Augsteins Freitag Archiv
24 Episoden
54 Minuten
In dieser Woche ist der Soziologe Heinz Bude bei „Augsteins Freitag“ zu Gast. Mit ihm spricht Jakob Augstein über Jugend, Revolte und die Hausbesetzerszene im Westberlin der 80er Jahre. Von alledem handelt auch der Roman „Aufprall“, den Heinz Bude gemeinsam mit Bettina Munk und Karin Wieland geschrieben hat. Dabei spielt die Ära der Hausbesetzungen im kollektiven Bewusstsein Westdeutschlands kaum noch eine Rolle. Trotzdem – oder gerade deshalb – gibt es viel zu diskutieren: Über die merkwürdige Welt Westberlins, die 80er Jahre, die das letzte Jahrzehnt echten gesellschaftlichen Protests in Deutschland waren, und über die Frage, warum trotzdem unmittelbar danach das Zeitalter des Neoliberalismus’ folgte.
48 Minuten
Joe Biden ist zum 46. Präsidenten der USA gewählt worden. Doch das Land bleibt gespalten – und schwer zu begreifen. Deswegen spricht Jakob Augstein in dieser Episode von „Augsteins Freitag“ über die USA. Dafür hat er die Juristin Anne Kehlmann eingeladen. In Ost-Berlin geboren, ging sie Anfang der 90er Jahre nach New York und arbeitet als Anwältin in den USA. Im Augenblick ist sie in Georgia, um für die Demokraten die Stimmauszählung zu begleiten. Jakob Augstein spricht mit Anne Kehlmann über die Spaltung der US-amerikanischen Gesellschaft, Trump-Wähler, ein „System der parallelen Fakten“, die Rolle der Linken innerhalb der Demokraten und die Frage, ob mit Joe Biden wirklich wieder alles besser wird. [Anmerkung: Ab Minute 16:00 beantwortet Anne Kehlmann eine Frage auf Englisch. Danach geht es wieder auf Deutsch weiter.]
1 Stunde 10 Minuten
In dieser Woche schaut der Autor, Comedian und Sänger Oliver Polak bei Jakob Augstein vorbei. Jakob Augstein spricht mit Oliver Polak über dessen Vodcast „Besser als Krieg“, das schlimme Wort „Migrant“ und Mechanismen in Medien und Öffentlichkeit. Natürlich geht es auch um Comedy (sogar Tucholskys „Satire darf alles“ wird zitiert), außerdem um Männlichkeit und das Riesenthema Authentizität – um dann am Ende bei Udo Jürgens und Rudi Carrell zu landen.
27 Minuten
Frei nach dem Motto „They've all come to look for America“, richtet sich auch bei „Augsteins Freitag“ der Blick in dieser Woche nach Westen. Dafür hat sich Jakob Augstein einen alten Bekannten eingeladen: Nikolaus Blome. Wie Phoenix aus der Asche diskutieren Augstein und Blome über die Wahlen in den USA, Donald Trumps Außenpolitik, europäische Erwartungen an Joe Biden und die Frage, ob wir die US-amerikanische Gesellschaft überhaupt verstehen.
29 Minuten
In dieser Woche ist Sawsan Chebli bei „Augsteins Freitag“ zu Gast. Und das, obwohl Jakob Augstein beinahe nie mit Politikerinnen und Politikern redet. Denn solche Gespräche sind für ihn am Ende meistens langweilig. Die Gefahr besteht bei Sawsan Chebli allerdings nicht. Denn die SPD-Politikerin, Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales ist eine Ausnahmefigur in der politischen Landschaft. Eine provokante Politikerin, die für eine offene und progressive Gesellschaft kämpft – und dafür keinem Konflikt aus dem Weg geht. Weder auf Twitter, noch in der eigenen Partei. Mit ihr spricht Jakob Augstein über Rollenbilder in der Politik, Kinder im Parlament – und warum das Leben auch ohne Sitz im Bundestag weitergeht.
44 Minuten
Corona ist wieder das Thema Nummer eins. Die Pandemie konfrontiert die Menschen mit einer der ältesten Urängste – nämlich der vor der grassierenden Seuche. Höchste Zeit also zu fragen, wie man als Gesellschaft mit dieser Krise umgehen sollte – und was wir aus ihr lernen können. Zu Gast ist in dieser Woche der Schriftsteller Daniel Kehlmann. Er sagt: „Wir haben nie gelernt, der Angst vor der Seuche innere, rationale Beschränkungen entgegen zu stellen.“ Jakob Augstein spricht mit Daniel Kehlmann über ethische Dilemmata im Alltag, die Rolle der Medien in Zeiten der Pandemie und darüber, warum sich die Menschen in Zeiten der Krise nach Härte zu sehnen scheinen. Und dann ist da noch die Frage, was Karl Kraus wohl zu unserer Gegenwart sagen würde.
38 Minuten
In dieser Episode von „Augsteins Freitag“ geht es um alte Männer. Denn das Älterwerden ist ein Riesenthema, finden Jakob Augstein und sein Gast, Moritz von Uslar. Nicht nur, weil es nie schadet, die eigene Sprecherposition von Zeit zu Zeit zu reflektieren, sondern auch, weil nun mal die Gesellschaft als Ganzes altert. Darum sprechen Augstein und von Uslar also übers Älterwerden, über feiernde Fünfzigjährige, über Würde und darüber, was es bedeutet, sich in einer lauten, aufgeregten Zeit zurückzunehmen. Und sie fragen sich: Wo kommen die guten, neuen Ideen in einer alten Gesellschaft her?
33 Minuten
Bevor es in der kommenden Woche richtig losgeht, macht sich Jakob Augstein noch einmal Gedanken zum Podcasten im Allgemeinen. Was zeichnet ein gutes Podcast-Gespräch aus? Muss man sein Gegenüber mögen? Und was macht man, wenn man angelogen wird? Darüber spricht Jakob Augstein mit Rebecca Casati. Sie ist nicht nur Journalistin und Lektorin, sondern hat seit Juni auch ihren eigenen Podcast: DIE SUCHT ZU SEHEN erscheint unter dem Dach des Berliner Auktionshauses Grisebach.
5 Minuten
Jakob Augstein, Journalist und „Freitag“-Verleger, spricht über seinen neuen Podcast. Er erzählt, was er nach fast 30 Jahren im Journalismus am spannendsten findet und warum es zwar wichtig ist zu sagen, was ist – aber genauso wichtig zu sagen, was sein sollte.