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Nerdfunk von Radio Stadtfilter Archiv

463 Episoden
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... sonst wäre diese Folge wahrscheinlich von irgend einem Algorithmus zum Schutz des Publikums ausgefiltert worden. Denn wie man lesen konnte, ist das Internet mal wieder in Gefahr. Dieses Mal ist die EU schuld: Sie will das Urheberrecht neu und besser schützen – und zwar auf eine Art und Weise, die dazu führen könnte, dass bei den grossen Plattformen viele Dinge automatisch schon vor der Veröffentlichung getilgt werden. Diesen dreckigen Job erledigen die Uploadfilter, die Schwarzkopien automatisch erkennen sollen. Doch mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit werden diese Systeme echte Piraterie nicht von Parodien und Zitaten, von Memes und Remixen unterscheiden können. Und darum werden es eigentliche Zensurmaschinen sein, wie viele befürchten. Ähnlich absurd das Leistungsschutzrecht: Wer Titel und Lead von Presseartikeln zitiert, soll dafür zahlen müssen – selbst wenn es bloss darum geht, Inhalte von Medienportalen zu verlinken. Blogs, die intensiv mit Links auf fremde Quellen arbeiten, sind dadurch in ihrer Existenz gefährdet. Uns bleibt also nichts anderes übrig, als zu Beginn dieser Sendung gegen diese Fehlentwicklung zu protestieren, die uns auch in der Schweiz tangieren wird – selbst wenn das Gesetz bei uns nicht direkt gilt, wird es indirekt wohl trotzdem seine Wirkung entfalten. Abgesehen vom Protest geht es in der heutigen Sendung um Kummerbox Live: Es sind diverse spannende Fragen bei uns aufgelaufen. Zum Beispiel die: Was tut man, wenn nicht nur das Passwort zu einem Benutzerkonto vergessen gegangen ist, sondern auch die Mailadresse? Warum spielt das iPad Videos nicht mehr im Vollformat? Und bei dieser Frage wittert unser Hörer sogar einen echten Skandal: Die Windows-Firewall funktioniert nämlich nicht so, wie sie sollte! Plus die Frage nach schönen Fotoalben – und wie man sie schnell erstellt. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-441/
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Nerdfunk 440: Videospielspass wie in den Neunzigern Ein Versprechen vorab: Nein, der Nerdfunk wird nicht zum Game-Podcast. Dass es noch einmal ums Spielen geht, ist Zufall und hat mit den Unwägbarkeiten des Lebens und der Themenplanung zu tun. Und damit, dass Kevin ein neues Hobby hat. Er hat sich einen Raspberry Pi beschafft und den zum Emulator für alte Videospiele aufgerüstet. Denn der günstige, kultige Mini-Computer ist äusserst vielseitig: Er kann dumme Fernseher smart machen, er ist ein ideales Medien-Streaming-Hilfsmittel, er verwandelt alte Drucker in Netzwerkdrucker und hilft bei der Heimautomatisierung. Und eben: Er lässt sich auch in eine Retro-Spielkonsole verwandeln, zum Beispiel eine Super Nintendo oder in eine N64 – oder aber in fast jeden Videogame-Oldie,angefangen beim Amiga, Atari und C64, Dreamcast, GameCube, Megadrive, bis hin zum Gameboy, Nintendo DS, den alten Sony Playstation oder der Wii. Wir erklären, wie das geht, welche Hilfsmittel es für die Steuerung braucht, wie man an die Spiele gelangt und den Raspi an den Fernseher anschliesst. Und Kevin erklärt und, für welche alten Spiele sich der ganze Aufwand auch wirklich lohnt. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-440/
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Ab Donnerstag kicken sie wieder – und die fussballunkundigen Nerds fühlen sich noch aussenseitiger als sonst. Denn wer nicht weiss, was eine Abseitsregel ist, warum es die zwei Tore braucht und wie man sich mit einem Wodkafrühstück rechtzeitig in Stimmung bringt, der hat es dieser Tage schwer. Immerhin: Nicht mehr so schwer wie früher. Seit es Streaming und Videospiele gibt, gibt es ein mediales Entkommen. Und vielleicht ist die WM für manche eine willkommene Gelegenheit, etwas besonders Nerdiges zu tun – Cosplay, Fantasy Football, Dungeons & Dragons oder Laser Tag, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Und es gibt sie ja auch, die Nerds der anderen Sorte – die mit einer Ader für Fussball. Maege gehört zu dieser Spezies, und er wird sich alle Mühe geben, Matthias wenigstens mit der wunderbaren Welt des simulierten, digitale Fussballs vertraut zu machen. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-439/
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Zwischen 2012 und 2016 soll der deutschsprachige Buchmarkt über sechs Millionen Käufer verloren haben. Die Zahl der Leser nimmt ab, die der Nichtleser zu: Weniger als die Hälfte (42 Prozent der Deutschen) greift mindestens einmal die Woche zu einem Buch. Besonders gross ist der Rückgang bei den Jungen und halbwegs Jungen (in den beiden Gruppen der 14- bis 29-Jährigen und der 30-bis 59-Jährigen) und bei den Leuten mit geringer Schulbildung. Die Gründe liegen auf der Hand: Es gibt einfach zu viel Konkurrenz durch Smartphone und die anderen (digitalen) Medien. Der Druck im Alltag nimmt zu, sodass es für viele offenbar immer schwieriger wird, die notwendige Zeit und ausreichend Konzentration aufzubringen. Wird das Buch in einer digitalen Welt zum Nischenprodukt? Oder liegen die Rückgänge bei den Leserzahlen vielleicht auch daran, dass der deutsche Buchhandel den Medienwandel verschlafen hat? Das Hörbuch zum Beispiel ist ideal für multitaskende Nutzer, indem es auch die parallele Nutzung beim Sport, bei der Hausarbeit oder beim Pendeln zulässt. Doch das Hörbuch ist inzwischen fest in der Hand der Amazon-Tochter Audible – die hiesigen Anbieter haben den Wechsel von der CD zum Download offenbar komplett verschlafen. Besteht noch Hoffnung? Oder sind Bücherwürmer eine aussterbende Spezies? Wir diskutieren das mit Gregory Zäch. Er ist Gründer und Inhaber des Zürcher Midas Verlag, der sich immer wieder mit der wechselhaften Gunst des Publikums herumschlagen musste. Der Midas-Verlag hatte ursprünglich eine breite Palette an Computerbüchern – ein Genre, das fast vollständig weggebrochen ist. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-438/ ‎
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Heute steht Kummerbox Live an: Wir behandeln eure Computerprobleme, natürlich unter maximaler Wahrung von Datenschutz und Privatsphäre. Wir werden weder Angaben zu eurer Computerkonfiguration, noch eure Mailadresse zum Verkauf anbieten. Und Cookies bekommt ihr von uns auch nicht – obwohl wir tatsächlich auch schon über eine nerdische Backsendung nachgedacht haben. Nein, im Ernst: Wir werden um ein paar Worte zur Datenschutz-Grundverordnung nicht herumkommen, schliesslich dominiert sie seit letztem Freitag die Schlagzeilen in der digitalen Welt. Ist das nun ein Papiertiger, ein Folterinstrument für unschuldige Webshopbetreiber und Anlass, unsere Inboxen mit ganz vielen Mails zu unzähligen Datenschutzbestimmungen zu füllen? Oder bringt es die Kehrtwende, was den sorgfältigen Umgang mit unseren persönlichen Daten angeht? Abgesehen davon geht es um seltsame Anrufe angeblicher Microsoft-Mitarbeiter, die von Viren warnen. Wir fragen, wie man Tim Cook mitteilt, wie er seine Produkte besser machen kann. Und wir gehen Problemen mit Thunderbird nach. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-437/
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Normalerweise sind wir die Neutralität in Person und berichten objektiv, unbestechlich und mit professioneller Distanz. Das ist heute anders: Da werfen wir alle unsere schönen Prinzipien über Bord und werden zu Spekulanten: Das Ziel der heutigen Sendung ist es, mittels Kryptowährungen zu Millionären zu werden – mindestens. Auch einem Milliardärsstatus wären wir nicht abgeneigt. Und wenn wir im «Bilanz»-Ranking den Christoph hinter uns lassen, dann ist das auch ganz in unserem Sinn. Immerhin: Diese Aktion heute ist nicht uneigennützig. Alle unsere Hörerinnen und Hörer dürfen miteinsteigen, mitspekulieren – dieser Fahrstuhl nach oben ist nicht besetzt, sondern offen fürs ganze Publikum. Aber ganz werfen wir unseren Informationsauftrag nicht über Bord: Neben den Spekulationsbemühungen versuchen wir, das Phänomen der Kryptowährungen auf den Grund zu gehen: Wie sind sie einzuordnen, wo es an jedem SBB-Billettautomat auch Bitcoins zu kaufen gibt? Was sind die Möglichkeiten und Grenzen? Was soll dieser Hype um die Blockchain? Und ist es nicht Irrsinn, für virtuelles Geld Unmengen von realem Strom zu verheizen? Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-436/
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Während Matthias ein Stubenhocker ist, der ferne Länder (fast) nur vom Hörensagen kennt, gondelt Kevin ständig durch die Weltgeschichte: Letzte Woche war er mit seinem dreissigjährigen VW-Bus unterwegs. Diese Woche ist er im hohen Norden bei den Wikingern, um dort seine Drohne fliegen zu lassen. Das ist uns Anlass, einmal über das Reisen aus nerdischer Sicht zu sprechen: Wie sorgt man unterwegs für genügend Strom und wie wird man dem Kabelchaos (mit diversen USB-Strippen) Herr? Welche Apps gibt es für die Planung der Reise, um den Rucksack mit den richtigen Dingen zu füllen, um vor Ort die Gegend zu erkunden? Und Sollte man sein Equipment speziell versichern lassen? (Apropos Fun Fact am Rand zum Stichwort Rucksack: Rollkoffer sind des Teufels!) Es geht in dieser Sendung aber auch um Kevin, den Tech-Freak, der an einem Uralt-Auto einen Narren gefressen hat: Er erzählt uns, wie er Bus von 1988 technisch aufrüsten will: Mit Solarpanels, Temperaturmessern, Rückfahrkamera und Wasserstandsmesser – wozu das gut sein soll. Und natürlich stellt sich die Frage, wie es möglich sein könnte, dem Oldtimer einen futuristischen Dreh zu verpassen... Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-435/
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Es scheint, dass sich Digichris langsam, aber sicher zu unserem Mann fürs Grobe mausert. Sprich: Mit uns aktuelle Volksbegehren auf ihre Nerd- und Digitaltauglichkeit abklopft. Heute geht es ums Geldspielgesetz, über das wir am 10. Juni abstimmen: Das zielt gegen die ausländischen Anbieter von Glücksspielen im Netz, die mit Online-Poker, Sportwetten, virtuellen Roulette-Tischen und simulierten Slot-Machines hierzulande etwa eine Viertelmilliarde Franken pro Jahr verdienen. Das ist den Initianten ein Dorn im Auge: Das auf den ausländischen Plattformen verspielte Geld fliesst in ausländische Steueroasen ab. Die Befürworter des neuen Gesetzes argumentieren ausserdem, dass Geldspielen mit einheimischen Casinos und Online-Anbietern Erträge für gemeinnützige Zwecke produziert: Nicht nur die AHV, sondern auch Kultur-, Sozial- und Sportanlässe werden via Lottofonds unterstützt. Und die hiesigen Anbieter sind verpflichtet, sich gegen Spielsucht und Geldwäscherei einzusetzen, während die ausländischen Anbieter sich allenfalls selbst regulieren. Eine Regulation klingt nach einer sinnvollen Sache. Doch das Gesetz hat einen Haken und stürzt gerade die Vertreter eines freien Internets in ein echtes Dilemma: Das Gesetz würde nämlich mittels Netzsperren durchgesetzt – und Netzsperren sind tabu. Es zeigt sich, dass Netzsperren oft übers Ziel hinausschiessen und mehr blockiert wird, als das Gesetz eigentlich zulässt. Das so genannte «Overblocking» fordert oft beträchtliche Kollateralschäden. Es kann auch zu Zensurzwecken missbraucht werden, fürchten viele oder sogar einen Dammbruch auslösen und dazu führen, dass am Schluss alles blockiert wird, das den Kontrolleuren dieser Filter nicht in den Kram passt. Wir diskutieren darüber: Sind Netzsperren so schlimm, wie wir glauben? Oder sind sie im Gegenteil harmlos, weil leicht umgehbar? Lohnt es sich, wegen ein paar Online-Casinos diese Büchse der Pandora zu öffnen? Und gäbe es allenfalls auch andere Methoden, um die Ziele der Initianten zu erreichen? Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-434/ ‎
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Wir wollten eigentlich die schönsten Apps fürs virtuelle Demonstrieren, die beste digitale Kapitalismuskritik und die akkurateste Simulation des schwarzen Blocks zusammensuchen. Leider sind wir nicht fündig geworden – darum gibt es nun Tipps fürs arbeitende Volk und für die Fleissigen unter uns Nerds. Die Tipps kommen aus drei Bereichen: Zur Verwendung eigener Geräte für berufliche Zwecke, ein Trend, der unter dem Schlagwort «Bring your own device» immer weiter um sich greift. Das verbunden mit der Frage, wie man die – Achtung, noch ein Schlagwort! – Work-Live-Balance aufrecht erhält. Die beiden anderen Bereiche sind die Kommunikation im Team und die Erfassung von Arbeitszeit und Tätigkeiten – damit man auch den Feierabend rechtzeitig antreten kann. Und wenn wir dazu gekommen wären, hätte es auch einige schöne Tricks zur Frage gegeben, wie man die Arbeitszeit mit Youtube-Sehen und Solitär-Spielen verbringen kann, ohne vom Chef erwischt zu werden. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-433/
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Wir sprechen wieder einmal über Dinge, von denen wir nur wenig Ahnung haben. Dieses Mal: Gangsta-Rap. Aber es ist nun einmal so, dass Matthias in den Ferien war und von gar nichts etwas mitbekommen hat – ausser eben von den Aufregern, die in es in die Podcasts geschafft hat, die Matthias sich mit den Füssen im Pool zu Gemüte führen wollte. Aber da Kummerbox Live stattfindet, tun wir dann doch noch etwas, von dem wir Ahnung haben: Wir beantworten nämlich Hörerinnenfragen. Es geht darum, wie man herausfindet, mit welchen Apps am iPhone man am meisten Zeit verbringt – und allenfalls auch, womit man sie vertrödelt. Wir diskutieren, mit welchen Methoden man einem alten Mac-Maschineli auf die Sprünge hilft. Und wir fragen, ob es die Möglichkeit gibt, digitale Magazine komfortabler zu machen. Ach ja: Diese Sendung hat keine Preshow, da wegen der Kinderkulturwochen auf Radio Stadtfilter bis dreissig Sekunden vor dem Nerdfunk schöne Kinderbücher vorgestellt wurden. Es gibt aber eine Premiere, nämlich eine After-Show: Denn da die nachfolgende Sendung eine No-Show war, konnten wir ein bisschen überziehen. Sinnvoll war das nicht, da wir nur leeres Geplänkel fabriziert haben. Aber wenigstens uns hat es Spass gemacht. \o/ Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-432/
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Die Werbung: Eines der grössten massenpsychotischen Phänomene, seit sie im 19. Jahrhundert erfunden wurde. Die Medienbranche meinte, ihre ganze Existenz auf der Werbung als Einnahmequelle abstellen zu müssen. Ganze Heerscharen von jungen Leuten haben sich zu Textern, Werbefotografen oder -grafikerinnen, Kampagnenplaner und PR-Beraterinnen ausbilden lassen. Und bekannte Werber sind nicht nur reich geworden – sie hielten sich bis vor Kurzem auch für Leute mit Ansehen und Einfluss (siehe Rudolf Farner, dem das Bonmot «Gebt mir eine Million, und ich mache aus einem Kartoffelsack einen Bundesrat» zugeschrieben wird). Bis das Internet uns schonungslos vor Augen führte, dass Werbung nicht funktioniert. Niemand klickt die Banner an. Die zielgerichtete Werbung (das Targeting) läuft ins Leere. Und nicht nur das: Werbung wird oft als so lästig wahrgenommen, dass Internetnutzer sie meiden, wo es nur geht und sie mit allen technischen Mitteln filtern, blockieren und aussieben. Und es gibt sogar Kampagnen, welche werbefreie Städte propagieren. Denn auch Plakate werden immer häufiger als Ärgernis wahrgenommen – was natürlich auch damit zu tun hat, dass Werbeflächen elektronisch werden, leuchten und blinken und viel aufdringlicher als früher um Aufmerksamkeit heischen. Das hat eine riesige Krise ausgelöst: Den Medien brechen die Einnahmen weg, die Werbung im Internet wird aggressiver und die Abneigung bei den Internetnutzern noch grösser. Und irgendwann mal wird die Krise auch das werbefinanzierte Fernsehen umkrempeln und sich die Erkenntnis nicht mehr aufschieben lassen, dass Werbung keine Daseinsberechtigung mehr hat. Aber wie weiter? Sind neue, noch problematischere Werbeformen wie das Native Advertising und das Influencer Marketing (siehe Nerdfunk 423) unvermeidlich? Wir sind der Ansicht, dass jetzt die Zeit für einen Neustart gekommen ist – und für ein faires Modell, das so funktioniert, wie es funktionieren sollte. Wie das gehen soll, erklären wir in dieser Sendung. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-431/
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Das war ein Skandal mit Ansage: Im März 2018 enthüllten mehrere Medien, gestützt auf den Whistleblower Christopher Wylie, wie die dubiose Datenanalysefirma Cambridge Analytica persönliche Informationen von Millionen Facebook-Nutzern absaugen konnte. Diese Daten wurden im US-Wahlkampf 2015 für die Präsidentschaftskandidatur des republikanischen Sentators Ted Cruz verwendet, um Wähler mit massgeschneiderten politischen Botschaften einzudecken. Und sie haben offenbar 2016 auch bei der Brexit-Abstimmung eine Rolle gespielt. Facebook geht unvorsichtig mit den Nutzerdaten um: «Wen wundert es?» fragen sich die einen. «Jetzt ist Facebook zu weit gegangen», wettern die anderen – und die Empörung ist bei allen gross. Wir gehen der Sache nüchtern auf den Grund, bewerten das Ausmass und diskutieren Forderungen: Was ist passiert und wie gross war und ist der Einfluss des sozialen Netzwerks bei Abstimmungen und Wahlen? Braucht es Massnahmen? Müssen wir – Stichwort #DeleteFacebook – alle Zuckerberg den Rücken kehren? Braucht es politische Massnahmen oder einen kompletten Neuanfang in Sachen Social Media? Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-430/
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Drei Dekaden gibt es sie nun – und damit fast genauso lange wie die Mainstream-Computernutzung. Die Computerviren. 1988 hat ein Wurm namens «Morris» vorgeführt, wie sich eine Software selbst im Netz verbreitet und ohne menschliches Zutun von Computer zu Computer verpflanzt. Damals geschah das in guter Absicht. Der Wurm sollte nämlich herausfinden, wie gross das Internet damals war. Heute ist das natürlich ganz anders: Da werden Viren mit allen möglichen und unmöglichen kriminellen Absichten in die Welt gesetzt: Erpressung, Datendiebstahl, Terrorismus, Sabotage und Betrug, um nur einige der Motive zu nennen. Trotzdem kommen wir nicht umhin, das Thema mit einer gewissen Nostalgie zu beleuchten. Denn da wir fast so lange Computer benutzen, wie es die Computerschadsoftware gibt, war es ein ständiger Begleiter. Wir sind keinem dieser digitalen Schädlinge so richtig ins Messer gelaufen. Kevin hat den «Morris-Wurm zwar persönlich kennengelernt – aber nur in Form einer Diskette, beim Museumsbesuch. Und Matthias hatte just zu seinem Einstand beim Tagi mit dem «I love you»-Wurm zu tun, der damals nichts anderes wollte, als die Geständnisse der Zuneigung und Betörung rund um den Erdball zu verbreiten. (Na gut, er hat auch Millionen von Mailboxen verstopft. Aber ist das nicht ein geringer Preis für eine Liebesepidemie?) Nein, keine Angst: Wir werden zwar ein bisschen vergangenheitsverliebt, aber reissen uns dann auch am Riemen. Schliesslich ist die Malware heute ein riesiges Geschäft mit gigantischen Schadenssummen – und nicht mehr das unschuldige Spiel mit den unbegrenzten Möglichkeiten eines noch babyhaften Internets. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-429/
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Unser Teamveteran Raoul René Melcer scheint allem Digitalen abgeschworen zu haben, um dieser Tage mit seiner Band Total Verdichtet für Furore zu sorgen – was an sich eine Steilvorlage für eine Sondersendung zum Thema Winzip, WinRAR, Stuffit und TAR nahelegen würde. Doch wir halten uns an unseren Auftrag und behandeln wie jeden letzten Dienstag die Fragen der Hörerinnen und Hörer, die wiederum zuhauf eingetrudelt sind. Und bei der Sache kommen wir durchaus dazu, ein Thema zu verdichten. Denn was beschäftigt, ist die gefühlte Unsicherheit: Bedrohung durch unfreundliche Schadprogramme wie die fabulösen Cryptotrojaner, beängstigende Warnungen nicht von irgendwem, sondern vom eigenen Internet-Provider, irritierende Sicherheitsofferten von Geldinstituten, und dann die Erkenntnis, dass Virenscanner nicht nur oft lästig sind, sondern teils gravierende Nachteile haben. Bleibt also die Frage: Was tun, um sicher zu sein, es aber nicht zu übertreiben? Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-428/
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Der PC verdankt seinen Siegeszug nicht ausschliesslich, aber zu einem ganz gewichtigen Teil einer ganz bestimmten Softwaregattung: Nämlich dem Office-Paket, einer Sammlung von Büroprogrammen, bestehend klassischerweise aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm. Um genau zu sein: Es war das Programm VisiCalc, das vor bald 40 Jahren die Mikrocomputer vom Hobbygerät von den Computerfreaks zu einem ernsthaften Bürogerät beförderten – und IBM dazu veranlassten, den IBM-PC voranzutreiben, der die Computerrevolution erst so richtig in Gang bringen sollte. Heute ist das digitale Büro ganz in Microsofts Hand, doch es macht einen reichlich angestaubten Eindruck. Grosse Unternehmen wenden sich denn auch vom Office-Moloch ab, um zum Beispiel auf Google Docs zu setzen, und viele Privatanwender verwenden lieber eine schlanke Tablet-App für ihre Texte als ein hochgezüchtetes Textverarbeitungsprogramm. Ist Office ein Auslaufmodell oder einfach so ausgereift, dass die Software kaum mehr zu verbessern und entsprechend nicht mehr der Rede wert ist? Wir wagen eine Standortbestimmung, sprechen über Alternativen und erklären, für welche Zwecke wir Office weiterhin die Treue halten. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-427/
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