Allein in schlechter Gesellschaft Archiv
300 Episoden
20 Minuten
Was ist denn Minimalismus bzw. heißt es ohne oder gar mit nichts auskommen zu wollen? Ist Minimalismus eine Sache sich von allen Schönen Dingen zu verabschieden? Christian nimmt Bezug auf Episode #099 und reflektitert selbstkritisch in Zeiten von geilen Apple Produkten, Smartphones die alles können und Technik die langsam sexy ist. Ist es "schönreden", wenn wir diese geilen Dinge kaufen wollen? Christian bringt umsetzbare Tipps aus der praktischen Minimalismus Trickkiste. Einfach genial.
16 Minuten
SoziFon #107 Gedanken zum achten Schritt der Narcotics Anonymous 8. Auflistung aller Personen, denen man Unrecht getan und Schaden zugefügt hat und die Bereitschaft und den Willen zur Wiedergutmachung entwickeln. So klingt im Allgemeinen der 8. Schritt des Selbsthilfeprogramms der Narcotic Anonymous. Mir fällt in unregelmäßigen Abständen das blaue Buch der NAs immer wieder in die Hände, manchmal auch ein anderes das sich mit der Thematik beschäftigt. Wiedergutmachung, Liste aller die wir verletzt haben? Was soll denn das jetzt? Ich denke, nein ich bin überzeugt, das die Schritte eines Selbsthilfeprogramms sehr passend sind auf jeden Einzelnen unserer Gesellschaft. Wen haben wir verletzt, wem haben wir Unrecht getan und wo leben wir einfach, unterdrückt voller Emotionen, ein scheinbar freies Leben? Ich bin auf Spurensuche bei mir selbst gegangen und habe versucht zu ergründen was dieser große, achte Schritt für mich bedeutete und was er heute für mich ist. Was hat es mit d
22 Minuten
SoziFon #106 Wie ist denn der Stand beim hauseigenen Inverted Learning Projekt? Mich erreichten Fragen bezüglich des Standes meines Inverted Classroom Projekts und ich möchte die heutige Episode dazu nutzen um darauf Antwort zu geben. Neuartige Lernkonzepte erfreuen sich ja wachsender Beliebtheit in Zeiten fortschreitender Digitalisierung. Vieles ist Blödsinn, einiges kontraproduktiv und manches ist zu stark auf Technik fixiert. Mit Technik meine ich die Lernapps, Lernsoftware, PCs, Endgeräte etc. Ich lege meinen Schwerpunkt auf Nutzen. Nutzen beim Lernen an sich. Dabei geht es natürlich vornehmlich um den Effekt des Lernens, dem Wissenszuwachs. Jeder mag ihn, viele verlieren ihn wieder ;) Ich möchte hier keine wissenschaftliche Diskussion über die Effizienz oder Effektivität dieses Lehr- / Lernkonzepts anstoßen sondern vielmehr zeigen wo ich aktuell stehe und was zukünftige Studenten bei mir erwartet. Es bleibt spannend. Shownotes Inverted Learning (Wikipedia) Invert
23 Minuten
SoziFon #105 Sieben Jahre Aktive Medienarbeit Christian Müller bat mich neulich eine Gastsendung aufzunehmen. Aktive Medienarbeit sollte so grob das Thema sein. Gut das ich das für heute sowieso auf dem Sendeplan hatte, wenigstens fast so. Sieben Jahre aktive Medienarbeit, Tücken, Fallstricke und fast Hollywood verdächtige Produktionen gab es in dieser Zeit. Ich möchte ein kleinen Rückblick wagen, Mut machen für Projektarbeit und ein bisschen schwelgen. Aktive Medienarbeit ist eine tragende Säule der Medienpädagogik. Ein Bereich der Kreativität fördert und als Sozialarbeiter ebendiese auch voraussetzt. Aus Aktiver Medienarbeit ist mein Business entstanden, mein Hobby und meine Leidenschaft. „Sie [die aktive Medienarbeit] bedeutet die Be- und Erarbeitung von Gegenstandsbereichen sozialer Realität mit Hilfe von Medien wie Druck, Foto, Ton, Video, Computer, Multimedia und Internet. Die Medien werden von ihren Nutzern ‚in Dienst genommen‘, d.h. selbsttätig gehandhabt und als
13 Minuten
Den Roman „Samarkand“ der russischen Schriftstellerin Olga Kharitidi ist eine alte Empfehlung aus meinen Therapiezeiten. Ich wusste nicht was auf mich zukommt, als ich es damals in einer alten Bücherei kaufte. In Samarkand erforschte Olga Kharitidi die alten rituellen Praktiken Sibiriens und Zentralasiens und konnte so eine neue Methode zur Heilung psychischer Traumata entwickeln. Ihre Suche nach der Kraft spiritueller Geheimnisse ist spannend und faszinierend – »die eindrucksvolle Schilderung einer bewegenden Reise in die Landschaft der Seele« (New York Times). Inhalt: Die Heldin, eine berufstätige Psychiaterin, reist auf Einladung eines Wissenschaftlers und Heilers nach Samarkand, den sie aber dort nicht antrifft. Stattdessen gesellt sich ein junger Mann zu ihr, den sie überhaupt nicht kennt. Sie wurde das Opfer eines ausgeklügelten Entführungsplans, in dem eine Halskette als Erkennungszeichen eine Rolle spielt. Nachdem sie den ersten Schock, sich plötzlich mutterseelenallein in e
21 Minuten
SoziFon #103 [Miniserie] Sex, Kultur und Gesellschaft Sex sells heißt es ja oft. Daher mach ich diese Episode. Ich erwarte mir unsäglichen Reichtum durch eine kleine Miniserie. Nein. Ich denke, wir reden zu wenig oder zu einseitig über Sex, unsere Kultur und was hinter vorgehaltener Hand doch getuschelt wird. Es ist nicht "erlöst", Sex ist ein Tabuthema und gleichzeitig ein Verkaufshit, ein Topseller unter allen Dingen. Wir leben in Zeiten von Youporn und Vibratorwerbung im Fernsehen um 7:30 Uhr. Ich bin hoffentlich nicht prüde denk ich mir und wenn man ein bisschen Abstand nimmt, ein wenig die Perspktive wechselt, kann ein neues Bild von Sex entstehen, ein eigenes. ein intimes. Ein Bild das nicht so sehr von Echauffiertheit geprägt ist. ein Bild, das wenn man es zulässt, ein Blick in eine Subkultur zulässt. Ich möchte einen Blick in diese Subkultur werfen. Ich möchte verstehen und vielleicht erleben was es als Sozialarbeiter heißt mit BDSM, GangBang, Wifesharing, Cuckold oder Tr
20 Minuten
SoziFon #102 Kreative Felder als Solopreneur Wissensmanagement ist seit einigen Monaten in aller Munde, also nicht nur in der Industrie, da gibt es den Begriff ja schon länger. Nein, ich meine in der Szene der Solopreneure. Wissensmanagement als Einzelunternehmer, als Solopreneur oder als Freelancer ist eine elementare, aber oft vernachlässigte, Säule des eigenen Business. Wie manage ich mein eigenes, das Firmenwissen? Wie gehe ich mit Input und Output in meinem Arbeitsfeld um? Olaf Axel Burrow ist Vertreter der Theorie des Kreativen Felds. Kreative Felder sind lt. ihm sehr häufig anzutreffen wo erfolgreiche Persönlichkeiten in Teams zusammen arbeiten / kollaborieren. Aufgrund der Situation eines Einzelunternehmers müssen neue Wege gefunden werden, diese Vorteile von Teams zu simulieren odergar anderweitig zu ersetzen. Ein Stichwort ist hierbei sicherlich das Internet bzw. die Kommunikationsmöglchkeiten durch neue Technologien. Teams kann man im Internet finden. Teams lassen sich
19 Minuten
Die 100 Tage Hürde war für mich eine wertvolle Erfahrung und ich mache genau da weiter. Jedoch stellte sich heraus, dass auch andere Bereiche meines Business Projekts aus diesen Erfahrungen profitieren kann. Entwicklungsbüro wie auch Media Sozial wie auch SoziFon werden trennscharf. Das bedeutet, alle Projekte werden klarer und besser positioniert auftreten um Kunden und Klienten einen höheren Nutzen zu bieten. Ich möchte diese Episode nutzen um einen Zwischenstand zu erzählen, eine neue Richtung einzuschlagen. 100 Episoden haben vieles verändert, so manche Begegnung hat mich innehalten und nachspüren lassen. Die neuen und doch bekannten Bereiche von Entwicklungsbüro sind spannend, notwendig und eine Last auf unseren Schultern wenn wir nicht hinschauen.
28 Minuten
Die 100 sind voll und ich bin immer noch motiviert zu podcasten. Einiges ist geschehen seit meiner ersten Episode. Viele Themen sind besprochen , zahlreiche Interviews geführt worden und schon ist ein erstes Fazit angebracht. Was haben 100 Episoden, was hat "täglich" mit mir und meinem Umfeld gemacht? Was waren die Highlights und was muss sich definitiv ändern. Diesen Fragen bin ich nachgegangen. Ich bin ja oft selbstkritisch, reflektiert und was ein super Sozialarbeiter und Coach sonst noch alles sein sollte aber trotzdem möchte ich das wichtigste nicht vergessen: Hat es Spaß gemacht und hat es was gebracht?
22 Minuten
Simplify dich doch selbst Je komplexer unser Leben wird, je mehr verspüren wir das Bedürfnis nach Einfachheit, nach Minimalismus. Wir haben minimalistische Wohnungseinrichtungen aus Stahl und Stein, Farbpaletten reichen von weis bis schwarz, alles wird auf einmal schlicht im Kreise des Komplexen. Wir wissen das es Messis gibt, Menschen die sammeln und horten bis zur Krankhaftigkeit, wir wissen das es Menschen gibt die immer agil und dynamisch durchs Leben gehen. Wo aber fangen wir an mit dem Vereinfachen? Bei den Klamotten (wie fast jeder Ratgeber schildert), bei der Wohnung, beim Job... wo wo wo anfangen? Es ist ein Berg gewordendiese scheiß Komplexität. Ich fange meist bei mir an, bei meinen Dingen, bei meinen Gedanken. Gedanken? Wie schaffe ich mir erstmal Raum und Stille? Wie kann ich diese einzelnen Schritte des Berges gehen? Ich begebe mich mal wieder auf eine minimalistische Spurensuche.
14 Minuten
Instagram als Motivationsbooster Anschließend an die Lebenskarten Episode möchte ich euch eine digitale Variante vorstellen: Instagram. Das Foto-/Bildernetzwerk ist ja schon länger bei den meisten bekannt. Viele wissen damit nichts anzufangen, Beiteiligung bei Instagram ist irgendwie anders als bei Twitter und Co und doch hat Instagram ein enormes Potenzial im Bereich Motivation. Ich schaue mir fast täglich Fotos von Dampfern an, Fotos von E-Zigaretten und allem was dazu gehört. Das hört sich jetzt sehr unsexy an, ist es aber nicht. Weil viele Dampfer / Vaper ihre Eigenbauten geren vorstellen, gibt es einen tollen Motivationssog das oder ähnliches nachzumachen. Ebenso bei SumoMe, ein Dienst der täglich Motivationsbilder postet. Schön gemacht und oft zum Nachdenken anregend. Ich nutze dieses Medium, diesen Dienst für mich und meine Inspiration. Ich sehe neue "Custom Vape Mods" oder coole E-Liquids aus Indonesien. Ich lese Sätze fernab von den vielen lustigen Katzenbildern auf Face
16 Minuten
Lebenskarten Ich möchte die heutige Episode nutzen um Euch ein sehr spannendes Werkzeug meines Arbeitsalltags vorzustellen. Die Lebenskarten von Barbara Völkner. Diese in Visitenkartenformat toll gestalteten Karten nutze ich für meine täglichen Impulse. Manchmal, da kommen Klienten von selbst drauf wenn die Karten in der Papschachtel auf dem Tisch liegen. Einzelne Sätze und ein kleines Bildchen treffen oftmals den Nagel auf den Kopf. Es sind Sätze die ich von meiner eigenen Terapie nur zu gut kenne, sie leiben und hassen gelernt habe. Aber immer sind sie ein neutraler Impuls für meine Arbeit. Klientenprozesse können durch die Karten neue Einflüsse bekommen, sie können als Gesprächsgrundlage dienen oder als Element in den systemischen Aufstellungen. Sie dienen als Inspiration oder als schicke Deko (wenn ich mal neue Blumen hab). Die Karten sind cool. Das Projekt ist cool und daher mag ich sie. Sie sind ein herzensprojekt, so nehme ich sie jedenfalls wahr.
17 Minuten
Das Netz zu einem guten Ort machen Die letzten Tage und Wochen wurde ich fast überschwemmt mit positiven Nachrichten. Man solle den Tag genießen, das Leben, jeden Morgen, man solle Freude im Job und mit dem Partner haben, alles schätzen und lieben lernen. So kam mir das auf jeden Fall vor. Ein für mich nicht sichtbarer Impuls ging durch eien Teil der Netzgemeinde. Ein Mann hatte sich umgebracht, viele trauerten digital und initiierten positiv ausgerichtete Blogeinträge. Alles war auf einmal so shiny. Ich hab das erstmal nicht verstanden, vielleicht verstehe ich das bis heute nicht. Bin ich an einem Ort unterwegs der nicht gut ist? Wenn wir ihn zu einem guten Ort machen sollen, muss er zwangsläufig schlecht sein. Das Netz zu einem guten Ort machen. Aha. Ich gehe auf eine Spurensuche. Eine motivationale Spurensuche. Ist der Ort Internet schlecht? Ist diese positivistische Masche ein Zeichen von Unsicherheit und Unechtheit? War der einzelne Freitod ein Signal? Sich wir Sozialarbeiter
18 Minuten
Schreiben Sie Ihre Erfahrungen auf Ich lese gerne mal Biographien und ab und an auch Autobiographien. Mich inspirieren Geschichten von Menschen, nicht nur die bekannten und berühmten unserer Zeitgeschichte. Wie ist es aber mit unseren Geschichten, unseren Storys? Ich schreibe auch gerne, ToDo Listen , ab und zu einen Blogeintrag, Notizen. Aber wo und wie geht das alles strukturiert von statten? Ich habe vor einiger Zeit meine erste Biographie wiedergefunden, eine Suchtbiographie die ich damals schreiben musste, als Teil des therapeutschien Prozesses wohlgemerkt. Irgendwie habe ich das bis heute mitgetragen. In Moleskine Heften unterschiedlicher Größe, in A5 Heftern unterschiedlicher Farbe oder in einer netten Notizsammlung die aus losen Blättern besteht. Diese Episode ist ein kleiner Aufruf ans schreiben. Ans tägliche schreiben. Manche machen Morgenseiten, ein kreativ-therapeutischer Ansatz, andere schreiben abends Tagebuch, Gefühlstagebuch oder Traumtagebuch. Schreiben entlastet
21 Minuten
Neid und Selbstwert Ich bin manchmal neidisch. Ich zweifle oft auch an mir. Diese Mischung ist allerdings hochbrisant. Seit Jahren Podcaste ich, blogge ab und an und wünsche mir permanent eine größere Vielfalt in dieser Szene. Nun starten viele zur Zeit Podcasts, bauen sich Online Business Projekte auf und starten neue Konzepte. Und ich bin neidisch? Ja, manchmal schon. Aber was steht dahinter? Was ist da los wenn ich diesen Zwiespalt in mir zulasse? Ich möchte einen Blick auf meinen Neid und meinen Selbstwert wagen um die Vielfalt anzuerkennen.