Handelsblatt Economic Challenges - Podcast über Wirtschaft, Konjunktur, Geopolitik und Welthandel Archiv
349 Episoden
20 Minuten
Warum ist die rechtsradikale Partei AfD ausgerechnet in Ostdeutschland so stark? Darüber diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Ex-Bundesaußenminister Sigmar Gabriel im Podcast Global Chances. Beide identifizieren ein Bündel von Gründen – gesellschaftliche, politische wie ökonomische. Gabriel: “In Ostdeutschland wurde alles auf den Kopf gestellt, was bisher als richtig galt. Die Menschen sind einem Strom von Veränderungen ausgesetzt gewesen, den niemand so richtig erwartet hat. Und das hat Spuren hinterlassen.”
15 Minuten
Das Chaos im Landtag von Thüringen strahlt auf Deutschland aus. Dabei ist bisher wenig passiert, stellt Sigmar Gabriel bestürzt fest: “Was wir gesehen haben, ist, dass es in einer vergleichsweise kleinen Krise zuging wie auf einer mexikanischen Hochzeit, wenn jemand in die Luft schießt. Alle rennen durcheinander. Und kaum jemand hat den Überblick behalten.” Die Folge: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) ist zurückgetreten.
21 Minuten
Professor Bert Rürup und Sigmar Gabriel diskutieren heftig über ein Comeback der Atomkraft. Sie erörtern, warum diese Energieform vielleicht doch oder auf keinen Fall der Teil einer Lösung des Weltklimaproblems sein kann.
38 Minuten
Der Wirtschaftsstandort Deutschland steht im Mittelpunkt des Podcast. Erstmals haben Sigmar Gabriel und Bert Rürup Mitglieder des Handelsblatt Wirtschaftsclubs zugeschaltet. In diesem Expertencall wollten die Zuhörer die Einschätzung zu vielen Politikfeldern wissen – zur Geld- und Sozialpolitik genauso wie zur Finanz- und Handelspolitik. Über eine halbe Stunde lang haben Gabriel und Rürup munter diskutiert - der bisherige längste Podcast der beiden.
18 Minuten
Deutschland beteiligte sich im Jahre 2011 auf Drängen des damaligen Außenministers Guido Westerwelle nicht an der militärischen Auseinandersetzung nach dem Sturz von Gaddafi. Daher kann Kanzlerin Merkel heute als neutraler Moderator fungieren. Sigmar Gabriel und Bert Rürup diskutieren im Podcast die Chancen, den Bürgerkrieg in dem reichen Land zu beenden und die Flüchtlingsströme besser zu kontrollieren.
24 Minuten
Siemens will an eine riesige Steinkohlengrube in Australien eine Signalanlage für eine Schienenstrecke liefern. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 18 Millionen Euro, ein fünftausendstel des Jahresumsatzes von Siemens. Hat sich Siemens-Chef Joe Kaeser durch dieses Geschäft gegen die Umwelt versündigt? Darüber diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Ex-Bundesaußenminister Sigmar Gabriel im Podcast Global Chances.
21 Minuten
Der Westen und die USA werden immer weniger Einfluss haben in der arabischen Welt. In dieser Region könnte es zu einem Aufstand gegen die Amerikaner und letztlich gegen den Westen insgesamt kommen. Das ist ein großes Risiko, weil die ganze Region ohnehin schon ein Pulverfass ist.
18 Minuten
Sigmar Gabriel und Bert Rürup schauen zurück auf das Jahr 2019. Was hat sie überrascht? Was erfreut? Und was bringt das kommende Jahr? In einer neuen Folge des Global Chances Podcast, äußern sie Wünsche und Hoffnungen für das nächste Jahr. Sigmar Gabriel hat vor allem einen Wunsch: "Dass wir die Stabilität am Arbeitsmarkt behalten." Aber auch Herausforderungen stehen im kommenden Jahr an. Gabriel fürchtet, Afghanistan wird mit dem Abzug der Amerikaner wieder fest in die Hand der Taliban fallen. In einer Frage sind sich Gabriel und Rürup dann nicht ganz einig, dazu, wer der nächste US-Präsident wird. Gabriel kann sich einen Demokraten vorstellen. Rürup glaubt es wird ein Republikaner. Noch mehr Hoffnungen, Wünsche und Befürchtungen für das Jahr 2020 hören Sie in der letzten Global Chances Folge des Jahres.
19 Minuten
Bei den Parlamentswahlen in Großbritannien haben die Torries eine absolute Mehrheit erzielt. Damit steht dem Brexit-Wunsch von Premier Johnson nur noch wenig im Weg. Der finale Austritt könne sich aber noch in die Länge ziehen, warnt Professor Bert Rürup in einer neuen Folge des Handelsblatt Research Institute Podcasts Global Chances. Er gibt ein Ex-EU-Mitglied als Beispiel, "schon das kleine Grönland hat drei Jahre verhandelt um aus der EU auszutreten." Mit dem immer realistischer werdenden Brexit sei Europa geschwächt. Ökonomisch, wie auch geopolitisch. Sigmar Gabriel wünscht sich daher, dass ein Vorschlag des französischen Präsidenten umgesetzt wird. Einen europäischen Sicherheitsrat, indem auch Platz für die Briten ist. "Und zwar mit vollem Sitz und Stimme. Auch ohne eine Mitgliedschaft in der EU", so der ehemalige Außenminister.
24 Minuten
Die Bundesregierung von Angela Merkel hat dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron lange die kalte Schulter gezeigt. Nun macht Macron Europapolitik an Deutschland vorbei. Das war schon bei der Durchsetzung der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen so. Er weigert sich nun, auch nur Verhandlungen zu beginnen über neue Mitgliedsstaaten der EU. Das ist ein Stoppsignal in Richtung Deutschland, findet Sigmar Gabriel. Für am gefährlichsten halt er jedoch die Bemerkung über die NATO, dass das Militärbündnis hirntot sei. Polen und das Baltikum und Osteuropa setzten in Sicherheitsfragen viel stärker auf die USA und auf das Bündnis in der Nato. Würde Deutschland zum Beispiel hier Frankreich folgen und sich von der Nato distanzieren, würde dies Europa paradoxerweise eher spalten.
19 Minuten
Der Milliardär und Unternehmer Michael Bloomberg will amerikanischer Präsident werden. Doch diese Kandidatur für die Demokratische Partei könnte die Konkurrenz von US-Präsident Donald Trump weiter schwächen. Denn Bloomberg konkurriert vor allem mit dem bisher aussichtsreichsten Bewerber der Demokraten: Joe Biden, der früher US-Vizepräsident war. Das Feld der demokratischen Präsidentschaftsbewerber ist nach Einschätzung des ehemaligen Bundesaußenministers Sigmar Gabriel jetzt schon ziemlich unübersichtlich und sehr aufgesplittert. Deswegen suchten moderate Kräfte in der Demokratischen Partei nach einem Ausweg, um doch noch gegen den amtierenden Präsidenten Donald Trump einen konkurrenzfähigen Kandidaten aufzustellen. Ob dies der Milliardär und Unternehmer Michael Bloomberg sein kann, bezweifelt Gabriel allerdings im Podcast „Gobal Chances“: „Ich glaube, dass das eine Fehlkalkulation ist.“ Auch für Professor Bert Rürup, den Chefökonomen des Handelsblatts, ist nun klar: „Der amtierende Präsident wird nach Lage der Dinge der nächste US-Präsident sein.“ Denn in der Republikanischen Partei gebe es keinen ernsthaften Bewerber. Trump sei es gelungen, die ganze Partei zu verändern und nach rechts zu rücken, stellte Gabriel fest. Moderate Republikaner würden oft von Trump und seinen Anhängern unter massiven Druck gesetzt. Viele hätten Angst, ihren Wahlkreis zu verlieren, wenn sie sich gegen den Präsidenten stellten.
26 Minuten
Welche Rolle kann Russland noch weltpolitisch spielen? Darüber diskutieren Sigmar Gabriel und Bert Rürup in der neuen Podcastserie “Global Chances”. Die ökonomischen Fakten sprechen für Rürup eine klare Sprache: Das Bruttoinlandsprodukt ist überschaubar, es entspricht dem von Südkorea und wird zu 80 Prozent in Moskau und Petersburg erwirtschaftet. Kein Wunder also, dass es in Russland eine Menge Unzufriedenheit gibt, wie Sigmar Gabriel feststellt. Er war in dieser Woche in Moskau auf Einladung der deutsch-russischen Außenhandelskammer und des Deutsch-Russischen Forums.
19 Minuten
Rund 20 Prozent allen Sauerstoffs auf dem Planeten werden allein im Regenwald des Amazonas produziert. Doch der Regenwald in Brasilien schrumpft in einem dramatischen Tempo - und das mit der Deckung der politischen Führung des Landes. Gibt es Mechanismen, die verhindern, dass die Lösung eines globalen Problems, des Klimaschutzes, an nationalen Opportunitäten scheitert? Darüber diskutieren der Ökonom Bert Rürup und der Politiker Sigmar Gabriel im aktuellen Podcast.
21 Minuten
30 Jahre nach dem Fall der Mauer in Deutschland sind die Lebensverhältnisse und das Lebensgefühl in Ost- und Westdeutschland weiter sehr unterschiedlich. Viele Westdeutsche wissen oft nicht sehr viel von dem, wie sich ostdeutsches Leben heute entwickelt. Und umgekehrt haben viele Ostdeutsche den Eindruck, dass die Westdeutschen eine nicht ganz so freundliche Übernahme gemacht haben und heute auf sie herabschauen. Sigmar Gabriel und Bert Rürup diskutieren daher die Frage: Wie schafft man eine kulturelle Einheit in Deutschland?
24 Minuten
Das zurückgezogene Auslieferungsgesetz war nur der Auslöser für die Proteste in Hongkong. Tatsächlich sind die dortigen sozialen Probleme der eigentliche Grund, meint Frank Sieren, Buchautor und ausgewiesener China-Kenner. Die junge Bevölkerung von Hongkong „feiert“ dort gerade ihr Woodstock und die Berichterstattung ist auf beiden Seiten sehr selektiv. Professor Bert Rürup analysiert im Podcast die weltwirtschaftliche Situation.