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Sinnflut – die Stimme Archiv

101 Episoden
5 Minuten
Sinn fluten bedeutet eine Verbindung herzustellen – auch und gerade zwischen scheinbaren Gegensätzen. Was passiert, wenn wir das Konstrukt „Gleich und Gleich gesellt sich gerne“ zugunsten des Prinzips "Gegensätze ziehen sich an" mal kurz beiseite legen? Neugierig? Zu Recht: Es ergeben sich neue, vielfältige Varianten. Lösungen und Zusammenschlüsse, auf die wir noch gar nicht gekommen sind. Dieses Prinzip lässt das „Entweder-Oder" beiseite. Es setzt auf „Sowohl-als-Auch". Warum sollten wir uns damit zufrieden geben, auf irgendeine Seite zu verzichten und uns reduzieren? Balanciere ein neues Gleichgewicht aus, das flexibel bleibt.
5 Minuten
Murshidul Alam Bhuyan aus Dhaka, Bangladesh, setzt sich mit "Team Bertho" als Filmemacher, Storyteller und Schauspieler für eine wichtige, gesellschaftsrelevante Themen ein. Gleich mehrere Filme wie "Every smile counts" wurden mit Awards für ein neues, globales Verantwortungsgefühl ausgezeichnet. 

Das neuste Buchprojekt "Fueling hope" sammelt individuelle, geteilte Geschichten rund um den Globus. Das zeigt: Bei all den Unterschieden verbindet uns als Mensch viel. Mit diesem geteilten Gedanken lösen sich Grenzen auf.
8 Minuten
Heute lauschst du einer Stimme, die sich mit Holz auskennt und gleichzeitig den Weitblick für neue Lösungen mitbringt. Vadim Rabinovic ist Tragwerksplaner und Brandschutz-Experte für den urbanen Holzbau:

“Wie sieht sinnvolles Bauen aus? Es gibt nicht die richtige Lösung. Wir müssen die Stärken eines Materials nutzen. Holz, als ein innovatives, modernes und ökologisches Baumaterial bietet derzeit die beste Möglichkeit, um den Herausforderungen des Klimawandels sinnvoll zu begegnen.“

“Gleichzeitig müssen wir den Fokus auf den Bestand legen. Bauen wir neu, ist es wichtig, im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu handeln. Das, was wir nehmen, sollten wir auch wieder zurückgeben. Alles ist ein Prozess - auch die gesamte Transformation der Baubranche. Jeder Schritt in die richtige Richtung ist ein Fort-Schritt.“
10 Minuten
Heute kommt eine Doppel-Stimme zu Wort, die genau das bei der Gründung ihrer Unternehmung gemacht hat. Sie kommt von Wolfgang Coutadin und Bernd Wacker, Gründer von eco-softfibre, einem Anbieter von ökologischen Weichschaumstoffen. 

Das Produkt ist auf Basis des Kreislaufprinzips entstanden und wird in vielfältigsten Anwendungsbereichen, die uns täglich umgeben, eingesetzt: 

“In Deutschland werden etwa 200.000 Tonnen Weichschaumstoffe verbaut. Ein riesiger Markt. Ob als Schallabsorption in Gebäuden oder in jeglichen Polstermöbeln, Materialien, die so dicht an uns dran sind, müssen jetzt und in Zukunft unbedenklich sein. In diesem Gedanken haben wir einen Schaumstoff auf bioökologischer Basis entwickelt, der die erdölbasierenden Schaumstoffe größtenteils ersetzen kann. Emissionsfrei und CO2 einsparend.“

“Wir alle wollen gesund leben. Genau deshalb müssen wir beim Lebenszyklus von Produkten genau hinschauen. Müssen Baustoffe später Sondermüll sein? Nein. Es geht auch anders. Das Cradle2Cradle Prinzip, auf das wir mit unseren Produkten setzen, betrachtet die Verwendung in Gebäuden oder Polstermöbeln ganzheitlich.“
12 Minuten
Die Stimme der Abiturientin Ella Stark, 18 Jahre, kommt heute wie gerufen. Sehr tiefsinnig berichtet sie über das, was den Lern-Sinn jetzt und in Zukunft ausmacht:

“Ich glaube für uns als Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen ist die jetzige Situation vollkommen neu. Ich frage mich schon lange: Kann man Lernen lernen? Ja. Ich selbst habe früh erlernt, welcher individuelle Lerntyp ich bin. Das herauszufinden, ist unglaublich hilfreich. Auch um meinen eigenen, individuellen Plan des Lernens und eine gute Struktur nach und nach aufzubauen.“

“Es geht darum Zusammenhänge zu verstehen und richtig zu verbinden. Wo und wie lassen sich Dinge einordnen? Das lernen wir bisher in der Schule eher weniger. Es wäre schön, dass "Drumherum" mehr zu verstehen. Bisher ist das im Lehrplan kaum vorhanden - sicherlich auch aus Zeitmangel. Wir alle brauchen dabei Unterstützung. Jeder Mensch ist individuell, das muss viel mehr berücksichtigt werden. Jeder sollte für sich den Sinn herausfinden, mit dem er am besten für sein Leben lernen kann.“
12 Minuten
Die heutige Stimme kommt von Jennifer Scharpenberg, 29 Jahre, Lehrerinaus Düsseldorf.  Sie engagiert sich für einen Lern-Sinn, der auf echten Werten und menschlichen Handlungsweisen aufgebaut ist:

“Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen verspüren gerade eine Ohnmacht in Bezug auf Bildung. Umso wichtiger, dass wir jetzt aktiv an dem arbeiten, was wir selbst tun können. Wir müssen eine Feedback-Kultur aufbauen, die nicht negativ oder rein wertend ist. Was klappt gut? Was können wir noch lernen?“ 

“Es ist in Ordnung, wenn wir etwas am Anfang noch nicht können. Dafür ist Lernen da. Schüler*innen und Lehrer*innen brauchen Feedback, damit wir uns gemeinsam verbessern können. Wir brauchen auch eine Art "selbstregulierendes Lernen". Der Fokus liegt auf der eigenen Selbst-Wahrnehmung und der Erkenntnis, welche individuellen Wege für den Einzelnen richtig sind. Es geht nicht um Perfektion, es geht um ein stetiges "Dazu-Lernen", das immer weiter geht.“
9 Minuten
Die heutige Stimme spricht darüber, wie Architektur und Immobilienentwicklung für Viele gelingen kann. Viele Projekte zeigen bereits heute, wie sinnstiftend diese Form der ganzheitlichen Betrachtungs- und Handlungsweise ist. Frauke Burgdorff ist Mitglied im Beirat des Netzwerks Immovielien und Stadtbaurätin in Aachen:

“Warum brauchen wir gemeinwohlorientierte Immobilien-Entwicklung in Deutschland? Optimal wäre, wenn Unternehmungen oder Menschen Immobilien zunächst einmal für den eigentlichen Zweck entwickeln.“

“Ein tolles Beispiel ist die Samtweberei in Krefeld. Die Rendite, die hier erwirtschaftet wird, kommt dem Stadtteil zugute. Zudem wird ein Teil der gewerblichen Miete in Stunden für die Arbeit mit dem Stadtteil investiert.“
8 Minuten
Sinnvolle Elemente zu verbinden, wird zur wichtigen Aufgabe. Das bedeutet eben auch ressourcenschonende Materialien in einer ästhetischen Formsprache, basierend auf Bedürfnissen übersetzen. Dafür braucht es wahre Handwerkskunst. Es braucht Empathie und Intuition. Damit erschaffen wir lebenswerte Räume, die positive Stimmungen fördern und Kommunikation zwischen Menschen vereinfachen.

Die weibliche Stimme zum Sinn der zukünftigen Architektur kommt heute von der Architektin Lena Schmidt. Sie ist Mitinhaberin des Architekturbüros SMP Schmidt & Mengeringhausen Architekten GmbH. Für Lena Schmidt steht fest:

“Bauaufgaben werden sich ändern. Wir bauen für Menschen. Also ist jedes Bauen in Wahrheit soziales Bauen. Gerade spiegelt vor allem die Sehnsucht zum ländlichen Raum die neuen Bedürfnisse wider.“

“Konzepte wie die 15-Minuten-Stadt aus Paris zeigen, was uns heute und in Zukunft wichtig ist. Alles was wir zum Leben brauchen, erreichen wir zu Fuß oder mit dem Rad. Im Zentrum stehen vielfältige Mischkonzepte. Wenig Verkehr, mehr Zeit und die Umwelt schonen - Stadtplanung und Architektur tritt hier als Vermittler auf. Die Vorteile des ländlichen Raumes werden auf die Stadt übertragen und vermischen sich immer mehr.“
7 Minuten
Unsere Stimme heute kommt aus der Wirtschaftswissenschaft und ist Spezialist im Bereich der Nachhaltigkeit. Dr. Colin Bien und ich haben uns in den letzten Monaten in verschiedenen öffentlichen Nachhaltigkeits-Debatten kennengelernt. Umso mehr schätze ich seine Stimme und die fundierte Antwort, welchen wirtschaftlichen Wert die Natur hat:

“Aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht müsste die Natur einen Preis haben. Wir können aber nicht sofort jede Qualität in eine quantifizierbare Produktivität wandeln.“

“In der Corona-Pandemie ist klar geworden, wie wertvoll die Natur ist. Eine wichtige Grundlage zur Messbarkeit ist das wirtschaftliche Konzept der "starken Nachhaltigkeit". Sie basiert darauf, dass die Natur über andere Dimensionen gestellt wird, weil sie die Grundlage für alles Weitere bildet.“
10 Minuten
Zeit, die Natur in die gesunde Stadt der Zukunft einziehen zu lassen. Zeit, das "Entweder-Oder" in ein "Sowohl-als-auch" zu verwandeln. Die wahre urbane Stadt lebt von der biologischen Vielfalt und der einfachen Verbindung von scheinbaren Gegensätzen.

Unsere Stimme heute kann das als Spezialistin der Biodiversität bestätigen. Dr. Frauke Fischer ist Biologin, Universitätsdozentin und Inhaberin der in 2003 gegründeten Agentur auf!, die Unternehmen im Hinblick auf Biodiversität berät. Sie sagt:

“Biodiversität oder biologische Vielfalt ist die Grundlage dafür, dass Ökosysteme Leistungen erbringen können. Es ist die Grundlage für jede Stadt und die Bürger*innen, die in ihr leben. Wir brauchen ein fruchtbares Land. Fruchtbaren Boden. Eine Leistung, die nur die Ökosysteme selbst schaffen. Der Mensch kann das nicht. “

“Selbst die Sicherheit in Städten und Gebäuden - auch im Hinblick auf den Klimawandel - wächst durch Biodiversität. Je weniger versiegelte Flächen es gibt, umso besser kann zum Beispiel bei Starkregen das Wasser auf natürliche Art abfließen. Das schafft kein menschengemachtes Kanalsystem. Diese Art von "Schwamm-Städten" setzt auf eine grüne Stadtentwicklung, in dem Wissen um die Wirkung von Biodiversität.“
9 Minuten
Der Wille komplexe Herausforderungen gemeinschaftlich und sinnvoll anzugehen, ist für viele in diesen Tagen eine Herzensangelegenheit. Gleichzeitig bedeutet es für dich eine langfristige Wertsteigerung auf allen Ebenen.

Unsere Stimme heute kommt wie schon vor rund einem Jahr aus den Reihen von Fridays for Future. Eine ganze Generation, die Verantwortung wahr- und annimmt. Fabia Klein, 18 Jahre, ist seit 2019 Klimaaktivistin und findet klare Worte für das, was jetzt wichtig ist:

“Wir haben bei Wind und Wetter protestiert und uns eine Stimme verschafft. Warum? Weil klimagerechtes Handeln natürlich einen Sinn ergibt. Unsere Aufgabe ist es jetzt die Politik zu motivieren. Die "Pause" durch Corona können wir als Chance sehen.“

“Nehmen wir unsere Verantwortung als starkes Land wahr und machen einen entscheidenden Schritt nach vorne. Setzen wir eine effektive Klimapolitik für uns und Folgegenerationen um. Tun wir gemeinsam etwas, um die Probleme unserer Zeit zu bewältigen - als Gesellschaft, die in Frieden lebt.“
8 Minuten
Unsere Stimme spricht heute von dem verbündeten Leichtsinn. Andre Erdmann ist Finanzdirektor der holländischen Baufirma Muehlhan B.V., einer Tochterfirma des weltweit bekannten, hanseatischen Traditionskonzerns Muehlhan AG.

Als Spezialist für Immobilien und Finanzfragen hat er ein Frühwarnsystem für ressourcenschonende und bedürfnisorientierte Bauvorhaben entwickelt: 

“Wir müssen die Arbeit und die Ressourcen im Bausektor mit Bedacht einsetzen. In der Form, wie Immobilien wirklich benötigt werden. So lassen sich Leerstände durch bedürfnisorientiertes Bauen gezielt vermeiden.

Passen die Entwicklungen der Hauspreise zu den Gehältern? Wie verhalten sich die Mieten zu den Immobilienpreisen? Fragen und transparent aufklären. Jeder, der bei der Entscheidung rund um Immobilien die Daten mitentscheiden lässt, ist ein Teil der Lösung.“
5 Minuten
Die Zukunft ist kein Ort oder eine Sache. Zukunft entsteht im Hier und Jetzt – mit jedem Schritt und jeder Entscheidung. Fangen wir an Gemeinsamkeiten zu finden statt Unterschiede zu suchen. Mit einem kollektiven Bewusstsein für eine gesunde Mitte werden komplexe Herausforderungen zu unendlichen Möglichkeiten.
14 Minuten
Heute kommt eine Stimme zu Wort, die mit ihrer Unternehmung ein natürliches und vielfältig einsetzbares Produkt erschaffen hat, das einen im wahrsten Sinn des Wortes erdet. Eine nachhaltige Unternehmensphilosophie, die sich in Produkt, Materialien, Service, Haltung und familiären Werten widerspiegelt. 

Vanessa Frank ist Gründerin von Darling Little Place und das heutige Sinnbild dafür, dass es sich lohnt, auf ein stabiles und zukunftsfähiges Unternehmensfundament zu bauen: 

„Nachhaltigkeit setzt sich für uns aus der ökologischen, der wirtschaftlichen und der menschlichen Komponente zusammen. Damit ein Bewusstseins- und ein Wertewandel beim Einzelnen anfangen kann, brauchen wir ein Wertesystem.“
7 Minuten
"Gesunde Stadt. Gesunder Mensch."

Dieser Ort hält für dich als Gestalter und Sinnstifter mehr investigative Medienformate, mehr nützliches Wissen und mehr konkrete Unternehmungen und Projekte bereit und beinhaltet das, worüber ich gestern in der RP, der WZ und anderen Lokalmedien im Rhein-Ruhr-Raum "gesprochen" habe:

„Die Zeit ist Reif für ein neues Bewusstsein der Stadt der Zukunft. Mit dem Mensch im Mittelpunkt. Urban leben und arbeiten. Ressorcenschonend denken und handeln. Vielfalt und geteiltes Wissen für neue Lösungen nutzen. Darum muss es bei der Stadt des 21. Jahrhunderts gehen.“