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Michael Kotsch Archiv

137 Episoden
8 Minuten
Hunderttausende Flüchtlinge verlassen momentan ihre ukrainische Heimat. Während viele Städte des Landes unter dem Beschuss der russischen Armee in Schutt und Asche versinken, macht sich Verzweiflung reit. Es ist momentan nicht absehbar, was am Ende dieses Krieges steht. In jedem Fall wird die Ukraine viele Jahre brauchen, um die jetzt angerichteten Schäden wieder aufzuarbeiten. Das Verhältnis zu Russland ist wahrscheinlich dauerhaft gestört.  

Immer mehr ukrainische Flüchtlinge finden auch in Deutschland Zuflucht. Unbürokratisch und umfassend wollen Politiker den jetzt einreisenden Menschen helfen. Auch in der breiten Bevölkerung gibt es eine große Hilfsbereitschaft. Besonders vorbildlich engagieren sich viele christliche Gemeinden in der Flüchtlingshilfe. Gläubige öffnen bereitwillig ihre Häuser und Kirchen. Ukrainische Flüchtlinge brauchen aber nicht nur Unterkunft und Verpflegung, sondern auch eine Perspektive für die Zukunft und seelische Hilfe durch eine Beziehung zu Jesus Christus.
8 Minuten
Unschuldig Verurteilte findet man nicht nur im Film, sondern leider auch in der Realität. Besonders in den USA gab es in den vergangenen Jahren einige spektakuläre Fälle, bei denen Menschen über viele Jahre unschuldig im Gefängnis saßen. Manche erhielten zwischenzeitlich für ihre Haft große Entschädigungen. Andere bekamen gar nichts. In jedem Fall ist es natürlich ziemlich schlimm, jahre- manchmal sogar jahrzehntelang unschuldig im Gefängnis zu sitzen.   

Bei aller durchaus gerechtfertigten Empörung darf man natürlich nicht vergessen, dass die meisten Gefangenen durchaus ganz zurecht einsitzen. Trotzdem sollten häufige Polizei- und Gerichtsfehler natürlich dringend unterbunden werden. - Bei Gottes großem Endgericht jedenfalls wird es keine Fehlurteile geben. Alle Menschen, die irrtümlich auf ihre guten Werke vertrauen, werden dann schwer enttäuscht feststellen müssen, dass sie trotzdem verurteilt werden.
6 Minuten
Viele Menschen kennen ihn von der Fernsehsendung „Bares für Rares“, den Moderator Horst Lichter. In der Öffentlichkeit tritt er gewöhnlich freundlich und optimistisch auf. Glaubt man seinen eigenen Aussagen, dann ist Lichter dankbar für sein bisheriges Leben und sieht dem Tod ohne Furcht entgegen. Manches was er zu sagen hat ist ziemlich motivierend, auch für das Leben seiner Zuschauer.
6 Minuten
Die Bundesregierung plant für 2022 die Aufhebung des bisher geltenden Werbeverbots für Abtreibungen (§ 219a). Die vorgeburtliche Tötung von Embryonen soll künftig als normales Mittel der Geburtenregelung etabliert werden. Gleichzeitig sollen kritische Proteste in der unmittelbaren Nähe von Abtreibungs- Einrichtungen generell verboten sein.   

Auch das grundsätzliche strafrechtliche Verbot von Abtreibungen (§ 218) steht erneut zur Diskussion; wobei es faktisch schon seit Jahren immer mehr an Relevanz verloren hat. Schlussendlich wollen manche Aktivisten Abtreibung sogar zu einer Art Menschenrecht erheben; eine weitergehende Freiheit über Leben und Tod ungeborenen Lebens individuell entscheiden zu können.   

Nichts gefährdet das Leben eines Kindes während seiner ersten Lebensmonate in Deutschland so stark wir die Abtreibung. Christen sind hier herausgefordert; wie bei sonst kaum einer anderen gesellschaftlichen Frage.
8 Minuten
Seit Jahren leidet die Ukraine an einem unausgesprochenen Krieg mit Russland. Nach dem Ende der Sowjetunion, vor mehr als 30 Jahren, kam es zu einer vorläufigen Annäherung zwischen West und Ost. Zwischenzeitlich aber drängen die unterschiedlichen Interessen immer stärker in den Vordergrund. Russland will seinen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss in der Region ausbauen, ebenso die Staaten der NATO. Deshalb kommt es dort immer wieder zum Konflikt. Vielen ist angesichts gegenwärtiger Spannungen die Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 in unguter Erinnerung. 

In der Ukraine gibt es aber nicht nur einen militärischen Konflikt mit pro- russischen Milizen, auch die Christenheit wird durch die langjährigen Spannungen stark belastet. Gerade in der Ost- Ukraine sympathisieren manche Christen mit Russland, andere orientieren sich am Westen, bzw. an der Ukraine. Gerade in der Gemeinde aber sollten politische Interessen eigentlich deutlich im Hintergrund stehen.
7 Minuten
Herbert Achternbusch ist tot. In der Kunstszene gilt der Regisseur, Schriftsteller und Maler als Avantgardist. Jahrelang hatte er sich nur noch gelegentlich in Interviews zu Wort gemeldet; zumeist zynisch und bissig. Manche feiern Achternbusch jetzt als großen Künstler. Andere sehen ihn nur als Provokateur und chronischen Pessimisten. Obwohl ziemlich bekannt, schien sein Leben nicht sehr glücklich verlaufen zu sein. Dazu trug sicher auch seine negative Grundstimmung bei.   

Achternbusch wurde 1982 durch seinen Film „Das Gespenst“ europaweit bekannt. Jahrelang diskutierten Politik und Medien darüber, ob es sich dabei um Kunst oder lediglich um platte Blasphemie handelt. Vor allem hatte Achternbusch etwas gegen die Kirche, gegen christliche Werte, gegen Autorität und Traditionen. Produktiv war er jedenfalls, und dabei ziemlich negativ.
6 Minuten
Desmond Tutu ist einer der weltweit bekanntesten Südafrikaner. Jetzt ist er gestorben.  

Rassismus und nationale Überheblichkeit sind leider überall auf der Welt verbreitet. Menschen fühlen sich aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Bildung, ihrer Religion oder aus irgendeinem anderen Grund prinzipiell überlegen. Lange Zeit gab es in Südafrika eine strenge Trennung zwischen Schwarz und Weiß. Verteidigt wurde diese Ungleichbehandlung mit dem politischen System der „Apartheid“.   

Desmond Tutu erhielt den renommierten Friedensnobelpreis für sein andauerndes Engagement gegen Rassismus und Apartheid. Er selbst hatte als Kind und als junger Erwachsener unter der Benachteiligung farbiger Südafrikaner gelitten. Auch in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens arbeitete Tutu aktiv an einer Veränderung der Gesellschaft. Dabei mischten sich immer wieder christliche und politische Motive.
6 Minuten
Die meisten Menschen freuen sich über ein Geschenk, sofern es ihren Geschmack trifft. Geschenke drücken Zuneigung und Anteilnahme aus. „Da hat jemand an mich gedacht und will mir eine Freude machen.“ Geschenke erhält man gewöhnlich zu besonderen Feiern, Jubiläen, Geburtstagen, zur Hochzeit oder natürlich zu Weihnachten. Besondere Aufmerksamkeit erhalten Geschenke, die ganz ohne besonderen Anlass, einfach so, gemacht werden.  

Geschenke zu machen ist nicht immer leicht. In den reicheren Ländern dieser Welt kaufen sich die Menschen oft schon alles selbst, was sie gerne haben wollen. Natürlich darf man beim Schenken nicht nur vom eigenen Geschmack ausgehen.  

Auch Gott beschenkt Menschen jeden Tag. Oft merken es die Beschenkten kaum und bedanken sich deshalb auch nicht an höherer Stelle. Das würde Gott sich aber durchaus wünschen. Eine Sensibilität für diese himmlischen Geschenke könnte das Leben intensiver und glücklicher machen.
7 Minuten
Viele Menschen lieben Weihnachten, aus unterschiedlichen Gründen natürlich. Nicht nur Kinder freuen sich gewöhnlich auf die zu erwartenden Geschenke. Millionen Menschen freuen sich auf den Besuch von Weihnachtsmärkten in den oft schön dekorierten Innenstädten, insbesondere in historischen Orten. Manche mögen das spezielle Gebäck, Glühwein oder andere weihnachtliche Leckereien. Wieder andere erinnern sich jetzt an angenehme Erlebnisse aus der eigenen Kinderzeit.  

Wie kaum ein anders Fest ist Weihnachten voller Bräuche und Symbole, die sich nicht immer automatisch erschließen. Für viele Menschen gehört beispielsweise der Christbaum untrennbar zu Weihnachten. Warum man sich nun aber einen reich geschmückten Tannenbaum in die Wohnung stellt und das weltweit, das wissen nur verhältnismäßig wenige Menschen. Dabei geht der Christbaum mit seinen bunten Kugeln und Kerzen nicht auf die Bibel zurück, sondern auf das Mittelalter.
6 Minuten
Gerade ist die neue Bundesregierung zusammengetreten. Vorher haben SPD, FDP und Grüne im Koalitionsvertrag ihre wichtigsten, politischen Vorhaben der kommenden Jahre präsentiert. Manches, was bereits vor der Wahl angekündigt wurde, ist darin konkretisiert worden. Demnach sind in einigen Bereichen deutliche Änderungen vorgesehen; nicht nur bezüglich Elektromobilität.  

Einige der nun geplanten Kursänderungen stellen Christen vor ganz neue Herausforderungen. Atheismus und Islam sollen noch deutlicher als bisher gefördert werden. Christliche Privilegien hingegen werden gleichzeitig eingeschränkt. Neue Definitionen von Ehe, Sexualität und Familie verabschieden sich fast ganz von ehemals christlichen Vorstellungen. Und das ist noch nicht alles.
4 Minuten
Die Schriftrollen von Qumran am Toten Meer gelten als eine der größten Sensationen der Archäologie des 20.Jahrhudnerts. Jetzt wurden in Israel erneut uralte Fragmente biblischer Schriften entdeckt, gar nicht weit von Qumran entfernt. In einer groß angelegten archäologischen Suchaktion durchkämmten Spezialisten alle Höhlen dieses Wüstengebiets. Dabei setzen sie auch auf moderne Technik, beispielsweise auf speziell ausgerüstete Drohnen.  

Immer wieder werden historische Fundorte von Grabräubern geplündert, wobei wertvolle Artefakte unwiederbringlich zerstört werden. Jetzt konnten Archäologen in mehreren Höhlen Skelette aus der Zeit des frühen Christentums sicherstellen und einen gut erhaltenen Korb; wahrscheinlich den weltweit ältesten der je gefunden wurde. Außerdem fanden die Forscher Fragmente alttestamentlicher Texte, die vermutlich vor mehr als 2000 Jahren abgefasst wurden.  Immer wieder haben auch schon in der Vergangenheit uralte Abschriften die Zuverlässigkeit der biblischen Überlieferung eindrücklich bestätigt.
10 Minuten
Noch immer wird heiß über Corona diskutiert; gegenwärtig vor allem über die entsprechende Impfung. Selten noch hört man wirklich aufeinander. Scheinbar jeder hat sich schon vor langer Zeit für eine Sichtweise entscheiden und sammelt jetzt nur noch Meldungen, die die eigene Perspektive zu stützen scheinen. Andersdenkende werden dann schnell als „dumm“ oder „einfältig“ diffamiert. Auf diese Weise kann bei jedem Menschen sehr schnell ein Tunnelblick entstehen, durch den man sich immer weiter in eine bestimmte Überzeugung hineinsteigert.   

Dabei ist es durchaus erstaunlich, wie schnell Argumente und Überzeugungen vergessen sind. Gerne ist man immer wieder bereit dem zu glauben, der einem das sagt, was man gerne hören will. Da spielt es scheinbar keine Rolle mehr, dass von derselben Internetseite oder von denselben Personen schon häufiger Aussagen und Behauptungen kamen, die sich später als weitgehend falsch herausgestellt hatten. Das gilt auch für einige „Schreckensmeldungen“ über Corona aus den vergangenen Monaten.
13 Minuten
Aufgewachsen im verunsicherten Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg war Gerhard Bergmann (1914-1981) begeistert von der Ideologie der Nationalsozialisten. Nach seiner Hinwendung zum christlichen Glauben wollte er damit nichts mehr zu tun haben. Seit dieser Zeit träumte er davon, möglichst viele Menschen auf Jesus Christus aufmerksam zu machen.  

Die "Deutsche Zeltmission" beschaffte für ihren Hauptredner ein eigenes Zelt mit 2500 Sitzplätzen, das regelmäßig überfüllt war. Nicht nur in Deutschland, sondern auch international wurde Bergmann zu großen Konferenzen und Tagungen eingeladen. Im Laufe seines bewegten Lebens sprach er zu etwa 10 Millionen Menschen. Seine zahlreichen Bücher wurden in einer Gesamtauflage von mehr als 5 Millionen Exemplaren verkauft.  

In seinem internationalen Bestseller „Alarm um die Bibel“ (1963) setzte sich Bergmann kritisch mit der Theologie Rudolf Bultmanns auseinander. Das führte zur einer Protestveranstaltung mit 21 000 Teilnehmern in der Dortmunder Westfalenhalle und zur Verbreitung der „Bekenntnisbewegung: Kein anderes Evangelium“. Bergmanns Kritik an der Entmythologisierungs- Theologie Bultmanns brachte viele Christen zum Umdenken.  

Bergmann engagierte sich für die überkonfessionelle Zusammenarbeit der Christen in der "Evangelischen Allianz".

In den 1970er Jahren wurde Bergmann auch »der deutschen Billy Graham« genannt. Seine auf Deutschland bezogene Wirksamkeit wurde mit der des weltweit bekannten amerikanischen Evangelisten verglichen.
6 Minuten
Elektro- Fahrzeuge sind momentan in aller Munde. Gerade „Tesla“ ist regelrecht Kult. Die sogenannten „Verbrenner“ hingegen gelten als rückständig und mitverantwortlich für den erwarteten Klima- Kollaps. Politiker und andere Meinungsmacher überbieten sich mit ihren Vorschlägen zur Durchsetzung der E- Mobilität.  

Zweifellos sind Elektro- Fahrzeuge eine große Hilfe. Hier greift man prinzipiell auf erneuerbare Energie zurück. Wenn genügend Öko- Strom zur Verfügung steht, dann fährt man einfach mit der Kraft der Sonne. Bei aller Begeisterung sollte man aber auch nicht zu falschen Argumenten greifen, um alle Verbrennungs- Motoren zu verdammen und E- Autos zu idealisieren. Bei genauerem Hinsehen fällt die Bilanz derzeit nämlich noch ziemlich gemischt aus.
11 Minuten
Vielen Leuten ist die Bibel ziemlich egal. Andere sind von ihr begeistert. Wenn man anfängt in diesem Buch zu lesen, dann versteht man schon recht bald worum es hier geht, zumindest grundsätzlich. Wenn man sich genauer mit der Bibel auseinandersetzt, dann kann es auch schon mal schwierig werden. Oft sind sich die Leute nicht ganz einig, was genau gemeint ist. Mancher kommt deshalb etwas frustriert zu dem Schluss: „Die Bibel kann man auslegen wie man will!“  

Tatsächlich gibt es aber einige gut bewährte Methoden, die Lesern helfen, die Aussagen der Bibel nicht vollkommen zu missbrauchen oder misszuverstehen. Es hilft beispielsweise, darauf zu achten, an wen ein Text geschrieben wurde. Ob das Thema auch noch an anderen Stellen der Bibel besprochen wird. Welche Sprache die Autoren benutzt haben und welche Auswirkungen das auf den Inhalt hat. Wie man die Verhältnisse einer längst zurückliegenden Kultur korrekt auf die heutige Situation übertragen kann, usw.