Religion und Politik Archiv
20 Episoden
14 Minuten
Wer etwas über jüdisches Leben in der Vergangenheit erfahren möchte, greift auf historische Quellen zurück. Neben Texten bieten sich auch Materialien an, also Bilder, Buchobjekte, Gebäude, Inschriften, Münzen oder Dinge des Alltags. Die Forschung hat sie in den vergangenen Jahren verstärkt in den Blick genommen. Eine besondere Quelle dieser Art, ein Feiertagsgebetbuch – den Amsterdamer Mahsor, der vermutlich um 1240 in Köln entstand – stellt die Judaistin Katrin Kogman-Appel vom Exzellenzcluster in unserer Podcastreihe „Zugehörig oder ausgegrenzt?“ vor.
12 Minuten
Die Erinnerung an die eigene Geschichte ist seit jeher Bestandteil jüdischen Lebens. In unserer neuen Podcastreihe „Zugehörig oder ausgegrenzt?“ werfen wir gemeinsam mit dem Institut für jüdische Studien der Uni Münster Schlaglichter auf 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Die Podcastreihe ist ein Beitrag zum gleichnamigen bundesweiten Festjahr – und zugleich Teil des Themenjahres „Zugehörigkeit und Abgrenzung“ des Exzellenzclusters. Den Anfang macht der Judaist und evangelische Theologe Lutz Doering vom Exzellenzcluster. Er forscht zum Judentum in der Antike und Spätantike und fragt: Was war denn genau vor 1.700 Jahren, und was wissen wir eigentlich über die ersten Jüdinnen und Juden in der Region, die wir heute Deutschland nennen?
19 Minuten
Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod, wie Christen sie Ostern im Auferstehungsglauben feiern, prägen Wissenschaftlern zufolge viele Religionen. „Auch Juden, Muslime, Hindus und Buddhisten haben vielfältige Jenseits-Vorstellungen entwickelt – als Antwort auf die große Menschheitsfrage: Kommt etwas nach dem Tod? Und wenn ja, was?“, sagt der Religionswissenschaftler und Theologe Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster. Die Theologie müsse solche Fragen heute im Kontext des Glaubens aller Religionen behandeln, also in einer „interreligiösen Theologie“.
15 Minuten
Auf dem Olymp: Das berühmte Bergmassiv war nach griechischer Mythologie von Göttern bevölkert, im wahren Leben aber laut Archäologen über Jahrtausende fast menschenleer. So wurde der Berg seit der Antike zur Projektionsfläche für religiöse, politische und popkulturelle Ideen, wie der Archäologe Achim Lichtenberger vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster im Podcast erläutert.
16 Minuten
Trotz Corona und Kontaktbeschränkungen zeigen die Menschen in Deutschland nach einer Umfrage weiter Bereitschaft zur Solidarität. In der nicht-repräsentativen Online-Befragung unter 2.300 Menschen geben 63 Prozent der Befragten an, mehr Solidarität und Hilfsbereitschaft im Pandemie-Alltag zu zeigen. Politikwissenschaftlerin Carolin Hillenbrand vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster spricht im Podcast über ihre Ergebnisse.