Radio. Menschen & Geschichten Archiv
43 Episoden
29 Minuten
Tag 186 des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine – und er geht auch nicht am Rundfunk vorbei. Verschiedene Initiativen sind seit Kriegsbeginn entstanden. Einerseits um Geflüchteten aus der Ukraine in Europa aktiv Hilfestellung zu leisten, andererseits aber auch um der russischen Staatspropaganda etwas entgegenzusetzen. Wir werfen mal einen Blick auf die Programme und Initiativen. Nach über 12 Jahren ist die Restaurierung des historischen Sendergebäudes von Radio Andorra nahezu abgeschlossen, und das Gebäude wird im September seiner neuen Bestimmung übergeben: Als Sitz des Tourismusministeriums von Andorra. Doch wo bleibt das „Radio“ im Gebäude von „Radio Andorra“, das 1981 seine Pforten schließen musste und dessen Erbe erst 2009 nach langen Rechtsstreitigkeiten an den Andorranischen Staat übergehen konnte? Ein Blick zurück und in die Zukunft. Die Menschheit befindet sich im 21. Jahrhundert - doch wo befinden sich die Auslandsdienste? Ein Kommentar zur Lage der internationalen Rundfunkwelt. Seit 33 Jahren war er die Stimme des Privatdetektivs "Philip Maloney", der jeden Sonntag um 11 Uhr auf DRS3/SRF3 haarsträubende Kriminalfälle löste. Vergangenen Samstag starb der Schauspieler Michael Schacht 81-jährig. Wir widmen uns diesem Kulthörspiel aus der Schweiz, dass seit Jahrzenten taudende Menschen sonntagsmorgens vorm Radio versammeln lässt.
42 Minuten
Digitales Radio in Deutschland war über Jahrzehnte ein Trauerspiel: Radionormen, wie Digitales Satelliten Radio DSR, Astra Digitalradio ADR, Worldspace: Begriffe, die man heute nur noch aus den Geschichtsbüchern (oder Wikipedia-Artikeln) kennt, allerdings ehemaligen Nutzer:Innen dieser Übertragungswege wahrscheinlich immer noch die Zornesröte ins Gesicht treiben: Für viel Geld hat man in neue Empfänger investiert, ein paar Jahre dümpelten die Systeme vor sich hin, dann war Schluss. Geld verbrannt, Elektroschrott produziert, warten bis die nächste digitale Sau durchs Dorf getrieben wird. Seit knapp 10 Jahren ist jetzt in Deutschland ein neues Digitalradioverfahren On Air: DAB+. Auch da war der Start schwierig, aber insbesondere dieses Jahr war bei DAB+ so viel Dampf auf dem Kessel, wie selten zuvor. Grund, uns einmal damit zu beschäftigen und zu fragen: Lohnt sich der Umstieg? Mit einem Radioempfänger "Minsk-55" hat Siargej Chanschankou, anti-sowjetischer Agitator und Dissident aus Belarus in den 1960er Jahren "Radio Liberty" hören wollen. Oft vergeblich, denn Störsender machten den Empfang ausländischer Hörfunksender im Ostblock fast unmöglich. 1963 haben er und 3 weitere Personen versucht, den Minsker Störsender in die Luft zu jagen. Siargej Chanschankou wurde verhaftet und 10 Jahre interniert. Bei uns die ganze Geschichte. Nächstes Jahr wird der Rundfunk in der Mongolei 90 Jahre alt - vor 30 Jahren begann der Demokratisierungsprozess im Land. 1999 war ein Reporter vom Süddeutschen Rundfunk (SDR) in Ulanbator und hat sich den Rundfunk vor Ort angeschaut. Zum Nikolausfest dürfen wir uns am Archiv des SWR laben und senden einen Auszug aus der damals entstandenen Reportage. Außerdem: Es geht um Kassetten. Viele Kassetten. Sehr viele Kassetten. Und die wollen gerettet werden.
34 Minuten
75 Jahre nach Einführung des Rundfunks in Europa hat es in Liechtenstein gedauert, bis auch das Fürstentum ein eigenes Radioprogramm hatte. Gestern, am Nationalfeiertag (15.08.2020) wurde es 25 Jahre alt. Wir werfen einen Blick auf den langen Weg bis hin zum eigenen Landessender und erzählen exemplarisch die Geschichte von 2 mehr oder minder gescheiterten Projekten in den 1930er und 1970er Jahren. 90 Jahre Rundfunk in Tadschikistan. Nach dem Zusammenfall der Sowjetunion brach im Land ein Bürgerkrieg aus. 1995 – während einer Waffenruhe machte sich ein Reporter des Südwestfunks auf in das Land und stellte die Frage: Was macht den Unterschied zwischen Rundfunk in Tadschikistan und Deutschland aus? Ein Auszug aus der Dokumentation „Stimme der Sprachlosen - Rundfunk in Tadschikistan“ Vor fast 40 Jahren wurde das legendäre Radio Andorra von den Behörden geschlossen. Seit 1981 steht das imposante Sendergebäude in Encamp, etwas außerhalb der Hauptstadt des Fürstentums leer. Die Restaurierungs- und Reinigungsarbeiten begannen vor 6 Jahren. Das Nationalarchiv Andorras und private Firmen haben versucht zu retten, was noch an Substanz da war. Doch dann ein Rückschlag: Asbest. Wir sprechen unter anderem mit Mireia Garcia von RETOC restauració, die an den Dekonterminations-Arbeiten maßgeblich beteiligt war.
33 Minuten
Sie besitzen nur, was in ihren Bus passt. Seit April 2016 leben Martina Zürcher und Dylan Wickrama in einem VW-Bus in Norwegen. In Spanien. In Tadschikistan. In Russland oder der Mongolei. Sie haben die Welt zu ihrem Wohnzimmer gemacht und den Job mit auf die Reise genommen, weil ihr Vanlife kein Ablaufdatum hat. In dieser Ausgabe RMG Extra erzählen sie uns ihre Geschichte. Warum Martina ihren Job beim Radio an den Nagel gehangen hat, wie sie und Dylan um die Welt reisen und wie ihr Leben als moderne Nomaden funktioniert. Foto: www.explora.ch. Martina und Dylan machen auch Multimediavorträge zum Vanlife. Termine unter explora.ch
37 Minuten
Heute vor 85 Jahren kam Stanislau Stanislawawitsch Schuschkewitsch in Minsk auf die Welt. Er war erste Staatschef des unabhängigen Weissrusslands nach dem Zerfall der Sowjetunion. Vor seiner Karriere als Politiker arbeitete er als Wissenschaftler im Bereich der Physik. In den 1960er Jahren arbeitete er als Chefingenieur bei den Minsker Radiowerken. Dort lernt er auch Lee Harvey Oswald, den mutmaßlichen Mörder von J.F. Kennedy kennen und gab ihm Russischunterricht. Im Rahmen dieser Sonderausgabe von "Radio. Menschen und Geschichten" sprechen über das Radio, seine Entwicklung in der UdSSR, aber auch über das Verhältnis von Stanislau Schuschkewitsch zu Gorbatschow und warum die Auflösung der Sowjetunion für Ihn immer noch richtig war.
30 Minuten
Deutschen Radiosendern wirft man ja gerne mal vor, dass sie zu viel vom Gleichen spielen. Den gleichen Titel 6-mal am Tag, sich immer wiederholende Sprüche und ausgelutschte Gewinnspiele. Zugegeben, die Kritik kann man teilen. Allerdings wenn man das mit einem Sender aus Russland vergleicht, wirken die hiesigen Programme doch eher harmlos. Wir berichten über einen ganz besonderen Sender aus dem Nordwesten Russlands mit einem ganz speziellen Programm… Philosophie im Radio gibt es jeden Freitag bei WDR5 um 20:05. Wir sprechen mit dem Erfinder und Macher dieses in Deutschland einmaligen Formats, Jürgen Wiebicke. „Früher war alles besser“ – oder „Radio war früher viel besser“ – hört man immer wieder. Das früher einfach nur früher war, und nicht alles besser, wissen wir hinreichend. Aber wie schaut das mit dem Rado aus? War das wirklich besser? Ein Sprung ins Jahr 1957 - Mit Unterstützung des Südwestrundfunks.
22 Minuten
WBCQ Radio aus den USA sieht sich selbst als letzte elektronische Bastion der freien Meinungsäußerung. Man sende gegen die "Fake News"-Sender an. So tummeln sich auf deren Frequenzen allerhand kuriose Gestalten, von Verschwörungstheroretikern, über Flacherde-Anhänger bis hin zu religösen Sekten. Dazwischen ungewöhnliche Musikprogramme. Wir werfen einen Blick auf dieses seit 20 Jahren sendende Kuriosum aus Maine nahe der kanadischen Grenze. Vor 30 Jahren ging das erste Privatradio in Litauen - damals noch Teil der Sowjetunion - auf Sendung. Radio M1 durchbrach die Monotonie des sozialistischen Staatsrundfunks. Initiator Rimantas Pleikys erzählt die Geschichte dazu. Radio ist heute immer und überall verfügbar. Gerät anschalten, ein paar Knöpfchen drücken oder drehen und schon tönt aus dem Lautsprecher mehr oder minder Anspruchsvolles. Vor 95 Jahren sah das noch ganz anders aus. Einerseits technisch, andererseits rechtlich gab es größere Hürden zu überwinden, um dem Rundfunkgenuss frönen zu können. Ein Blick in die Geschichte. Mit freundlicher Genehmigung vom SWR.
30 Minuten
Internationale Radiosender sind im Wandel, schon seit mehreren Jahrzehnten. Viele Auslandsdienste sind inzwischen von reinen Radiosendern zu Multimedia-Dienstleistern geworden, die, wenn überhaupt noch, Kurzwelle nur noch als einen möglichen Ausspielweg von vielen für ihre Inhalte nutzen. Ein Sender, der gerade offenbar vor einem Wandel dahin steht, ist der Auslandsdienst des staatlichen türkischen Rundfunks TRT. Wir werfen einen Blick nach Ankara. Gutes Bier, leckere Schokolade, der ewige Zwist zwischen Wallonen und Flamen und eine mehr als 500 Tage dauernde Regierungsbildung: Das sind die Dinge, die man landläufig über Belgien weiß. Weniger bekannt ist hingegen, dass im Osten des Landes eine kleine Community aus ca 80.000 deutschsprachigen Menschen lebt, die "deutschsprachige Gemeinschaft". Für diesen Streifen zwischen Aachen und Luxembourg sendet der Belgische Rundfunk zwei Hörfunkprogramme. wir sprechen mit Olivier Krickel, dem Programmchef des BRF über das öffentlich-rechtliche Radio in der Eifel-Venn-Ardennen-Region. Radio in der DDR, das waren nicht nur die großen staatlichen Sender, wie DDR1, der Berliner Rundfunk oder die Stimme der DDR. Auch viele Betriebe hatten ihren eigenes Werksradioprogramm. Nach der Wende sind diese Volkseigenen Betriebe verschwunden, und mit Ihnen auch die Radiosender. Wir hatten das Glück, an einige Programmaufzeichnungen eines solchen Betriebsfunks zu kommen und werfen mal ein Ohr in die Vergangenheit; zum hausinternen Radioprogramm des Berliner Glühlampenwerks, VEB NARVA.
30 Minuten
80 Jahre Radio Andorra: Am 07. August plant die Valles Cases Andorranes ein Geburtstagsfest im andorranischen Encamp. Wir sprechen mit dem Präsidenten des Vereins Claude Benet. Carmen Thomas gilt als Erfinderin des interaktiven Radios. 20 Jahre moderierte sie "Hallo Ü-Wagen" auf WDR2. Sie erzählt Ihre Radiogeschichte. Und Musiklegende Alan Parson plaudert mit uns über das Radio und seinen Klang.
34 Minuten
Karlchen ist wieder da. Der "RTLümmel" kommentiert jetzt online das Geschehen der Welt. Wir sprechen mit Björn-Hergen Schimpf über sein Alter Ego, über seine Zeit bei Radio Luxemburg und die Pionierzeit im Fernsehen in den 1980er und 1990er Jahren. Zu den Eifeler Radiotage (www.eifeler-radiotage.de) werden alte Hörspielmanuskripte neu vertont. Sie stammen aus dem Fundus des Scriptdepartements aus Österreich. Wir stellen diese Initiative vor.
39 Minuten
Am Anfang war Mono. Dann kam Stereo, dann der Verkehrsfunk, dann RDS. Wir berichten über die technologische Weiterentwicklung des UKW Hörfunks in den letzten 70 Jahren Jingles sind das Salz in der Suppe von Radiosendern. Diese kurzen Erkennungsmelodien sorgen für die akustische Wiedererkennbarkeit der Stationen. Top Format Productions aus den Niederlanden produziert seit fast 45 Jahren Jingles. Frank Kok erzählt über die Entwicklung der Szene im letzten halben Jahrhundert. Radio hören? Klar! Aber Radio spielen? Das ist mal was anderes. In den vergangenen Jahrzehnten gab es verschiedene Brett- und Computergames rund um's Radio. Wir schauen uns mal ein paar skurrile Exemplare an. Das Jahr 2019 ist ein Jahr voller Radiojubiläen: 100 Jahre Radio in Europa, 80 Jahre Radio Andorra, 70 Jahre UKW, 45 Jahre Verkehrsfunk... Am 06. und 07. Juli 2019 wird bei den Eifeler Radiotagen das Radio gefeiert. Mit Live-Sendungen aus dem ehemaligen WDR Studio im Bunker der Landesregierung NRW in Kall-Urft und übertragen auf einem UKW-Sender aus dem Jahr 1955 soll der Hörfunk stilecht mit jeder Menge Geschichten zelebriert werden.
41 Minuten
Großbritannien probt offenbar die Neuauflage von Shakespeares Hamlet: Statt “To be or not to be” heißt es “to Brexit or not to Brexit, that it the question”. Eigentlich hätte das vereinigte Königreich vor 2 Tagen die EU verlassen sollen. Wie es am 12. April weitergeht, weiß noch niemand zum jetzigen Zeitpunkt. Eine harte EU-Außengrenze ist denkbar. Das betrifft nicht nur Nordirland, sondern auch einen kleinen Zipfel Land im Süden Spaniens: Gibraltar. Dort gab es in den 1970er Jahren eine geschlossene Grenze. Wir berichten darüber, welche Rolle Radio Gibraltar in diesen Tagen spielte. Mit Werbespots hat man in den 1950er Jahren versucht, den UKW Rundfunk populär zu machen. Es war aber nicht der einzige Versuch, den vor 70 Jahren gestarteten Wellenbereich den Hörern näher zu bringen: Ein Wettbewerb, ein Willy, ein Bluff und eine Fee sind heute Thema bei uns Er wirkt ein wenig wie Borat, herrscht aber wie Kim. Der turkmenische Präsident. Hierzulande kennt man ihn als drittklassigen Unterhalter in skurril anmutenden Videos, sein Land regiert er mit eiserner Hand. In der Rangliste der Pressefreiheit buhlt Turkmenistan regelmäßig um die letzten Plätze – zusammen mit Nordkorea und Eritrea. Zeit mal einen Blick auf die Medienlandschaft in dem Land zu werfen. Was heute der Westdeutsche Rundfunk ist, war vor dem Krieg die WERAG, die Westdeutsche Radio AG. 1927 baute man im Kölner Süden die erste Sendestation für die Stadt am Rhein. Nur 5 Jahre lang sendete man von dort; das Gebäude steht aber bis heute. Eine Initiative möchte aus dem historischen Ort ein Radiomuseum machen. Wir sprechen mit deren Koordinator Andreas Henseler. Mit Unterstützung der Archive vom SWR, HR und SRF.
46 Minuten
In diesen Tagen wird Radio auf Ultrakurzerwelle 70 Jahre alt. Kurz nach dem 2. Weltkrieg aus einer Notlage entstanden, hat UKW die Lang- und Mittelwellenübertragungen über die Jahre immer mehr verdrängt, und selbst heute, im digitalen Zeitalter ist UKW nach wie vor der beliebteste Empfangsweg für den Hörfunk. Eigentlich wollten der Bayerische Rundfunk und der Nordwestdeutsche Rundfunk auf dem neuen Wellenbereich in Deutschland gemeinsam starten, am 01. März 1949.... Mit einer Leistung von 1200kW war die Europawelle Saar auf Mittelwelle 1422 kHz der stärkste Sender der ARD. Im Dezember 2015 wurde die Frequenz abgeschaltet, letztes Jahr fielen die Antennen. Seit über 30 Jahren arbeitet Ulrich Michels auf der Station. Jetzt ist er mit der Abwicklung und dem Rückbau des Senders betraut. Im Gespräch erzählt er spannendes über den "Koloss von Heusweiler". Für Andorra ist es sowas, wie der Fund des Bernsteinzimmers: Die alte Discotheque des 1981 eingestellten Senders "Radio Andorra". 190.000 Schallplatten, darunter 20.000 Schellackplatten, zahlreiche Tonbänder und Kassetten sind die einmaligen Zeugen eines der beliebstesten Radiosender der Region, der vor 80 Jahren erstmals "On Air" ging. 30 Jahre lagerten die Tonträger unter teils schwierigen Bedingungen. Vor 10 Jahren begann der Restaurationsprozess, mittlerweile ist 1/3 des Materials gesichtet und gesichert. Jetzt stehen die ersten Werke digital für die Öffentlichkeit zur Verfügung - Zeit für einen Rück- und Ausblick. Wir sprechen mit der Leiterin der Audiovisuellen Abteilung im Arxiu Nacional d'Andorra, Cinta Pujal über Ihre Arbeit am akustischen kulturellen Erbes des Fürstentums. Und: 30 Jahre Haarsträubendes aus der Schweiz. Die Hörspielserie "Philip Maloney" feiert runden Geburtstag. Wir werfen ein Ohr auf ein helvetisches Radiophänomen. Hinweis: Der Beitrag 70 Jahre UKW enthält O-Töne BR 1964; in Lizenz der BRmedia Service GmbH
36 Minuten
China baut seinen Auslandsdienst um. Die internationalen Fernseh und Radioprogramme sollen – streng unter staatlicher Kontrolle – neu organisiert werden. Wir schauen uns an, was das konkrekt für die Hörer und Zuschauer bedeutet. Seit gut 20 Jahren existiert Digital Radio Mondiale, kurz DRM. Das Übertragungssystem ist angetreten, die analoge Lang- Mittel- und Kurzwelle zu digitalisieren. Wir werfen einen Blick auf den Status Quo. Lettland, Estland und Litauen waren die ersten Staaten, die sich 1990 von der Sowjetunion losgesagt haben. Für die Litauer bliebt dies nicht folgenlos. Trotz Perestrojka und Glasnost verfiel die Regierung unter Gorbatschow in Moskau in alte Muster und sendete im Januar 1991 Panzer und Militär nach Vilnius, um die Unabhängigkeitsbewegung blutig niederzuschlagen. Wir sprechen über die Rolle des Rundfunks in jenen düsteren Tagen des Januars vor 27 Jahren.
52 Minuten
Aus dem Archiv (2013): Für die einen ist er „Mister Morning“, für die Mütter der 70er Jahre war er „Deutschlands liebster Schwiegersohn“, für andere ist der das Gesicht der Starparade. Zum 50sten Geburtstag des Zweiten Deutschen Fernsehens hat Moderator und Journalist Rainer Holbe ein Buch herausgebracht, in dem er über die Geschichte des TV-Senders berichtet. Er hat viele ehemalige Kollegen und Freunde, wie Frank Elstner, Peter Scholl-Latour oder Dieter Stolte interviewt und die kurzweiligen Geschichten unter dem Titel „Als die Mainzelmännchen laufen lernten“ niedergeschrieben. Im Interview erzählt Rainer Holbe über das Buch, über seine lange Karriere bei Print, Radio und TV und gewährt auch Einblicke in sein Privatleben – vom erfolgreichen Zeitungsredakteur zum Fußball spielenden Großvater. Und er verrät auch ob er der Traumschwiegersohn seiner Schwiegermutter geworden ist.