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/phantome-9783961010097.html Foto GORDON Photography
21 Minuten
Mareike Krügel, *1977 in Kiel, studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Seit 2003 hat sie vier Romane veröffentlicht. Sie lebt bei Schleswig. Mit SIEH MICH AN hat Mareike Krügel einen Bestseller geschrieben und das Portrait einer Mutter, die sich fragen muss, was sie in ihrem Leben erreicht hat und welche Chancen verstrichen sind. Wie ist das, wenn man glaubt das Leben sei vorbei? Ausgehend von dieser Frage entwickelt sich eine Geschichte, die klug, zupackend, bestürzend und humorvoll ist, manchmal sogar alles zugleich. Ein Buch, das weder die großen Fragen scheut, noch den Wahnsinn des Alltags. Rechteinhaber: Piper Verlag https://www.piper.de/buecher/sieh-mich-an-isbn-978-3-492-05855-1 Foto GORDON Photography
25 Minuten
Lucy Fricke, *1974 in Hamburg, hat viele Jahre beim Film gearbeitet, bevor sie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studierte. Seitdem hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten und drei Romane veröffentlicht. Sie lebt in Berlin. Vor neun Jahren hat Lucy Fricke HAM.LIT gegründet, jetzt setzt sie sich zum ersten Mal selbst auf die Bühne und präsentiert ihren vierten Roman TÖCHTER, der Ende Februar erscheint. Zwei Frauen brechen auf zu einer Reise in die Schweiz, mit einem todkranken Vater auf der Rückbank. Eine letzte, finale Fahrt soll es werden, doch nichts endet, wie man es sich vorgestellt hat, schon gar nicht das Leben. Mit einem Humor aus Notwehr und einer Wahrhaftigkeit, die wehtut, erzählt Lucy Fricke von Frauen in der Mitte ihres Lebens, von Abschieden, die niemandem erspart bleiben und von Vätern, die zu früh verschwinden. Eine groteske Reise Richtung Süden, durch die Schweiz, Italien, bis nach Griechenland, immer tiefer hinein in die Abgründe der eigenen Geschichte. Und die Frage ist nicht, woher wir kommen, sondern: Wie finden wir da wieder raus? Rechteinhaber: Rowohlt Verlag https://www.rowohlt.de/hardcover/toechter.html Foto GORDON Photography
24 Minuten
Jakob Nolte, *1988 in Gehrden, Niedersachsen, lebt in Berlin. Seine Theaterstücke wurden mehrfach prämiert und an zahlreichen Bühnen Europas gespielt. Sein Debütroman ALFF wurde mit dem Kunstpreis Literatur 2016 ausgezeichnet. SCHRECKLICHE GEWALTEN ist ein, in jeder Hinsicht, unfassbares Buch. Eine Mutter wird zum Werwolf und tötet den Gatten. Die Kinder bleiben allein zurück und während die Tochter sich dafür entscheidet, in ihrer Heimatstadt Bergen die Terrorzelle »Mädchen im System« zu gründen, bereist der Bruder die Ränder der Sowjetunion auf seinem Weg nach Afghanistan. Mit diesem Roman beweist Jakob Nolte endgültig, dass er zu den aufregendsten, unkonventionellsten Autoren der jüngeren, deutschsprachigen Literatur gehört. Rechteinhaber: Matthes & Seitz Verlag https://www.matthes-seitz-berlin.de/buch/schreckliche-gewalten.html Foto GORDON Photography
21 Minuten
Katharina Schultens, *1980 in Rheinland-Pfalz, lebt in Berlin. Studium der Kulturwissenschaften in Hildesheim, St. Louis und Bologna. Seit 2006 an der Humboldt-Universität zu Berlin, dort seit 2012 Geschäftsführerin der Graduate School of Analytical Sciences. Katharina Schultens ist längst keine Unbekannte mehr. Seit 1998 veröffentlicht sie Texte in Anthologien und Zeitschriften, ihre Lyrikbände werden von der Kritik gefeiert und diesem Winter erscheint ihr neuestes Buch UNTOTER SCHWAN. Ihre Gedichte sind widerständig, humorvoll und unverkennbar. Rechteinhaber: kookbooks http://www.kookbooks.de/buecher.php Foto GORDON Photography
18 Minuten
Max Czollek,*1987 in Berlin, hat Politikwissenschaften studiert, am Zentrum für Antisemitismusforschung promoviert und das Lyrikkollektiv G13 gegründet. Max Czollek gehört zu den umtriebigsten deutschen Lyrikern. Seit 2013 ist er Kurator des internationalen Lyrikprojekts Babelsprech zur Vernetzung junger deutschsprachiger Lyrik. 2017 hat er, gemeinsam mit Sasha Marianna Salzmann, die Radikalen jüdischen Kulturtage am Maxim Gorki Theater initiiert. Seine Gedichte sind doppelbödig, stellen die Sprache in Verdacht, hinterfragen Traditionen und religiöse Mythen. Max Czollek las "Die Ausschreibung zum Familienfest" aus seinem Band "Jubeljahre" und weitere unveröffentlichte Texte. Rechteinhaber: Verlagshaus Berlin, Max Czollek https://verlagshaus-berlin.de/programm/jubeljahre/ Foto GORDON Photography
1 Stunde 53 Minuten
Sie prägen seit Jahrzehnten die deutsche Dichtung und beeinflussten Generationen von Lyrikern. Die neue Reihe der Literaturwerkstatt Berlin gibt den Klassikern der Gegenwartslyrik das Wort. Sie stellt jene Autoren vor, ohne die die deutschsprachige Lyrik nicht das wäre, was sie heute ist. Reiner Kunze (*1933 Oelsnitz/Erzgebirge) ist ein Meister in der Kunst des Weglassens, des »Eindickens« der Sprache durch Reduktion. Er selbst redet in diesem Zusammenhang von »Denkgenauigkeit«. Kein anderer deutscher Lyriker kann auf knapp bemessenem Raum so präzise und anschaulich schreiben wie er. »Durch seine waltende Strenge werden seine Gedichte geräumig« (Deutschlandradio Kultur). Reiner Kunze ist 1977 aus der DDR in die Bundesrepublik übergesiedelt. »… nie mehr der lüge / den ring küssen müssen«, heißt es dazu in einem seiner Gedichte. Schon früh war er in Opposition zu dem dortigen politischen System geraten. 1959 musste er seine Lehrtätigkeit an der Universität Leipzig aufgeben. Stattdessen arbeitete er als Hilfsschlosser im Schwermaschinenbau. Sein erster Gedichtband mit ausschließlich eigenen Texten, »Vögel über dem Tau«, erschien im selben Jahr. Die von der Stasi angelegte Akte über ihn trug später den Decknamen »Lyrik«. Kunzes Übersiedlung ging der Ausschluss aus dem Schriftstellerverband voraus. »ausgesperrt aus büchern / ausgesperrt aus zeitungen / ausgesperrt aus sälen«, so fasst er selbst seine damalige Situation zusammen. Reiner Kunze erhielt viele Preise, genannt sei der Büchner-Preis 1977. Zuletzt erschien von ihm: »Was macht die Biene auf dem Meer?«. In Lesung und Gespräch: Reiner Kunze (Autor, Obernzell-Erlau), Moderation: Christian Eger (Kulturredakteur der Mitteldeutschen Zeitung, Halle). Die Sendung der gelesenen Gedichte und die Verwendung des Covers von Reiner Kunzes Band "lindennacht" erfolgt mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlags. ( aller gelesenen Gedichte beim S. Fischer Verlag // für das Cover: Reiner Kunze. lindennacht. Gedichte. S. Fischer Verlag Frankfurt am Main 2007.). Foto: By Schelm - Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18410786
21 Minuten
né en 1988 à Bienne. Diplômé de l’Institut littéraire (volée 2011–2014). Écrit des récits de voyages, des histoires courtes et des livres de poésie illustrés. Lauréat de la bourse Fell-Doriot 2016. Dernières publications : De poussière, d’alcool, et de sueur (Torticolis et frères, 2016), Les Bois perdus (auto-édité en collaboration avec Augustin Rebetez, 2017). Erstmals in der zehnjährigen Geschichte des Literaturinstituts lesen die ehemaligen Studierenden und Dozierenden miteinander in einundzwanzig Duos an zwei randvollen und einzigartigen Tagen im Berner GenerationenHaus aus ihren Büchern, Stücken und Oeuvres. 22.6.-24.6.2017 Hochschule der Künste Bern HKB Schweizerisches Literaturinstitut Foto: Wiebke Zollmann, Schweizerisches Literaturinstitut
16 Minuten
geboren 1956 in Santa Sofia d'Epiro (Italien), Dozent am Literaturinstitut. Schreibt Prosa, Theaterstücke und Libretti. Poetikdozentur Dresden 2011, IFC Poetikdozentur Bayreuth und München 2017. Zuletzt erschienen: Der lachende Zahn meiner Grossmutter (Thelem, 2015). Erstmals in der zehnjährigen Geschichte des Literaturinstituts lesen die ehemaligen Studierenden und Dozierenden miteinander in einundzwanzig Duos an zwei randvollen und einzigartigen Tagen im Berner GenerationenHaus aus ihren Büchern, Stücken und Oeuvres. 22.6.-24.6.2017 Hochschule der Künste Bern HKB Schweizerisches Literaturinstitut Foto: Wiebke Zollmann, Schweizerisches Literaturinstitut
14 Minuten
né en 1994 à Bienne. Diplômé de l’Institut littéraire (volée 2014–2017). Tente d’écrire des poèmes. Publication : Les jours sont longs (Torticolis et frères, 2014). Erstmals in der zehnjährigen Geschichte des Literaturinstituts lesen die ehemaligen Studierenden und Dozierenden miteinander in einundzwanzig Duos an zwei randvollen und einzigartigen Tagen im Berner GenerationenHaus aus ihren Büchern, Stücken und Oeuvres. 22.6.-24.6.2017 Hochschule der Künste Bern HKB Schweizerisches Literaturinstitut Foto: Wiebke Zollmann, Schweizerisches Literaturinstitut
31 Minuten
Noëlle Revaz née en 1968 à Sion. Enseignante à l’Institut littéraire. A écrit des nouvelles, des romans, des pièces radiophoniques et une pièce de théâtre pour les enfants. Prix suisse de littérature 2015, Prix Alpha de la Commission intercantonale du Jura 2011, entre autres. Dernières publications : L’Infini livre (Zoé, 2014), Das Unendliche, Buch (Wallstein, 2017), Hermine Blanche et autres nouvelles (Gallimard, 2017) Michael Stauffer geboren 1972 in Winterthur. Stauffer macht Prosa, Hörspiele, Performances, Theaterstücke, Lyrik, singt und improvisiert. Dozent am Literaturinstitut. Zuletzt erschienen: Ansichten eines alten Kamels (Voland & Quist, 2014), Der Oligarchenlehrling (SWR, 2016). Erstmals in der zehnjährigen Geschichte des Literaturinstituts lesen die ehemaligen Studierenden und Dozierenden miteinander in einundzwanzig Duos an zwei randvollen und einzigartigen Tagen im Berner GenerationenHaus aus ihren Büchern, Stücken und Oeuvres. 22.6.-24.6.2017 Hochschule der Künste Bern HKB Schweizerisches Literaturinstitut Foto: Wiebke Zollmann, Schweizerisches Literaturinstitut