akpradio.podcaster.de Archiv
27 Episoden
21 Minuten
Für diese Sendung haben Bix und Gerhard vom akp mit mir über Drogen und Knast gesprochen. Wie immer bei solchen Interviews fällt einem hinterher alles mögliche ein, was vergessen wurde. Für gründliche Infos zur Entkriminalisierung des Drogengebrauchs gibt es zum Glück diese websites von Expertinnen und Experten:
https://schildower-kreis.de/ und https://www.akzept.org/
Ich habe Jörn Foegen, den ehemaligen Knastdirektor der JVA Ossendorf, zitiert. Er hatte mehrfach öffentlich betont, dass er ein Drittel aller Zellen dicht machen könnte, wenn es in der Bundesrepublik eine an Leidverminderung orientierte Drogenpolitik geben würde. Dadurch kam mir die Idee einer Amnestie für alle, die wegen den Drogen und den Beschaffungsdelikten verurteilt wurden.
Der neue Drogenbeauftragte Burkhard Lienert hat in Interviews erklärt, dass die Legalisierung von Cannabis und der an Leidverminderung orientierte Umgang mit Heroin, Kokain und anderen illegalen Drogen langsam angegangen werden soll. Er will Fehler vermeiden, die zu Niederlagen vor Gericht führen können. Die Amnestie aller Gefangenen, die in Folge der falschen repressiven Drogenpolitik in Haft kamen, wäre kein Fehler.
5.Februar 2022 Klaus Jünschke
https://schildower-kreis.de/ und https://www.akzept.org/
Ich habe Jörn Foegen, den ehemaligen Knastdirektor der JVA Ossendorf, zitiert. Er hatte mehrfach öffentlich betont, dass er ein Drittel aller Zellen dicht machen könnte, wenn es in der Bundesrepublik eine an Leidverminderung orientierte Drogenpolitik geben würde. Dadurch kam mir die Idee einer Amnestie für alle, die wegen den Drogen und den Beschaffungsdelikten verurteilt wurden.
Der neue Drogenbeauftragte Burkhard Lienert hat in Interviews erklärt, dass die Legalisierung von Cannabis und der an Leidverminderung orientierte Umgang mit Heroin, Kokain und anderen illegalen Drogen langsam angegangen werden soll. Er will Fehler vermeiden, die zu Niederlagen vor Gericht führen können. Die Amnestie aller Gefangenen, die in Folge der falschen repressiven Drogenpolitik in Haft kamen, wäre kein Fehler.
5.Februar 2022 Klaus Jünschke
25 Minuten
In der Dezembersendung blieben noch Fragen -- hier sind einige Antworten
25 Minuten
weiterführendes: Köln triff Schwerin ... ein Interview vom "Autonomen Knastprojekt" und "stoergeraeusch schwerin" zum Thema "Alternativen zu Strafe und Knast"
weiterführende Literatur : https://ignite.blackblogs.org
weiterführende Literatur : https://ignite.blackblogs.org
21 Minuten
Ein Interview mit Klaus Jünschke über Armut, Wohnungsnot und Knast
23 Minuten
In der Sendung geht es um den langjährig beständigen Knastrebellen Andreas Krebs. Wir trafen 2014 auf ihn, als er die zunächst nur in Tegel gegründete lokale Gefangenengewerkschaft auf Bayern ausweitete, also zusammen mit André Moussa Schmitz für NRW zum Begründer der Bundesweiten Organisation GG/BO wurde. Im gleichen Jahr wurde er entlassen und beteiligte sich von draußen an der Anti-Knast-Bewegung. Er hatte aber die „Führungsaufsicht an der Backe“, also die beabsichtigte weitere Kontrolle und Kommandogewalt durch Justizinstanzen. Der wollte er sich nicht untertwerfen, lebte zunächst unangemeldet klandesin, bis er nach Italien zog, um eine Zukunft aufzubauen. Ein „Betriebsunfall“ bzw. eine Notwehrreacktion brachte ihn dort erneut in den Knast. Er „sitzt“ jetzt schwer krebskrank in Neapel, Urteil 24 Jahre. Er wird möglicherweise den Wiederaufnahmetermin seines Prozesses nicht mehr erleben. A ber er hat in der Haft ein Buch geschrieben: Der Taifun, Erinnerungen eines Rebellen. Die Erlöse und Spenden dienen der medizinischen Versorgung von Andreas Krebs. Einige Links zur weiteren Information https://sabot44.org/2021/05/08/wie-ein-taifun-schlagartig-und-ohne-groses-blabla/ https://andreaskrebs.blackblogs.org/ https://www.anarchistischefoderation.de/italien-andreas-krebs-braucht-dringend-unsere-solidaritaet/ https://barrikade.info/Andreas-Krebs-Kurze-Chronologie-des-Todes-hinter-Gittern-kein-Einzelfall-3679 https://www.abc-wien.net/?tag=andreas-krebs https://de.indymedia.org/node/34296 https://www.a-radio.net/schlagwort/italien
19 Minuten
Isolation, das Grundprinzip des Wegsperrens Knast bedeutet immer Isolation. Du wirst getrennt von deinen Freunden, deiner Familie, der Umwelt. Ein monatlicher Besuch und Briefe können den persönlichen Kontakt nicht ersetzen. Neben dieser allgemeinen Isolation gibt es im Knast aber ein breites Spektrum von Massnahmen um die Isolation weiter zu verschärfen: u.a. Auschluss von Freizeitveranstaltungen, Arrest und Absonderung (zeitlich befristete und unterschiedliche Grade der Isolation) bis hin zur zeitlich unbefristeten Isolationshaft. Zu Recht wird letztere als „weiße Folter“ bezeichnet. Schon die für alle Gefangenen alltäglichen Formen und Schwankungen der Isolation rufen gesundheitliche Schäden hervor. Diese werden von den Knastbefürwortenden in Kauf genommen. Sie werden als Machtmittel zur Unterwerfung eingesetzt. Die Gefangenen sollen angeblich dazu befähigt werden, „ein Leben in sozialer Verantwortung“ zu führen. Die Praxis im Knast schafft das Gegenteil. Zur sozialen Verantwortung gehört eben der Kontakt zu anderen Menschen. Wenn diese Möglichkeit genommen oder stark eingeschränkt wird, so ist dies (milde gesagt) zumindest kontraproduktiv und widerspricht diametral den offiziell verkündeten Vollzugzielen
18 Minuten
Hier die Fortsetzung der Sendung "Polizeigewalt in Köln -- wer braucht eigentlich die Polizei"
24 Minuten
In der Nacht von Samstag, 5. Juni, auf Sonntag überfiel die Kölner Polizei die „Sozialistische Selbsthilfe Köln“ in Ehrenfeld (SSK-Ehrenfeld), zerrte einen Bewohner und Kollegen, der auch Vereinsmitglied ist, vom Grundstück des SSK und brachte ihn gewaltsam zu Boden. Bevor sie ihn fesselten, misshandelten sie ihn, traten und schlugen ihn und brachen ihm dabei den einen Arm auf Höhe des Ellbogens und verletzten die Hand des anderen Arms. Daraufhin verfrachteten sie ihn in ein Polizeifahrzeug, fuhren davon In dieser und der nachfolgenden Sendung wird dies u.a. mit der Anwältin des Betroffenen aufgearbeitet und durch das Interview mit einer anderen Person dargestellt, das Polizeigewalt auch hierzulande alltäglich ist ... siehe dazu: https://www.report-k.de/Koeln-Nachrichten/Koeln-Nachrichten/Festnahme-in-Ehrenfeld-Gab-es-unbegruendete-Polizeigewalt-in-der-Liebigstrasse-146881
24 Minuten
" ...Im Knast befanden sich die Arbeitsverweigerer in einer zwiespältigen Situation. Über Langsamarbeiten, ständige Versetzungsanträge in andere Arbeitsbetriebe, Kritisieren von arbeitswilligen Häftlingen bis zur totalen Arbeitsverweigerung wehrten sie sich gegen diese Zwangssituation. Das Einkaufsverbot als Sanktionsmittel nimmt ihnen auch heute noch jedoch die letzte Möglichkeit, mit den wenigen Kleinigkeiten, wie Tabak, Körperpflegemittel etc. das Überleben einigermaßen zu ermöglichen. Sie müssen deswegen ihre Arbeitskraft zu einem Spottpreis verkaufen....“ Zwei Mitglieder der Soligruppe Köln der Gefangenengewerkschaft GG/BO reden über Gründung, Sinn und Probleme, vor allem aber darüber, warum Basisgewerkschaften -- FAU draussen, GG/BO drinnen --- wichtig sind...
20 Minuten
Der syrische Flüchtling Amed Ahmad. war im September 2018 im Gefängnis in Kleve verbrannt.Am 6. Juli 2018 wurde Amad A. nach einer angeblichen Belästigung an einem Baggersee festgenommen. Inhaftiert wurde er u.a. wegen Diebstahlsdelikten, für die aber ein anderer (ein Mann aus Mali) per Haftbefehl gesucht wurde. Die Akten wurden -- war es "Nachlässigkeit", war es "Absicht" ? - zusammengeführt .. Das es sich um eine (angebliche) "Verwechslung" handelte, fiel der Staatsanwaltschaft irgendwann auf-- Trotzdem saß Amed weitere sechs Wochen in der JVA-Kleve, bevor er nach dem Zellenbrand starb. Ein Ermittlungsverfahren gegen verantwortliche Polizisten wurde eingestellt. Keine "Verwechslung" sondern Absicht, Willkür, der sich aus einem institutionellem Rassismus ergibt - sagt die Ini Amed Ahmad.. Sie fordert eine lückenlose Aufklärung und eine wache sensible Öffentlichkeit --- ( s.a. dazu: Oury Jalloh oder auch Ferhat Mayouf in Berlin Moabit) Alles Nähere dazu in einem Interview mit einer Aktivistin https://initiativeamad.blackblogs.org/wer-wir-sind/
27 Minuten
https://www.grundrechtekomitee.de/details/isolation-hoch-zehn-der-umgang-mit-dem-virus-im-knast... Hier der Hinweis zum Interview mit Klaus Jünschke BAG-S: Infodienst Heft 3/2021 - Arbeit und Haft (vorläufiger Titel) Artikel von dem Interviewten Klaus Jünschke "....Die Sorge um das Wohlbefinden und die Gesundheit der von den Coronamaßnahmen durch die soziale Isolation Betroffenen war so groß, weil die Infektion jeden treffen konnte. Trotzdem war diese Solidarität begrenzt. In all den oben zitierten Interviews und Berichten kamen die Gefängnisse und die Gefangenen nicht vor. Dabei zählen die Gefangenen zweifelsfrei zu den besonders gefährdeten Risikogruppen: »Während der Anteil psychischer Erkrankungen in der deutschen GesamtGesamtbevölkerung bei 27,2 Prozent (EU 27 Prozent) liege, würden je nach Forschungsdesign der Studien 40 bis 70 Prozent aller Strafgefangenen in Deutschland psychische Erkrankungen und Auffälligkeiten aufweisen.«12 Wie in den Jahren davor gab es hin und wieder in den Medien auch Berichte über Gefängnisse in der Pandemie, aber ohne dass die geschilderten Folgen der sozialen Isolation auf ihre Insassen übertragen worden wären. Das hätte zu grundlegenden Veränderungen der Situation hinter den Mauern führen müssen. Dies ist offensichtlich nicht gewollt. Es ist davon auszugehen, dass die Gründe dafür viel älter sind als der Strafvollzug selbst..... "
23 Minuten
Endlich (wieder) gibt es eine Antiknastdemo vor der JVA Köln Ossendorf ... wenn auch in dem Coronajahr unter erschwerten Bedingungen und an einem anderen Tag .. nicht wie traditionell vor vielen Knästen der Welt am 31.12. sondern zumindest hierzulande ein Tag zuvor, am 30.12. ... gab es in den letzten Jahren kleinere Streifzüge und Spaziergänge rund um das Knastgelände nun also eine organisierte Kundgebung/Demo ... wer das nun organisiert hat, unter welchen Bedingungen und welcher Intention, darüber hat Gerd mit Laura gesprochen, von der "Anarchistischen Linken"...möge es laut, fröhlich, wütend, solidarisch werden.... in der Mitte der Sendung sind kurz Originalbeiträge der (Anti)Knastkundgebung 2013 in Köln-Ossendorf zu hören hier ist der Link zum Original .. auch um mal den längeren Verlauf einer Knastdemo mitzubekommen... https://archive.org/details/Antiknastdemo2013