Frieden & Eintracht international Archiv
29 Episoden
47 Minuten
Diesmal im Gespräch mit dem österreichischen Soziologen Gerald Knaus, dem Gründungsdirektor des Think Tanks European Stability Initiative (ESI). Er ist ein international bekannter Experte und berät Regierungen und Institutionen in Europa bei den Themen Rechtsstaatlichkeitx Flucht, Migration und Menschenrechte. Mit seinem neuen Buch "welche Grenzen brauchen wir?“ macht Knaus neue Vorschläge für eine Politik, die human bleiben und klare Grenzen setzen soll.
Wir haben über die Lage der Rechtsstaatlichkeit in der EU, Lösungen in der Flüchtlingspolitik und Verletzung von Menschenrechten an den Außengrenzen durch Push-Backs, über daraus folgenden Konsequenzen für EU-Länder und natürlich über Flucht aus Afghanistan und humanitäre Aufnahme diskutiert.
Wir haben über die Lage der Rechtsstaatlichkeit in der EU, Lösungen in der Flüchtlingspolitik und Verletzung von Menschenrechten an den Außengrenzen durch Push-Backs, über daraus folgenden Konsequenzen für EU-Länder und natürlich über Flucht aus Afghanistan und humanitäre Aufnahme diskutiert.
59 Minuten
In meiner aktuellen Podcast-Folge habe ich die große Ehre mit Thomas Ruttig, einer der führenden Afghanistan-Experten in unserem Land und Mitbegründer/Ko-Direktor des unabhängigen Think Tanks Afghanistan Analysts Network Kabul/Berlin, zu sprechen.
Annlässlich des Wiedererstarkens der Taliban in Afghanistan, die seit dem Abzug der internationalen Truppen nach 20-jährigem Einsatz, immer weiter in das Land vorrücken, ändert sich die aktuelle Lage in Afghanistan stüdlich. Die Taliban stehen nur noch wenige Kilometer vor der afghanischen Hauptstadt Kabul. Ihre überraschend schnellen militärischen Erfolge lassen sich auf eine jahrzente lange Kette von Fehlern der internationalen Afganistan-Politik zurückführen, woran auch die Afgahnistan-Politik der deutschen Bundesregierung ihren Anteil hat.
Mit Thomas Ruttig habe ich über Fragen, wie die Organisation der Taliban und was nun auf die afghanische Bevölkerung zukommt, gesprochen. Aber auch die Frage, nach den genauen Fehlern der vergangen Afganistan-Politik und welche nächsten Schritte von Seiten der internationalen Gemeinschaft für eine Befriedung des Landes geschähen müssen, haben wir im Podcast diskutiert.
Annlässlich des Wiedererstarkens der Taliban in Afghanistan, die seit dem Abzug der internationalen Truppen nach 20-jährigem Einsatz, immer weiter in das Land vorrücken, ändert sich die aktuelle Lage in Afghanistan stüdlich. Die Taliban stehen nur noch wenige Kilometer vor der afghanischen Hauptstadt Kabul. Ihre überraschend schnellen militärischen Erfolge lassen sich auf eine jahrzente lange Kette von Fehlern der internationalen Afganistan-Politik zurückführen, woran auch die Afgahnistan-Politik der deutschen Bundesregierung ihren Anteil hat.
Mit Thomas Ruttig habe ich über Fragen, wie die Organisation der Taliban und was nun auf die afghanische Bevölkerung zukommt, gesprochen. Aber auch die Frage, nach den genauen Fehlern der vergangen Afganistan-Politik und welche nächsten Schritte von Seiten der internationalen Gemeinschaft für eine Befriedung des Landes geschähen müssen, haben wir im Podcast diskutiert.
54 Minuten
Diesmal im Gespräch mit Lamya Kaddor, Lehrerin, muslimische Religionspädagogin, Islamwissenschaftlerin, Publizistin und Gründern des Liberal-Islamischen Bunds.Außerdem kandidiert Lamya Kaddor für den Deutschen Bundestag auf der Grünen-Liste in Nordrhein Westfahlen.
Mit ihr habe ich unter anderem über den Einfluss der Corona-Pandemie auf ihren Unterricht und speziell auf ihre Schüler*innen geredet. Hauptsächlich hat uns aber die Frage nach der Radikalisierung muslimischer Jugendliche vor und während der Corona-Pandemie beschäftigt und welche präventiven Maßnahmen die Politik dagegen einleiten muss. Besonders wichtig ist Lamya Kaddor dabei der jüdisch-muslimische Austausch zwischen Jugendlichen und die Bekämpfung von Antisemitismus und Antimuslimischen Rassismus, aufbauend auf gegenseitiger Begegnung und Verständnis.
Mit ihr habe ich unter anderem über den Einfluss der Corona-Pandemie auf ihren Unterricht und speziell auf ihre Schüler*innen geredet. Hauptsächlich hat uns aber die Frage nach der Radikalisierung muslimischer Jugendliche vor und während der Corona-Pandemie beschäftigt und welche präventiven Maßnahmen die Politik dagegen einleiten muss. Besonders wichtig ist Lamya Kaddor dabei der jüdisch-muslimische Austausch zwischen Jugendlichen und die Bekämpfung von Antisemitismus und Antimuslimischen Rassismus, aufbauend auf gegenseitiger Begegnung und Verständnis.
27 Minuten
This time I'm talking to Lotfullah Najafizada. He is an award-winning journalist and director of TOLOnews, Afghanistan’s top 24/7 news and current affairs TV channel.
Together we talked about the current situation in Afghanistan, which is one of the most dangerous in the world due to the Taliban and ISIS.
Although Afghanistan is among the world’s most dangerous places to be a journalist, the country enjoys a vibrant media landscape. However, press freedoms – a notable success of post-2001 Afghanistan – are not something Najafizada believes Afghans are prepared to compromise on, because the influence of the media played a significant role in emancipating Afghan society. He believes young Afghans will not accept a return to the strict Islamist society the Taliban wishes to reestablish in their country, predicting a “backlash”.
Together we talked about the current situation in Afghanistan, which is one of the most dangerous in the world due to the Taliban and ISIS.
Although Afghanistan is among the world’s most dangerous places to be a journalist, the country enjoys a vibrant media landscape. However, press freedoms – a notable success of post-2001 Afghanistan – are not something Najafizada believes Afghans are prepared to compromise on, because the influence of the media played a significant role in emancipating Afghan society. He believes young Afghans will not accept a return to the strict Islamist society the Taliban wishes to reestablish in their country, predicting a “backlash”.
51 Minuten
Diesmal im Gespräch mit Katharina Willinger, Fernsehjournalisitin und Reporterin mit dem Schwerpunkt auf die MENA-Region. Sie arbeitet als ARD-Korrespondentin in Istanbul und leitet das Studio-Büro in Teheran.
Mit ihr habe ich über die im Juni anstehenden Präsidentschaftswahl im Iran und wie sich die Corona-Pandemie auf die Wahl auswirkt gesprochen.
Wer im Iran antreten darf, wird vorab von einem konservativen Gremium bestimmt. Zurzeit scheint die besten Chancen auf den Wahlsieg ein Hardliner zu haben - auch weil viele gar nicht wählen wollen.
Laut "Umfragen" wollen nur 31 Prozent zur Wahl gehen, was nicht nur an der aktuell grassierenden Pandemie im Iran liegt. Denn nach jahrelangen Rückschlägen und Repressionen ist die gut gebildete Jugend und die Mittelschicht in innerer Migration. Viele haben abgeschlossen mit den bestehenden Verhältnissen.
Mit ihr habe ich über die im Juni anstehenden Präsidentschaftswahl im Iran und wie sich die Corona-Pandemie auf die Wahl auswirkt gesprochen.
Wer im Iran antreten darf, wird vorab von einem konservativen Gremium bestimmt. Zurzeit scheint die besten Chancen auf den Wahlsieg ein Hardliner zu haben - auch weil viele gar nicht wählen wollen.
Laut "Umfragen" wollen nur 31 Prozent zur Wahl gehen, was nicht nur an der aktuell grassierenden Pandemie im Iran liegt. Denn nach jahrelangen Rückschlägen und Repressionen ist die gut gebildete Jugend und die Mittelschicht in innerer Migration. Viele haben abgeschlossen mit den bestehenden Verhältnissen.
60 Minuten
Diesmal im Gespräch mit dem Journalisten Armin H. Flesch über „Die Erben der Arisierung“. Wir haben über den Umgang heutiger Eigentümer*innen mittelständischer Familienunternehmen mit der NS-Vergangenheit ihrer Firmen und Familien gesprochen.
Erinnerung und Wahrhaftigkeit sind von zentraler Bedeutung in einer Zeit, in der antisemitische Ressentiments zunehmen und bei Umfragen mehr als 50 Prozent der Befragten mit dem Begriff Auschwitz nichts anzufangen wissen. Zum Erinnern an die Zeit des Nationalsozialismus gehört auch die Aufarbeitung eines vergleichsweise wenig beachteten, aber bis heute nachwirkenden Verbrechens: Die „Arisierung“ genannte Enteignung der deutschen und europäischen Jüd*innen.
Wir haben im Podcast über folgende Fragen diskutiert: Wer profitierte vom legalisierten Raub und Mord an Jüd*innen? Welche Bedeutung hat die „Arisierung“ für das Verständnis des Holocaust und der deutschen Gesellschaft vor und nach 1945 und welche konkreten Auswirkungen hat sie bis heute?
Armin H. Flesch hat neben seiner unglaublich wertvollen Arbeit, die man auf seiner Webseite (arminhflesch.de) nachsehen kann, einige Bücher und Filme im Podcast empfohlen:
- Das Buch Alice: Wie die Nazis das Kochbuch meiner Großmutter raubten - Buch von Karina Urbach
- 'Vor Aller Augen': Die Deportation Der Juden und Die Versteigerung Ihres Eigentums : Fotografien Aus Lörrach 1940
- "Menschliches Versagen" – Film von Regisseur Prof. Dr. Michael Verhoeven
Außerdem noch eine Buchempfehlung von mir:
- Dirty Entanglements: Corruption, Crime, and Terrorism - Buch von Louise Shelley
Erinnerung und Wahrhaftigkeit sind von zentraler Bedeutung in einer Zeit, in der antisemitische Ressentiments zunehmen und bei Umfragen mehr als 50 Prozent der Befragten mit dem Begriff Auschwitz nichts anzufangen wissen. Zum Erinnern an die Zeit des Nationalsozialismus gehört auch die Aufarbeitung eines vergleichsweise wenig beachteten, aber bis heute nachwirkenden Verbrechens: Die „Arisierung“ genannte Enteignung der deutschen und europäischen Jüd*innen.
Wir haben im Podcast über folgende Fragen diskutiert: Wer profitierte vom legalisierten Raub und Mord an Jüd*innen? Welche Bedeutung hat die „Arisierung“ für das Verständnis des Holocaust und der deutschen Gesellschaft vor und nach 1945 und welche konkreten Auswirkungen hat sie bis heute?
Armin H. Flesch hat neben seiner unglaublich wertvollen Arbeit, die man auf seiner Webseite (arminhflesch.de) nachsehen kann, einige Bücher und Filme im Podcast empfohlen:
- Das Buch Alice: Wie die Nazis das Kochbuch meiner Großmutter raubten - Buch von Karina Urbach
- 'Vor Aller Augen': Die Deportation Der Juden und Die Versteigerung Ihres Eigentums : Fotografien Aus Lörrach 1940
- "Menschliches Versagen" – Film von Regisseur Prof. Dr. Michael Verhoeven
Außerdem noch eine Buchempfehlung von mir:
- Dirty Entanglements: Corruption, Crime, and Terrorism - Buch von Louise Shelley
51 Minuten
Diesmal im Gespräch mit Mehret Haile, Ernährungsspezialist und internationale Projektleiterin. Unteranderem hat sie im Auftrag der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) mehrere Jahre in Tigray als Entwicklungsberaterin gearbeitet und begleitet bis heute intensiv die Situation in ihrem Herkunftsland Äthiopien.
Mit ihr habe ich über die katastrophale humanitäre Lage der äthiopischen Tigray-Region und über die Situation der über eine Million Menschen, die aufgrund der bewaffneten Konflikte vor Ort auf der Flucht sind, geredet. Mehret betont, wie dringend notwendig jetzt humanitäre Hilfe für die gesamte Region aber auch für die Menschen auf der Flucht ist und stellt klar, dass ohne eine sofortige Waffenruhe, keine Befriedungsdialoge und unabhängige Untersuchungen des Konfliktes möglich sind.
Mit ihr habe ich über die katastrophale humanitäre Lage der äthiopischen Tigray-Region und über die Situation der über eine Million Menschen, die aufgrund der bewaffneten Konflikte vor Ort auf der Flucht sind, geredet. Mehret betont, wie dringend notwendig jetzt humanitäre Hilfe für die gesamte Region aber auch für die Menschen auf der Flucht ist und stellt klar, dass ohne eine sofortige Waffenruhe, keine Befriedungsdialoge und unabhängige Untersuchungen des Konfliktes möglich sind.
50 Minuten
Diesmal im Gespräch mit Rüdiger von Fritsch, Botschafter außer Dienst, zuletzt bis 2019 Botschafter Deutschlands in Russland und Autor.
Mit ihm habe ich über seine Arbeit in Russland und sein damit entstandenem Buch „Russlands Weg: Als Botschafter in Moskau“ geredet.
Die Annexion der Krim ist gerade vollzogen, als Rüdiger von Fritsch seine Arbeit als Botschafter in Moskau aufnimmt. Danach geht es Schlag auf Schlag: Donbas, Abschuss von MH17, Syrien, Skripal. Trotz russischer Aggressionen sieht von Fritsch zu guten deutsch-russischen Beziehungen keine Alternative - und setzt konsequent auf Entschlossenheit und die Stärke der Diplomatie: den Dialog. Fünf Jahre stand er als Botschafter im oft schwierigen Austausch mit den Machthabern in Russland – und hat dabei Haltung bewahrt.
Mit ihm habe ich über seine Arbeit in Russland und sein damit entstandenem Buch „Russlands Weg: Als Botschafter in Moskau“ geredet.
Die Annexion der Krim ist gerade vollzogen, als Rüdiger von Fritsch seine Arbeit als Botschafter in Moskau aufnimmt. Danach geht es Schlag auf Schlag: Donbas, Abschuss von MH17, Syrien, Skripal. Trotz russischer Aggressionen sieht von Fritsch zu guten deutsch-russischen Beziehungen keine Alternative - und setzt konsequent auf Entschlossenheit und die Stärke der Diplomatie: den Dialog. Fünf Jahre stand er als Botschafter im oft schwierigen Austausch mit den Machthabern in Russland – und hat dabei Haltung bewahrt.
50 Minuten
Diesmal im Gespräch mit Prof. Dr. Mirjam Wenzel, Literaturwissenschaftlerin und seit 2016 Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt.
Mit ihr habe ich über die Neueröffnung des Jüdischen Museums Frankfurt im Oktober 2020 nach rund fünf Jahren Bauzeit und die erschwerten Bedingungen auf Grund der Corona-Pandemie geredet. Im neuen Rothschild-Palais wird die Geschichte jüdischen Lebens von der Aufklärung und Emanzipation bis zur Gegenwart in Frankfurt erzählt.
Mirjam Wenzel erzählt, dass das Team des Jüdischen Museums schon lange die Eröffnung des sanierten Rothschild-Palais mit einer Dauerausstellung auf drei Etagen sowie des Lichtbaus von "staab Architekten" mit öffentlicher Bibliothek, einem Deli, einem Museumsshop und der ersten Wechselausstellung "Die weibliche Seite Gottes" vorbereitet hat.
Ich hatte das Glück, ein bisschen was von der unglaublich gelungenen Neueröffnung vor dem Lockdown zu sehen und kann jeder und jedem nur eindringlich einen Besuch nach dem Lockdown empfehlen.
Mit ihr habe ich über die Neueröffnung des Jüdischen Museums Frankfurt im Oktober 2020 nach rund fünf Jahren Bauzeit und die erschwerten Bedingungen auf Grund der Corona-Pandemie geredet. Im neuen Rothschild-Palais wird die Geschichte jüdischen Lebens von der Aufklärung und Emanzipation bis zur Gegenwart in Frankfurt erzählt.
Mirjam Wenzel erzählt, dass das Team des Jüdischen Museums schon lange die Eröffnung des sanierten Rothschild-Palais mit einer Dauerausstellung auf drei Etagen sowie des Lichtbaus von "staab Architekten" mit öffentlicher Bibliothek, einem Deli, einem Museumsshop und der ersten Wechselausstellung "Die weibliche Seite Gottes" vorbereitet hat.
Ich hatte das Glück, ein bisschen was von der unglaublich gelungenen Neueröffnung vor dem Lockdown zu sehen und kann jeder und jedem nur eindringlich einen Besuch nach dem Lockdown empfehlen.
31 Minuten
Diesmal im Gespräch mit Tiaji Sio, Gründerin des Netzwerks Diplomats of Color. Die gebürtige Frankfurterin, die derzeit bei der deutschen Botschaft in Vietnam arbeitet, möchte mehr Menschen mit Migrationsgeschichte, Schwarze Menschen und People of Color in ihren Berufszweig integrieren. Für ihren Einsatz wurde sie mit einem Platz auf der „Forbes 30 unter 30 Liste“ aus dem Jahr 2020 ausgezeichnet.
Tiaji Sio erklärt, dass „Diplomats of Color“ die erste Interessenvertretung und das mittlerweile größte Diversitäts-Netzwerk innerhalb der Bundesverwaltung ist. Sie treiben im Auswärtigen Dienst und darüber hinaus den Antirassismus-Diskurs voran und fordern eine stärkere Repräsentation von BIPoC in Politik und Verwaltung. Das Ziel von „Diplomats of Color“ ist es außerdem sich für eine kritische Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit des Auswärtigen Amtes einzusetzen. Mit der Übernahme von historischer Verantwortung des Auswärtigen Amts, möchten sie dazu beitragen, dass auch in der Gegenwart (post-)koloniale und rassistische Strukturen erkannt, aufgebrochen und verändert werden.
Tiaji Sio erklärt, dass „Diplomats of Color“ die erste Interessenvertretung und das mittlerweile größte Diversitäts-Netzwerk innerhalb der Bundesverwaltung ist. Sie treiben im Auswärtigen Dienst und darüber hinaus den Antirassismus-Diskurs voran und fordern eine stärkere Repräsentation von BIPoC in Politik und Verwaltung. Das Ziel von „Diplomats of Color“ ist es außerdem sich für eine kritische Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit des Auswärtigen Amtes einzusetzen. Mit der Übernahme von historischer Verantwortung des Auswärtigen Amts, möchten sie dazu beitragen, dass auch in der Gegenwart (post-)koloniale und rassistische Strukturen erkannt, aufgebrochen und verändert werden.
49 Minuten
Diesmal im Gespräch mit Natalie Amiri, Autorien, Journalistin, Fernsehmoderatorin des Weltspiegel und BR-Europa-Magazin euroblick und ehemalige Leiterin des ARD-Studio in Teheran.
Mit ihr habe ich über heute erscheinendes Buch "Zwischen den Welten: Von Macht und Ohnmacht im Iran" geredet.
Amiri sagt: „Ich möchte den Menschen im Iran eine Stimme geben.“ und stellt sich in ihrem Buch viele Fragen zum politischen und zivilgesellschaftlichen Geschähen im Iran.
Was macht man, wenn man auf einer Recherchereise im iranischen Gebirge nicht tanken kann, weil das Benzin aufgrund westlicher Sanktionen knapp ist? Oder wenn man eine vermeintlich zu kurze Hose trägt und die Strafe darauf lautet, in ein Fass mit schwarzer Farbe steigen zu müssen? Und warum reiste Amiri trotz aller Warnungen immer wieder in den Iran und nahm dabei höchste persönliche Risiken in Kauf?
All diese Fragen beantwortet sie in ihrem neuem Buch und gibt damit den Menschen im Iran eine Stimme, um über den Alltag in einem Land zwischen verbotenen Partys und Sanktionen zu berichten. Von Lehrern bis zu Drogenabhängigen, vom Revolutionsführer Khamenei bis zum ersten weiblichen Fußballstar des Iran – Natalie Amiri lässt sie zu Wort kommen und zeigt uns die unerwarteten Facetten der muslimischen Republik Iran.
Mit ihr habe ich über heute erscheinendes Buch "Zwischen den Welten: Von Macht und Ohnmacht im Iran" geredet.
Amiri sagt: „Ich möchte den Menschen im Iran eine Stimme geben.“ und stellt sich in ihrem Buch viele Fragen zum politischen und zivilgesellschaftlichen Geschähen im Iran.
Was macht man, wenn man auf einer Recherchereise im iranischen Gebirge nicht tanken kann, weil das Benzin aufgrund westlicher Sanktionen knapp ist? Oder wenn man eine vermeintlich zu kurze Hose trägt und die Strafe darauf lautet, in ein Fass mit schwarzer Farbe steigen zu müssen? Und warum reiste Amiri trotz aller Warnungen immer wieder in den Iran und nahm dabei höchste persönliche Risiken in Kauf?
All diese Fragen beantwortet sie in ihrem neuem Buch und gibt damit den Menschen im Iran eine Stimme, um über den Alltag in einem Land zwischen verbotenen Partys und Sanktionen zu berichten. Von Lehrern bis zu Drogenabhängigen, vom Revolutionsführer Khamenei bis zum ersten weiblichen Fußballstar des Iran – Natalie Amiri lässt sie zu Wort kommen und zeigt uns die unerwarteten Facetten der muslimischen Republik Iran.
44 Minuten
Diesmal im Gespräch mit Dr. Pia Fuhrhop, Leiterin des Berliner Büros des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH).
Mit ihr habe ich über das in Kraft treten des Atomwaffenverbotsvertrag am 22. Januar.2021 und was das für Deutschland bedeutet geredet. 51. Staaten haben sich den Vertrag unterzeichnet aber unteranderem alle Atommächte und Deutschland, als Unterstützer des "nuklearen Teilhabe"- Konzepts der NATO, fehlen.
Dr. Pia Fuhrhop erklärt, dass die sogenannte „nukleare Teilhabe“ ein Konzept der NATO ist, das während des Kalten Kriegs entwickelt wurde. Die USA wollte damit ihre Sicherheitsgarantien für Westeuropa unterstreichen und die Westeuropäer, u.a. Deutschland, erhofften sich Mitsprache bei der nuklear-militärischen Planung. Seitdem hält die Bundeswehr Kampfjets bereit, die in der Lage sind, amerikanische Atombomben zu transportieren und im Ernstfall auch abzuwerfen.
Mit der Ratifizierung des Atomwaffenverbotsvertrags und dem Fehlen von Deutschland, ist es uns wichtig das NATO-Konzept der „nukleare Teilhabe“ kritisch zu betrachten und haben uns deswegen folgende Fragen im Podcast gestellt: Wieviel Mitsprache hat Deutschland im NATO-Konzept? Hat das Konzept heute überhaupt noch einen militärischen Nutzen? Gäbe es alternative, vielleicht weniger umstrittene Möglichkeiten des militärischen Engagements Deutschlands?
Mit ihr habe ich über das in Kraft treten des Atomwaffenverbotsvertrag am 22. Januar.2021 und was das für Deutschland bedeutet geredet. 51. Staaten haben sich den Vertrag unterzeichnet aber unteranderem alle Atommächte und Deutschland, als Unterstützer des "nuklearen Teilhabe"- Konzepts der NATO, fehlen.
Dr. Pia Fuhrhop erklärt, dass die sogenannte „nukleare Teilhabe“ ein Konzept der NATO ist, das während des Kalten Kriegs entwickelt wurde. Die USA wollte damit ihre Sicherheitsgarantien für Westeuropa unterstreichen und die Westeuropäer, u.a. Deutschland, erhofften sich Mitsprache bei der nuklear-militärischen Planung. Seitdem hält die Bundeswehr Kampfjets bereit, die in der Lage sind, amerikanische Atombomben zu transportieren und im Ernstfall auch abzuwerfen.
Mit der Ratifizierung des Atomwaffenverbotsvertrags und dem Fehlen von Deutschland, ist es uns wichtig das NATO-Konzept der „nukleare Teilhabe“ kritisch zu betrachten und haben uns deswegen folgende Fragen im Podcast gestellt: Wieviel Mitsprache hat Deutschland im NATO-Konzept? Hat das Konzept heute überhaupt noch einen militärischen Nutzen? Gäbe es alternative, vielleicht weniger umstrittene Möglichkeiten des militärischen Engagements Deutschlands?
26 Minuten
This time talking to Lina Al-Hathloul, Saudi human rights activist and sister of Loujain Al-Hathloul. Loujain was jailed in a Saudi prison for her tireless fight for women's rights from 2018 until just a month ago.
I spoke with her sister Lina about Loujain's current condition and the physical and psychological torture she had to endure in prison.
Lina emphasizes that although Loujain is no longer imprisoned now, she is still not free because she is living in very strict conditions imposed on her by the Saudi government.
It becomes clear again and again how important it is that we used our platforms to create awareness for the catastrophic human rights situation in Saudi Arabia.
I spoke with her sister Lina about Loujain's current condition and the physical and psychological torture she had to endure in prison.
Lina emphasizes that although Loujain is no longer imprisoned now, she is still not free because she is living in very strict conditions imposed on her by the Saudi government.
It becomes clear again and again how important it is that we used our platforms to create awareness for the catastrophic human rights situation in Saudi Arabia.
1 Stunde 16 Minuten
Diesmal im Gespräch mit Deborah Düring, Studentin der Friedens- und Konfliktforschung und Bundestagsdirektkandidatin für den Frankfurter Westen, und Samah Hefny, Studentin der Politikwissenschaft. Zusammen bilden sie die erste weibliche Doppelspitze der GRÜNEN JUGEND Hessen seit 1999.
Mit ihnen habe ich darüber gesprochen, warum es im Jahr 2021 immer noch nicht selbstverständlich ist als zwei Frauen einen Vorstand zu führen und wie das mit unseren gesellschaftlich Strukturen zusammenhängt. Dabei haben wir über diskriminierende Strukturen in der Care-Arbeit, im Beruf aber auch in der Außenpolitik, spezifisch wenn es um Kriegs-, Sicherheits- und Friedensfragen geht, diskutiert.
Mit ihnen habe ich darüber gesprochen, warum es im Jahr 2021 immer noch nicht selbstverständlich ist als zwei Frauen einen Vorstand zu führen und wie das mit unseren gesellschaftlich Strukturen zusammenhängt. Dabei haben wir über diskriminierende Strukturen in der Care-Arbeit, im Beruf aber auch in der Außenpolitik, spezifisch wenn es um Kriegs-, Sicherheits- und Friedensfragen geht, diskutiert.
1 Stunde 4 Minuten
Diesmal im Gespräch mit Luiz Ramalho, Soziologe und Experte in deutsch-brasilianischer Entwicklungszusammenarbeit. 1970 ist er vor der brasilianischen Militärdiktatur geflohen und setzt sich seitdem in Deutschland für besserer Verhältnisse in seiner ehemaligen Heimat Brasilien ein.
Mit ihm habe ich einerseits über die dramatische Corona-Situation in Brasilien und das Versagen der brasilianischen Regierung im Umgang mit der Krise gesprochen. Und andererseits haben wir uns mit der autokratischen Entwicklung Brasiliens unter Bolsonaro, Korruption, der Stellung des Militärs und der Evangelikalen und der prekären Sicherheitslage im Land beschäftigt. Aber auch die zunehmende Kapitalisierung des Amazonas und die damit einhergehende Umweltverschmutzung und steigende Gewalt gegen Indigene und andere marginalisiere Gruppen in Brasilien hat uns beschäftigt.
Es ist dringender denn je erforderlich genau hinzuschauen, um die beunruhigende Entwicklung Brasiliens, im Windschatten der #Corona-Krise, nicht untergehen zu lassen.
Mit ihm habe ich einerseits über die dramatische Corona-Situation in Brasilien und das Versagen der brasilianischen Regierung im Umgang mit der Krise gesprochen. Und andererseits haben wir uns mit der autokratischen Entwicklung Brasiliens unter Bolsonaro, Korruption, der Stellung des Militärs und der Evangelikalen und der prekären Sicherheitslage im Land beschäftigt. Aber auch die zunehmende Kapitalisierung des Amazonas und die damit einhergehende Umweltverschmutzung und steigende Gewalt gegen Indigene und andere marginalisiere Gruppen in Brasilien hat uns beschäftigt.
Es ist dringender denn je erforderlich genau hinzuschauen, um die beunruhigende Entwicklung Brasiliens, im Windschatten der #Corona-Krise, nicht untergehen zu lassen.