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Hinter den Dingen Archiv

28 Episoden
1 Stunde 5 Minuten
Was weiß der „Otto-Normal-Adelige“ vom Greifen? Wie hängen die kunstvoll gearbeiteten Trinkhörner – auch Greifenklauen genannt – in den Wunderkammern und Domsammlungen mit den literarischen Erzählungen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit zusammen? Und wie kommt man eigentlich an die Klaue dieses mythischen Flugwesens?
9 Minuten
Wir haben mit Christoph Markschies über die Preisfragen der Jungen Akademie gesprochen. Darüber, wie sich das frühneuzeitliche Preisfragenwesen in die Gegenwart transportieren lässt, und über die Zielgruppen und Reichweiten der gestellten Fragen. Außerdem erfahren wir etwas über die Aufstellung und Zukunft der Wissenschaftsakademien im 21. Jahrhundert. Das ursprüngliche Gespräch führte Kristiane Hasselmann.
1 Stunde 2 Minuten
Das handschriftliche Sitzungsprotokoll der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin vom 1. Juni 1780 prämiert die Frage: „Kann es dem Volke nützlich sein, betrogen zu werden?“ Warum lobten die frühneuzeitlichen Akademien Preisfragen aus? Und was hat es mit dieser speziellen Frage auf sich? Durch die Folge führen die Romanist*innen Isabelle Fellner und Martin Urmann.
5 Minuten
In dieser Bonusfolge hören Sie die volle Aufnahme des Chorals „Näher, mein Gott, zu Dir“, die in der Episode „Engel auf der Leiter“ nur auszugsweise angespielt wurde. Text: Sarah Flower Adams Deutsche Übersetzung: Erhard Friedrich Wunderlich Melodie: Lowell Mason Gesang: Selda Kaya Klavier: Armin Hempel Bass: Tomás Peralta Schlagzeug: Jens Baumann Mix & Master: Matthias Millhoff
58 Minuten
In dieser Folge gehen wir der Frage nach, welches Wissen sich in Träumen mitteilt. Ist es überhaupt Wissen? Wie kann es einen Wahrheitsanspruch erheben? Wie unterscheiden mittelalterliche Philosophen göttliche Offenbarungsträume von Träumen, die auf körperlichen Befindlichkeiten beruhen? Die Philosophin Anne Eusterschulte und die Judaistin Hanna Zoe Trauer diskutieren ‚Traumwissen’ anhand des Motivs der Jakobsleiter, jener Leiter in den Himmel, die der biblische Jakob in seinem Traum gesehen hat. Sie gehen dabei von dem barocken Gemälde Landschaft mit dem Traum Jakobs von Michael Willmann aus und entfalten die Geschichten, Deutungen und Wirkungen des Motivs.
4 Minuten
In dieser Bonusfolge hören Sie, wie Pyramidentextspruch 262 auf deutsch klingt. Für die Episode „Das verschwundene Pyramidenfragment“ wurde eigens eine altägyptische Fassung von Pyramidentextspruch 262 von Roman Gundacker erstellt und von Anne Hartleib rezitiert. In der Podcast-Folge waren auch aus der deutschen Übersetzung des Pyramidentextspruches nur Auszüge zu hören. Deshalb stellen wir Ihnen hier die deutsche Fassung des Pyramidentextspruchs 262 in voller Länge zur Verfügung.
5 Minuten
In dieser Bonusfolge können Sie erstmalig hören, wie die altägyptische Sprache vermutlich geklungen hat: Für die Episode „Das verschwundene Pyramidenfragment“ wurde eigens eine altägyptische Fassung von Pyramidentextspruch 262 von Romand Gundacker erstellt und von Anne Hartleib rezitiert. Da in der Podcastfolge nur Auszüge aus der Aufnahme zu hören waren, stellen wir Ihnen an dieser Stelle Pyramidentextspruch 262 in altägyptischer Sprache und in voller Länge zur Verfügung.
45 Minuten
In dieser Episode begeben wir uns auf die Suche nach einem rätselhaften, aus dem Ägyptischen Museum in Berlin verschollenen Pyramidenfragment. Woher stammte das mit Hieroglyphen versehene Objekt? Was steht darauf geschrieben? Und unter welchen Umständen konnte es Ende des 19. Jahrhunderts verschwinden? „Das verschwundene Pyramidenfragment“ führt uns von den 4000 Jahre alten Grabkammern im Alten Ägypten, über die Entstehung der Sammlung des Ägyptischen Museums in Berlin bis zur detektivischen Arbeit eines Ägyptologen an der Freien Universität Berlin. Wir erfahren, was die Milchstraße mit moderner Ägyptologie zu tun hat, was Pyramidentextsprüche sind, wie die altägyptischen Königinnen und Könige nach ihrem Tod zu den Göttern aufgestiegen sind, und hören erstmalig, wie die Sprache im Alten Ägypten geklungen haben mag. Durch die Folge führt Stephan Hartlepp vom SFB-Teilprojekt „Altägyptische Philologie“.
4 Minuten
Hören Sie einen längeren Ausschnitt aus dem „Splendor Solis“, einem berühmten alchemischen Manuskript aus dem 16. Jahrhundert, in dessen Zentrum die Herstellung und Wirkung des Steins der Weisen stehen.
4 Minuten
Der vollständige Titel der Ars Vitraria Experimentalis, der vorgelesen fast zwei Minuten dauert; eingeleitet durch die Erklärung durch Prof. Volkhard Wels dafür, warum barocke Buchtitel häufig so lang waren.
9 Minuten
Wir besuchen das Museumsdorf Baruther Glashütte, um uns aus erster Hand zeigen zu lassen, wie Gegenstände aus Glas hergestellt werden. Dort haben wir von Stephanie Schulz und Christoph Hübner erfahren, wie man Glasmacher*in wird, was das Glasblasen mit dem Ballett zu tun hat und wie man eigentlich eine Teekanne herstellt. Und wer ganz genau acht gibt, kann bei 5 Minuten und 5 Sekunden hören, wie eine Glasmacherpfeife klingt.
46 Minuten
Was macht die Nanotechnologie im Labor eines Alchemikers? Wie lautet das geheime Rezept für das Goldrubinglas? Und was haben die geheimnisvollen Geräusche auf der Pfaueninsel zu bedeuten? Wir begeben uns auf die Spur einer Teekanne aus Goldrubinglas und reisen ins 17. Jahrhundert zum Alchemiker Johann Kunckel, der mit seinem Geheimwissen um die Herstellung dieses sagenumwobenen, wertvollen und tiefroten Glases dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg aus der Patsche helfen soll. Wir erfahren, was es bedeutet, wenn ein grüner Löwe eine Sonne frisst, woraus sich die Sprache der modernen Chemie entwickelt hat, warum Kunckel eine ganze Insel geschenkt bekam und was es mit der Suche nach dem Stein der Weisen auf sich hatte. Durch die Folge führt Professor Dr. Volkhard Wels vom Sonderforschungsbereich „Episteme in Bewegung“ an der Freien Universität Berlin. Er ist dort Leiter des Forschungsprojektes „Alchemia poetica. Chemisches Wissen und Dichtung um 1600“ und beschäftigt sich unter anderem mit der Sprache der Alchemie.
10 Minuten
In Episode Null stellen wir – Kristiane Hasselmann, Jan Fusek, Armin Hempel und Katrin Wächter vom Sonderforschungsbereich „Episteme in Bewegung“ an der Freien Universität Berlin – unseren neuen Podcast Hinter den Dingen. 5000 Jahre Wissensgeschichte zum Mitnehmen und Nachhören vor. Jede Episode rückt ein kurioses Objekt aus dem Berliner Stadtraum ins Zentrum, um die Geschichten, die sich hinter diesem Objekt verbergen, zu erzählen. So begeben wir uns etwa auf die Spur einer Teekanne aus Goldrubinglas aus dem Stadtmuseum Berlin oder auf die Suche nach einem aus dem Ägyptischen Museum Berlin verschwundenen Pyramidenfragment. Als Serie zeigt Hinter den Dingen in spielerischer und unterhaltsamer Weise das, was der SFB erforscht: wie Wissen in Bewegung gerät. Als wissensgeschichtliche Forschungseinrichtung untersuchen wir, wie sich Wissen verändert, jedoch nicht da, wo Revolutionen stattgefunden haben oder Brüche zu finden sind, sondern mit Blick auf unterschwellige Veränderungen und kulturelle Verflechtungen über lange Zeiträume hinweg. Die aufwendig produzierten Episoden basieren auf dem „klassischen“ Wissenschaftler*innen-Interview. Wir verwenden aber auch Briefwechsel, Tagebucheinträge, historische Beschreibungen und literarische Texte. So kombinieren wir die Interviews mit Elementen aus Hörspiel und Radio-Feature und mit Musik. Durch die Episoden führt unsere Erzählerin Sophie Ruch, gesprochen von Friederike Kroitzsch.
Hinter den Dingen

Hinter den Dingen

5000 Jahre Wissensgeschichte zum Mitnehmen und Nachhören