Geschichten aus der Geschichte Archiv
612 Episoden
51 Minuten
In dieser Folge schauen wir in den Himmel und beschäftigen uns mit Sternbildern – und der Geschichte, wie sie im 20. Jahrhundert festgelegt wurden. Denn heute sind genau 88 Sternbilder am Himmel zu sehen und sie unterscheiden sich grundlegend von ihren historischen Vorbildern. Wir sprechen über die Entstehung und Bedeutung von Sternbildern und über einige, die es nicht in den offiziellen Katalog geschafft haben, wie die Katze oder die Buchdruckerwerkstatt. Als Experte für diese Folge unterstützt uns der Astronom Florian Freistetter (@astrodicticum). Er verbreitet ganz viel Wissen über Astronomie und Wissenschaft, steht regelmäßig als Science Buster auf der Bühne und hat auch einen Podcast über Astronomie, die Sternengeschichten. Und Florian hat ein Buch geschrieben: Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen, in dem er auch einige der Geschichten erzählt, über die wir in der Folge sprechen.
40 Minuten
Wir springen in dieser Folge ins frühe Mittelalter, Ort des Geschehens ist das byzantinische Reich. Bedroht durch die islamische Expansion, wird hier eine Waffe entwickelt, die so noch nie existiert hat und sich als äußerst effektiv gegen ihre bisher übermächtigen Feinde herausstellt. Wir sprechen über diese Waffe, wo sie überall verwendet wurde und warum sie trotz ihrer Effektivität ab dem 12. Jahrhundert nur noch vereinzelt verwendet wurde.
42 Minuten
Wir springen in die Niederlande und beschäftigen uns mit einem der erfolgreichsten Kunstfälscher des 20. Jahrhunderts: Han van Meegeren. Ihm ist es gelungen, gefälschte Bilder Jan Vermeers an die bedeutendsten Kunstsammlungen der Niederlande zu verkaufen und Millionen damit zu verdienen. 1943 verkaufte er eine seiner Fälschungen an Hermann Göring – was sich nach dem Zweiten Weltkrieg als verhängnisvoll herausstellen sollte. Ohne der Fälschung überführt zu werden, gestand er schließlich kurz nach dem Ende der Besatzung durch Nazi-Deutschland 1945 den Betrug. Wir sprechen darüber, wie es dazu kam und warum van Meegeren seinen letzten Vermeer während seiner Zeit in U-Haft gemalt hat.
45 Minuten
Wir springen in dieser Episode ins 15. Jahrhundert und beschäftigen uns mit Cyriacus: eigentlich ausgebildeter Händler, entdeckt dieser Mann aus Italien bald eine Passion, die ihn bis ans Ende seines Lebens nicht loslassen wird: alte Gebäude, Monumente und Ruinen – kurz: die Überbleibsel längst vergangener Kulturen.
1 Stunde 11 Minuten
Eishockey hatte für die DDR-Sportführung bis 1968 eine besondere Bedeutung: Weil die beiden deutschen Staaten ein gemeinsames Team zu den olympischen Spielen schickten, entschied das Eishockey-Team bei den Winterspielen über den Chef de Mission, den Leiter der gemeinsamen Olympia-Delegation. Nach 1968 ändert sich die Situation grundlegend: Mit dem Leistungssportbeschluss von 1969 sollte Eishockey nicht mehr gefördert werden. Und doch bestand ab 1970 bis zum Ende der DDR eine Profiliga, die jedoch nur mehr aus zwei Mannschaften bestand: SC Dynamo Berlin und SG Dynamo Weißwasser. Der Historiker René Feldvoß hat eine Dissertation über Eishockey in der DDR geschrieben, die kleinste Liga der Welt, und wir haben über die Hintergründe gesprochen und welche Rolle Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit, dabei gespielt hat.
38 Minuten
Wir springen in dieser Folge nur wenige Jahrzehnte zurück und sprechen über ein Kapitel aus der Geschichte der DDR. Zwischen 1970 und 1990 spielten nur zwei Mannschaften in der Eishockey-Oberliga, der höchsten Spielklasse: SC Dynamo Berlin und SG Dynamo Weißwasser. Bis 1968 hatte Eishockey einen besonderen Status in der DDR aufgrund des gesamtdeutschen Olympiateams, doch mit dem Leistungssportbeschluss von 1969 sollte die Förderung komplett wegfallen. Dass dennoch zwei Mannschaften weitergespielt haben, ist vor allem mit einem Namen verbunden: Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit in der DDR.
47 Minuten
Wir springen in dieser Folge in die USA des 19. Jahrhunderts. Protagonist ist ein junger Chirurg, der drauf und dran ist, die gesamte Disziplin und die dafür benötigte Ausbildung zu revolutionieren. Wir unterhalten uns über eine Chirurgie, die zu jener Zeit gerade erst im Begriff ist, zu jener Chirurgie zu werden, wie wir sie heute kennen. Es geht um Schmerzen, Gummihandschuhe und schließlich auch um ein Geheimnis, das der begabte Mediziner bis an sein Lebensende mit sich tragen wird.
1 Stunde 14 Minuten
In dieser Folge eine Premiere: wir sprechen mit Markus Widmer und Harald Eckmüller vom 3W6 Podcast. Da es bei ihrem Podcast nebst Rollenspielen auch ums Geschichtenerzählen geht, haben sie uns eine Geschichte mitgebracht. Es ist unser erster Ausflug in der Spielgeschichte, aber einer, der es in sich hat. Es geht in dieser Geschichtes des Rollenspiels "Dungeons & Dragons" um Erfolge, Niederlagen und Intrigen.
41 Minuten
Wir springen in das Jahr 1945 auf Schloss Itter nach Tirol und beschäftigen uns mit einem der letzten Gefechte des Zweiten Weltkriegs in Europa. Das Schloss war ein KZ-Außenlager in dem prominente Gefangene interniert waren. Dazu zählten die wichtigsten politischen Persönlichkeiten Frankreichs der Zwischenkriegszeit: die letzten beiden Premierminister Édouard Daladier und Paul Reynaud sowie die Armeechefs Maxime Weygand und Maurice Gamelin. Außerdem befanden sich unter den Gefangenen Marie-Agnès Cailliau, Schwester von Charles de Gaulles und der spätere Friedensnobelpreisträger Léon Jouhaux. Die Befreiung gilt als einziges Gefecht des Zweiten Weltkrieges, bei dem US-Soldaten mit Wehrmachts-Soldaten und einem hochrangigen SS-Offizier gemeinsam gekämpft haben.
43 Minuten
Wir springen in dieser Folge in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Die relativ neu gegründete Zoological Society in England will ihren Zoo im Regent's Park um einen Star erweitern. Sie beschließen, dass dieser Star ein Nilpferd sein muss, und mit Hilfe des ägyptischen Machthabers, wird dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt. Wir sprechen in dieser Folge über dieses Nilpferd, Obaysch: woher es kam, was es so besonders machte, was es für das viktorianische England bedeutete und welches Vermächtnis es hinterließ.
48 Minuten
Wir springen in das Jahr 1939 und beschäftigen uns diesmal mit Südtirol: Nach dem Hitler-Mussolini-Abkommen im Oktober 1939 mussten sich deutschsprachige Südtiroler und Ladiner bis Ende des Jahres entscheiden, ob sie ins Deutsche Reich auswandern oder in Italien bleiben, wo sie sprachlich und kulturell unterdrückt wurden. Und obwohl ein Großteil optiert hat, sind nur wenige tatsächlich ausgewandert. Die Geschichte hat Anna Masoner mitgebracht, die uns vor einiger Zeit einmal von einem Rosengarten in Portland erzählt hat. Sie hat ihre Familiengeschichte recherchiert und ist im Archiv auf die Akten ihrer Großeltern gestoßen.
43 Minuten
Wir beschäftigen uns in dieser Folge mit dem wichtigsten diagnostischen Verfahren der vormodernen Medizin: der Uroskopie. Über viele Jahrhunderte war nicht das Stethoskop der charakteristischste Gegenstand für einen Arzt, sondern das Harnglas. Am Urin, so war die damalige Überzeugung, könne ein Arzt mittelbar alle Krankheiten erkennen. Doch ab dem 16. Jahrhundert regte sich Kritik an der Harnschau und die gelehrten Ärzte überließen das Feld den Brunzdoktoren und Seichguckern, denn in der Bevölkerung erfreute sich die Harnschau bis ins 20. Jahrhundert hinein großer Beliebtheit. Über einen der bekanntesten Harnschauer aus Österreich sprechen wir daher auch: Johann Reinbacher, besser bekannt als Höllerhansl. Damit nicht genug: Am Ende der Folge geht es noch über die Geschichte des Schwangerschaftstests und warum das gegenwärtige Amphibiensterben damit zusammenhängt.
49 Minuten
Wir springen in dieser Woche durch die Zeiten, vom 2. Jahrtausend vor der Zeitenwende, bis zur Gegenwart: denn wir besprechen die Geschichte des Eises, genauer, die Geschichte des Speiseeises. Die Sache, an der sich heutzutage Millionen von Menschen so selbstverständlich laben, hat eine bewegte Geschichte hinter sich, im wahrsten Sinne des Wortes.
2 Stunden 50 Minuten
Sie ist da, die große 200. Das bedeutet 200 Wochen Zeitsprung, jede Woche eine Folge, jede Woche eine neue Geschichte aus der Geschichte. Endlich Zeit mal abzurechnen, und dafür weichen wir von unserem ursprünglichen Konzept etwas ab. Denn in dieser Folge widmen wir uns ganz und gar euren Fragen: wir sprechen darüber, wie wir das alles hier produzieren, wir sprechen über uns, über die Geschichtswissenschaft und was euch sonst so interessiert hat. Es ist eine Nabelschau, ein Plaudern aus dem Nähkästchen, das sich gewaschen hat: zum ersten Mal hat eine Folge so richtig Überlänge.
47 Minuten
Wir springen etwa 100 Jahre zurück und beschäftigen uns mit einem U-Boot: UC 71. Das U-Boot liegt in der Nähe von Helgoland auf dem Meeresboden. Doch es ist nicht während der Kampfhandlungen untergegangen, sondern kurz bevor es nach Ende des Krieges im Februar 1919 an Großbritannien übergeben werden sollte. Florian Huber ist Unterwasserarchäologe und er hat herausfinden können, wie es zum Untergang von UC 71 gekommen ist. Er unterstützt uns in dieser Folge als Experte und erzählt auch von Georg Trinks, der als Maschinist lange an Bord von UC 71 war und zwei Tagebücher hinterlassen hat, die uns einen Einblick über das Leben an Bord geben. Außerdem sprechen wir über die Bedeutung des U-Boot-Kriegs im Ersten Weltkrieg und welche Gegenmaßnahmen die Royal Navy gegen den uneingeschränkten U-Boot-Krieg der Kaiserlichen Marine unternommen hat.
Geschichten aus der Geschichte
Seit über zehn Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte.