Zukunft statt Krise: Der Podcast des Austrian Health Forum. Archiv
36 Episoden
28 Minuten
Der Intensivmediziner und Katastrophenmanager berichtet über die Situation auf den Intensivstationen, spricht über die Triage im klinischen Alltag und benennt die Schwächen und Fehler im Kampf gegen die Pandemie. Er zeigt auf, warum Krisenmanagement-Systeme bei Hochwasser und Lawinen funktionieren aber bei COVID versagen und fordert daher neue Strukturen.
21 Minuten
Der Biochemiker und international erfahrene Pharma-Manager zeigt auf, wie Innovation im österreichischen System bestraft wird und warum es einer Strategie nach dem Prinzip: „hit hard and early“ bedarf. Er spricht offen über Interessenskonflikte und fordert eine gesamtheitliche Betrachtung, um Krankheiten frühzeitig behandeln zu können. Mit Blick auf die ungleiche Ressourcenverteilung erklärt er, warum es derzeit besser ist in Österreich einen Herzinfarkt in einer Gletscherspalte zu erleiden, als an manch einer chronischen Erkrankung zu leiden.
25 Minuten
Die Geschäftsführerin von INITS und Health Hub Vienna fragt warum wir in Österreich neun Mal Impfanmeldesysteme entwickeln mussten, wo doch ganz Indien mit einem einzigen auskommt. Sie erklärt, wie wir gerade in der Krise von Start Ups lernen können. Nach dem Beispiel aus Deutschland und Frankreich fordert sie auch für das österreichische Gesundheitssystem einen Mechanismus für digitale Innovation, um dieses Potential für mehr Menschen zu nutzen.
27 Minuten
Wissenschaft vor Populismus: Jetzt geht es darum, endlich die vorhandenen Möglichkeiten einzusetzen und Menschenleben zu retten. Dr. Thomas Szekeres staunt über Teile der Bevölkerung, die Politikern und Laien mehr Glauben schenken, als Expert:innen, die ihr Leben der Erforschung und Bewertung von Impfstoffen gewidmet haben. Defizite sieht er vor allem in den Verwaltungs-Strukturen, die oft effiziente Entscheidungen in der Krise verunmöglicht haben.
27 Minuten
Es gibt in Österreich rechtlich verankerte Mechanismen, die in Public Health Krisen, wissenschaftlich fundierte und rasche Entscheidungsfindung und Kommunikation ermöglichen – leider wurden diese aber vernachlässigt. Stattdessen haben wissenschaftliche Einzelmeinungen Vertrauen zerstört. Es ist jetzt wichtig, Fake News entschieden entgegenzuwirken und politische Motive von gesundheitlichen Entscheidungen zu trennen.
21 Minuten
Wollen wir Neues ermöglichen, müssen wir Altes zurücklassen. Peter Lehner beschreibt Mechanismen, wie Innovation in unser Gesundheitssystem kommt, fordert klare Entscheidungsstrukturen für Krisenzeiten und erklärt, warum es ein rückständiger Weg ist, bei der Kommunikation mit Impfunwilligen auf Briefe zu setzen.
27 Minuten
Das wichtigste Learning aus der Krise vermisst Dr. Harald Katzmair: es ist ein anderes Selbstverständnis von Leadership in Krisenzeiten. Denn ein pragmatisches Verhältnis zu Unwissen bei den Entscheidungsträger:innen und ihre Fähigkeit, gemeinsam mit anderen zu reflektieren und zu lernen, ist der zentrale Resilienzfaktor. Zu versuchen, in Zeiten der Ungewissheit Souveränität und 100-Prozent-Lösungen vorzugeben führt letztlich zu Fehlern und Vertrauensverlust.
34 Minuten
In der Zusammenschau der ersten Podcast Staffel lassen die Moderatoren Christoph Hörhan und Sophia Freynhofer zwölf bewegende und aufschlussreiche Gespräche Revue passieren. Sie präsentieren die zentralen Einsichten zur Situation chronisch kranker Menschen in der Corona Krise und fügen die zentralen Aussagen aller Interviewpartner zu einer gemeinsamen Botschaft zusammen.
22 Minuten
Elisabeth Jodlbauer-Riegler, Obfrau der Cystischen Fibrose Hilfe Oberösterreich erklärt, was man über Wissenschaft gelernt haben sollte, um mit den täglichen Informationen zu Corona umgehen zu können. Sie erzählt, warum es so wichtig ist, zwischen sozialer und physischer Distanz zu unterschieden, was sich seit dem ersten Lockdown für PatientInnen mit Cystischer Fibrose verändert hat und welche Hoffnungen und Ängste für sie damit verbunden sind. Sie fordert Investments in flächendeckende telemedizinische Angebote, in Versorgungsstrukturen im niedergelassenen Bereich und ein Betreuungsgeld für pflegende Angehörige.
25 Minuten
Die Brustkrebs-Spezialistin Prof. Dr. Marija Balic - spricht über die Erfahrungen von COVID -Ausbrüchen auf der Krebsstation, - erzählt von ihrer eigenen COVID-Erkrankung - und zeigt, wie es bald mehr Freiheit für jeden Einzelnen im Kampf gegen das Virus geben könnte.
26 Minuten
Assoc. Prof. Dr. Kathryn Hoffmann zeigt, - warum Primärversorgung helfen könnte, die Intensivstationen zu entlasten - was andere Länder im Krisenmanagement besser machen und - dass wir uns auf eine neue chronische Erkrankung einstellen müssen: Long-Covid
27 Minuten
Dr. Thomas Wochele, Ärztlicher Leiter der Caritas Erzdiözese Wien, zeigt auf: - wie die Krise als Brandbeschleuniger für Einsamkeit und chronische Erkrankungen wirkt - wo Digitalisierung zum „Kaufhaus-Österreich“ der Gesundheitspolitik werden könnte und - warum wir unserem Hausarzt mehr vertrauen sollten als Google, Apple oder Facebook
27 Minuten
Internistin Dr. Maya Thun erzählt: - wie fehlende Krisenpläne und Ressourcenmangel die Regelversorgung an Krankenhäusern massiv eingeschränkt haben - warum unklare Kommunikation zu Angst führt und Angst Patienten und das System krank macht - wovon der Erfolg der Covid-Impfkampagne und vieler Therapien abseits medizinischer Faktoren abhängt.
26 Minuten
COVID und Diabetes haben mehr mit einander zu tun als auf den ersten Blick erwartet: Jeder zweite Covid- Intensivpatient leidet unter Diabetes. Jeder vierte Diabetespatient weiß nicht, dass er betroffen ist und die Strategie um u.a. das zu ändern, liegt seit vier Jahren unberührt in der Schublade.
25 Minuten
Ärztekammerpräsident Prof. Thomas Szekeres berichtet über die Probleme für chronisch Kranke im ersten Lockdown, verrät, was die Krise über unser Gesundheitssystem gezeigt hat und zeichnet eine Vision, in der Hausärzte aufgewertet und Ambulanzen von der Sozialversicherung finanziert werden.